Link: Suche und Kontakt

[Beginn des Inhalts]

04.07.2011 Das "Rostocker Liederbuch" auf Reisen

Kategorie: Startseite

Liederbuch als Leihgabe in der Ausstellung "Ich Wolkenstein"

Liederhandschrift B, ULB Innsbruck

Tagelied "Wach auff, mein hort": www.rostocker-liederbuch.de

Vom 8. Juli bis zum 27. November 2011 wird auf Schloss Tirol in Bozen die große Sonderausstellung "Ich Wolkenstein" des Südtiroler Landesmuseums für Kultur- und Landesgeschichte über den wohl berühmtesten Südtiroler Dichter und Minnesänger Oswald von Wolkenstein (1376-1445) gezeigt, der als der herausragende Lyriker zwischen Walther von der Vogelweide und Goethe gilt.
Zu den Leihgaben aus ganz Europa gehört auch das "Rostocker Liederbuch", die wichtigste niederdeutsche Liedersammlung aus dem 15. Jahrhundert.

„Das "Rostocker Liederbuch" ist aus Sicht des Bibliotheksdirektors Robert Zepf trotz seines kleinen Formats eines der wertvollsten mittelalterlichen Kleinode der Universitätsbibliothek: „Die Blätter waren in den Einbänden der Bibliothek des Herzogs Johann Albrecht I. zu Mecklenburg verarbeitet und wurden erst vor hundert Jahren durch meinen Vorgänger Bruno Claußen wiederentdeckt.“

Warum das Landesmuseum ein solches Interesse an einer niederdeutschen Handschrift besitzt, erklärt Herr Prof. Dr. Franz-Josef Holznagel vom Institut für Germanistik der Universität Rostock, der eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe zur Edition, Übersetzung und Kommentierung der Liedersammlung leitet: „Vielen ist das "Rostocker Liederbuch" als ein wichtiges Zeugnis der Literatur-, Sprach- und Kulturgeschichte Mecklenburgs ein Begriff. Dass die Besitzer dieser einzigartigen Handschrift aber auch an der zeitgenössischen Lyrik aus Frankreich, Böhmen oder Südtirol interessiert waren, ist den wenigsten bekannt. Rostock war eben schon im 15. Jahrhundert eine weltoffene Hanse- und Universitätsstadt, in der auch die Liedkunst eines Oswald von Wolkenstein gesungen wurde.“

Im Rostocker Liederbuch ist Oswald von Wolkenstein mit einem seiner bekanntesten Stücke, dem Tagelied „Wach auff, mein hort“ vertreten. Dies zeigt, wie weit verbreitet die Texte und Melodien Oswalds von Wolkenstein waren, die auch in heutiger Zeit ihr Publikum begeistern. Einspielungen der Rostocker Fassung des Tagesliedes finden sich unter: www.rostocker-liederbuch.de/Diskografie.html
Informationen zur Ausstellung: www.schlosstirol.it


Kontakt:
Robert Zepf
Universitätsbibliothek Rostock
Direktor
Telefon: +49 (0) 381 498 8600
E-Mail: robert.zepf(at)uni-rostock.de

Dr. Ulrich Vetter
Presse und Kommunikation
Telefon: +49 (0) 381 498 1013
Mail: ulrich.vetter(at)uni-rostock.de

[Ende des Inhalts]

Zusatzinformationen

Nach oben