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Arbeitsaufwand und Leitungspunkte

Bologna-Erklärung

"Einführung eines Leistungspunktsystems - ähnlich dem ECTS - als geeignetes Mittel der Förderung größtmöglicher Mobilität der Studierenden. Punkte sollen auch außerhalb der Hochschulen, beispielsweise durch lebenslanges Lernen, erworben werden können, vorausgesetzt, sie werden durch die jeweilige aufnehmende Hochschule anerkannt."

 

Leistungspunkte dokumentieren, wie viel Arbeit Studierende in ihre Ausbildung investieren müssen. Sie werden für alle erfolgreich geleisteten Arbeitsstunden im Studium (Workload) vergeben. Leistungspunkte bekommt nur, wer erfolgreich studiert. Die Studierenden erhalten die einem Modul zugeordneten Leistungspunkte daher in der Regel erst nach einer bestandenen studienbegleitenden Prüfung.

Die Einführung von Leistungspunkten erfordert eine konsequente Abkehr von Semesterwochenstunden (SWS) als zentraler Planungsgröße. Zur Orientierung der Studierenden und wegen rechtlicher Vorgaben für die Berechnung der Kapazität und Lehrdeputate kann auf die zusätzliche Angabe der SWS, bezeichnet als Präsenz- oder Kontaktzeit, jedoch nicht verzichtet werden.

Das Verhältnis von Präsenzzeiten zu Selbststudium muss neu (und in jedem Fach individuell) bestimmt werden. Es reicht nicht, die pro Studienjahr zulässigen Leistungspunkte einfach rechnerisch auf bisher schon angebotene Lehrveranstaltungen zu verteilen, ohne die tatsächliche Arbeitsbelastung der Studierenden zu bemessen. Die Zuordnung der Leistungspunkte zu einer Veranstaltung ergibt sich aus dem Verhältnis der für diese Veranstaltung veranschlagten Arbeitsbelastung zu der für ein Studienjahr insgesamt zur Verfügung stehenden Workloadkapazität.

Der Arbeitsaufwand darf 30 Leistungspunkte im Semester bzw. 60 Leistungspunkte im Studienjahr nicht überschreiten. Bei einer Festlegung von 1500 bis 1800 Stunden studentischer Arbeitsbelastung pro Jahr verteilt auf 40 Wochen entspricht ein Leistungspunkt somit 25 bis 30 Arbeitsstunden.

Grundlage für die Zuordnung der Leistungspunkte zu den Modulen ist der geschätzte durchschnittliche Arbeitsaufwand, den sogenannten Workload, den die Studierenden erbringen müssen, um das Modul erfolgreich zu absolvieren. Eckwerte für die Abschätzung des durchschnittlichen Arbeitsaufwandes eines Studierenden sind:

  • Teilnahme an Lehrveranstaltungen (Präsenzzeiten)
  • eigenständige Vor- und Nachbereitungszeiten
  • gelenkte Vor- und Nachbereitungszeiten (z. B. spezielle Prüfungsvorbereitungen, Tutorien)
  • Zeiten für die Erstellung von Haus-, Seminar-, Studien-, Beleg- oder Abschlussarbeiten
  • Zeiten für die Prüfungsvorbereitung
  • Prüfungszeiten
  • ggf. Betriebspraktika

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