Link: Suche und Kontakt

[Beginn des Inhalts]

ERASMUS - Europa

Die europäische Union wächst, rückt näher zusammen und wird global immer wichtiger. Kulturelle Unterschiede und andere Mentalitäten machen das Zusammenleben und Arbeiten dennoch immer wieder spannend und interessant.

Unter dem übergeordneten Bildungsprogramm „Lebenslanges Lernen (LLP)" ermöglicht das ERASMUS Programm Studierenden einen Auslandsaufenthalt von 3-12 Monaten im Rahmen eines Studiums an einer Partneruniversität (Praktikum siehe „Praktikum im Ausland"). Interessante Vorteile für Studierende sind die Möglichkeiten Studienleistungen aus dem Ausland an der Heimathochschule anerkennen zu lassen und in speziellen Fällen einen doppelten oder gemeinsamen Abschluss von Heimat- und Gasthochschule zu erlangen.

Hochschulen sollen angeregt werden, intensiver miteinander zusammen zu arbeiten um somit die Verbesserung des gegenseitigen Verständnisses und das Kennenlernen der unterschiedlichen Kulturen zu erleichtern und zu intensivieren.

Bessere Rahmenbedingungen sollen den Studierenden den Weg in die Mobilität erleichtern, damit sich der Austausch positiv auf das Leben und Studium auswirkt, soziale Kontakte mit Menschen aus Europa und der ganzen Welt geknüpft werden und somit das Zusammenwachsen der EU und ihre Stellung in der Welt gefördert wird.


Allgemeines

  • Wie sind wohl die Seminarräume in Frankreich?
  • Wie sieht wohl eine Biologie Exkursion auf der Insel Kreta aus?
  • Und überhaupt, wie lässt es sich im Winter bei Schnee und Eis in Schweden studieren?
  • Wenn diese oder ähnliche Fragen im Kopf umher schwirren, liegt ein Studium im Ausland nah.

Warum?

Die Erfahrung fängt schon mit dem Bewerbungsschreiben an und hört erst mit dem Schreiben eines Erfahrungsberichts nach Beendigung des Aufenthalts auf. Dazwischen reihen sich Ereignisse aneinander, die jeden einzelnen auf besondere Art prägen. Die persönliche Entwicklung ist ein wichtiger Gewinn jeder Auslandserfahrung. Lebenswichtige Eigenschaften wie Anpassungsfähigkeit, Toleranz, Durchsetzungsvermögen, Geduld und Freundlichkeit werden in jeder Phase gefordert und geschult. Schon der Schritt sich um einen Austauschplatz zu bewerben und die damit verbundene Auseinandersetzung mit Bewerbungsformularen, unterschiedlichen Einrichtungen, das Einholen von Empfehlungsschreiben etc. kann schon den einen oder anderen Nerv kosten. Aber auch diese Lernprozesse gehören ebenso dazu, wie das Anpassen an die neue Umgebung im Ausland. Man wird erkennen, dass die Kultur, Traditionen und soziale Strukturen Unterschiede zum gewohnten Lebensumfeld in der Heimat aufweisen. Vielleicht stellt man aber auch Gemeinsamkeiten fest. Ein Auslandsstudium ermöglicht einen Einblick in eine andere Kultur. Es wird nicht nur der Blick für das Neue geschärft, sondern man erweitert auch seine Wahrnehmung der Verhältnisse und Ereignisse im Heimatland.  

Ganz ohne Zweifel ist ein Auslandsstudienaufenthalt mit der Verbesserung der Sprachkenntnisse verbunden. Weiterhin eignet man sich interkulturelle Kompetenzen an, die in unserer heutigen Gesellschaft immer wichtiger werden. Zudem können sich Türen für die akademische Entwicklung und den späteren Berufsweg öffnen.  

Die gesammelten Erfahrungen im Bewerbungsprozess, im Ausland selbst, die nachgewiesene Flexibilität und die daraus resultierenden interkulturellen und sprachlichen Kompetenzen können zu entscheidenden Kriterien auf dem Arbeitsmarkt werden.  

Auch die Erweiterung des persönlichen Netzwerks ist ein wichtiger Effekt bei einem Auslandsstudienaufenthalt. Weltweite Kontakte und Freundschaften können einen lange begleiten, wenn man sie entsprechend pflegt.

Wann?

Studierende können ein Studium unter Erasmus nach Beendigung des ersten Studienjahres beginnen. Ein Auslandsaufenthalt bietet sich sowohl während des Bachelorstudiums als auch im Masterstudium an. Auch die Anfertigung von Abschlussarbeiten ist unter Erasmus möglich. Es sollte jedoch beachtet werden, dass gewisse Grund- und Fachkenntnisse vorhanden sind um aus dem Studium im Ausland den größtmöglichen Nutzen ziehen zu können. Das gilt auch für Studierende in nicht gestuften Studiengängen (Staatsexamen, Diplom auslaufend). Hier bietet sich ein Auslandsstudium nach dem Grundstudium (in der Regel ab dem 5. oder 6. Semester) an.

Bitte beachten Sie, dass ein Studium zwischen Bachelor und Master nicht möglich ist, wenn Sie in dieser Zeit exmatrikuliert sind. Um den richtigen Zeitpunkt zu finden, wenden Sie sich auch an Ihre Erasmus FachkoordinatorINNen oder fragen Sie Ihre ProfessorenINNen und Studienfach-beraterINNen um Rat.

Wie lange?

Bis jetzt haben die wenigsten Studiengänge ein Mobilitätsfenster für ihre Studierenden eingeplant. Lassen Sie sich davon nicht entmutigen! Es besteht die Möglichkeit, Studienleistungen aus dem Ausland anerkennen zu lassen (genaue Absprachen im Vorfeld sind hier von Vorteil). Sollte das nicht möglich sein oder Sie wollen das nicht nutzen, gehen Sie trotzdem, zumindest für ein Semester, ins Ausland. Es gibt Regelungen, die ein Überschreiten der Regelstudienzeit verhindern. Sie „verlieren“ in keinem Fall Zeit, auch wenn Sie dadurch etwas länger studieren. Der Gewinn dieser Erfahrung wird weitaus mehr wert sein!

Ein Studium unter ERASMUS an einer Partnerhochschule kann in einem Rahmen von 3-12 Monaten absolviert werden, ob ein Semester oder ein akademisches Jahr möglich ist, hängt auch von den Vereinbarungen zwischen dem Fach hier und dem Fach an der Gasthochschule ab.

Ein Studium an zwei Partnerhochschulen ist nur im Ausnahmefall möglich, wenn dies das Curriculum vorschreibt (z.B. Lehramtsstudierende von zwei Sprachen). Die Aufenthalte müssen nahtlos aneinander anschließen und in einem akademischen Jahr absolviert werden. Eine mehrmalige Förderung unter ERASMUS Studium ist nicht zulässig! Es besteht jedoch die Möglichkeit eines Praktikums.

Wie bereitet man sich vor?

Sprachliche Vorbereitung: Link EILC und Sprachenzentrum
Zur kulturellen Vorbereitung befinden sich Aktivitäten im Aufbau.


Finanzielle Vorbereitung: Während eines Auslandaufenthalts kommen, trotz finanzieller Unterstützung durch ERASMUS, einige Kosten auf Sie zu. Man sollte sich schon im Vorfeld Gedanken machen, wie die finanzielle Mehrbelastung gedeckt wird. Jobben oder den einen oder anderen Euro ins Sparschwein stecken, das sind sicher nur zwei von vielen Möglichkeiten sich den Traum von Auslandsaufenthalt zu erfüllen. Weitere Möglichkeiten bieten Auslands-BAföG, das eine Förderung von ERASMUS nicht ausschließt, oder ein Bildungskredit. 

ECTS

Das "European Credit Transfer System" erleichtert das Studieren im Ausland im Rahmen der ERASMUS-Partnerschaften. Mit diesem Kreditpunktesystem wird gewährleistet, dass erbrachte Studienleistungen an der Partnereinrichtung an der Heimatuniversität anerkannt werden. Somit soll einer Verlängerung der Studienzeit entgegen gewirkt werden. Der Auslandsaufenthalt soll sich möglichst harmonisch in den gesamten Studienablauf einfügen.  
 
Das ECTS baut auf folgenden Grundprinzipien auf:

  • Für jede einzelne Lehrveranstaltung werden auf der Grundlage der Arbeitsbelastung für einen durchschnittlichen Studenten ECTS-Punkte vergeben. (Ein akademisches Jahr = 60 ECTS-Punkte)
  • Die Hochschulen halten ein Informationspaket vor, in dem alle Lehrveranstaltungen, an denen die ERASMUS-Studenten teilnehmen können, mit den jeweiligen ECTS-Punkten aufgeführt und inhaltlich beschrieben sind.
  • Vor der Abreise unterzeichnen die Studierenden mit der Heimat- und der Partnerhochschule einen "Studienvertrag", in dem das Studienprogramm für den Auslandsaufenthalt und dessen Anerkennung an der Heimathochschule festgelegt ist.
  • Alle an der Partnerhochschule abgeschlossenen Lehrveranstaltungen werden mit der Bezeichnung des Kurses und den erzielten Anrechnungspunkten angegeben.

[Ende des Inhalts]

Zusatzinformationen

Nach oben