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13.01.2011 Kreativität gefordert

Kategorie: Startseite

Rostocker Professor baut ingenieur-wissenschaftliches Institut in Äthiopien auf

Prof. Dr. Bernd Lennartz von der Universität Rostock baut in Äthiopien ein ingenieurwissenschaftliches Institut auf (Universität Rostock/Medienzentrum)

Prof. Dr. Bernd Lennartz von der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock  hat mit Jahresbeginn für zwei Jahre als wissenschaftlicher Direktor die Leitung eines Instituts an der Universität in Äthiopien übernommen.  Er wird in enger Kooperation  mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) ein  selbstständiges ingenieurwissenschaftliches Institut aufbauen helfen. „Ziel der in Äthiopien eingeleiteten Bildungsoffensive ist es, die Universitäten des Landes umzustrukturieren bzw. neue Universitäten zu etablieren, um mit gut ausgebildeten Ingenieuren die Entwicklung des Landes voran zu bringen“, erklärt  Prof. Lennartz.

Die Vorhaben  der äthiopischen Regierung sind ehrgeizig. So soll allein das Institute of Technology in Jimma seine Kapazität von derzeit 2.600 Studierenden auf 15.000 in wenigen Jahren erhöhen. Dabei stellt sich neben infrastrukturellen Hindernissen der Mangel an qualifiziertem Lehrpersonal als Hauptproblem dar. Die Universität Rostock unterhält seit vielen Jahren hervorragende Beziehungen zu verschiedenen äthiopischen Universitäten. Zur Zeit arbeiten allein 10 äthiopische Doktoranden in Rostock an ihrer Promotion. Prof. Dr. Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock,  legt Wert darauf, dass die Alma Mater Rostochiensis  noch internationaler wird. „Oft entstehen auf Basis solcher Kooperationen lebenslange Freundschaften, die dem Austausch von Studierenden und Forschern dienen.“

Die Erwartungen der äthiopischen Regierung an Prof. Lennartz sind hoch. „Ich hoffe, kreativ genug zu sein“, sagt der Wissenschaftler. Er hat sich vorgenommen, ein akademisches Leben mit Seminaren und Kolloquien für Wissenschaftler und Doktoranden an dem neuen Institut zu etablieren. Noch stehen die Anzahl der Studierenden und die Ansprüche der Regierung im krassen Widerspruch zueinander. Acht Studis müssen sich ein Zimmer teilen. Aber es gibt Hoffnung. Das Institut wird noch in diesem Jahr einen eigenen Campus für 2.000 Studierende erhalten, der bereits im Bau ist.

Die enge Verbindung nach Rostock und der Austausch von Wissenschaftlern ist ein zentrales Element des Gesamtplanes. „Rostocker Kollegen können durch neue Forschungsideen profitieren“, sagt Prof. Lennartz. Die Erfahrungen mit äthiopischen Doktoranden seien ausgesprochen gut. Ganz privat möchte Lennartz „das wunderschöne Äthiopien besser kennen lernen und mehr Kontakte zu den Menschen aufbauen“. Das werde aber nur über die Sprache funktionieren. „Ich will deshalb  zumindest etwas die Landessprache Amharisch erlernen.“
 

Kontakt:
Universität Rostock
Presse+Kommunikation
Dr. Ulrich Vetter
Telefon: +49 (0)381 498 1013
E-Mail: ulrich.vetter(at)uni-rostock.de


Prof. Dr. Bernd Lennartz
Scientific Director
Jimma University
P.O.Box: 378
Jimma, Ethiopia
bernd.lennartz(at)uni-rostock.de

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