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01.07.2013 Herausragende Abschlussarbeiten
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Rostocker Studierende erhielten für Diplomarbeiten Auszeichnung vom Germanischen Lloyd
Gleich zwei Absolventen der Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik der Universität Rostock erhielten jetzt auf der Nor-Shipping Messe in Oslo den „GL Award for Young Professionales“, den der Germanische Lloyd seit sechs Jahren für international herausragende studentische Abschlussarbeiten vergibt. Freuen über diese Auszeichnung können sich neben einem Absolventen der Universität Athen Eva Binkowski (27) und Hannes Lindner (27) von der Universität Rostock.
Die Rostockerin beschäftigte sich in ihrer Diplomarbeit mit der Optimierung der Schiffsform zur Verringerung der Antriebsleistung unter verschiedenen Betriebsbedingungen. „Eine reine Computerarbeit“, sagt Eva Binkowski. Grundlage für die Optimierung sind Messdaten wie Tiefgang und Geschwindigkeit. Das Ergebnis des von ihr entwickelten Verfahrens ist ein Schiff, das über die gesamte Lebenszeit betrachtet einen geringeren Brennstoffverbrauch aufweist als vergleichbare Schiffe. „Diese Arbeit ist für Reeder, Ingenieurbüros und Werften gleichermaßen interessant“, freut es den Lehrstuhlinhaber für Schiffbau, Professor Robert Bronsart. Er hat mit seinem Team die Diplomarbeit der beiden jungen Leute betreut und offensichtlich die Freude am wissenschaftlichen Arbeiten gefördert.
Auch die Diplomarbeit von Hannes Lindner hat den Nerv der Jury getroffen. Seine Erkenntnisse zu numerischen Schleppversuchen von Schiffen lassen die Fachwelt aufhorchen und sind dem Germanischen Lloyd eine besondere Auszeichnung wert. Computergestützte Strömungsberechnungen, zu denen in der Schiffstechnik besonders die Schleppversuche gehören, sind in der Praxis mit Unsicherheiten behaftet, weshalb diesen oftmals nicht gänzlich vertraut wird. Durch die Berechnungen des Kielers können etwaige Unsicherheiten ermittelt werden, wodurch die Simulationsergebnisse glaubwürdiger werden und der maximale Fehler quantifizierbar wird.
Dr. Pierre Sames, Vizepräsident des Germanischen Lloyd, betonte in seiner Laudatio, dass die mit einem Preis ausgezeichneten Diplomarbeiten eindrucksvoll untermauern, wie vielfältig und spannend der Ingenieurberuf sein kann.
Eva Binkowski und Hannes Lindner haben Freude am wissenschaftlichen Arbeiten. Beide sind glücklich, dass sie einen Arbeitsplatz am Lehrstuhl von Prof. Bronsart gefunden haben. Hier laufen derzeit Forschungsprojekte, in denen Softwarewerkzeuge entwickelt werden, die den Entwurf von Schiffen durch neuartige Modellier- und Visualisierungstechniken effizienter gestalten sollen. Ziel ist es, den Entwurfs- und Produktionsprozess von Schiffen von der ersten Idee bis zur Ablieferung zu begleiten. „Schiffe werden ja nicht von der Stange gekauft“, sagt Hannes Lindner. In dem Projekt „PerSee“ wird angestrebt, den Betrieb von Schiffen im Seegang mit modernsten Simulationsmethoden sowie dem Einsatz von Szenariotechnik zu optimieren. In dem Forschungsprojekt „ETOPS“ werden dagegen neuartige Computertechniken für den frühen Entwurfsprozess nutzbar gemacht. Der Lehrstuhl kooperiert deshalb mit Partnern aus der Industrie, die sich durch ihre Kompetenz in der Entwicklung von Spezialschiffen einen Namen gemacht haben.
Beiden Projekten ist das Ziel gemein, sowohl die Sicherheit als auch die Wirtschaftlichkeit von Schiffen bereits im Entwurfsstadium weiter verbessern zu können. (Text: Wolfgang Thiel)
Kontakt:
Universität Rostock
Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik
Prof. Dr. Robert Bronsart
Fon: +49 381 498-9270
Mail: robert.bronsart(at)uni-rostock.de
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