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Wissen – Kultur – Transformation

Stichworte wie „Informationsgesellschaft“; „Mediengesellschaft“; „lebenslanges Lernen“ sind in der öffentlichen Diskussion. Universitäten stehen dabei an einer besonderen Schnittstelle, denn eine Universität produziert Wissen durch ihre Forschungsanstrengungen; sie vermittelt Wissen durch die akademische Lehre; sie bewahrt Wissen durch Archive und Bibliotheken und sie reflektiert darüber, wie Wissen erworben, nutzbar gemacht und verändert wird. Unter den Bedingungen der Globalisierung ist zudem deutlich geworden, wie sehr kulturelle Eigenarten den Erwerb von und Umgang mit Wissen prägen. Gleichzeitig zeigt sich an den verschiedenen Fakultäten einer Universität, dass die einzelnen Fächer sehr unterschiedliche Formen des Wissens pflegen, und zu je verschiedenen Weisen anleiten, die Welt zu verstehen.

Im Rahmen des Departments „Wissen – Kultur – Transformation“ sollen diese Themen interdisziplinär bearbeitet werden. So wird unter dem Stichwort „Wissen und Medialität“ darüber geforscht werden, wie die Vermittlung von Wissen in (alten und neuen) Medien die Vorstellung vom Wissenswerten verändert und wie sich andererseits der Anspruch auf Wissen auf die Medien und ihre Entwicklung auswirkt. Unter der Überschrift „Wissen und Macht“ kann gefragt werden, wie Wissen durch Machtstrukturen bestimmt wird, in der Politik, den öffentlichen Medien, aber auch in Religionen. Die kulturelle Prägung und Bedingtheit von Wissen wird ebenso thematisiert werden wie langfristige Veränderungen von Wissenschaften oder die Veränderungen im Weltbild, die durch wissenschaftliche Erkenntnisse ausgelöst wurden. Umfangreiche Vorarbeiten zu diesen Fragen wurden bereits an der Universität geleistet; so stützen sich die einzelnen Module auf Einrichtungen wie Graduiertenkollegs oder thematisch geprägte Institute.

Die Themenschwerpunkte auf einen Blick:
- „Medien und Repräsentationen des Wissens“
- „Transformationen des Wissens“
- „Wissen und Interkulturalität“
- „Wissen und Macht“

Das Department „Wissen – Kultur – Transformation“ wurde am 2. Juni 2010 durch den Akademischen Senat der Universität Rostock offiziell ins Leben gerufen. Die kommissarische Leitung wurde durch das Rektorat an Herrn Prof. Martin Rösel (THF), Herrn Prof. Clemens Cap (IEF), Frau Prof. Christiane Reitz (PHF) und Herrn Prof. Franz-Josef Holznagel (PHF) übertragen. Weiteres Vorstandsmitglied ist seit Oktober 2010 Prof. Heiner Hastedt (PHF).

Am 24. Mai 2011 wählten die Mitglieder des Departments einen neuen Vorstand. Ihm gehören Prof. Dr. Peter A. Berger (Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie – Makrosoziologie, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät), Prof. Dr. Albrecht Buschmann (Lehrstuhl für spanische und französische Literatur- und Kulturwissenschaft, Institut für Romanistik), Prof. Dr. Clemens Cap (Lehrstuhl für Informationsdienste und Kommunikationsdienste, Fakultät für Informatik und Elektrotechnik), Prof. Dr. Franz-Josef Holznagel (Lehrstuhl für Germanistische Mediävistik, Institut für Germanistik), Prof. Dr. Hans-Uwe Lammel (Arbeitsbereich Geschichte der Medizin, Medizinische Fakultät), Prof. Dr. Martin Rösel (Lehrstuhl für Altes Testament und altorientalische Religionsgeschichte, Theologische Fakultät) und Prof. Dr. Stephanie Wodianka (Lehrstuhl für französische und italienische Literaturwissenschaft, Institut für Romanistik) an.

Auf ihrem Treffen am 1. Juni 2011 wählten die Vorstandsmitglieder Prof. Dr. Stephanie Wodianka zur neuen Leiterin des Departments sowie den bisherigen Leiter, Prof. Dr. Martin Rösel, zu ihrem Stellvertreter.

Die Mitarbeit im Department steht allen Mitgliedern der Universität offen; es gibt ein einheitliches Aufnahmeverfahren  (Antrag).

Mehr Informationen zum Department finden Sie auf der Homepage http://www.inf.uni-rostock.de/departments/wissen-kultur-transformation/.

Zur Information

Am 2. Juli 2010 hat der Deutschlandfunk in seinem Bildungs- und Wissenschaftsmagazin "Campus & Karriere" einen Beitrag zur vierten Profillinie der Universität Rostock gesendet. Zu Wort kommen der Rektor der Universität, Prof. Dr. Schareck, und der kommissarische Leiter der Profillinie, Prof. Dr. Rösel. Hier finden Sie den Beitrag zum Nachhören oder Nachlesen.

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