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10.08.2012 Aufarbeitung von Lichtenhagen weist noch immer Leerstellen auf
Category: Startseite, Pressemeldungen
Publikation Rostocker Politikwissenschaftler erschienen
Die Aufarbeitung von Rostock-Lichtenhagen 1992 weist noch immer Leerstellen auf. Das ist das Fazit der Publikation „20 Jahre Rostock-Lichtenhagen. Kontext, Dimensionen und Folgen der rassistischen Gewalt“, die das Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften der Universität Rostock jetzt vorlegte. Die Analyse der Dimension der rassistischen Gewalt vor 20 Jahren und die Untersuchung der Formen der Aufarbeitung machen diese Arbeit besonders bemerkenswert. Die 88-seitige Publikation ist als Heft 32 in der institutseigenen Reihe „Rostocker Informationen für Politik und Verwaltung“ erschienen.
„Noch immer gibt es Leerstellen in der wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Thema, wie auch in der Aufarbeitung in Politik und Gesellschaft“, urteilt Thomas Prenzel, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut. „Mit der Publikation wollen wir auf vergessene Zusammenhänge hinweisen und bislang wenig beachtete Aspekte herausstellen. Zugleich können unsere Texte die fortgesetzte Auseinandersetzung mit den Ereignissen von 1992 unterstützen und in der politischen Bildungsarbeit eingesetzt werden.“ Prenzel stellt in seinem einleitenden Text die Gewalt im Kontext der Debatte um das Asylrecht dar: „Rostock-Lichtenhagen ist nicht nur mit der spezifischen sozialen Situation in den neuen Bundesländern und den weitreichenden Versäumnisse der Behörden, sondern auch der emotionalen Debatte um das Grundrecht auf Asyl zu erklären.“
„Eine aktive Gedenkkultur der demokratischen Zivilgesellschaft hat sich in Stadt und Land nur in Ansätzen entwickelt. Das Gedenken an Rostock-Lichtenhagen unterliegt konjunkturellen Phasen an symbolischen Daten“, ergänzt Roman Guski, der sich der Aufarbeitung von Lichtenhagen und den Perspektiven des Gedenkens gewidmet hat. „Anlässlich des 10. Jahrestages hat die Stadt Rostock sich bei den Opfern entschuldigt. Der 20. Jahrestag sollte Anlass sein, endlich einen dauerhaften Gedenkort zu finden.“
Die Publikation kann online auf der Homepage des Instituts für Politik- und Verwaltungswissenschaften heruntergeladen oder in der Druckausgabe kostenlos bestellt werden.
Kontakt:
Universität Rostock
Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften
Thomas Prenzel
Fon: +49 (0)381 498 4354
Mail: thomas.prenzel(at)uni-rostock.de
Dr. Ulrich Vetter
Fon: +49 (0)381 498 1013
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