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12.11.2012 REMEDIS
Kategorie: Pressemeldungen
„Viel Fortschritt, wenig Eingriff - Innovationen in der Stenttechnologie“
Die aktuellen Forschungen in der Stenttechnologie präsentierte der Forschungsverbund REMEDIS auf dem Symposium „Viel Fortschritt, wenig Eingriff – Stentinnovationen für minimalinvasive Therapien“ am 8. November 2012 in Rostock. In den Räumen der Industrie- und Handelskammer zu Rostock kamen Wissenschaftler und Wirtschaftsvertreter aus ganz Deutschland zusammen, um die aktuellen Fragen und Herausforderungen in der Stentforschung zu diskutieren.
Der Forschungsverbund REMEDIS an der Universität Rostock vereint Wissenschaftler unterschiedlichster Disziplinen. Gemeinsam arbeiten sie an der Entwicklung neuer Stents und Mikroimplantate. Stents helfen Patienten beispielsweise, wenn ein Blutgefäß verstopft ist, indem sie mittels eines Katheters an den gewünschten Einsatzort gebracht werden. Vor Ort hält der Stent wie eine Art Stütze das Blutgefäß offen, so dass das Blut wieder frei fließen kann.
Die Teilnehmer des Symposiums tauschten sich über die optimale Wirkstoffbeschichtung von Stents aus, um für die Patienten das Risiko einer Wiederverstopfung des Gefäßes, der sogenannten Restenose, zu reduzieren. Auch Stents, die sich an ihrem Zielort auflösen, wenn „ihre Arbeit“ getan ist, werden im REMEDIS-Verbund entwickelt und wurden auf dem Symposium präsentiert. Diese innovativen Stents sollen sich nicht nur auflösen und damit bei einer erneuten Erkrankung einen weiteren Eingriff möglich machen, sondern gleichzeitig auch Wirkstoffe freisetzen und damit eine optimale Reaktion des Körpers auf den Fremdkörper ermöglichen.
Auf dem Symposium zeigte sich auch, wie die Erkenntnisse aus der Stentforschung für das Herz-Kreislauf-System in andere Bereiche einfließen – so arbeitet REMEDIS an einem Stent für Patienten mit Grünem Star. Diese leiden an einem zu hohen Augeninnendruck, der im schlimmsten Fall zur Erblindung führt. Ein winziges High-Tech Röhrchen soll die Flüssigkeit aus der Vorderkammer in den hinteren Teil des Auges abführen und zu einem langfristig niedrigen Augeninnendruck verhelfen. Auch die Potentiale von Stents und der Wirkstoffbeschichtung von Implantaten in der
Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde diskutierten die Teilnehmer.
Ein Merkmal der REMEDIS-Forschung ist die frühe Einbindung der Kliniker und die enge Zusammenarbeit mit den Wirtschaftspartnern, denn – so betonten die Redner – erfolgreiche Forschung in der Medizintechnik ist nur möglich, wenn klinische Partner und Unternehmen, die mit einem Stent letztendlich in die Produktion gehen, bereits früh mit in die Entwicklung einbezogen werden.
Dr. Stefan Rudolph, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern, würdigte die Forschung des REMEDIS-Verbundes, insbesondere auch die Leistung von Prof. Dr. Klaus-Peter Schmitz, dem Vorsitzenden des Vorstands von REMEDIS und Direktor des Instituts für Biomedizinische Technik an der Universität Rostock, sowie Prof. Dr. Katrin Sternberg, Sprecherin des Verbundes und stellvertretende Direktorin des Instituts: „REMEDIS arbeitet am Herzen des Landes Mecklenburg-Vorpommern und am Herzen der Menschen“. Der Staatssekretär hob auch die gelungene Zusammenarbeit von Forschung und Wirtschaft innerhalb des REMEDIS-Verbundes hervor. REMEDIS sei ein Lehrbeispiel dafür, wie sich Grundlagenforschung mit der anwendungsorientierten Forschung verbinden lasse und sich Wertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt.
Ziel des REMEDIS-Verbundes ist die Entwicklung von Implantaten mit kontrollierter und ortsspezifischer Wirkstofffreisetzung für das Herz-Kreislauf-System und die Sinnesorgane Auge und Ohr. REMEDIS wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 14 Millionen Euro für fünf Jahre gefördert. Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die Forschungsinfrastruktur mit weiteren 1,4 Millionen Euro.
Kontakt:
Universität Rostock
REMEDIS-Verbund
Christiane Tiemann
Fon: +49( 0)381 54345-529
Mail. c.tiemann@remedis-verbund.de
Presse+Kommunikation
Dr. Ulrich Vetter
Fon: +49 (0)381 498 1013
Mail: ulrich.vetter@uni-rostock.de
Web: www.uni-rostock.de
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