Link: Suche und Kontakt
[Beginn des Inhalts]
19.11.2012 Graduiertenkolleg "Welisa" verlängert
Category: Startseite
Verbesserung und Neuentwicklung medizinischer Implantate im Fokus
Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) mit 3,3 Millionen Euro für viereinhalb Jahre hat das Graduiertenkolleg 1505 welisa im Oktober 2008 begonnen. Ein zentrales Anliegen von welisa liegt in der Verbesserung und Neuentwicklung medizinische Implantate, deren Funktionsweise auf elektrischen Impulsen beruht.
Mit Freude kann die Sprecherin der Forschungsgruppe, Frau Prof. Ursula van Rienen vom Institut für Allgemeine Elektrotechnik der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik an der Universität Rostock, mitteilen, dass das Projekt mit einer Förderung von 3,7 Millionen Euro durch die DFG für weitere 4,5 Jahre fortgesetzt werden kann.
Das Forschungsthema steht vor dem Hintergrund des demografischen Wandels mit einer schnell alternden Gesellschaft. Bereits im Jahr 2050 wird jeder dritte Deutsche älter als 60 Jahre sein. Das höhere Durchschnittalter der Bevölkerung wird zunehmend Therapien der regenerativen Medizin erfordern – ebenso auch Krankheit und Unfall. Diese Therapien haben somit eine große gesellschaftliche Relevanz. In welisa werden exemplarisch drei elektrisch stimulierende Implantatsysteme betrachtet: Die Tiefe Hirnstimulation, Cochlea-Implantate sowie Implantate zur Knochenregeneration. In der neuen Förderphase wird nun auch die elektroinduktive Beeinflussung bzw. Vermeidung bakterieller Besiedelung von Implantatoberflächen erforscht.
Damit werden folgende Problemfälle betrachtet: Erstens neuronale Defekte, speziell Morbus Parkinson, die mit der Tiefen Hirnstimulation therapiert werden können. Zweitens werden aus der Gruppe der sensorischen Defekte solche betrachtet, die mit einem Verlust oder einer starken Beeinträchtigung des Hörvermögens einhergehen und mit Hilfe von Cochlea-Implantaten gemildert werden können. Drittens befasst sich welisa mit skelettalen Defekten, wie sie durch Krankheit, z.B. Knochenkrebs, meist aber durch Alter entstehen. Je älter die Bevölkerung wird, desto häufiger müssen solche Implantate ersetzt werden. Zum besseren Wachstum der besonders in solchen Fällen vorliegenden stark geschädigten Knochen, entwickelt welisa elektrisch stimulierende Implantate zur Knochenregeneration.
Zurzeit ist das Verständnis der Wechselwirkung zwischen Implantat und Biosystem noch recht unvollständig. In gut 30 Projekten, davon 16 über welisa gefördert, verfolgen die Forscherinnen und Forscher verschiedener Einrichtungen der Universität daher das Ziel, ein besseres Verständnis der Wechselwirkung zwischen Implantat und Biosystem zu erreichen. Die Ergebnisse experimenteller Untersuchungen fließen in neue theoretische Modelle zur Beschreibung der Wechselwirkungsprozesse ein, welche wiederum als Basis für verbesserte Simulationsmodelle zur Therapieplanung dienen.
Neben einer verfeinerten Therapieplanung zielt die Forschung in welisa auch auf die Weiterentwicklung existenter Implantate, um so eine höhere Verträglichkeit und Wirksamkeit sowie eine längere Haltbarkeit zu erreichen. Daneben werden auch neuartige Implantate entwickelt. Der Bogen spannt sich somit von der Grundlagenforschung über ein erweitertes theoretisches Verständnis und Modellbildung hin zur angewandten Forschung.
Das GRK welisa fügt sich eng in die Forschungslandschaft ein. Insbesondere ist es in die Profillinien „Leben, Licht & Materie“ und „Altern des Individuums und der Gesellschaft“ der Universität integriert.
Weitere Infos unter: http://www.welisa.uni-rostock.de/
GRK welisa
Fakultät für Informatik und Elektrotechnik /AE
Petra Gefken
Tel +49 (0)381 498 7082
Fax +49 (0)381 498 7083
Mail: petra.gefken(at)uni-rostock.de
Web: www.welisa.uni-rostock.de
Universität Rostock
Presse+Kommunikation
Dr. Ulrich Vetter
Tel: +49 (0)381 498 1013
Mail: ulrich.vetter(at)uni-rostock.de
Web: www.uni-rostock.de
Subscribe to RSS feed: Overview on all offered RSS feeds
[Ende des Inhalts]








