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01.07.2010 Profilbildung sichert Zukunftsfähigkeit:

Kategorie: Startseite, Pressemeldungen

Darum gehört die Lehrerausbildung nach Rostock

Zu den wiederholten öffentlichen Äußerungen seitens Studierender und Wissenschaftler der Universität Greifswald, wonach die Universität Rostock nicht in der Lage sei, die Konzentration der Lehrerbildung in Mecklenburg-Vorpommern zu garantieren, widerspricht das Rektorat der Universität Rostock in aller Deutlichkeit. „Diese Vorwürfe sind unbegründet, manipulativ und gehen am Kern der Sache vorbei“, sagte Rektor Prof. Dr. Wolfgang Schareck. „Viele Rostocker Lehramtsstudierende sind über die kampagnenartig vorgebrachten Fehlinformationen der Greifswalder Studierendenschaft verärgert und erwägen Gegendemonstrationen vor dem Schweriner Schloss“, sagte der Studentische Prorektor der Rostocker Universität, Heiko Marski.

Die Universitäten Rostock und Greifswald tragen in besonderer Weise zur Landesentwicklung bei. Sie sind treibende Kraft bei Innovationen, Wissenschaft, Bildung, Wirtschaft, Wertschöpfung und Kultur. Dieser Rolle können sie nur gerecht werden, wenn sie Schwerpunkte ausbilden. Die Zielvorgabe des Landes im Jahr  2006 sah vor, den beliebten Staatsexamenstudiengang Rechtswissenschaften in Rostock zu schließen, um die Rechtswissenschaften in Greifswald konzentrieren zu können. Im Gegenzug fiel die Entscheidung, die Lehrerbildung in Mecklenburg-Vorpommern an der Universität Rostock zu konzentrieren. Zu diesem Zweck wurde im Januar 2009 das Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZLB) in Rostock gegründet. „Der Verzicht auf die Staatsexamensausbildung im Fach Jura war für uns nicht leicht. Gleichwohl muss nun Greifswald seinen Beitrag leisten und sich von der Lehrerausbildung weitgehend trennen“, so Schareck. „Wer auf allen Hochzeiten tanzen will, läuft Gefahr, die eigene zu verpassen.“

Wir brauchen starke, ausdifferenzierte Geisteswissenschaften in Greifswald und Rostock. Das ist die klare Haltung des Rektorats der Universität Rostock. Die Konzentration auf Jura in Greifswald und auf Lehrerbildung in Rostock ist eine hochschulpolitische Tatsache, die jede vernünftige, tragfähige und zukunftsweisende Entscheidung in Rechnung stellen muss. Jedes Abgehen davon verringert die Effizienz, erhöht die Kosten und schadet der Profilbildung. Der Verzicht auf das Jurastaatsexamen in Rostock hätte nur dann einen Sinn gehabt, wenn im Gegenzug Rostock konsequent zum Zentrum für die Lehrerausbildung in Mecklenburg-Vorpommern ausgebaut wird.



Kontakt:
Universität Rostock
Presse+Kommunikation
Dr. Ulrich Vetter
Telefon: ++49 (0)381 498 1013
E-Mail: ulrich.vetter@uni-rostock.de

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