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08.01.2013 Kolloquium der Neuzeit mit Prof. Dr. Ulrich Herbert, Freiburg
Category: Historisches Institut
„Aporien der Volksgemeinschaft. Reichweite und Grenzen eines Herrschaftskonzepts im ‚Dritten Reich’“. Kommentar: Christoph Kamissek, Rostock
Das Rostocker Kolloquium Neuzeit eröffnet das neue Jahr am 8. Januar 2013 mit einer Diskussion über die „Volksgemeinschaft. Reichweite und Grenzen eines Herrschaftskonzepts im ‚Dritten Reich‘“ mit Prof. Dr. Ulrich Herbert, Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und Träger des Leibniz-Preises der Deutschen Forschungsgemeinschaft (1999). Mit seinen bahnbrechenden Untersuchungen zur Zwangsarbeit im „Dritten Reich“, dem NS-Terrorapparat und der deutschen Besatzungspolitik in Europa hat sich Ulrich Herbert als einer der herausragendsten Kenner der Geschichte des Nationalsozialismus profiliert. Seine biographische Studie über Werner Best, den Organisator von Gestapo und Sicherheitspolizei, wurde einhellig als „großer Wurf“ gesehen und hat die Diskussion über „die Einwurzelung des Nationalsozialismus in der deutschen Geschichte dieses Jahrhunderts“ (FAZ) nachhaltig geprägt.
Warum folgte die Mehrheit der Deutschen den Nationalsozialisten weitgehend widerstandslos bis in die letzten Tage des Zweiten Weltkrieges? Wie ließ sich die Unterstützung der deutschen Gesellschaft für die Verfolgung und Ermordung von Millionen von Menschen mobilisieren, die bis 1933 oft Nachbarn, Kollegen oder gar Freunde und Ehepartner gewesen waren? Beruhte Hitlers Herrschaft vor allem auf Terror und Überwachung oder auch auf den Versprechungen von Teilhabe und sozialem Aufstieg? War die nationalsozialistische „Volksgemeinschaft“ also Realität oder nur ein Konstrukt der Propaganda?
Mit seinen Thesen zu den „Aporien der Volksgemeinschaft. Reichweite und Grenzen eines Herrschaftskonzepts im ‚Dritten Reich‘“ wird Ulrich Herbert am kommenden Dienstag, den 8. Januar 2013, zu einem der gegenwärtig produktivsten, aber auch umstrittensten Ansätze bei der Erforschung des Nationalsozialismus Stellung nehmen. Christoph Kamissek vom Historischen Institut wird ihn kritisch kommentieren. Im Anschluss an seinen Vortrag laden wir Sie alle zur Diskussion dieser Fragen ein, welche die öffentliche Auseinandersetzung über die jüngere deutsche Geschichte bis heute bestimmen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Dienstag, 8.1.2013, 17.15-19.00 Uhr
Hörsaal Nr. 224
Campus Ulmenstraße 69, Haus 1
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