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24.01.2011 Rostocker Augenärzte helfen im Kongo
Kategorie: Pressemeldungen
Team um Professor Rudolf Guthoff operiert Patienten in Partnerkrankenhaus am grauen Star
Professor Dr. Rudolf Guthoff, Direktor der Universitätsaugenklinik Rostock, macht sich seit Jahren für eine bessere augenärztliche Versorgung in der Demokratischen Republik Kongo stark. Hier gibt es schätzungsweise 780 000 Blinde. Etwa genauso viele sind durch fehlende medizinische Betreuung von Blindheit bedroht, denn die 54 Millionen Menschen dieses Entwicklungslandes werden von etwa nur 40 Augenärzten betreut. Am 25. Januar macht sich Prof. Guthoff mit einem Ärzte-Team erneut auf die Reise. „Dieses Mal werden wir kleine und große Patienten am grauen Star operieren und uns um Tumoren und Tränenwegschirurgie kümmern“, sagt der Professor.
Oberärztin Dr. Steffi Knappe ist zum vierten Mal dabei. „Die Patienten gehen spät zum Arzt, die Erkrankungen am Auge sind dann meist weit fortgeschritten“, sagt sie. Die Patienten im Kongo reisen von weit her an, um medizinische Hilfe zu erhalten, sind sehr geduldig.“ Prof. Guthoff hat blinde Kinder operiert, denen er so das Sehen wieder schenken konnte. Er hat einige von ihnen später getroffen und erlebt, wie vergnügt sie Fußball spielen. “Das ist eine große Freude“, sagt der Rostocker Arzt. .“Ein Lächeln ist der schönste Dank für unsere Arbeit“, sagt auch Dr. Knappe. Und auch ein Ständchen hat es für die Mediziner aus Rostock schon gegeben.
Prof. Guthoff hat in der Hauptstadt Kinshasa am dortigen St. Joseph’s Krankenhaus ein Zentrum für Augenheilkunde und erfolgreich eine Partnerschaft zwischen der Augenklinik Rostock und dem Krankenhaus in Kinshasa aufgebaut. Damit hat die Universitätsaugenklinik in Rostock die ersten Voraussetzungen geschaffen, damit Kinder behandelt werden können und nicht erblinden müssen. Die Christoffel-Blindenmission unterstützt die Arbeit der Rostocker finanziell und materiell. Der Großteil der Kinder stammt aus den Armenvierteln der Stadt. Warum in Afrika auffallend viele Kinder am grünen Star erkranken, wollen die Rostocker Augenärzte erforschen. Eine These ist der Vitamin-A-Mangel.
Die junge Ärztin Dr. Dörte Stoll von der Rostocker Augenklinik fährt das erste Mal mit zur Unterstützung des Teams. Sie ist beeindruckt, was ihre Kollegen in all den Jahren dort unter schwierigen Bedingungen bereits geleistet haben. Prof. Guthoff begründet sein soziales Engagement so: „Wenn wir nichts tun, werden viele Kinder in einigen Jahren blind sein.“ Positiv sei, dass die Aufklärungsarbeit im Großraum Kinshasa im Kongo Fortschritte gemacht hat. Blinde Kinder werden nicht mehr als unheilbar und teilweise als Belastung betrachtet.
Übrigens gibt es am 5. Februar im Katharinensaal der Hochschule für Musik und Theater (HMT) eine Sondervorführung des Films „Kinshasa Symphony“. Filmregisseur Martin Baer und Koproduzentin Petra Schmitz werden für Gespräche vor Ort sein.
Kontakt:
Dr. Ulrich Vetter
Presse und Kommunikation
Tel: +49 (0) 381 498 1013
E-mail: ulrich.vetter(at)uni-rostock.de
Prof. Dr. Rudolf Guthoff
Telefon: +49 (0) 381 494 8501
E-mail: rudolf.guthoff(at)med.uni-rostock.de
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