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21.10.2011 Aceton mit Hilfe von Mikroorganismen aus Kohlendioxid gewinnen
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BMBF fördert Projekt mit 1,6 Millionen Euro
Die Verwertung von Kohlendioxid (CO2) ist Gegenstand des Verbundforschungsprojektes COOBAF (CO2-basierte Acetonfermentation), an dem die Universität Rostock maßgeblich beteiligt ist. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt mit 1,6 Millionen Euro, wovon 550.000 Euro direkt an die Abteilung Mikrobiologie des Instituts für Biowissenschaften der Universität Rostock gehen. Verbundpartner in dem Projekt sind neben der Universität Rostock, die Evonik Industries AG und Universität Ulm.
Die Rostocker Wissenschaftler Prof. Dr. Hubert Bahl, Dr. Ralf-Jörg Fischer und Dr. Antje May wollen in den nächsten drei Jahren den Fermentationsprozess zur biotechnologischen Produktion von Aceton mit Hilfe von Mikroorganismen, die CO2 als Kohlenstoffquelle verwerten können, erforschen und nutzbar machen. „In vielen Prozessen der chemischen Industrie fallen CO2 und der ebenfalls benötigte Wasserstoff als Abfallprodukte an. Diese Gase könnten von so genannten acetogenen Bakterien für die Produktion von Aceton genutzt werden“, erklärt Professor Bahl.
Aceton ist in der chemischen Industrie zum Beispiel Ausgangsstoff für die Herstellung von Acrylglas und wird als Lösungs- und Extraktionsmittel für Harze, Fette und Öle sowie als Nagellackentferner eingesetzt. Derzeit werden rund 90 % der jährlich global produzierten 5,7 Millionen Tonnen Aceton aus den petrochemischen Rohstoffen Propen und Benzol produziert. „Eine nachhaltigere Alternative wäre eine fermentative Acetonherstellung durch Nutzung von CO2 als Kohlenstoffquelle, welche Ressourcen und Umwelt schont und Treibhausgas-Emissionen reduziert“, so Bahl.
Kontakt:
Universität Rostock
Institut für Biowissenschaften
Prof. Dr. rer.nat. Hubert Bahl
Fon: +49 (0) 381 498 6150
E-Mail: hubert.bahl(at)uni-rostock.de
Presse+Kommunikation
Dr. Ulrich Vetter
Fon: +49 (0) 381 498 1013
Fax: +49 (0) 381 498 1032
E-Mail: ulrich.vetter(at)uni-rostock.de
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