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18.12.2012 Fußball ist seine Leidenschaft - Zu Weihnachten fern der Heimat

Category: Pressemeldungen

Nigerianer arbeitet in Rostocker Herzchirurgie

Dr. Anthony Alozie

Der nigerianische Fußballspieler Nwankwo Kanu spielt eine große Rolle im Leben von Dr. Anthony Alozie. Der 36-Jährige, der mehrfach afrikanischer Fußballer des Jahres war und bei verschiedenen britischen Fußballclubs sein Geld verdiente, ist nämlich der Auslöser gewesen, dass sein Landsmann Anthony Alozie die Herzchirurgie für sich entdeckte. Der Mediziner, der derzeit seinen Facharzt an der Klinik für Herzchirurgie an der Universität Rostock macht, entschloss sich zum Ende seines Studiums in Münster, sich auf die Kardiologie zu spezialisieren: „Mein Fußballidol konnte trotz eines Herzfehlers weiter Leistungssportler sein, obwohl ihm alle das Ende der Fußballkarriere prophezeit haben“, sagt der 34-Jährige. Patienten helfen können - das will er auch.

Sein Traum ist es gar, später in seiner Heimat als Arzt tätig zu werden: „Die Herzchirurgie in Nigeria steckt noch in den Kinderschuhen“, sagt der Mediziner, der mit 19 Jahren nach Deutschland kam. Er verlor früh seinen Vater und lebte in einer christlichen Gemeinde. Ein deutscher Priester unterstützte ihn in seinem Wunsch in Deutschland Medizin zu studieren. Sein Studium habe er selbst finanziert, berichtet Dr. Alozie, erst in den letzten zwei Jahren den Studiums bekam er ein Studium vom Katholischen Akademischen Ausländer-Dienst (KAAD).

An seiner Arbeit in Rostock mag der Arzt die gute Atmosphäre und die Tatsache, dass er wie seine neun Kollegen auf der Intensivstation tätig sein kann. Auch Chefarzt Prof. Dr. Gustav Steinhoff ist von ihm angetan: „Ich schätze seine ruhige und sympathische Art sowie seinen unermüdlichen Arbeitseinsatz.“ Seit sechs Jahren arbeitet er in der Hansestadt. Es wird noch einige Jahre dauern, bis er seinen Facharzt macht. Das viele Arbeiten stört ihn nicht. Zwar bleibt ihm wenig Zeit, auch mal zum Gottesdienst in die katholische Kirche zu gehen. Auch gefeiert hat er früher mehr, wie er lachend einräumt. Seine Lebensgefährtin, die aus Thüringen stammt und Operngesang studiert, erwartet in den nächsten Wochen ihr erstes Kind. Durchwachte Nächte gibt es dann für den Arzt nicht nur im Krankenhaus, sondern auch zu Hause.

Über die Weihnachtstage kann Dr. Alozie, der inzwischen einen deutschen Pass hat, nicht in seine Heimat fahren. Nur alle zwei Jahre besucht er Nigeria. Die Arbeit lässt ihm wenig Zeit für Freizeit. Aber eins ist immer fest in seinem Kalender geplant: sonntags geht er gemeinsam mit anderen Migranten und Deutschen seiner Leidenschaft nach und spielt Fußball.


Universitätsmedizin Rostock
Klinik und Poliklinik für Herzchirurgie
Referenz- und Translationszentrum für kardiale Stammzelltherapie (RTC)
Prof. Dr. med. Gustav Steinhoff
Fon: +49 (0)381 494 6100
Mail: gustav.steinhoff(at)med.uni-rostock.de
Internet: www.kardiale-stammzell-therapie.de
www.eacts.org


Presse+Kommunikation
Dr. Ulrich Vetter
Fon: +49 (0)381 498 1013
Mail: ulrich.vetter(at)uni-rostock.de
Web: www.uni-rostock.de

 

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