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16.03.2012 Brain Painting: Das Bild fällt aus dem Kopf

Kategorie: Startseite, Pressemeldungen

Adi Hoesle führt Künstler und Wissenschaftler zusammen

Plakat zur Ausstellung

Adi Hösle beim brainpainting in der Rostocker Kunsthalle (Fotoagentur nordlicht/Frank Hormann)

„Pingo ergo sum“ – „Ich male, also bin ich“, lautet das Motto des Ausstellungs- und Performanceprojekts, das der Künstler Adi Hoesle gemeinsam mit der Kunsthalle Rostock, dem Ars Electronica Center Linz sowie der Universität Rostock realisiert. Während der Ausstellungszeit finden „Brain Painting“-Performances statt, an denen sich rund 25 Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland und Österreich beteiligen und allein mit Gehirnströmen Kunstwerke erschaffen. Teil der Ausstellung ist auch ein Labor, das in der Kunsthalle Rostock eingerichtet wird. Prof. Dr. Lars Schwabe, Experte für Adaptive und Regenerative Softwaresysteme an der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik der Universität Rostock, wird für die Dauer der Ausstellung in diesem Labor zusammen mit anderen WissenschaftlerInnen und KünstlerInnen arbeiten. Eine weitere Akteurin vor Ort ist die Berlinerin Angela Jansen. Sie leidet unter der unheilbaren Krankheit ALS und befindet sich im so genannten Locked-in-Stadium – in völliger Bewegungsunfähigkeit. Auch sie wird im Lauf der Ausstellung „Brain Paintings“ erstellen.

Gearbeitet wird dabei mit einem EEG und einem „Brain Computing Interface“, das sich durch die Aktivität der Hirnströme steuern lässt. Für den Künstler Adi Hoesle ist „Brain Painting“ eine Kunstform der Zukunft. „Das Atelier des dritten Jahrtausends ist der Kopf“, so Hoesle. Dafür bedürfe es der stetigen Weiterentwicklung der Technologie, weshalb das Ausstellungsprojekt „Pingo ergo sum – Das Bild fällt aus dem Hirn“ als grenz- und fächerübergreifendes Projekt angelegt ist, an dem sich Künstler und Wissenschaftler gleichermaßen beteiligen. Zum Beispiel Professor Dr. Lars Schwabe, der am Institut für Informatik an der Universität Rostock den Bereich Adaptive und regenerative Softwaresysteme betreut. Er wird gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern und Studierenden in der Kunsthalle Rostock in einem temporären Labor arbeiten. „Begleitet wird diese Laborarbeit außerdem von philosophischen Auseinandersetzungen zu den Grundfragen der Kunst: Wo entsteht die Idee, im Kopf oder im Tun der Hände? Wem gehört diese Idee?“, so Adi Hoesle.

Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler werden in ihren Ateliers aufgesucht. Die während den Brain Painting Sessions entstehenden Bilder werden live aus den Ateliers in die Ausstellung in Rostock und in das Ars Electronica Center in Linz übertragen. Die Berlinerin Angela Angela Janssen, die bereits an einem Theaterstück („Kunst & Krempel“) von Christoph Schlingensief teilnahm, wird direkt in der Kunsthalle Rostock an Bildern arbeiten. Da Angela Jansen, die durch ihre Erkrankung an ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) völlig bewegungsunfähig ist und allein durch die Bewegung eines Auges kommuniziert, ständiger medizinischer Betreuung bedarf, werden vor der Kunsthalle Rostock Wohn- und Versorgungskontainer aufgebaut.

Ab 18.03.2012 ist die Ausstellung geöffnet. Der Eintrittspreis beträgt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. 

 

Öffnungszeiten:

Die. bis So. 11-18 Uhr, Do. 11 bis 20 Uhr

 

Kontakt:

Universität Rostock

Presse+Kommunikation

Dr. Ulrich Vetter

Fon: +49 (0)381 498 1013

eMail: ulrich.vetter(at)uni-rostock.de

 

Kunsthalle Rostock

Hamburger Straße 40

18069 Rostock

Fon: +49 (0)381 381 7000

eMail: kunsthalle(at)rostock.de

Internet: www.kunsthallerostock.de

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