Hintergrund zum Wettbewerb Studium Optimum

Die Förderung der Lehr-/Lernqualität an der Universität Rostock sollte sich an den Desiderata in Studium und Lehre orientieren. Deshalb wurden diese Aktivitäten durch ein wettbewerbliches Förderverfahren (Ideenwettbewerb Studium Optimum) gestützt, welches die Universitätsleitung 2012 in zwei Antragsrunden ausschrieb. Die Bewertung der Projektideen erfolgte durch eine Jury von sechs unabhängigen externen und internen Gutachterinnen und Gutachtern. Von den insgesamt 129 vorgeschlagenen Projektvorhaben wurden 54 Initiativen, die aus allen Fakultäten, einigen zentralen Einrichtungen und der Universitätsverwaltung eingereicht wurden, prämiert.

Finanzierung und Begleitprogramm

In beiden Runden wurden bis maximal 31.03.2015 insgesamt 54 Projekte gefördert, davon stammten drei Projekte aus der Universitätsleitung. Bei sechs geförderten Projekten handelte es sich um rein studentische Vorhaben. Insbesondere im Zusammenhang mit Projekten aus der Universitätsmedizin  Rostock (aufgrund der getrennten Haushaltsführung der UMR) waren verwaltungsseitig einige Hürden zu überwinden. Die Rahmenbedingungen der Zuwendung durch das BMBF und die der Verwaltung der Universität Rostock machten die zügige Realisierung von Projekten nicht immer einfach. 

Finanzvolumen des Wettbewerbs Studium Optimum
    1. Wettbewerbsrunde 2. Wettbewerbsrunde
Ausschreibungsende   16.05.2012 04.12.2012
Zahl eingereichte Anträge   79 50
Zahl geförderter Projekte   28 25
davon Projekte < 8.500€   9 5
Tatsächliche Fördersumme   1,9 Millionen Euro 1 Million Euro
Beantragte Fördersumme   4,2 Millionen Euro 2,6 Millionen Euro
Projektlaufzeit   01.10.2012 - 31.03.2015 01.04.2013 - 31.03.2015
Begleitprogramm- Begleitformate und Veranstaltungen

Unterstützung der Projekte durch das Begleitprogramm

Alle Projektvorhaben wurden durch das Projekt QualitätsDialog nicht nur finanziell und administrativ unterstützt, sondern auch inhaltlich begleitet. Das methodisch-didaktische Begleitprogramm zum »Studium Optimum« informierte über Projektfortschritte und -ergebnisse und stärkte damit die allgemeine Aufmerksamkeit für einzelne Themen sowie die Vernetzung der involvierten Akteurinnen und Akteure inner- und außerhalb der Universität.

Um den Austausch zwischen den Projekten und über Fakultäts- und Einrichtungsgrenzen hinweg zu sichern, wurde zusammen mit den über 50 Projektleitungen ein Begleitprogramm entwickelt. Im Zuge der Entwicklung dieses Begleitprogramms wurden die Lehrenden gefragt, wie sie sich Austausch und kollegiale Beratung vorstellen. Hieraus ergaben sich folgende inhaltliche Ergebnisse, die in konkrete themenübergreifende und themenspezifische Begleitformate übertragen wurden. 

Begleitformate und Veranstaltungen

Themenspezifische Begleitformate und Veranstaltungen

  • Förderung des direkten Austauschs (z.B. Workshop-Reihen und Poster Sessions)
  • Einladung externer Experten (zur inhaltlichen Erschließung von Themen/Problemstellungen)
  • Vernetzungstreffen Mentoring/Tutoring (August 2013)
  • Workshop „Get together – Blended Learning“ (November 2013)
  • Vortrag „Lehre im Format der Forschung – Begründungen, Formate und praktische Hinweise“ im Juli 2014 (Referent: Prof. Dr. Joachim Ludwig von der Universität Potsdam)
  • E-Learning-Werkstatt mit Fokus auf Zielgruppenanpassung, didaktische Modelle und Evaluation von E-Learning/Blended Learning Angeboten (Januar 2015)

Themenübergreifende Begleitformate und Veranstaltungen

  • Kick-Off-Treffen Studium Optimum (Juli 2013)
  • Publikationen und allgemeine Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Interview-Reihen und Webauftritt)
  • Persönliche Gespräche mit der Projektleitung (Prorektor für Studium, Lehre und Evaluation)
  • Organisation eines bundesweiten Austausches zu studentischer Beteiligung: „Studierende bewegen Studium und Lehre. Studentische Projektinitiativen aus verschiedenen Universitäten stellen sich vor“ (November 2013)

weitere Informationen und Dokumente im Wissensspeicher Studium Optimum...(Anmeldung mit Uni-Login der Universität Rostock)

Öffentlichkeitsarbeit

Als Beispiele guter Praxis wurden ausgewählte Projekte durch Postersessions, Konferenzbeiträge und Broschüren inner- und außerhalb der Universität Rostock bekannt gemacht und auf ihr Transferpotential hin geprüft. Stellvertretend für viele andere sei hier die Initiative „Lernen auf Augenhöhe“ genannt, deren Peer-Learning-Konzept fakultätsübergreifend adaptiert und auch in die Datenbank des HRK-Projektes nexus aufgenommen wurde.

Der Wettbewerb Studium Optimum wurde inhaltlich auch in Form einer Interviewreihe durch den QualitätsDialog begleitet. Jedes der vier Hefte fokussiert einen Themenschwerpunkt und zeigt das breite Ideenspektrum der Projekte. Die Hefte informieren über die Projektfortschritte und -ergebnisse und fördern die Vernetzung innerhalb und außerhalb der Universität. Projekte aus den vier Themenbereichen (Mentoring/Tutoring; E-Learning/Blended Learning; Internationalität und Vielfalt; projekt- und forschungsorientiertes Lernen) hatten die Möglichkeit, sich der interessierten Öffentlichkeit vorzustellen.

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Weiterentwicklung inhaltlicher Schwerpunkte nach Ende der Förderlaufzeit

Nach Ablauf der Förderphase im Studium Optimum im März 2015 sollten in einem nächsten Schritt die im Rahmen des Ideenwettbewerbs entstandenen Ergebnisse in vier thematisch definierten Clustern (E-Learning/Blended Learning; Stärkung der Kompetenzorientierung und –förderung; Mentoring/Tutoring; Studienumfeld) strategisch gebündelt werden. Auf diesem Weg wurden die bereits diagnostizierten lehr-/lernformbezogenen, didaktischen und studienorganisatorischen Fragestellungen fokussiert und Grundlagen für die curriculare bzw. organisationale Implementierung sowie für die Übertragung von Ergebnissen innerhalb der Universität Rostock geschaffen. 

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Abschlussveranstaltung und Evaluation des Wettbewerbs Studium Optimum

Den resümierenden Bestandteil des Begleitprogramms stellte die Abschlussveranstaltung „Studium Optimum – Weiter geht’s?!“ am 08.10.2015 dar.

Das Ziel der Veranstaltung war es einerseits, einen differenzierten und kritischen Rückblick auf die Eignung wettbewerblicher Förderung zur Qualitätsverbesserung in Studium und Lehre zu werfen und andererseits einen Ausblick auf die Cluster-Vorhaben im Rahmen von Studium Optimum im Jahr 2016 zu geben.

Die zentrale Schlussfolgerung lautete hierbei, die in der Wettbewerbsphase generierten Impulse nachhaltig zu sichern und deren Übertragung in die Hochschulpraxis zu ermöglichen. Mit Blick auf die Qualitätsziele der Universität Rostock im Bereich Studium und Lehre wurde die Förderung studentischen Engagements als Vorhaben herausgestellt, welchem im Rahmen von Studium Optimum nachgegangen werden soll und welches (auch) aus dem Wettbewerb abgeleitet wurde.

Nach Ende der Förderdauer wurde der Ideenwettbewerb Studium Optimum mittels einer summativen Evaluation analysiert. Anhand der auf der Abschlussveranstaltung (08.10.2015) vorgestellten Evaluationsergebnisse konnte die Wirksamkeit der einzelnen Projekte im Hinblick auf die Qualität von Studium und Lehre beleuchtet und der Wettbewerb als Instrument zur Qualitätssicherung und -entwicklung eingeschätzt werden.

Wissensspeicher zu Studium Optimum

Wissensspeicher zu Studium Optimum

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