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12.02.2013 Schiffbau an drei Universitäten studieren
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Weiterer internationaler Masterstudiengang startet in Rostock
An der Universität Rostock ist der zweite von der Europäischen Kommission geförderte internationale Masterstudienjahrgang Schiffstechnik fertig geworden. Die Studierenden stammen aus Mexiko, Kolumbien, Italien, China, Taiwan und Polen. Das Besondere: Sie studieren Schiffbau an drei Universitäten.
„Es ist bewundernswert, mit welchem Engagement die jungen Leute sich in die Probleme hinein knien“, bilanziert Professor Dr. Robert Bronsart, der den Lehrstuhl für Schiffbau der Universität Rostock leitet und für diesen im September 2010 gestarteten internationalen Masterstudiengang für die Uni Rostock verantwortlich zeichnet. Für den weltweit ausgeschriebenen und nunmehr vierten Studiendurchgang haben sich wieder über 400 junge Leute beworben, die bereits über einen Master- oder Diplomabschluss als Ingenieur verfügen. „Aus diesem Pool die besten 20 auszuwählen, ist eine harte Nuss“, sagt Prof. Bronsart. Er konstantiert, dass der Trend für einen steigenden internationalen Austausch von Wissenschaftlern auch an der Universität Rostock zu beobachten ist. Gerade hat sich ein junger Italiener an der Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik auf dem Gebiet der Strukturanalyse von Schiffen unter Anleitung von Prof. Patrick Kaeding kundig gemacht. „Das ist nur ein Beispiel für unsere Internationalisierungsstrategie“, sagt Prof. Bronsart. In der kommenden Woche wird er in Polen sein, wo sich in Gdynia alle bisherigen internationalen Masterstudenten treffen werden. Dann werden 20 Industrievertreter aus Europa ihre Unternehmen vorstellen und gleichzeitig eine Jobbörse organisieren.
Bislang werden die Studenten des internationalen Masterstudienganges von der Europäischen Union gefördert. Klartext: Sie bekommen ein monatliches Stipendium von bis zu 1.000 Euro. „Wir müssen uns künftig darum kümmern, dass die Studenten ihr Studium selbst bezahlen“, sieht Prof. Bronsart eine Herausforderung. Im jetzt beendeten zweiten Durchgang haben das die Vertreter aus Kolumbien, Mexiko und Italien bereits getan. Alle haben nun beste Chancen, nach Abschluss des Studiums in ihren Heimatländern herausgehobene Positionen zu bekommen.
Das dreisemestrige und in Englisch gehaltene Studium erfolgt im Verbund mit Universitäten in Belgien, Frankreich, Italien, Polen und Rumänien. Das Studienprogramm ist zu seinem Auftakt vor knapp drei Jahren vollständig neu konzipiert worden. „Die Europäische Kommission verfolgt das Ziel, exzellente Bildungsangebote kooperierender europäischer Universitäten im Wettbewerb des sich zunehmend entwickelnden weltweiten Bildungsmarktes zu unterstützen“, so Bronsart. Die Studierenden haben die Gelegenheit, an drei Universitäten in drei Ländern aufeinander abgestimmte Lehrveranstaltungen zu belegen. „Das ist einmalig und ein großer Vorteil“, sagt Prof. Bronsart. Für die beteiligten Hochschullehrer aus Rostock bedeutet das Projekt, dass sie selbst auch an den ausländischen Universitäten unterrichten und ihre internationalen Fachkollegen an die Universität Rostock kommen. So entsteht eine völlig neue Form der Zusammenarbeit für die Studierenden und die Hochschullehrer.
Die Ziele des neuen Studiengangs sieht Prof. Bronsart in der Befähigung der Absolventen, interdisziplinäre und hochentwickelte Methoden für die Entwicklung von effizienten und umweltgerechten Schiffen einsetzen zu können. Sie sollen zudem befähigt werden, in verschiedenen Feldern der maritimen Forschung zu arbeiten. Die abgestimmten Lehrveranstaltungen an den sechs Universitäten in sechs europäischen Ländern ermöglichen den Studierenden, eine Vielfalt von akademischen und kulturellen Umgebungen kennen zu lernen.
Kontakt:
Universität Rostock
Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik
Prof. Dr. Robert Bronsart
Telefon: +49 381 498-9270
E-Mail: robert.bronsart(at)uni-rostock.de
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