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15.09.2011 Traumanetzwerk Mecklenburg-Vorpommern offiziell gestartet

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Zertifikatübergabe mit Festakt im Schweriner Schloss

Am 8. April 2011 rasten auf der A 19 bei Rostock ca. 80 Fahrzeuge in einem Sandsturm ineinander. Acht Menschen starben und mehr als 100 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. In solch einer Notfallsituation müssen Maßnahmen am Unfallort und klinische Versorgung optimal aufeinander abgestimmt sein. Die Rettungskette muss schnell und reibungslos funktionieren. Jedes Jahr erleiden über 35.000 Menschen in Deutschland schwere, oft lebensbedrohliche Verletzungen. Die Überlebenschance sinkt mit jeder Viertelstunde. Diese hängt also entscheidend sowohl von der Rettungsdauer als auch der zeitnahen, dem individuellen Verletzungsmuster angepassten Behandlung in spezialisierten Kliniken ab. Aus diesem Wissen heraus wurden die Ziele einer adäquaten Schwerverletztenversorgung im Weissbuch Unfallchirurgie formuliert und es entstand die Konzeption des TraumanetzwerksD der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie.

Das TraumanetzwerkD DGU ist ein weltweit einzigartiges Projekt zur deutschlandweiten flächendeckenden Optimierung der Prozess- und Strukturqualität durch eine optimale Vernetzung der Krankenhäuser einer Region, die regelhaft an der Versorgung Schwerverletzter teilnehmen. Einbezogen werden Rettungsdienste, Ärzte und kompetente Einrichtungen und Zentren zur Behandlung spezieller Verletzungsfolgen, wie Schwerbrand- und Rückenmarksverletzungen sowie Replantations- und Rehabilitationszentren.

15 unfallchirurgische Kliniken in Mecklenburg-Vorpommern und Nordost- Brandenburg haben 2007 mit den Vorbereitungen zum Traumanetzwerk Mecklenburg-Vorpommern begonnen und regelmäßig und intensiv miteinander kooperiert. Die einzelnen Kliniken und das Netzwerk wurden binnen der letzten zwei Jahre nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie zertifiziert. Mit dieser Maßnahme wird in Mecklenburg-Vorpommern sichergestellt, dass Schwerverletzte unter standardisierten Bedingungen flächendeckend und heimatnah versorgt werden können. Es erfolgte eine stufenweise Schaffung der personellen, strukturellen und organisatorischen Voraussetzungen der einzelnen Häuser im Land. Alle Kliniken nehmen an internen und externen qualitätssichernden Maßnahmen teil. Ärzte und Pflegepersonal werden in Austausch- und Weiterbildungsprogrammen weiter qualifiziert.  
Die Kommunikation zwischen den Kliniken untereinander wurde verbessert. Definierte Aufnahmekriterien und Behandlungsalgorithmen wurden festgelegt.  Das regionale Traumanetzwerk Mecklenburg- Vorpommern dient somit der strukturellen und prozessualen Verbesserung der Traumaversorgung.

Am 14. September 2011 erfolgte nun die offizielle Zertifikatübergabe mit einem Festakt im Schweriner Schloss und somit der Startschuss für das regionale Traumanetzwerk Mecklenburg-Vorpommern und eine neue Ära der Schwerverletztenversorgung.


Netzwerksprecher:

Professor Dr. Thomas Mittlmeier, Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Universitätsklinikum Rostock AöR, Schillingallee 35, 18057 Rostock, Tel. 0381 494-5061

Professor Dr. Reiner Benecke

Stellvertretender Ärztlicher Direktor, Universitätsklinikum Rostock AöR, Schillingallee 35, 18057 Rostock, Tel. 0381 494-5011


Pressekontakt: Matthias Schümann, Schillingallee 35, 18057 Rostock, Tel 0174 9670720

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