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06.06.2013 Von St. Petersburg nach Rostock

Kategorie: Pressemeldungen

Natalia Voronina forscht auf dem Gebiet der kardialen Stammzelltherapie

Natalia Voronina

Eigentlich wollte sie Ärztin werden. Die Idee, Pharmazie zu studieren, kam ihr im Traum. Dass sie dann in Rostock landen würde, das konnte sie sich in ihren kühnsten Träumen  nicht vorstellen. Nun ist Natalia Voronina schon seit zehn Monaten in der Hansestadt.

Die 23-Jährige ist im Rahmen einer Kooperation der Sankt Petersburger Pharmazeutischen Akademie und des Referenz- und Translationszentrum für kardiale Stammzelltherapien (RTC) der Universität Rostock in der Hansestadt und arbeitet an ihrer Promotion im Bereich der Mikro- und Nanosysteme in der Medizin, um biologische Funktionen zu rekonstruieren. Seit sechs Jahren kommen Nachwuchswissenschaftler aus St. Petersburg nach Rostock. Zudem organisieren die Wissenschaftler regelmäßig Konferenzen. Am kommenden Wochenende findet in der russischen Metropole die Konferenz „Zelltherapie in der Kardiologie – 10 Jahre klinische Erfahrung“ statt, auf der Prof. Dr. med. Gustav Steinhoff aus Rostock anreisen wird.

„Wir gehören auf dem Gebiet der Regenerativen Medizin weltweit zur Spitze“, sagt der Direktor der Klinik und Poliklinik für Herzchirurgie an der Universitätsmedizin Rostock. „Um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, brauchen wir den regelmäßigen Austausch. Außerdem setze ich besonders darauf, die besten Nachwuchswissenschaftler nach Rostock zu holen“, so Steinhoff.
Das trifft auf Natalia Voronina zu. Zwei Russinnen sind nach einem langwierigen Auswahlverfahren in St. Petersburg und Rostock übrig geblieben. Betreuerin Prof. Olga Kudritskaya hat ihr der Weg nach Deutschland geebnet. Der Beginn in Rostock war hart, räumt die junge Frau ein. „Anfangs konnte ich mir kein Essen kaufen, weil ich mit der deutschen Sprache nicht klar kam.“  Sie quälte sich durch viele Behörden und wunderte sich: „Alle waren sehr freundlich, aber kaum jemand sprach Englisch.“ Neben ihrem langen Tag im Labor büffelt Natalia nun unermüdlich Deutsch. Die Kollegen sind sehr hilfsbereit, nur enge Freunde habe sie noch nicht gefunden.
Freizeit hat Natalia kaum. Neben der Arbeit im Labor lernt sie, wie man wissenschaftliche Ergebnisse präsentiert und kommuniziert. „Das habe ich im Studium nicht gelernt.“ Sie ist sehr zufrieden: „Ich wollte einen Platz finden, wo ich das tun kann, was ich will“. Diesen Platz hat die Forscherin in Rostock gefunden.


Universitätsmedizin Rostock
Prof. Dr. med. Gustav Steinhoff
Direktor
Klinik und Poliklinik für Herzchirurgie
Referenz- und Translationszentrum für kardiale Stammzelltherapie
Tel. 0381 494 6101
Mail: gustav.steinhoff(at)uni-rostock.de

 

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