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03.12.2012 Für eine Neuorientierung

Kategorie: Startseite

Prof. Gustav Steinhoff fordert stärkere Einbeziehung von Nanotechnologie, Stammzell- und Gentherapie

Rostocker Herzspezialist Prof. Dr. Gustav Steinhoff

Rostocker Herzspezialist Prof. Dr. Gustav Steinhoff (Foto: IT- und Medienzentrum/Universität Rostock)

Eine grundsätzliche Neuorientierung der Medizin in der Behandlung von Herz- und Lungenerkrankungen fordert der Rostocker Herzchirurg Prof. Dr. med. Gustav Steinhoff, der das Dritte Meeting der kardialen und pulmologischen Regeneration vom 13. bis 15. Dezember in Berlin als Kongresspräsident  leitet. „Die Medizin muss neue Techniken wie Nanotechnologie, Stammzelltherapie und Gentherapie einsetzen, um Erkrankungen mit Gewebeverlust und Organversagen besser und kurativ behandeln zu können“, sagt Prof. Steinhoff von der Universitätsmedizin Rostock, der als Pionier der kardialen Stammzelltherapie einen herausragenden internationalen Ruf genießt.

„Wir brauchen einen Brückenschlag von der Grundlagenforschung bis hin zur Therapie“, betont der 54-Jährige. „Wir sind schon längst nicht mehr nur bei der Grundlagenforschung des Zebrafisches, sondern können Ergebnisse aus der Genforschung zum Wohle der Patienten anwenden.“ Gefordert wird ein enger Dialog zwischen Klinik und Wissenschaft, um alte und neue Behandlungsverfahren so einzusetzen, dass geschädigte Gewebe und Organe sich wieder erholen können und damit eine Langzeitunterstützung durch Maschinen oder eine Transplantation vermieden werden kann. „Mit frühzeitigem Einsatz von regenerativen Behandlungsverfahren können wir schon heute die Organregeneration beeinflussen. Damit kann wesentlich mehr Patienten in Zukunft geholfen werden“,  hofft Prof. Steinhoff auf eine Aufbruchsstimmung, die durch den Dialog auf dem internationalen Kongress in Berlin verstärkt werden soll.

Die Themen der Tagung reichen von der klinischen Entwicklung kardialer Stammzelltherapie über Technologien patienteneigener Stammzellen bis hin zur Umprogrammierung von Zellen. So können  zum Beispiel aus Bindegewebszellen des Menschen Herzmuskelzellen gewonnen werden.

Insgesamt 100 Teilnehmer aus  den USA und Europa werden erwartet mit denen sechzehn Experten und  36 Nachwuchswissenschaftler ihre Ergebnisse diskutieren werden. Die Tagung wird von der Europäischen Gesellschaft für Herz- und Thoraxchirurgie (EACTS) organisiert.

Veranstaltungstipp:
Wissenschaftsgespräch: „Klinische Perspektiven der kardiovaskulären Regeneration“ am 13. Dezember 2012, 19.30 Uhr in der „Hörsaalruine“, Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité,
Charitéplatz 1 (ehemals: Schumannstraße 20/21) (in englischer Sprache).

Programm:
http://www.eacts.org/academy/co-branded-educational-activities/3rd-eacts-meeting-on-cardiac-and-pulmonary-regeneration.aspx

Kontakt:

Universitätsmedizin Rostock
Klinik und Poliklinik für Herzchirurgie
Referenz- und Translationszentrum für kardiale Stammzelltherapie (RTC)
Prof. Dr. med. Gustav Steinhoff
Fon: +49 381 494 6100
Mail: gustav.steinhoff(at)med.uni-rostock.de
Internet: www.kardiale-stammzell-therapie.de
www.eacts.org

Presse+Kommunikation
Dr. Ulrich Vetter
Fon: +49 381 498 1013
Mail: ulrich.vetter(at)uni-rostock.de
Web: www.uni-rostock.de

 

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