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16.08.2011 Max Haase forscht an optimaler Form von Schiffen

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Absolvent der Uni Rostock weilt für drei Jahre in Australien

Rettungsübungen auf See wollen geprobt sein: Passagiere an Deck holen, in die Boote und dann zu Wasser lassen. In Übungen funktioniert das in der Regel reibungslos. In der Wirklichkeit liest man dann über dramatische Aktionen auf See: „Schlechtes Wetter und schwere See behinderten die Rettung“.

Sicher, Schiffsunglücke geschehen wohl häufig bei schlechtem Wetter. Wie also geht man beispielsweise mit einem Rettungsboot um, das mit meterhohen Wellen zu kämpfen hat? Dieser ungewöhnlichen und doch sehr naheliegenden Frage ist  der junge Diplom Ingenieur Max Hasse von der Uni Rostock, Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik, zweieinhalb Jahre lang nach Abschluss seines Studiums  nachgegangen. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter befasste er sich mit der Simulation eines von der Technischen Universität Berlin neu entwickelten Rettungsbootes. „Ich habe das Manövrierverhalten bei schwerem Seegang berechnet“, sagt der gebürtige Stralsunder.

Max Haase studierte in Rostock Maschinenbau mit der Spezialisierung Schiffbau und Meerestechnik. Überhaupt haben es Gefährte auf den Weltmeeren dem 28-Jährigen angetan. In diesem Sinne wechselt er nun die Kontinente, um in Australien weiter an der optimalen Form von Schiffen zu forschen – und dabei am Maritime College University  of Tasmania seine Doktorarbeit zu schreiben. Gegenstand sind dabei allerdings nicht Rettungsboote, sondern große, seegängige Katamaran-Fähren mit Hochgeschwindigkeit. „Das Schiff soll künftig ökologisch betrieben werden“, sagt Max Haase. Deshalb müssen Rumpfform optimiert und alternative Antriebssysteme entwickelt werden. Und da ist Max Haase in seinem Element. Er hat an der australischen Universität bereits seine Diplomarbeit geschrieben und plant nun, nach drei Jahren mit dem Doktortitel nach Hause zu kommen. Ein ehemaliger indischer Doktorand  der Uni Rostock, der jetzt an der Uni in Australien arbeitet,  hatte ihm und auch anderen Studenten aus Rostock die dortigen Türen geöffnet.

„Ich gehe mit Freude und Enthusiasmus“, sagt Max Haase. Er  freut sich auf die Menschen, die wunderschöne Natur mit Wasser und Bergen.   

Etwa 250 junge Wissenschaftler von der Universität zieht es jährlich an Universitäten ins Ausland. Der Prorektor für Forschung und Lehre der Uni Rostock, Professor Stefan Göbel, begrüßt das. "Wir würden gern noch mehr junge Akademiker ins Ausland schicken", sagt er. Manchmal scheitert das an der Finanzierung. "Die Uni Rostock  will deshalb neue Studiengänge konstruieren, die Auslandsaufenthalte für junge Leute leichter möglich machen". Immerhin hat die Uni Rostock sich auf die Fahnen geschrieben, dass  sie noch internationaler wird.   Dieses Vorhaben unterstützen gut 850 junge Leute aus aller Welt, die  in Rostock studieren.  

 

Kontakt:

Presse+Kommunikation
Dr. Ulrich Vetter
Fon: +49 (0)381 498 1013
eMail: ulrich.vetter@uni-rostock.de

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