Link: Suche und Kontakt

[Beginn des Inhalts]

04.02.2011 Bestbewertung für Graduiertenkolleg

Kategorie: Startseite

2,1 Millionen Euro Drittmittel für „Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs“

Mit der Bestbewertung „höchste Priorität“ wurde das Graduiertenkolleg 1242 „Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs“ im Herbst vergangenen Jahres von einem interdisziplinären Gutachter/innengremium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für eine Weiterförderung empfohlen. Der Bewilligungsausschuss folgte dieser Empfehlung, so dass der Projektzeitraum damit bis September 2015 verlängert wurde. Insgesamt erhält die Universität Rostock hierfür 2,1 Millionen Euro Drittmittel.

Das Graduiertenkolleg 1242 „Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs“ ist seit seinem Start im Jahr 2006 das erste und einzige seiner Art in den Geistes- und Sozialwissenschaften an der Universität Rostock sowie der Hochschule für Musik und Theater Rostock (HMT) und gegenwärtig eines von fünf aller Wissenschaftsdisziplinen in Mecklenburg-Vorpommern.
Es beschäftigt sich mit der empirischen Erforschung von Kulturkontakten im Zusammenhang mit Diplomatie, Missionierung, Krieg, kolonialer Eroberung etc. sowie weiterer Formen des Austauschs zwischen kulturell unterschiedlich geprägten Gruppen von Menschen. Die Einrichtung bildet damit eine wesentliche Basis für das im Sommer 2010 gegründete Department „Wissen – Kultur – Transformation“ der Interdisziplinären Fakultät der Universität Rostock.

Graduiertenkollegs sind befristete Einrichtungen an Universitäten zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. In ihnen erhalten Nachwuchswissenschaftler/innen die Möglichkeit, ihre Promotionen und Habilitationen im Rahmen eines koordinierten, von mehreren Lehrenden getragenen Forschungsprogramms durchzuführen. Eine interdisziplinäre Ausrichtung ist elementarer Bestandteil.
Graduiertenkollegs werden von der DFG für maximal neun Jahre gefördert. Auf diese Weise können sich herausragende Nachwuchswissenschaftler, deren Lebensunterhalt mit einem Stipendium finanziert wird, auf ihre Forschungsarbeiten konzentrieren.

Die DFG würdigt mit der Weiterförderung des Graduiertenkollegs 1242 „Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs“ den Ansatz der beteiligten Rostocker Wissenschaftler/innen, herauszufinden, wie die jeweiligen Gestaltungen des Kontakts zwischen unterschiedlichen Kulturen konkret verlaufen sind bzw. verlaufen und wie sich die Erforschung dieser Ereignisse in der Entwicklung von Theorien über Kulturkontakte niedergeschlagen haben. Dabei ist das Kolleg weder geografisch oder historisch noch auf eine bestimmte Kultur festgelegt, wie der Sprecher, Prof. Dr. Klaus Hock, anmerkt.
Die bisherigen Kollegiatinnen und Kollegiaten, die zum Teil international beachtete Arbeiten und Publikationen vorgelegt haben, beschäftigten sich beispielsweise mit dem wissenschaftlichen Austausch zwischen Lateinamerika und Deutschland, den Lebensumständen von mecklenburgischen Auswanderern nach Amerika oder haben eine Medienkulturgeschichte der Reisehandbuch-Reihe „Baedeker“ verfasst.

Zurzeit  befindet sich die zweite Generation von Kollegiaten/innen in der „heißen“ Phase ihrer Promotion. Ende  kommenden Jahres wird eine dritte Generation von zwölf Stipendiatinnen und Stipendiaten ihre Forschungen aufnehmen können. Beteiligt sind neben Prof. Hock, Inhaber des Lehrstuhls „Religionsgeschichte – Religion und Gesellschaft“, zwölf weitere Hochschullehrer/innen der Universität Rostock und der HMT. Hinzu kommen zwei assoziierte Mitglieder anderer deutscher Universitäten.

Neben dem Schreiben der eigentlichen Promotion findet im Graduiertenkolleg 1242 „Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs“ eine besonders intensive Unterstützung der Promovierenden durch die Hochschullehrer/innen statt. Neben der üblichen Betreuung durch Doktorvater oder -mutter gibt es jedes Semester interne Kolloquien, in denen die Kollegiatinnen und Kollegiaten den Stand ihrer Forschung vor den Mitgliedern des Graduiertenkollegs vortragen. Zudem findet jedes Semester – gemeinsam von Promovierenden und Professoren/-innen geplant  – eine öffentliche Ringvorlesung statt, an der auch Wissenschaftler/innen außerhalb des Graduiertenkollegs und Rostocks einbezogen werden. Mehrmals im Jahr bieten Gastwissenschaftler/innen, die zu diesem Zweck an die Universität Rostock eingeladen werden, den Promovierenden qualifizierte Beratung zu ihrem jeweiligen Promotionsprojekt an.
Eine durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst geförderte „Summer School“ wird ab 2011 die Rostocker Kollegiaten mit Nachwuchswissenschaftlern aus dem Ostseeraum für zwei Wochen zusammenbringen. Zudem gibt es ein Projektsemester, in dem die Promovierenden eigenständig und gemeinsam in kleinen Gruppen ein Vorhaben bearbeiten, das über ihre eigene Forschung hinausgeht. Regelmäßige Workshops, zu denen ebenfalls Experten von außerhalb hinzugezogen werden, sorgen für eine wissenschaftlichen Kompetenzerweiterung. Das Graduiertenkolleg qualifiziert aber auch in Randbereichen des wissenschaftlichen Werdegangs wie beispielsweise in Didaktik oder Präsentationstechniken. Höhepunkt des Studienprogramms bilden internationale Symposien, die einmal pro Jahr renommierte Wissenschaftler/innen aus der ganzen Welt in Rostock zu ausgewählten Themen zusammenbringen.
Weitere Informationen finden Sie unter https://www.uni-rostock.de/andere/grk1242/.

Kontakt:
Prof. Dr. Klaus Hock
Tel.: +49 (0) 381 498 84 40
Fax: +49 (0) 381 498 84 02
E-Mail:  klaus.hock(at)uni-rostock.de

[Ende des Inhalts]

Zusatzinformationen

Nach oben