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28.02.2013 Das BACOSA-Verbundprojekt
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Wenn die Natur als Ökosystemdienstleister uns eine Rechnung stellen würde
In Mecklenburg-Vorpommern sind die Bodden der Ostseeküste wichtige Ökosystemdienstleister. Die Wasserpflanzen in den ausgedehnten Flachwasserbereichen filtern vom Land eingetragene Nährstoffe und regulieren den Sedimenttransport. Speisefische finden hier ihre Nahrung und Rückzugsgebiete. Was gesunde Ökosysteme den Menschen bieten, ist bisher kaum wirtschaftlich erfasst. Was wären diese Leistungen wert, wenn wir sie bezahlen müssten? Diese und weitere Fragen soll das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 500.000 Euro für drei Jahre geförderte Verbundprojekt BACOSA (Baltic Coastal System Analysis and Status Evaluation) beantworten.
Wissenschaftler des Instituts für Biowissenschaften sowie der Professur Landschaftsökologie und Standortkunde der Universität Rostock, die Biologischen Stationen Zingst (Universität Rostock) und Hiddensee (Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald) sowie die Abteilung Ökosystemmanagement der Christian-Albrechts-Universität Kiel befassen sich in diesem Projekt mit der Analyse und monetären Bewertung des Einflusses von Wasserpflanzen auf den Nährstoffkreislauf und die Sedimentation in der Darß-Zingster Boddenkette. Die Projektleiter verfügen über langjährige Erfahrungen in der Erforschung der Boddengewässer. So wurde bereits ein Klassifikationssystem für die Wasserrahmenrichtlinie erstellt. Diese Expertise soll nun genutzt werden, um grundlegendes Wissen über Vorgänge in Wasserpflanzenbeständen zu gewinnen, das auch auf andere Ökosysteme übertragbar ist. Das Projekt zeichnet sich besonders durch seine Interdisziplinarität aus. Die Zusammenarbeit von Biowissenschaftlern mit den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Rostock macht es möglich, ein gesellschaftlich so bedeutsames Thema wie die Bewertung von Ökosystemdienstleistungen an der Universität Rostock zu etablieren.
Erholung, Naturerlebnis, Nahrung, ein ausgeglichenes Klima und eine gute Wasserqualität: diese und viele andere Dienstleistungen bekommen wir von der Natur gratis. Die Bedeutung dieser Ökosystemdienstleistungen (Ecosystem Services) wird uns oft erst bewusst, wenn sie nicht mehr oder nur noch eingeschränkt zur Verfügung stehen, weil zum Beispiel ein Ökosystem durch menschlichen Einfluss aus dem Gleichgewicht gebracht wurde.
Kontakt:
Universität Rostock
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Institut für Biowissenschaften
Dr. Maike Piepho
Fon: +49 (0)381 498-6087
Mail: maike.piepho(at)uni-rostock.de
Prof. Dr. Hendrik Schubert
Fon: +49 (0)381 498 6071
Mail: hendrik.schubert(at)uni-rostock.de
Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät
Landschaftsökologie und Standortkunde
Prof. Dr. Stephan Glatzel
Fon: +49(0)381 498-3220
Mail: stephan.glatzel(at)uni-rostock.de
Presse+Kommunikation
Dr. Ulrich Vetter
Fon: +49 (0)381 498 1013
Mail: ulrich.vetter(at)uni-rostock.de
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