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07.05.2013 Vertreter der Universität La Plata zu Besuch an der Universität Rostock
Kategorie: Philosophische Fakultät
Workshop zur Ausarbeitung des interdisziplinären binationalen Doktorandenprogramms "Interdisziplinäre sozio-kulturelle Studien (Europa und Lateinamerika)"
Vom 20. bis 23. März waren mehrere Wissenschaftler der Geistes- und Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Nationalen Universität La Plata (Argentinien) an ihrer Partneruniversität in Rostock zu Besuch. Dabei trafen sie sich mit Vertretern des Instituts für Politik- und Verwaltungswissenschaften und des Instituts für Romanistik, um die Ausgestaltung eines interdisziplinären, binationalen Doktorandenprogramms fortzusetzen und über die Schaffung zukünftiger gemeinsamer Forschungsprojekte zu beraten. Die Teilnehmenden knüpften dabei an die Vorarbeiten an, die bei einem ersten gemeinsamen Workshop im Oktober vergangenen Jahres in La Plata getroffen worden waren. Im Zentrum der internationalen Kooperation stehen die Themenschwerpunkte Erinnerungskulturen, politische Transitionsprozesse und Identitäten. Das anvisierte Doktorandenprogramm soll durch eine Förderung durch das Deutsch-Argentinische Hochschulzentrum verwirklicht werden, welches im vergangenen Jahr mit dem Ziel der Vernetzung von Universitäten und Forschungseinrichtungen beider Länder offiziell ins Leben gerufen wurde. Federführend von deutscher Seite ist hierbei das BMBF.
Von argentinischer Seite nahmen sechs Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen teil: Aus der Geschichtswissenschaft Frau Prof. Dr. Ana María Barletta, aus der Soziologie Herr Prof. Dr. Juan Piovani und Herr Mauricio Chama, aus der Literaturwissenschaft Herr Dr. Fabio Espósito, aus der Sozialtheorie Prof. Dr. Alberto Pérez, sowie aus der Germanistik Frau Prof. Dr. Graciela Wamba. Aus Rostock nahmen vom Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften Herr Prof. Dr. Nikolaus Werz (Lehrstuhl für Vergleichende Regierungslehre), Frau Clara Ruvituso (Doktorandin am Institut und Kollegiatin am GK Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs) und Herr Jan Müller (Masterstudent der Politikwissenschaften) teil; das Institut für Romanistik wurde vertreten durch Herrn Prof. Dr. Buschmann (Lehrstuhl für spanische und französische Literatur- und Kulturwissenschaft), Herrn Dr. Svend Plesch (Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Hispanistische Literaturwissenschaft) und Herrn Ralf Modlich (Doktorand am Institut und Stipendiat des Departments "Wissen-Kultur-Transformation"). Als externer Partner vertrat Herr Dr. Peter Birle das Ibero-Amerikanische Institut in Berlin.
Nach einer Begrüßungsrunde am Mittwoch, bei der an das Auftakttreffen in La Plata (Oktober 2012) angeknüpft werden konnte, begann am Donnerstag die Arbeit an den Studienplänen, woran sich am Nachmittag ein vielseitiges kulturelles Rahmenprogramm anschloss, bei dem vor allem Gedenkstätten und Orte im Mittelpunkt standen, die mit der Vergangenheit Rostocks während des SED-Regimes und der Naziherrschaft in Verbindung stehen. Denn im Zentrum des binationalen Promotionsprogramms steht die Förderung der Forschung zur Aufarbeitung von Diktaturen in beiden Ländern. Beginnend mit dem nach Arno Esch benannten Hörsaalgebäude und dem Gedenkstein für Fiete Schulze auf dem Campus Ulmenstraße, besuchten die Workshopteilnehmenden die Fachbibliothek DDR-Geschichte, wo Frau Marion Grödel über die Geschichte der Einrichtung und ihre Bedeutung für die Aufarbeitung der Vergangenheit sprach. Herr Dr. Michael Heinz von
der Stasiunterlagenbehörde führte die Gäste danach durch das direkt an die Bibliothek anschließende ehemalige Gefängnis der Staatssicherheit in Rostock. Unter der Leitung von Christiane Michaelis fand außerdem eine Führung durch die Sondersammlungen der Universitätsbibliothek statt, bevor zum Abschluss des Tages die Ausstellung "Ernst
Barlach. Skulptur und Zeichnung" im Kulturhistorischen Museum besucht wurde. Abgerundet wurde der Workshop durch einen Ausflug nach Warnemünde nach der zweiten Arbeitssitzung am Freitag.
Bei den Arbeitsrunden am Freitag wurden vor allem studienorganisatorische Fragen diskutiert, um eine Anpassung zwischen argentinischen und deutschen Promotionsregularien zu ermöglichen. Am Ende des Arbeitstreffens waren ein exemplarischer Studienplan für die Jahre 2014-17 sowie ein Finanzplan für den Doktoranden- und Dozentenaustausch entworfen und beschrieben; pro Jahr werden ca. 60.000 € beantragt, die vor allem die Mobilität der Doktoranden finanzieren sollen.
Protokoll: Ralf Modlich
http://www.romanistik.uni-rostock.de/fileadmin/Romanistik/Bericht_Workshop_Rostock_Maerz_1.pdf
Kontakt:
Prof. Dr. Albrecht Buschmann
Lehrstuhl für spanische und französische Literaturwissenschaft
Institut für Romanistik der Universität Rostock
August-Bebel-Str. 28
18051 Rostock
Tel.: 0049-381/498-2830
Tel. Sekr.: 0049-381/498-2835
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