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07.02.2013 ADHS und Essverhalten
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Rostocker Medizinstudentin gewinnt Preis auf internationalem Psychiatrie-Kongress
Die Rostocker Medizinstudentin Juliane Kempe ist für ihren Vortrag zum Hyperaktivitassyndrom ADHS (Developing instruments to measure impulsivity-related eating behaviour in adult patients with attention-deficit hyperactivity-disorder) ausgezeichnet worden. Ihre wissenschaftliche Präsentation wurde auf der von ca. 1.000 Delegierten besuchten internationalen Konferenz „Psychiatry MedForum 2012: New and really new mental disorders“ in Wisła (Polen) im Rahmen eines Wettbewerbs für Medizinstudenten vorgetragen und mit dem zweiten Platz geehrt. Außer Rostocker Medizinstudenten nahmen auch Doktoranden der Universitäten Cambridge, Katowice und Kosice teil.
Grundlage des prämierten Vortrags war das Promotionsprojekt, das Frau Juliane Kempe derzeit an der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Rostock durchführt. Die Doktorarbeit wird von dem Direktor der Klinik, Prof. Dr. Dr. Johannes Thome, betreut und zielt darauf ab, das veränderte Essverhalten und das klinisch häufig zu beobachtende Übergewicht bei erwachsenen Patienten mit dem „Zappelphilipp-Syndrom“ (ADHS – Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom) wissenschaftlich zu erforschen.
Vermutet wird, dass die erhöhte Impulsivität von ADHS-Patienten für Störungen im Essverhalten und damit auch erhöhtes Körpergewicht mitverantwortlich ist, wodurch eine Vielzahl von seelischen und körperlichen Gesundheitsproblemen ausgelöst werden können. Hierzu haben Juliane Kempe und Dr. Christoph Berger, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Psychiatrischen Universitätsklinik in Rostock-Gehlsdorf, den Prototyp eines Computerprogramms entwickelt, das virtuell ein „Buffet“ simuliert. Probanden können am Bildschirm verschiedene Nahrungsmittel und Getränke auswählen, während der Computer das Auswahlverhalten und Hinweise auf „Impulsivität“ (z.B. Puls, Hautwiderstand, Augenbewegungen) automatisch registriert.
Nach der Preisverleihung sagte Frau Kempe: „Über das Angebot von Professor Thome zu dem internationalen Kongress nach Wisła zu fahren, um mein Forschungsprojekt vorzustellen, habe ich mich sehr gefreut. Die Bemühungen und die Aufregung im Vorfeld haben sich sehr gelohnt. Ich hatte die Chance, mich im Präsentieren wissenschaftlicher Daten zu üben, und konnte mich darüber hinaus mit Medizinstudenten aus anderen Ländern austauschen. Das war eine großartige Erfahrung.“
Kontakt:
Universitätsmedizin Rostock
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Prof. Dr. Dr. med. Johannes Thome
Fon: +49 381 494-9500
Mail: johannes.thome(at)med.uni-rostock.de
Presse+Kommunikation
Dr. Ulrich Vetter
Fon: +49 381 498-1013
Mail: ulrich.vetter(at)uni-rostock.de
Web: www.uni-rostock.de
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