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01.03.2011 Zwei Neuerscheinungen zur Rostocker Universitätsgeschichte

Kategorie: Universitätsgeschichte

Wolfgang Eric Wagner: Observantia lectionum in universitate Rostochiensi (1520).   Alexander M. Kalkhoff: Romanische Philologie im 19. und frühen 20. Jahrhundert.

 

Wolfgang Eric Wagner: Observantia lectionum in unversitate Rostochiensi (1520). Das älteste gedruckte Vorlesungsprogramm der Universität Rostock. Hamburg 2011.

Aus dem Verlagsprogramm:

Die „Observantia lectionum in universitate Rostochiensi“ aus dem Jahr 1520 ist das älteste gedruckte Vorlesungsverzeichnis der Universität Rostock und wohl einer deutschen Universität überhaupt. Der textierte Einblattdruck hatte die Funktion, an die 100-jährige Wiederkehr der Universitätsstiftung von 1419 zu erinnern und dieses Jubiläum zugleich feierlich in Szene zu setzen. Das detaillierte Programm der Lehrveranstaltungen in den vier Fakultäten gab die innere Ordnung der Universität nach außen wieder. Seine feste Druckform sollte die trotz Krieg, Pest und Reformation stabile Verfasstheit der Institution demonstrieren.

Die Observantia lectionum liegt hiermit erstmals in einer wissen­schaftlichen Edition vor. Der lateinische Text des Originals wird parallel mit einer deutschen Übersetzung wiedergegeben. Sowohl die darin aufgeführten Lehrpersonen der Universität als auch die zu unter­richtenden Texte und deren Autoren sind ausführlich kommentiert. Auf diese Weise entsteht eine aufschlussreiche Momentaufnahme der Universität Rostock an der Schwelle vom späten Mittelalter zur frühen Neuzeit. Nicht allein für die Historie der Rostocker Alma Mater, die 2019 ihr 600-jähriges Bestehen begeht, sondern auch für die generelle Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte stellt diese Edition daher einen unverzichtbaren Beitrag dar.

 

 

Alexander M. Kalkhoff: Romanische Philologie im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Tübingen 2010.

Aus dem Verlagsprogramm:

Die Romanische Philologie als universitäres Fach bildete sich konzeptuell und institutionell in einem vielgestaltigen Prozess im 19. und frühen 20. Jahrhundert heraus. Die vergleichende institutionengeschichtliche Perspektive, die Einblicke in die Entstehung des Faches an den Universitäten Heidelberg, Rostock*, Halle, Berlin und Hamburg bietet, zeigt, dass die vom traditionellen Begriff der Philologiesuggerierte Einheit des romanistischen Objektbereichs durch ideengeschichtliche, wissenschaftsgeschichtliche und bildungspolitische Entwicklungen bereits von Beginn an in Frage gestellt wird.

* Von einer ästhetisch-rhetorischen Gelehrtenkultur zu den neuphilologischen Fachwissenschaften. Universität Rostock 1805-1933. S. 63-94.

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