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30.05.2013 Von wegen trocken

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Tag der Mathematik an der Uni Rostock vermittelt Faszination der Zahlenwelt

Tobias Strauß freut sich auf den diesjährigen „Tag der Mathematik“ (Foto: Julia Tetzke)

Ein Pokal ist nicht nur im Sport begehrt. Auch  2013  geht es beim diesjährigen „Tag der Mathematik“ an der Universität Rostock  für die Klassen 4 und 5 um den Pokal des Rektors.  Für jede Klassenstufe wird  je ein Pokal gestiftet. Die besten Schulen werden also ausgezeichnet und behalten den Wanderpokal für ein Jahr. Aber auch in Einzelwertungen können die Kinder  Preise und Anerkennungen erkämpfen. Um die Auszeichnungen wetteifern am 8. Juni auf dem Campus Ulmenstraße (Haus 3) von 10.00 bis 15.00  Uhr 142 Mädchen und Jungen aus 28 Schulen. Die Veranstaltung ist offen für jede Altersstufe, vor allem aber für Kinder. 

Die Uni Rostock legt seit Jahren großen Wert auf die Förderung von  Mathe-Assen. So fördern beispielsweise die Mathe-Professoren Hans-Dietrich Gronau und Konrad Engel sowie Privatdozent Roger Labahn  regional, national und international Mathe-Talente. Beispielsweise macht Gronau Mathe-Asse fit für die Welt-Olympiade (IMO). „Es ist wie beim Sport“, sagt Prof. Gronau: „Viele trainieren, aber nur wenige schaffen es zum Weltmeistertitel“. Und die Mathematikerin Viola Mendler fördert begabte Schüler, engagiert sich in der Kreisolympiade. 

Der 29-jährige Diplom Mathematiker Tobias Strauß bereitet gegenwärtig gemeinsam mit  Dr. Christine Sikora und ihren Kollegen aus dem Bereich der Mathematikdidaktik den diesjährigen „Tag der Mathematik“ vor.  Strauß ist Vorsitzender des Mathematik-Vereins RHO, der mathematikinteressierte Schüler in Mecklenburg-Vorpommern fördert. RHO steht zum einen für das Formelzeichen der Dichte und soll so die naturwissenschaftliche Ausrichtung des Vereins verdeutlichen. Zum anderen kann man durch leichtes Vertauschen der Buchstaben zu HRO gelangen, also zur Hansestadt Rostock, wo der Verein seinen Sitz hat.  „Es wird Vorträge mit spannenden Einblicken in die vielfältigen Aufgaben des Fachs geben“, sagt Tobias Strauß. „Man glaubt gar nicht, wo überall Mathematik gebraucht wird“, macht der junge Wissenschaftler neugierig. In diesem Jahr geht es vor allem um Platonische Körper, also um die Geometrie. „Das ist eines der ältesten Fachgebiete in der Mathematik“, erklärt Strauß. In den Vorträgen werden deshalb auch Symmetrien und andere Zusammenhänge in der Natur und Forschung näher beleuchtet. „Ohne Geometrie kann man sich viele Anwendungsfälle nicht vorstellen, sie wären nicht lösbar“, weiß Tobias Strauß. Er liebt seinen Beruf. „So trocken, wie sich viele die Mathematik vorstellen, ist sie nicht.“

Im Institut für Mathematik an der Universität Rostock wird immer wieder nach anwendungsbereiten Lösungen gesucht. Da geht es zum Beispiel um das Erkennen von Handschriften und unlesbaren Adressen. „Durch mathematische Verfahren kann man beispielsweise Fehler auf optischen Datenträgern, zum Beispiel einer CD korrigieren.“ Wie die Wege dorthin sind, dass will der Tag der Mathematik vermitteln.

Ein Beispiel aus dem Jahr 1202: Damals beschrieb der Mathematiker Leonardo Fibonacci das Wachstum einer Kaninchenpopulation. Die Fibonacci-Folge ist somit eine unendliche Folge von Zahlen (den Fibonacci-Zahlen), bei der sich die jeweils folgende Zahl durch Addition ihrer beiden vorherigen Zahlen ergibt: 0, 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13... Eine Folge die man überall in der Natur wiederentdeckt, wenn man aufmerksam beobachtet.

Traditionell gehört die Gesellschaft der Förderer der Universität Rostock zu den Unterstützern dieser Veranstaltung. „Mathematik braucht jeder, sein Leben lang. Doch besonders Kinder empfinden die Thematik oft als trocken und schwer zu durchschauen“, begründet Vorsitzender Wolfgang Grieger das Engagement. Der Tag sei eine wunderbare Möglichkeit, schon bei Kindern Berührungsängste zu nehmen und spielerisch den Spaß am Denksport zu wecken.

Mathe-Studenten haben in Rostock vor acht  Jahren den Tag der Mathematik aus der Taufe gehoben. In diesem Jahr helfen gut 70 Studenten, allen voran Martin Darmüntzel und Anna Grudzinski beim Organisieren, Backen, Verkaufen, Grillen, Betreuen. Sie erklären Aufgaben und korrigieren sie. Auf dem Campus wird es  unter anderem eine Bastelstraße, Knobeleien und Holzspiele sowie eine Aufgabenrallye für Kinder und Erwachsene geben. Dabei geht es von Stand zu Stand, wo jeweils eine Aufgabe zu lösen ist. Wer das richtig macht, erhält von den Veranstaltern einen Buchstaben. Am Ende ergibt sich das Lösungswort. Aus den richtigen Lösungen werden Gewinner ermittelt, die kleine Preise erhalten. (Text: Wolfgang Thiel)

 
Kontakt  
Universität Rostock  
Institut für Mathematik
Tobias Strauß
Fon: +49 (0)381 498 6632
Mail: tobias.strauss(at)uni-rostock.de

 

 

 

 

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