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28.11.2012 Forschungspreis für Rostocker Rheuma-Experten

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Wissenschaftliches Projekt des Instituts für Immunologie prämiert

Prof. Dr. Brigitte Müller-Hilke (Quelle: UMR)

Die Forschungsgruppe um die Rostocker Rheuma-Expertin Professor Dr. Brigitte Müller-Hilke von der Universitätsmedizin Rostock wurde mit einem Forschungsförderpreis ausgezeichnet. Prämiert wurde dabei das Konzept einer Studie, mit deren Hilfe die Wirkung von Rheuma-Medikamenten besser erklärt und langfristig die Behandlung der Patienten verbessert werden soll. Es handelt sich um ein Projekt der Grundlagenforschung mit direkter Einbindung Betroffener, denn Professor Müller-Hilke führt es gemeinsam mit Professor Dr. Christian Kneitz am Klinikum Südstadt Rostock als klinischem Kooperationspartner durch. Der Preis wurde von der amerikanischen Pharmafirma Pfizer gestiftet und ist mit 60.000 Euro dotiert. Vor dem international besetzten Gutachtergremium hat sich die Rostocker Immunologin gegen 27 Mitbewerber aus ganz Deutschland durchgesetzt.
 
„Es geht uns darum herauszufinden, wie bestimmte Antikörper des Menschen auf verschiedene Rheuma-Therapien reagieren“, so Prof. Müller-Hilke, die im Institut für Immunologie an der Universitätsmedizin Rostock arbeitet. Weltweit ist die rheumatoide Arthritis mit einer Häufigkeit von etwa einem Prozent eine der schwerwiegendsten Autoimmunerkrankungen, bei der sich so genannte Autoantikörper bilden. Autoantikörper sind fehlgeleitete Abwehrstoffe, die vor allem Gelenke, Sehnen und den gesamten Bandapparat des Menschen angreifen. Ohne eine angemessene und wirksame Therapie werden die Gelenke unter großen Schmerzen für immer zerstört. Die Ursachen dieser Krankheit sind immer noch ungeklärt. Als Auslöser vermutet werden bestimmte Erbanlagen in Verbindung mit Umweltfaktoren wie zum Beispiel Virusinfektionen.
 
Die rheumatoide Arthritis ist bislang nicht ursächlich heilbar. Das Fortschreiten der Krankheit wird aber mit Medikamenten verzögert. „Dabei gilt: so früh und so wirkungsvoll wie möglich“, so Professor Müller-Hilke. Dafür gebe es Medikamente verschiedener Stärken und mit unterschiedlichen Wirkprinzipien. „Wir werden testen, wie gut einzelne Patienten auf die jeweilige Therapie reagieren und ob mit dem Ansprechen auf die Behandlung auch eine Veränderung der Autoantikörper einhergeht.“, so Professor Müller-Hilke. Der Forschungspreis mache nun die Durchführung der Studie möglich: Einbezogen werden etwa 80 Patientinnen und Patienten. Die Studie, die an der Universitätsmedizin Rostock und am Rostocker Südstadtklinikum durchgeführt wird, soll im kommenden Jahr beginnen.
 
 
 
Kontakt
Professor Dr. Brigitte Müller-Hilke
Institut für Immunologie
Universitätsmedizin Rostock
Tel. 0381 494-5871
 
Professor Dr. Peter Schuff-Werner
Ärztlicher Vorstand
Universitätsmedizin Rostock
Tel. 0381 494-5011
 
Professor Dr. Emil C. Reisinger
Wissenschaftlicher Vorstand
Universitätsmedizin Rostock
Tel. 0381 494-5001
 
Pressekontakt:
Matthias Schümann
Tel. 0174 9670720

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