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14.03.2011 Eine Landkarte für das Gehirn

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Rostocker Mediziner verliehen Ehrendoktorwürde an Neurowissenschaftler Prof. Dr. Karl Zilles

Prof. Zilles (Quelle: privat)

Am 11. März 2011 verlieh die  Medizinische Fakultät der Universität Rostock die Ehrendoktorwürde  an Professor Dr. Karl Zilles, einen bekannten Mediziner und  Neurowissenschaftler. Professor Zilles leitet das Institut für  Neurowissenschaften und Medizin des Forschungszentrums Jülich sowie  das C. & O. Vogt-Institut an der Universität Düsseldorf. Er hat sich  insbesondere um die so genannte Hirnkartierung verdient gemacht, bei  der mittels moderner Bildgebung etwa durch Einsatz von  Computertomographen eine Art Landkarte für die verschiedenen  Hirnregionen angelegt wird.

 „Professor Zilles ist der herausragende Neurowissenschaftler in  Deutschland“, betont Professor Dr. Andreas Wree, Direktor des  Instituts für Anatomie an der Universität Rostock. Bei seinem  Vorhaben einer umfassenden Hirnkartierung arbeite er nicht nur mit  gesunden Probanden, sondern auch mit Menschen, die unter  neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen leiden. „Professor  Zilles verbindet dabei Elemente der Spitzenforschung und der  Grundlagenforschung mit klinischer Forschung in einzigartiger  Weise“, so Professor Wree, der der Kommission zur Verleihung der  Ehrendoktorwürde an Professor Zilles angehört.
 
Die nationale und internationale Bedeutung von Professor Zilles  lasse sich an einigen höchst beeindruckenden Zahlen ablesen, so  Professor Wree. „Professor Zilles ist der meistzitierte nicht-klinische Wissenschaftler und Anatom im deutschsprachigen Raum.  Weltweit wird er aktuell unter den 100 meistzitierten  Wissenschaftlern in der Kategorie Neurowissenschaften geführt und  ist damit der bestplatzierte deutschsprachige Wissenschaftler.“ Aus  der Feder von Professor Zilles und seiner Arbeitsgruppe stammt ein  bemerkenswertes Schriftenwerk. Der Wissenschaftler ist Autor oder Ko-Autor von mehr als 70 Büchern und Buchbeiträgen. Hinzu kommen mehr  als 500 Originalarbeiten und fast 600 veröffentlichte Vorträge sowie  15 Erfindungsmeldungen oder Patente.

Seit 2003 ist Professor Zilles Sprecher des Programms „Function and  Dysfunction of the Nervous System: From Molecules to Systems“ der  Helmholtz-Gemeinschaft der Forschungszentren und des  Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Er koordiniert die  Forschungen zu diesem Thema am Forschungszentrum Jülich und dem Max-Delbrück-Zentrum Berlin.


Kontakt:
Prof. Dr. Andreas Wree
Tel.: +49 (0) 381 494 8401
E-Mail: andreas.wree(at)uni-rostock.de

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