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29.04.2013 Agrarwissenschaften zum Anfassen

Kategorie: Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät

Erfolgreiches Studienprojekt der Bachelorstudenten

Prof. Dr. med. vet. habil. Elmar Mohr, „Rocky“ und Stefko Kruse ( v.l.n.r.)

Vier Studentinnen der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock beendeten in diesen Tagen ihr Projekt „ Bullenkalb Rocky“. Ziel des Projektes war es, den Konsumenten aufzuzeigen, was eigentlich hinter dem Rindergulasch steht; besonders der zeitliche und wirtschaftliche Aufwand der Rinderaufzucht wurden untersucht. Hier wurden die Diskrepanzen zwischen der konventionellen Tiermast und einer langsameren Fleischreifung augenfällig. Weiterhin wurden von den Studentinnen Gewichts- und Größenmessungen vorgenommen sowie Verhaltensweisen und soziale Interaktionen des Tiers beobachtet. So wurde das von den Studenten mit Unterstützung verschiedener Sponsoren erworbene Tier über das erste Lebensjahr begleitet.

Bei der Langen Nacht der Wissenschaften am letzten Donnerstag wurde der Ochse nun vorgestellt und von vielen Zuschauern fasziniert betrachtet – selten kann man ein solches Tier einmal aus der Nähe sehen! Auch die von den Studenten zusammengestellten Informationen wurden von den Besuchern interessiert aufgenommen, viele Menschen fragten detailliert nach.

Das Projekt war vor einem Jahr entstanden, als das Gut Dummerstorf im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften unter anderem dieses Bullenkalb, eine Kreuzung aus Holstein-Frisian und Uckermärker, vorgestellt hatte. Die Studentinnen Linde Meier und Katharina Korten hatten damals spontan die Idee, das Tier zu erwerben. Prof. Dr. med. vet. habil. Elmar Mohr, sicherte die Unterstützung der Fakultät zu, und die Idee konnte verwirklicht werden. Der Kaufpreis für das Tier wurde großzügig gesponsort; Stefko Kruse, Inhaber der Firma Novus Marketing, erklärte sich bereit, den Erwerbspreis zu zahlen. Dazu sagte er:Es freut uns, dass wir mit unserer Spende das Semesterprojekt der Studenten der Agrarwissenschaften der Universität Rostock unterstützen konnten.“

Den größten Teil der Unterbringungskosten sammelten die Studenten in den eigenen Reihen. Auch die Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät steuerte einen Teil dazu bei. Fakultätsdekan Prof. Dr. Mohr sagte: “Ich freue mich sehr über diese Initiative der Studierenden. Eigenes Engagement und verantwortungsvolle Auseinandersetzung mit der Nutztierhaltung – so wünsche ich mir die Studierenden von heute!“

Insgesamt waren die Studentinnen mit dem Ergebnis ihres Projektes zufrieden.  Vielleicht werden nun einige Verbraucher zweimal nachdenken, bevor sie zu dem Billig-Fleisch aus der SB-Theke greifen.

Wiebke Howe, Studentin der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät


Foto: Johannes Voß

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