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12.05.2015 Rostock auf dem Weg zum Zentrum für Küstenforschung

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Neues DFG-Graduiertenkolleg “Baltic TRANSCOAST“

(Foto: privat)

Die Universität Rostock und das Leibniz Institut für Ostseeforschung Warnemünde haben gemeinsam ein Großprojekt bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erfolgreich eingeworben. Das Graduiertenkolleg Baltic TRANSCOAST bietet bis zu drei Generationen von jeweils 12 Doktorandinnen und Doktoranden die Chance, gemeinsam die Wechselwirkungen zwischen Land und Meer an der Deutschen Ostseeküste zu erforschen.

Mecklenburg-Vorpommern hat 1712 km innere und äußere Küstenlinie, die Küstenforschung nimmt damit natürlicherweise eine zentrale Position in der Forschungslandschaft des Bundeslandes ein. Die Küsten sind Hauptsiedlungsraum, Wirtschaftszone und für die Tourismusbranche des Landes von entscheidender Bedeutung. In Baltic TRANSCOAST werden in eng miteinander verzahnten Forschungsthemen die Wasser- und Stoffflüsse in tiefliegenden, strandnahen Küstenmooren und im angrenzenden Flachwasser der Ostsee sowie deren Auswirkungen auf die Lebewesen untersucht. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Wechselwirkungen zwischen landseitigen und meerseitigen Prozessen.

Professor Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock betont: „Klima- und Landnutzungswandel beeinflussen vor allem die Küsten, daher wollen wir die grundlegenden Prozesse in der Küstenzone besser verstehen.  Baltic TRANSCOAST leistet dazu einen substantiellen Beitrag. Rostock ist für das Graduiertenkolleg prädestiniert, denn hier können Biologen, Chemiker, Physiker und Umweltforscher aus drei Fakultäten der Universität Rostock und dem Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde ihre Stärken bündeln und interdisziplinär die Prozesse an der Küstenlinie untersuchen. Allen Mitwirkenden möchte ich meinen Glückwunsch und meinen herzlichen Dank übermitteln.“

Professor Ulrich Bathmann, Direktor des Leibniz Instituts für Ostseeforschung Warnemünde ergänzt:  „Baltic TRANSCOAST bildet einen zentralen Baustein beim Ausbau des Standortes Rostock zum Zentrum für Küstenforschung. Der neu etablierte Leibniz WissenschaftsCampus Phosphor und verschiedene durch das BMBF geförderte Großprojekte flankieren die in Baltic TRANSCOAST geplanten Arbeiten und werden für Synergieeffekte sorgen. Neben den 12 direkt durch die DFG finanzierten Doktorandinnen und Doktoranden können bis zu 12 weitere Promovierende in Baltic TRANSCOAST integriert werden. Damit wird eine ganz neue Qualität in der Küstenforschung in Rostock erreicht, die zu vielen neuen Erkenntnissen und einem verbesserten Küstenzonenmanagement führen wird.“

Professor Bernd Lennartz, designierter Sprecher von Baltic TRANSCOAST von der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock verweist auf den besonderen Forschungsansatz des neuen Graduiertenkollegs:  „Die 13 Antragstellerinnen und Antragsteller widmen sich unter dem Dach des Departments Maritime Systeme über Fächergrenzen hinweg gemeinsam den Prozessen des Systems Flachküste. Dieser interdisziplinäre Forschungsansatz  war sicher ein Grund für den Erfolg bei der Antragstellung und findet sich auch in der Ausbildung der Promovierenden wieder. Jede Doktorandin, jeder Doktorand wird von einem Team aus Meeres- und Landforscherinnen und -forschern betreut.“

Bis zum eigentlichen Projektbeginn am 1. Januar 2016 wird es umfangreiche Vorbereitungsarbeiten am Untersuchungsstandort "Hütelmoor" östlich von Rostock in Kooperation mit dem Stadtforstamt geben. In Auswahlworkshops mit internationaler Beteiligung werden die besten Kandidatinnen und Kandidaten im Wettbewerb für das Graduiertenkolleg ausgewählt.

Kontakt:
Universität Rostock
Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät
Professur für Bodenphysik und Ressourcenschutz
Prof. Dr. Bernd Lennartz
Tel.: +49 381 498-3180
E-Mail: bernd.lennartz(at)uni-rostock.de

 

 

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