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10.02.2012 So geht Internationalisierung

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Master EMship in Rostock und Universitäten in Belgien, Frankreich, Italien und Polen

Diese fünf jungen Leute aus Äthiopien, Estland, Indonesien und Vietnam haben an der Uni Rostock ihre Masterabschlussarbeiten innerhalb des internationalen Studienprogramms verteidigt.

27 Jahre ist Desta Milkessa (im Bild rechts) aus Äthiopien jung. Aber er hat bereits einen Bachelor und drei Masterabschlüsse in der Tasche. Wie das geht? Der junge Mann studierte in seiner Heimat Maschinenbau und in Indien absolvierte er den ersten Masterabschluss erfolgreich.  Nun gehört er zur Gruppe des ersten Studierenden im vollständig neu konzipierten internationalen Masterstudiengangs EMship, an dem die Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik der Universität Rostock maßgeblich beteiligt ist. In diesem Zuge legte er an den Universitäten in Belgien und Frankreich zwei weitere Masterabschlüsse hin, die Abschlussprüfung hat er jetzt in Rostock gemeistert.  Der Studiengang wird durch das Erasmus Mundus Programm der Europäischen Kommission gefördert. Für das weltweit ausgeschriebene Studium hatten sich über 400 junge Leute beworben, die bereits über einen Ingenieurabschluss verfügen. 20 Plätze standen zur Verfügung.
 
„Das dreisemestrige Studium erfolgt im Verbund mit Universitäten in Belgien, Frankreich, Italien, Polen, Rumänien und Deutschland, erklärt Prof. Dr. Robert Bronsart vom Lehrstuhl für Schiffbau der Universität Rostock. Er ist der Koordinator für die Universität Rostock und wird dabei von den Rostocker Professoren Patrick Kaeding, Matthias Paschen und Martin-Christoph Wanner unterstützt. „In Rostock habe ich jede Menge gelernt und interessante Vorlesungen zu Schiffsentwurfsprozessen gehört“, sagt Desta Milkessa. Er hat während des eineinhalb jährigen Studiums auch an den Universitäten in Belgien und Frankreich gepaukt. „Die Monate an der Uni Rostock waren die besten“, urteilt der Äthiopier. „Es gab für mich viele Möglichkeiten zu forschen, Professoren und Betreuer waren sehr offen und kompetent.“ Dass er im nahe gelegenen Studentenheim wohnen konnte, empfindet der junge Mann als großen Vorteil gegenüber anderen Universitäten.

Im Dezember hat Desta Milkessa entschieden, dass er an der Uni Rostock beruflich starten will und hatte Erfolg. Er gewann die Ausschreibung für eine Projektstelle, an der er in den nächsten zwei Jahren forschen wird. Sein Thema: Netzgenerierung für die numerische Untersuchung von Schiffsumströmungen. Mit seinen Abschlüssen hätte er überall in der Welt gute Berufschancen gehabt. So wie seine Kommilitonen, die durchweg nach ihrem Master-Abschluss leicht den beruflichen Einstieg bei maritimen Firmen in ganz Europa gefunden haben.

 
„Dieses internationale Studienprogramm ist für die Fakultät von großer Bedeutung“, sagt Doktorand Lutz Kleinsorge. Der 29-Jährige hat dadurch nach eigenen Angaben seine englischen Sprach- und Fachkenntnisse vervollkommnet und auch durch den kulturellen Austausch „eine Menge dazugelernt“. Professor Bronsart kann da nur beipflichten: „Durch die Projektarbeiten in gemischten Teams haben unsere Studierenden Gelegenheit, in einer international besetzten Arbeitsgruppe an einer gemeinsamen Aufgabe zu wirken. Neben der fachlichen Auseinandersetzung gewinnen unsere Studenten an sprachlicher und kultureller Kompetenz, beides sehr wichtige Zusatzqualifikationen, die von den Arbeitgebern der international operierenden maritimen Industrie gefordert werden“.
 
Im Herbst 2012 werden wieder sechs junge Studierende aus aller Welt an die Universität Rostock kommen, um hier ihr Studium abzuschließen. Für Rektor Prof. Dr. Wolfgang Schareck, der sich die weitere Internationalisierung der Universität in Forschung und Lehre auf die Fahnen geschrieben hat, zeigt dieses Beispiel, „dass die Uni Rostock wettbewerbsfähig ist“. Der Rektor freut sich über die sehr erfolgreichen Masterarbeiten der internationalen Absolventen in der Schiffstechnik und stellt befriedigt fest: „Das ist der richtige Weg.“



Kontakt:
Universität Rostock
Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik
Prof. Dr. Robert Bronsart
Fon: +49 (0)381 498 9279
E-Mail: robert.bronsart(at)uni-rostock.de

Presse+Kommunikation
Dr. Ulrich Vetter
Fon: +49 (0)381 498 1013
E-Mail: ulrich.vetter(at)uni-rostock.de

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