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09.11.2012 Lebenslanges Lernen in Schule und Hochschule

Kategorie: Pressemeldungen

Bildungswissenschaftler Prof. em. Hans G. Schuetze zu Gast an der Universität Rostock

Prof. em. Hans G. Schuetze zu Gast an der Universität Rostock

Die Aufgabe von Universitäten im Kontext von Lebenslangem Lernen hat sich gewandelt. Für die Hochschulentwicklung ist dabei insbesondere von Interesse, wie sich der Lernort Universität verändern muss – Stichwort Öffnung der Hochschulen, Zulassung von Lernern mit unterschiedlichen Bildungsbiografien und Zugangsvoraussetzungen.

Um für das Thema noch mehr Aufmerksamkeit zu gewinnen, hat der Prorektor für Studium,  Lehre und Evaluation, Prof. Göbel, zum Vortrag von Prof. em. Hans G. Schuetze von der University of British Columbia, Vancouver (Canada) an die Universität Rostock geladen.
Hans G. Schuetze  – ausgewiesener Experte für bildungsrechtliche Fragen und Spezialist in den Bereichen Bildungs- und Hochschulforschung – hatte als Thema seines Vortrages „Lebenslanges Lernen – was bedeutet das für Schule und Hochschule“ gewählt. Dieser Vortrag war Auftakt einer Veranstaltungsreihe zu den Themen Wissenschaftliche Weiterbildung und Lebenslanges Lernen als Bildungsreformkonzept.

Im Vortrag wurde deutlich, dass der Begriff des Lebenslangen Lernens in unserer Gesellschaft nicht eindeutig verwendet wird. Als Modewort in Politik und Wirtschaft wird Lebenslanges Lernen oftmals als Synonym zur Erwachsenen- oder Fortbildung gebraucht. Dabei sind entscheidende Elemente einerseits natürlich lebens-langes, aber andererseits auch lebens-weites Lernen. Das setzt noch vor der Schulbildung an und erschöpft sich nicht in der Erwachsenenbildung. Wichtige Lernorte sind neben den formalen Bildungseinrichtungen Schule und Hochschule auch die Familie, der Arbeitsplatz und das individuelle Lernen an selbstgewählten Orten, beispielsweise in Museen. Zum dritten ist Lebenslanges Lernen klar lern- und lernerbezogen. Ziel des Lebenslangen Lernens ist es, die Linearität und Standardisierung des bestehenden Lernsystems aufzubrechen und den Fokus auf die Individualisierung zu legen.

Aus der sich dem Vortrag anschließenden Diskussion ergaben sich erste Handlungsansätze für die Ermöglichung Lebenslangen Lernens an der Universität Rostock. Dazu zählen an erster Stelle eine gründliche Bestandsaufnahme der aktuellen Gegebenheiten und der personellen Ressourcen sowie der Aufbau von ‚strategic partnerships‘. Für die Lerner-Seite ist es wichtig, die Universität als Ort für Lebenslanges Lernens sichtbar und attraktiv zu machen und den Zugang zu Bildungsangeboten zu ermöglichen. Das erfordert ein ausgewogenes Verhältnis von Information und Beratung.
Für die Vertiefung der Thematik lohnt sich ein Blick in die aktuelle Publikation von Prof. Hans G. Schuetze: Global perspectives on higher education and lifelong learners, zusammen mit Maria Slowey, erschienen 2012.

Kontakt:
Universität Rostock
Zentrum für Qualitätssicherung in Studium und Weiterbildung
Dr. Kerstin Kosche
Ulmenstraße 69 / Haus 3
18057 Rostock
Telefon: (0381) 498 1260

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