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30.11.2011 Deutsch-Polnisches Seminar für Studierende

Kategorie: Historisches Institut

Termine: 04.01.12: 13.15 Uhr - 14.45 Uhr R. 106 Hermannstr. 34b, 07.01.12: Tagesexkursion nach Berlin Ausstellung „1000Jahre polnisch-deutsche Geschichte“. 24. bis 30. März 2012: an der Europäischen Akademie Mecklenburg-Vorpommern in Waren „Zwangsmigration von Polen und Deutschen im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit“. 29. April bis 6. Mai 2012: im Internationalen Jugendbegegnungszentrum in Oświęcim „Erinnerung für die Zukunft: Auschwitz und der Holocaust in Vergangenheit und Gegenwart“ Einschreibung für die Exkursionen ab dem 01.12.11 direkt bei Sven Hartig.

Die Zwangsumsiedlungen von Polen und Deutschen während des Zweiten Weltkrieges und in der Nachkriegszeit  brannten sich tief in das individuelle Gedächtnis der Beteiligten und Betroffenen ein und wurden zu einem festen Bestandteil des kollektiven Gedächtnisses beider Nationen. In vier deutsch-polnischen Arbeitsgruppen untersuchen die Studentinnen und Studenten

-         die Ziele, Grundlagen und völkerrechtlichen Verträge (AG I)

-          die Organisation, Durchführung und den Verlauf der Zwangsumsiedlungen von 1945 bis 1950 (AG II)

-          die Integration und Assimilation der Vertriebenen und Umgesiedelten in Polen und Deutschland (AG III)

-         die Erinnerungskultur individuellen sowie im kollektiven Gedächtnis (AG IV).

Sie analysieren in Seminaren und Workshops gründlich die gewaltsame Bevölkerungsverschiebung in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts und unterbreiten didaktisch-methodische Vorschläge für historisches Lernen im Fachunterricht im Geiste der Versöhnung und der Zusammenarbeit beider Völker.

Im Schatten der „Fabrik des Todes“, dem einstigen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz erforschen die Studierenden arbeitsteilig in drei Kleingruppen

-          die Planung und Durchführung des Holocaust in Europa (AG I)

-          die Nachkriegsprozesse gegen die NS-Verbrecher (AG II)

-          Täter- und Opferbiografien (AG III).

Sie suchen nach Kriterien zur Unterscheidung zwischen Opfern, Tätern und Mitläufern und zeigen durch didaktische Reflexionen Wege auf, wie ein Beitrag zum Aufbau einer demokratischen Erinnerungskultur geleistet werden kann und welche besondere Aufgabe dabei dem historischen Lernen von Kindern und Jugendlichen in der Schule sowie in der außerschulischen Öffentlichkeit zukommt.

Die Resultate der Arbeitsgruppentätigkeit werden am Ende der jeweiligen Seminarwoche in einer ansprechenden Ergebnisform im Plenum vorgestellt, diskutiert und verteidigt.

Insgesamt kann ein Teilnahmeschein mit 2 SWS erworben werden. Die Anfertigung einer Belegarbeit zu einem speziellen Thema und damit der Erwerb eines Leistungsscheines sind möglich.    

Folgende Kosten kommen auf die Teilnehmer zu:

110,- € für Waren und 190,- € für Oswiecim/Kraków

Einschreibung für die Exkursionen ab dem 01.12.11 direkt bei Sven Hartig (sven.hartig(at)uni-rostock.de)

Dateien:
dps2012_01.pdf57 K

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