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13.01.2011 Abguss-Sammlung antiker Plastiken eröffnet

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Erstmals umfassende Präsentation der gesamten Bestände

Teile der Abguss-Sammlung der Universität Rostock (Universität Rostock/Medienzentrum)

Gestern wurde die Abguss-Sammlung antiker Plastik der Universität Rostock neu eröffnet. Die Sammlung gehört zum Bestand des Heinrich Schliemann-Instituts für Altertumsforschung an der Universität Rostock und ist in dieser Form erstmals in einer Gesamtschau zugänglich. Die Plastiken waren bisher in der Universität verteilt. Jetzt sind auch die Dachböden vollends beräumt. Die letzten Abgüsse kamen erst vor wenigen Wochen in die Ulmenstraße 69, wo sie nun zu sehen sind. „Ich finde es großartig, dass die so lange vernachlässigte Sammlung endlich den ihr gebührenden Platz beanspruchen kann, wieder schön aufgestellt und benutzbar ist“, freute sich Rektor Prof. Dr. Wolfgang Schareck.

Chronik
1845 wurde an der Greifswalder Universität eine Abguss-Sammlung begründet. Sie ging während des Krieges und in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts vollends verloren. 1872 wurde die Rostocker Abguss-Sammlung begonnen. Durch eine Schenkung des Großherzogs konnte die Sammlung 1919 erheblich erweitert werden. 1958 musste ein Großteil der Sammlung an die Humboldt Universität Berlin abgegeben werden, wo die meisten Stücke verloren gingen. 1992 begann die Sanierung der auf dem Dachboden der Universität verbliebenen Stücke. 1994 wurden mit Mitteln der Siemens-Kulturförderung neue Stücke angekauft.
1998 fand die erste Ausstellung statt. 2000 konnten einige wenige Gipsabgüsse aus Berlin zurückgeholt  werden. 2007 zog die Sammlung in die Schwaansche Straße 3, dem Sitz des Schliemann-Instituts, um. 2002 fand die erste Ausstellung in der Universitätsbibliothek Greifswald statt. Die Abguss-Sammlung antiker Plastik an der Universität Rostock umfasst Abgüsse des ehemaligen Instituts für Altertumswissenschaften der Universität Greifswald, die 2008 als Dauerleihgabe nach Rostock gegeben wurden, sowie die gesamten Rostocker Bestände.

Hintergrund
Die Idee, größere Abguss-Sammlungen einzurichten, geht auf die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts zurück. Gipsabgüsse wurden damals für die Zeichensäle neu gegründeter Kunstakademien erworben, wie sie während des 18. Jahrhunderts fast jeder Landesherr eines europäischen Kleinstaats förderte. Da die maßstabsgetreuen Abgüsse ein einzigartiges didaktisches Instrument waren und sind, wurde ihnen in öffentlichen Sammlungen eine zentrale Bedeutung beigemessen.

Im Moment werden noch keine festen Öffnungszeiten angeboten. Bei Bedarf  im Institut unter der Telefonnummer 0381 498 2786 anrufen. Später soll pro Monat eine öffentliche Führung durchgeführt werden.



Kontakt:
Universität Rostock
Presse+Kommunikation
Dr. Ulrich Vetter
Telefon: +49 (0)381 498 1013
E-Mail: ulrich.vetter(at)uni-rostock.de


Prof. Dr. Detlev Wannagat
Leiter der Archäologischen Sammlung
Telefon: +49 (0)381 498 2783
E-Mail: detlev.wannagat(at)uni-rostock.de

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