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19.07.2010 Überarbeitung der Luther-Bibel – Universität Rostock maßgeblich beteiligt

Kategorie: Pressemeldungen

Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat eine Durchsicht der Luther-Bibel beschlossen. Anlass dafür ist das 500-jährige Reformationsjubiläum im Jahr 2017. Die wissenschaftliche Gesamtverantwortung wurde einer Leitungsgruppe übertragen, in die auch der Rostocker Theologe Prof. Dr. Martin Rösel berufen wurde.

Die Überarbeitung soll die Sprachgestalt der Luther-Bibel nicht grundsätzlich verändern, sondern immer dort neue Übersetzungen einbringen, wo aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse das erfordern. So ist durch Funde aus Israel und Ägypten an vielen Stellen ein verbesserter hebräischer oder griechischer Bibeltext zugänglich, den eine Übersetzung zu beachten hat.

Der Rostocker Theologe Rösel wird zuständig für die Koordinierung der sogenannten Apokryphen sein, der Spätschriften des Alten Testaments. Hier besteht ein besonderer Überarbeitungsbedarf, weil sich bei diesen Schriften das Wissen in den letzten Jahren erheblich erweitert hat. Erstmals werden künftig diese Bücher aus den ältesten griechischen Texten übersetzt. Bisher hatte sich die Luther-Bibel vor allem an der späteren lateinischen Übersetzung orientiert.

Zum Leitungsausschuss gehören neben drei Bibelwissenschaftlern mehrere Kirchenvertreter bis zum Bischofsrang, eine Praktische Theologin und ein Germanist. So soll erreicht werden, dass die Bibelausgabe weiterhin in den Gemeinden gut nutzbar ist und die große Bedeutung der Übersetzung Martin Luthers für die deutsche Sprache gewahrt bleibt.

Link zur Pressemitteilung der EKD:

http://www.ekd.de/presse/71430.html

 

Kontakt:

Prof. Dr. Martin Rösel

Theologische Fakultät

Schwaansche Straße 5

18055 Rostock

Tel.: 0381-498 8411

E-Mail: martin.roesel(at)uni-rostock.de

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