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08.04.2013 Drei Tage lang Erfahrungen ergründen

Kategorie: Philosophische Fakultät

Prof. Dr. Michael Großheim

Vom 19. bis 21. April 2013 lädt die Gesellschaft für Neue Phänomenologie zum kostenfreien Symposium „Begriffene Erfahrung“ in die Hochschule für Musik und Theater Rostock. Das alljährlich stattfindende Symposion der Gesellschaft  beschäftigt sich in diesem Jahr mit den verschiedenen Verständnissen von Erfahrung und deren Voraussetzungen. Jene sollen in den drei Veranstaltungstagen sichtbar gemacht, miteinander konfrontiert und auf ihre Erklärungskraft hin mit den Konzepten der Neuen Phänomenologie verglichen werden.

Die überregionale Tagung unter Leitung von Prof. Dr. Michael Großheim und Prof. Dr. Hans Jürgen Wendel widmet sich aus unterschiedlichen Perspektiven dem Begriff der Erfahrung. Dabei soll durch eine philosophische Reflexion das jeweilige Verständnis von Erfahrung aufgezeigt werden, denn allzu leicht wird Erfahrung als unproblematisch hingenommen, dabei bedarf es vielmehr einer genauen phänomenologischen Besinnung auf sie.

Der Erfahrung kommt als Grundlage oder Prüfinstanz für die Berechtigung von Geltungsansprüchen in ganz verschiedenen philosophischen Auffassungen eine tragende Rolle zu. Was dabei jedoch unter Erfahrung verstanden wird, unterscheidet sich bei genauerem Hinsehen gravierend. Obwohl dem Anspruch nach gegen metaphysische Überschwänglichkeit gerichtet, ist die Darlegung des Verständnisses von Erfahrung sowohl in empiristischen Ansätzen wie auch in der auf Husserl zurückgehenden Phänomenologie von metaphysischen Konstruktionen durchsetzt.

Die Neue Phänomenologie stellt demgegenüber den Versuch dar, ohne vorgängige Konstruktionen die unwillkürliche, leiblich geprägte Lebenserfahrung begrifflich zu bestimmen; diese ist in der abendländischen Philosophietradition seit der Antike vom menschlichen Denken abgetrennt und verschüttet worden. Aus dieser Perspektive sind Atmosphären, Gefühle und Situationen die primären Gegenstände der Erfahrung. Phänomene erweisen sich dabei nicht als apodiktisch feststellbare Gewissheiten, sondern als Tatsachen der Lebenserfahrung, die nach eingehender Prüfung als Tatsachen nicht ernsthaft bestritten werden können. Damit sind sie einerseits unhintergehbar, haben andererseits aber immer eine hypothetische Komponente.
  

Symposium:               „Begriffene Erfahrung“
                                   19. bis 21. April 2013
                                   Kammermusiksaal der Hochschule für Musik und Theater
                                   Rostock (Beim St.-Katharinenstift 8,18055 Rostock)

                                   Eintritt frei (Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig.)

Ansprechpartner:        Dr. Steffen Kluck
                                  Tel.: 0381-2102850

Ablauf:                        http://www.gnp-online.de/Jahrestagung.12.0.html

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