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25.06.2010 Universität Rostock startet vierte Profillinie: Wissen – Kultur – Transformation

Kategorie: Pressemeldungen, Startseite

Mit einer vierten Profillinie, die geisteswissenschaftlich geprägt sein wird, komplettiert die Universität Rostock ihre interdisziplinäre Forschung.

BU: v.l.n.r. Prof. Dr. Udo Kragl, Rektor Prof. Dr. Wolfgang Schareck, Prof. Dr. Martin Rösel, Prof. Dr. Clemens Cap

Porträt Prof. Dr. Martin Rösel, Leiter der vierten Profillinie

Mit einer vierten Profillinie, die geisteswissenschaftlich geprägt sein wird, komplettiert die Universität Rostock ihre interdisziplinäre Forschung. Unter dem Titel „Wissen – Kultur – Transformation“ sollen unter anderem Themen wie „Informationsgesellschaft“; „Mediengesellschaft“ oder „lebenslanges Lernen“, die seit Jahren den öffentlichen Diskurs prägen, aus soziologischer, sprachlicher, theologischer und aus Sicht der Informatik erforscht werden. „Mit dieser Profillinie stellen wir unsere Leistungsfähigkeit auch auf dem Gebiet der Geisteswissenschaften unter Beweis“, sagte Rektor Prof. Dr. Wolfgang Schareck, der zu Beginn seiner Amtszeit im Januar 2009 schon den Anstoß zur Gründung der vierten Profillinie gegeben hatte. Anfang dieser Woche wurde vom Rektor der kommissarische Vorstand der neuen Profillinie ernannt. Ihm gehören an: Prof. Dr. Clemens H. Cap (Informatik), Prof. Dr. Franz-Josef Holznagel (Germanistik), Prof. Dr. Christiane Reitz (Latinistik) und als Leiter der Profillinie Prof. Dr. Martin Rösel (Theologie). Auf seiner Sitzung am 02.06.2010 hatte der Akademische Senat der Universität Rostock nach einem längeren internen Diskussionsprozess die Einrichtung dieser Profillinie beschlossen.

„Universitäten bilden eine besondere Schnittstelle für Forschungen zu den Themen Wissen – Kultur –Transformation“, sagte Prof. Martin Rösel. Denn eine Universität produziert Wissen durch ihre Forschungsanstrengungen; sie vermittelt Wissen durch die akademische Lehre; sie bewahrt Wissen durch Archive und Bibliotheken und sie reflektiert darüber, wie Wissen erworben, nutzbar gemacht und verändert wird. „Unter den Bedingungen der Globalisierung ist zudem deutlich geworden, wie sehr kulturelle Eigenarten den Erwerb von und den Umgang mit Wissen prägen. Gleichzeitig zeigt sich an den verschiedenen Fakultäten einer Universität, dass die einzelnen Fächer sehr unterschiedliche Formen des Wissens pflegen und zu je verschiedenen Weisen anleiten, die Welt zu verstehen“, so Rösel.

Im Rahmen der neuen Profillinie sollen Themen zu Wissen, Kultur und Transformation interdisziplinär bearbeitet werden. So wird unter dem Stichwort „Wissen und Medialität“ darüber geforscht werden, wie die Vermittlung von Wissen in den Medien die Vorstellung vom Wissenswerten verändert und wie sich andererseits der Anspruch auf Wissen auf die Medien und ihre Entwicklung auswirkt. Unter der Überschrift „Wissen und Macht“ soll erforscht werden, wie Wissen durch Machtstrukturen in der Politik, den Medien, aber auch in Religionen bestimmt wird. Die kulturelle Prägung und Bedingtheit von Wissen wird ebenso Forschungsgegenstand sein, wie langfristige Veränderungen von Wissenschaften oder die Veränderungen im Weltbild, die durch wissenschaftliche Erkenntnisse ausgelöst wurden. „Umfangreiche Vorarbeiten zu diesen Fragen wurden bereits an der Universität geleistet. So stützen sich die einzelnen Module auf Einrichtungen wie Graduiertenkollegs oder thematisch geprägte Institute“, so Rösel.

Die Mitarbeit in der neuen Profillinie steht allen Mitgliedern der Universität offen. Es ist ein einheitliches Aufnahmeverfahren vorgesehen. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Stipendien für Promotionen vergeben werden können. Für das kommende Jahr ist eine deutliche Erhöhung der Anzahl der Stipendiaten beabsichtigt.

Als erste deutsche Universität hatte die Universität Rostock 2007 eine Interdisziplinäre Fakultät (INF) gegründet, die fächerübergreifenden Forschungen erstmals auch einen institutionellen Rahmen verlieh. Unter dem Dach der INF sind die Profillinien als eigenständige Departments angesiedelt. Neben den Profillinien „Leben, Licht & Materie“; „Maritime Systeme“ und „Erfolgreich Altern“ wird ab sofort die Profillinie „Wissen – Kultur – Transformation“ die interdisziplinäre Forschung an der Universität Rostock bereichern und ganz neue Akzente setzen.



Kontakt:
Universität Rostock
Presse+Kommunikation
Dr. Ulrich Vetter
Telefon: ++49 (0)381 498 1013
E-Mail: ulrich.vetter@uni-rostock.de



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