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02.05.2011 Ein Raum als „Menschenversteher“
Kategorie: Pressemeldungen, Startseite
Wirtschaftsminister Seidel informiert sich über Forschungsprojekt MAIKE
Können Räume Menschen verstehen? MAIKE kann das. MAIKE – das sind Mobile Assistenzsysteme für intelligente kooperierende Räume und Ensembles. Die Idee ist einfach: Ein Raum soll die Intentionen seiner Nutzer erkennen und alle seine technischen Möglichkeiten selbständig verfügbar machen. Ein solcher Raum – das so genannte SmartLab – wurde im Rahmen verschiedener Forschungsprojekte der Informatik an der Universität Rostock eingerichtet. „Ein Dozent möchte auf einem Kongress einen Vortrag halten. Sein mitgebrachtes Notebook wird sofort von der Raumsteuerung erkannt und integriert, Licht geht auf Zuruf an und die Leinwände und Verdunkelungen bewegen sich fast wie von Geisterhand. Je nachdem, ob Whiteboard oder Beamer benutzt werden“, erklärt Prof. Dr. Thomas Kirste. Möglich machen das eine Reihe vernetzter Sensoren, die die technischen Geräte durch Sprachsteuerung, Positionserkennung oder trimodale Interaktionssteuerung bedienen.
Anlässlich der „Langen Nacht der Wissenschaften“ der Universität Rostock informierte sich auch Jürgen Seidel, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern über das Informatik-Forschungsprojekt MAIKE. Höhepunkt der Präsentation war die Video-Konferenz-Schaltung zur Hochschule Wismar, denn vom Verbindungsaufbau bis zur Steuerung der Technik am anderen Standort wurde alles per Sprachsteuerung geregelt.
Da der Anteil Mecklenburg-Vorpommerns am Gesamtumsatz der deutschen IT-Branche mit 150 Mrd. Euro jährlich bisher nur rund 0,3% ausmacht, liegt hier noch ein riesiges Potential brach, sagte Mirko Gärber vom Projektpartner Basis GmbH Wismar. Für den Übergang von der Grundlagenforschung zur angewandten Forschung ist MAIKE ein hervorragendes Beispiel. Drei neue Arbeitsplätze sind durch MAIKE allein in der Basis GmbH bereits geschaffen worden.
Minister Seidel hob die Bedeutung der Förderung von Forschung speziell in kleineren Betrieben hervor, die sich eine eigene Forschungsabteilung nicht leisten könnten. Hierbei kämen die gegenseitigen Vorteile von Verbundforschung von Hochschulen und kleineren Firmen zum Tragen und kündigte an, Mittel verstärkt für die Verbundforschung ausgeben zu wollen.
Zahlen und Fakten zu MAIKE
Das Projekt MAIKE gehört zum Landesforschungsverbund „Mobile Assistenzsysteme“ und wird seit 2008 mit Geldern des Europäischen Sozialfond (ESF) und des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Das Wirtschaftsministerium M-V fördert MAIKE mit 1,7 Mio Euro. Projektpartner sind die Basis GmbH Wismar, brown iposs GmbH Greifswald und die Hochschule Wismar.
Kontakt:
Universität Rostock
Institut für Informatik
Prof. Dr. Thomas Kirste
Fon: +49 (0) 381 498 7501
Mail: mmis(at)informatik.uni-rostock.de
Universität Rostock
Presse+Kommunikation
Dr. Ulrich Vetter
Fon: +49 (0) 381 498 1013
Mail: ulrich.vetter(at)uni-rostock.de
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