Konferenz “5 Jahre - Wir schaffen das” - Geschichte, Ängste, Hoffnungen und Perspektiven der Flüchtlingsarbeit in Rostock (4.-5. Juni 2020)

Die Universität Rostock und das Rostock International House laden am 4. und 5. Juni 2020 alle Interessierten und Akteure aus der Flüchtlingsarbeit in Rostock und Umgebung, sowie bundesweit zur Konferenz „ 5 Jahre –wir schaffen das“ ein. Die Konferenz dient als Plattform des Erfahrungsaustausches für Flüchtlingsbeauftragte aus der Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft  und Öffentlichkeit. Dabei sollen rund 150 Expertinnen und Experten praxisbezogene Themen rund um die Arbeit mit Geflüchteten, sowohl im Hochschulbereich im speziellen als auch in der Gesellschaft im allgemeinen der letzten fünf Jahre behandeln. Die Geschichte, Ängste, Hoffnungen und Perspektiven der Flüchtlingsarbeit in Rostock und im Land Mecklenburg-Vorpommern stehen dabei im Mittelpunkt.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und Ihre vielfältigen Erfahrungen! Eine Anmeldung ist bis zum 15. Mai 2020 möglich.

Anmeldung

Wichtig: Der Veranstaltungsort ist barriefrei zugänglich. Sollten Sie zusätzliche Unterstützung benötigen, lassen Sie es uns gerne wissen. Sollten Sie für die Zeit der Konferenz eine Kinderbetreuung in Anspruch nehmen wollen, melden Sie sich auch gerne bei uns. E-Mail: konferenz.rih@uni-rostock.de

Hintergrundinformationen

Hintergrundinformationen

„Deutschland ist ein starkes Land. Das Motiv, mit dem wir an diese Dinge herangehen, muss sein: Wir haben so vieles geschafft – wir schaffen das!“ Als Angela Merkel am 31. August 2015 in der Bundespressekonferenz diesen Satz zu Protokoll gab, konnte sie nicht ahnen, dass dies ihr umstrittenster Ausspruch werden sollte, der bis heute das Land politisch und gesellschaftlich spaltet. Galt den einen „Wir schaffen das“ als Kernmotto einer neuen deutschen Willkommenskultur, sahen ihn andere als leichtfertige Verharmlosung eines komplexen Problems und geradezu als Einladung an Tausende Syrer und Afghanen, sich auf den Weg nach Deutschland zu machen. 

1,3 Millionen Geflüchtete kamen damals im „Flüchtlingsjahr“ 2015 in die Bundesrepublik. Allein im September und Oktober, auf dem Höhepunkt der sog. „Flüchtlingskrise“, beherbergte die Hansestadt Rostock etwa 26.000 Geflüchtete. In einer beeindruckenden Demonstration zivilgesellschaftlichen Engagements setzte sich eine große Zahl Rostocker Bürgerinnen und Bürger, viele von ihnen Studierende der Universität, unermüdlich und rund um die Uhr für das Wohl der Geflüchteten in der Hansestadt ein. Seit der Schließung der Balkanroute und anderen Maßnahmen hat sich die Zahl der Geflüchteten in den vergangenen zwei Jahren massiv reduziert; Flucht und der Umgang mit Geflüchteten zählen jedoch weiterhin zu den politisch brisantesten Themen und die Debatten, die sich darum ranken, sind der Hauptgrund für das Erstarken des Rechtpopulismus. 

Rostock versucht weiterhin, positive Zeichen zu setzen und gehörte zu den ersten Städten, die sich 2018 in einer gemeinsamen Erklärung als "Sichere Häfen" zur Aufnahme von aus Seenot geretteten Geflüchteten bereit erklärten. Mittlerweile haben sich rund 60 deutsche Städte der Erklärung angeschlossen. Die Universität hat ein umfassendes Serviceangebot für studieninteressierte Geflüchtete geschaffen und viele von ihnen in diverse Studiengänge aufgenommen. Grund zur Selbstzufriedenheit sollte dies jedoch nicht sein. Ein halbes Jahrzehnt nach Merkels prägendem Slogan bedarf es einer kritischen Bilanz des bisher Erreichten, aber auch der weiterhin bestehenden Herausforderungen.

Wie ist die gegenwärtige Situation von Flucht und Migration? Kann die Integration von Geflüchteten als gelungen gelten oder sind weiterhin deutliche Defizite auszumachen? In welchem Zusammenhang stehen die Dynamiken von Rechtspopulismus, Rechtsextremismus und rechter Gewalt mit den Debatten um Flucht und Asyl? Welche Strukturen wurden in Land und Stadt sowie im Hochschulbereich in Reaktion auf die Ereignisse und Entwicklungen seit 2015 geschaffen und inwieweit bedürfen diese der Konsolidierung und des weiteren Ausbaus? 
Dies sind einige der zentralen Fragen, mit denen sich die Flüchtlingskonferenz am 4. und 5. Juni 2020 beschäftigen wird. In einem Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit werden sich Vorträge, Workshops und eine Podiumsdiskussion mit einer breiten Palette an praxisbezogenen Themen rund um die Arbeit mit Geflüchteten in Mecklenburg-Vorpommern und vor allem in Rostock befassen. Ein kulturelles Rahmenprogramm, bestehend aus Filmabend und einer Fotoausstellung, wird die Diskussionen abrunden. 
 

Programmübersicht

Programmübersicht

Lassen Sie sich durch praxisorientierte Workshops, wissenschaftliche Beiträge, spanndende Vorträge und einer  Podiumsdiskussion zum Erfahrungsaustausch inspirieren. Vernetzen Sie sich mit Menschen der Flüchtlingsarbeit durch unsere Konferenz „5 Jahre – Wir schaffen das“.

Das ausführliche Programm mit allen Informationen können Sie hier einsehen.
Bitte beachten Sie, dass das Programm noch nicht final ist und daher stetig angepasst wird. Um auf dem aktuellen Stand zu bleiben, empfehlen wir Ihnen regelmäßig diese Webseite zu besuchen!

Rahmenprogramm

Rahmenprogramm

Am Rande der Konferenz wird die Fotoausstellung „5 Jahre neue Gesichter – Integrationsfacetten in Rostock“ gezeigt. Diese wurde durch die Mitwirkung von in Rostock lebenden Geflüchteten gestaltet. Wir freuen uns, dass sie uns auf diese Weise ihre Erfahrungen, Gefühle, und Perspektiven präsentieren und die Konferenz bereichern.

Darüber hinaus ist am Donnerstagabend, den 4. Juni, der Dokumentarfilm Als Paul über das Meer kam im Beisein von Regisseur Jakob Preuss zu sehen. Der Filmabend ist öffentlich und rundet unser vielfältiges Konferenzprogramm vom ersten Tag ab.

Der Film: Paul Nkamani hat sich aus seiner Heimat Kamerun durch die Sahara bis an die Küste Marokkos durchgeschlagen. Hier lernen sich Paul und Filmemacher Jakob Preuss kennen, der entlang Europas Außengrenzen auf Recherchereise ist. Kurz darauf ergattert Paul einen begehrten Platz auf einem Schlauchboot nach Europa, doch die Überfahrt nimmt einen tragischen Ausgang: Die Hälfte seiner Mitreisenden stirbt, Paul überlebt. Der Regisseur sieht die erschütternden Bilder der Rettung im Fernsehen und begibt sich auf die Suche nach Paul. Nachdem Paul bereits zwei Monate in Abschiebehaft verbracht hat, findet Jakob ihn endlich in einem spanischen Rote-Kreuz-Heim wieder. Als Paul aufgrund der Wirtschaftskrise in Spanien beschließt nach Deutschland zu reisen, muss Jakob sich entscheiden: Soll er Paul aktiv bei seinem Streben nach einem besseren Leben unterstützen oder in der Rolle des beobachtenden Filmemachers bleiben?

Viereinhalb Jahre nachdem Pauls Odyssee begonnen und er seine Mutter in Kamerun verlassen hat, zieht er zu Jakobs Eltern ins ehemalige Kinderzimmer des Regisseurs. Und doch bleibt seine Zukunft in Deutschland ungewiss…

Referent*innen
Prof. Dr. med. Wolfgang Schareck

Prof. Dr. med. Wolfgang Schareck

Prof. Wolfgang Schareck ist seit 2009 Rektor der Universität Rostock. Er wurde 1953 in Düsseldorf geboren. Der Gefäßchirurg studierte in Freiburg, ist seit 1987 Facharzt für Chirurgie und habilitierte sich 1992 in Tübingen. Seit 1994 gehört er der Medizinischen Fakultät der Universität Rostock an. Hier leitete er die Abteilung Allgemeine Thorax-, Gefäß- und Transplantationschirurgie. Er bekleidet den Lehrstuhl für Gefäß- und Transplantationschirurgie und führt seit 2003 den Arbeitsbereich Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf dem Gebiet der Transplantationsmedizin, wie zum Beispiel Pankreas- und Lebertransplantationen. 

An der Universität Rostock war Prof. Schareck bisher in vielen verschiedenen Gremien tätig. 2006 wurde er in den Senat gewählt, von 2004 bis 2008 war er Mitglied bzw. Präsident des Konzils. Er war Studiendekan und Mitglied des Fakultätsrats der Medizinischen Fakultät. 2008 wurde er zum Prorektor für Studium und Lehre gewählt.
 

Claus Ruhe Madsen

Claus Ruhe Madsen

Claus Ruhe Madsen ist seit September 2019 Oberbürgermeister der Hanse- und Universitätsstadt Rostock und zugleich erster ausländischer Oberbürgermeister einer deutschen Großstadt. Geboren und aufgewachsen in Dänemark ging er Anfang der 1990er Jahre für ein Auslandssemester ins Ruhrgebiet, wo er später zu arbeiten begann. Von 2013 bis 2019 war er Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Rostock. Claus Ruhe Madsen übernahm 2017 die Organisation der Hanse-Tour Sonnenschein, eines Fördervereins, bei dem Teilnehmer*innen durch Mecklenburg-Vorpommern radeln um Spenden für krebs- und chronisch kranke Kinder zu sammeln.

Prof. Dr. Meike Klettke

Prof. Dr. Meike Klettke

Meike Klettke ist Professorin der Informatik und seit April 2018 Prorektorin für Internationales, Gleichstellung und Vielfaltsmanagement der Universität Rostock. Zwischen 2016-2018) war sie stellvertretende Vorsitzende des Akademischen Senats der Universität. Prof. Klettke ist verantwortlich für das Studentische Mentoring an der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik für die Studiengänge Bachelor Informatik, Bachelor Wirtschaftsinformatik, Lehramt Informatik und Berufspädagogik Informationstechnik. 

Michael Paulus

Michael Paulus

Seit Anfang 2013 ist Michael Paulus Leiter des Rostock International House der Universität Rostock. Nach einem Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie an den Universitäten Bielefeld und FU Berlin ging Michael Paulus Anfang der Neunziger Jahre in die USA, wo er erst an der New York University studierte und unterrichtete sowie später das Kulturprogramm am Deutschen Haus at NYU betrieb und auch journalistisch und übersetzerisch tätig war. Trotz guter Verwurzelung ging er 2002 nach Hongkong und 5 Jahre später nach Seoul, Korea, wo er die jeweiligen DAAD Büros leitete und an der Hong Kong Baptist University wie auch an der Yonsei University (Seoul) in den Bereichen European Studies und German Studies unterrichtete.

Stefanie Drese

Stefanie Drese

Stefanie Drese ist seit November 2016 Ministerin für Soziales, Integration und Gleichstellung des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Bereits 2011 wurde sie in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern gewählt, wo sie bis 2016 stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion war.

Frau Drese studierte Rechtswissenschaften an der Universität Rostock (1995-2000) und arbeitete seit 2003 als Rechtsanwältin mit dem Schwerpunkt „Strafrecht“ in Bad Doberan.

Reem Alabali-Radovan

Reem Alabali-Radovan

Reem Alabali-Radovan ist seit 14. Januar 2020 die Integrationsbeauftragte der Landesregierung. Zuvor war sie die Leiterin des Büros der Landesintegrationsbeauftragten im Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung.

Ab 2015 arbeitete sie im Amt für Migration und Flüchtlingsangelegenheiten des Landesamtes für innere Verwaltung Mecklenburg-Vorpommern in der Erstaufnahmeeinrichtung Nostorf-Horst und der Außenstelle Schwerin/OT Stern Buchholz in verschiedenen Funktionen.

Von 2012 bis 2014 war Alabali-Radovan in Berlin wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Orient-Institut und Länderreferentin beim Nah- und Mittelost-Verein e.V. (NUMOV). Sie ist studierte Politikwissenschaftlerin (Abschluss 2013 an der Freien Universität Berlin) und spricht Arabisch, Englisch und Assyrisch.

Dr. Olaf Kleist

Dr. Olaf Kleist

Dr. J. Olaf Kleist ist Politikwissenschaftler am Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) mit dem Schwerpunkt Flucht- und Flüchtlingsforschung. Er war zuvor am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück, am Refugee Studies Centre der Universität Oxford und am Institute for Social Research an der Swinburne Universität in Melbourne. Er ist Gründer und Vorsitzender des Netzwerks Fluchtforschung und Mitherausgeber der Z’Flucht: Zeitschrift für Flucht- und Flüchtlingsforschung. Er hat zu ehrenamtlicher Flüchtlingsarbeit, Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften, Resettlement sowie dem Zusammenhang von Erinnerungs- und Migrationspolitik geforscht.

Prof. Dr. Ursula Birsl

Prof. Dr. Ursula Birsl

Prof. Dr. Ursula Birsl ist Diplom-Sozialwirtin und Professorin für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Demokratieforschung am Institut für Politikwissenschaft der Philipps-Universität Marburg. Aktuell ist sie Koordinatorin des BMBF-geförderten Projektverbundes „Mobilisierung und Radikalisierung zur Gewalt in der virtuellen und realen Welt – Ursachen, Verläufe und Gegenstrategien im Kontext der Debatte um Flucht und Asyl“ (PANDORA). Ihre Forschungsschwerpunkte sind international vergleichende Demokratie- und Autokratieforschung, Demokratie in der Migrationsgesellschaft sowie Rechtsextremismus und Gender.

Ausgewählte aktuelle Veröffentlichung: Die Demokratie und ihre Gegenbewegungen: eine kritische (Selbst-)Reflexion zu Begriffen und Referenzrahmen in der Rechtsextremismusforschung, in: Politische Vierteljahresschrift (PVS), Jg. 59, H. 2, 2018.

Christian Müller

Christian Müller

Christian Müller ist stellvertretender Generalsekretär des Deutschen Akademischen Austauschdienstes DAAD und Leiter des DAAD-Hauptstadtbüros in Berlin. Zuvor bekleidete er mehrere Posten im DAAD; zwischen 2014-2018 als Direktor der Abteilung Strategie, Leiter der DAAD-Außenstelle in Rio de Janeiro und des Deutschen Wissenschafts- und Innovations-hauses in Sao Paulo (2009-2014) sowie als Referatsleiter Koordination und Netzwerke der Arbeitsstelle internationales Hochschulmarketing (2002-2003).

Florian Fröhlich

Florian Fröhlich

Florian Fröhlich ist seit 2019 Sozialarbeiter in der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in der Satower Straße, welche vom Ökohaus e.V. betrieben wird. Zuvor arbeitete er zwei Jahre als Flüchtlingsberater im International House der Universität Rostock und von 2016 bis 2017 als Berater für Asylsuchende beim Flüchtlingsrat M-V mit Schwerpunkt auf Asylverfahren und Aufenthaltsrecht. Im Jahr 2015 gründete er die Initiative »Rostock hilft« mit, welche 2015/2016 ca. 35.000 Flüchtende in Rostock notversorgte, die sich auf dem Weg nach Skandinavien befanden.

Florian Fröhlich studierte von 2009 - 2016 Politikwissenschaften und Philosophie an der Universität Rostock. Während seines Studiums bekleidete er zahlreiche Ämter in der Studierendenvertretung und Studentischen Selbstverwaltung, u.a. als stellvertretender AStA-Vorsitzender oder Mitglied im Akademischen Senat und im Konzil.

Dr. Ahmed Maher Fakhouri

Dr. Ahmed Maher Fakhouri

Geboren am 27.04.1959 in Aleppo/Syrien, studierte Dr. Ahmed Maher Fakhouri Agrarwissenschaften an der Universität Aleppo. Von 1984 bis 1990 promovierte er an der Universität Rostock, wo er im April 1990 mit „magna cum laude“ abschloss. Seit 25 Jahren arbeitet Herr Fakhouri im Bereich der sprachlichen und beruflichen Integration von Zugewanderten in Mecklenburg - Vorpommern. Seit November 2011 leite er das IQ Landesnetzwerk Mecklenburg-Vorpommern. IQ steht für „Integration durch Qualifizierung“. Außerdem ist er Gründungs- und Vorstandsmitglied des Vereins „migra e.V.“, wo er ebenfalls beschäftigt ist.

Stephanie Nelles

Stephanie Nelles

Stephanie Nelles ist seit 2011 Integrationsbeauftragte der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. Zu den Aufgaben der Integrationsbeauftragten gehört u.a. das strategische Integrationsmanagment sowie die Netzwerkarbeit in Kommune, Land und Bund.

Ihre erste Berufserfahrung in der Arbeit mit Migrantinnen und Migranten sammelte sie als Sozialarbeiterin in Berlin-Neukölln (1989-1994) und später als Bewährungshelferin beim Bundesministerium für Justiz in Graz, Österreich (1994-2000). Zwischen 2002-2006 war Frau Nelles als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Akademischen Auslandsamt der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst in Göttingen.

Vor ihrer jetzigen Tätigkeit als Integrationsbeauftragte, war sie an der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock als wissenschaftliche Mitarbeiterin (2008-2011) tätig.

Prof. Dr. Wolfgang Muno

Prof. Dr. Wolfgang Muno

Prof. Dr. Wolfgang Muno studierte Politikwissenschaft, Ethnologie und öffentliches Recht in Mainz und Caracas. Nach dem Magisterexamen war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft der Universität Mainz, seit 2003 Lehrkraft für besondere Aufgaben. Von 2008 bis 2011 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in dem DFG-Forschungsprojekt „Rechtsstaat und informelle Institutionen in Lateinamerika und Osteuropa“ an der Universität Würzburg. Von 2011 bis 2013 vertrat er die Professur für Vergleichende Regierungslehre an der Staatswissenschaftlichen Fakultät und der Willy Brandt School of Public Policy der Universität Erfurt, 2014 bis 2016 die Professur für Internationale Beziehungen an der Zeppelin Universität und 2016 eine Professur für Vergleichende und internationale Politik an der Universität Koblenz-Landau (Campus Landau). 2015 habilitierte er sich in Mainz und ist seit 2018 Inhaber des Lehrstuhls für Vergleichende Regierungslehre an der Universität Rostock.

Er forschte in Latein- und Mittelamerika sowie Nordamerika und Asien, war Visiting Research Scholar der University of Texas at Austin sowie an der Johns Hopkins University, Washington D.C. und Visiting Fellow an der Universidad Torcuato Di Tella. Als Gastdozent lehrte er in Großbritannien (University of Wales), Schweden (Umeå), Norwegen (Kristiansand), Polen (Opole), Spanien (Valencia), China (Shanghai University of Political Science and Law) und Indien (Guru Nanak Dev University Amritsar, Punjabi University Patiala) zu Themen wie Entwicklung und Unterentwicklung, Demokratie und Populismus und Regionalismus in Lateinamerika.

Prof. Dr. Jörn Dosch

Prof. Dr. Jörn Dosch

Prof. Dr. Jörn Dosch ist seit 2013 Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Politik und Entwicklungszusammenarbeit und Prodekan der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät and der Universität Rostock. Zuvor hatte er Professuren an der University of Leeds (Großbritannien) und der australischen Monash University (Malaysia Campus) inne und hielt sich als Fulbright-Wissenschaftler an der Stanford University in den USA auf. Er promovierte und habilitierte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Prof. Dosch hat sich in der Lehre und in etlichen Publikationen mit den Themenkomplexen Minderheiten, Migration und Flucht beschäftigt und mehrere Programme und Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit evaluiert, die u.a. auf diese Bereiche ausgerichtet sind.

Dr. Markus Wachowski

Dr. Markus Wachowski

Dr. Markus Wachowski leitet seit Juni 2018 das akademische Programm der Kiron Open Higher Education. Zuvor war er von 2013 bis 2018 akademischer Direktor des MA Intellectual Encounters of the Islamicate World. In seiner Rolle war er für die Entwicklung, Kontrolle und Koordination des akademischen Programms und dessen Umsetzung sowie für die strategische Positionierung des Programms innerhalb der internationalen akademischen Landschaft verantwortlich.

Dr. Tobias Ernst

Dr. Tobias Ernst

Anfang 2018 übernahm Dr. Tobias Ernst den Vorsitz der Geschäftsführung der Kiron Open Higher Education gGmbH. Er hat langjährige intersektorale Arbeits- und Führungserfahrung im öffentlichen und sozialen Sektor, insbesondere im Bildungsbereich. Der promovierte Jurist war von 2004 – 2009 als Projektmanager und Projektleiter in der Bertelsmann Stiftung tätig, später als Prokurist bei PricewaterhouseCoopers. Ab 2014 verantwortete Dr. Tobias Ernst für die Bildungsorganisation Teach First Deutschland als Bereichsleiter und stellvertretender Geschäftsführer die Geschäfts- und Organisationsentwicklung.

Julia Reichart

Julia Reichart

Pro Bleiberecht ist eine antirassistische Initiative, die sich mv-weit für die Rechte der Asylsuchenden einsetzt. Ein besonderer Fokus liegt auf monatlichen Mahnwachen vor der Erstaufnahmestelle Nostorf-Horst, in der die Asylrechtsverschärfungen der letzten Jahre besonders deutlich zu Tage treten. Für die Initiative spricht Julia Reichart.

Prof. Dr. Thusnelda Tivig

Prof. Dr. Thusnelda Tivig

Prof. Dr. Thusnelda Tivig ist Inhaberin des Lehrstuhls Wachstum und Konjunktur an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät. Nachdem sie sich sich1993 an der Universität Erlangen-Nürnberg für das Fach Volkswirtschaftslehre habilitierte, wurde sie 1995 als Professorin für Volkswirtschaftslehre an die Universität Rostock berufen. Von 2002 bis 2004 war sie Prorektorin für Personalentwicklung und Internationales. Seit 2015 leitet sie das Akademische Integrationsprojekt für Geflüchtete aus Syrien. Dieses beinhaltet die intensive akademische Förderung einer Gruppe junger Syrer*innen. Während es sich in den ersten drei Jahren ausschließlich um Geflüchtete handelte, werden inzwischen vereinzelt auch Personen mit anderem Status betreut.

Prof. Dr. Bettina Eichler-Löbermann

Prof. Dr. Bettina Eichler-Löbermann

Apl. Prof. Dr. habil. Bettina Eichler-Löbermann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Pflanzenbau der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät an der Universität Rostock. Von 2013 bis 2018 war sie Prorektorin für Internationales, Gleichstellung und Vielfaltsmanagement.

Cornelia Kirsten

Cornelia Kirsten

Cornelia Kirsten ist seit einigen Jahren Leiterin des Lektorats Englisch am Sprachenzentrum der Universität Rostock, wo sie seit 2006 Englisch für Fachsprachen auf C1 Niveau (aktuell Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften) unterrichtet. Ihre zweite Unterrichtssprache ist Spanisch (meist A1 bis B1). Seit einiger Zeit baut sie als interkulturelle Trainerin den neuen Kompetenzbereich „Interkulturelle Kommunikation“ am Sprachenzentrum aus. Jahrelange Erfahrung in ehrenamtlicher Tätigkeit mit Geflüchteten und eine offene Haltung aus Überzeugung machen diese Aufgabe für Cornelia Kirsten zur Herzensangelegenheit. Sie ist Diplom-Pädagogin, Mediatorin und Coach in Ausbildung. Ihre große Leidenschaft ist es, den Kontakt zwischen Menschen diverser Hintergründe zu fördern und positiv zu gestalten.

Dr. Barbara Amling

Dr. Barbara Amling

Dr. Barbara Amling ist seit 2001 Leiterin des Sprachenzentrums an der Universität Rostock und Mitarbeiterin im Lektorat Englisch. Sie ist Dipl.-Sprachmittlerin für Russisch und Englisch und promovierte sich 1985 zu einer Fragestellung des maschinellen Übersetzens. An der Universität Rostock wirkte sie mit u.a. an Projekten wie DaF für studieninteressierte Geflüchtete mit.

Adnan Harb

Adnan Harb

Adnan Harb ist Bildungsberater und Geschäftsführer des Vereins Study in Germany, Rostock. Dieser ist eine Vereinigung von Akademiker*innen der Universitäts - und Hansestadt Rostock, die es sich zum Ziel gemacht haben, internationale Studienbewerber*innen für den Studienort Deutschland zu interessieren und ein Studium in Deutschland attraktiv zu machen.

Hendrikje Paarmann

Hendrikje Paarmann

Mandy Walker

Mandy Walker

Seit 2016 gibt Mandy Walker Deutschkurse für Geflüchtete (B1 – C1.2) am Sprachenzentrum der Universität Rostock. Zuvor arbeitete sie u.a. von 2011 bis 2016 als freiberufliche Dozentin in Integrationskursen bei diversen Integrationskursträgern in Rostock und Umgebung (A1 – B1.1). Sie studierte an der Universität Bayreuth Afrikanistik, Deutsch als Fremdsprache sowie Islamwissenschaft und war bereits währenddessen Deutschdozentin für das Institut für Interkulturelle Kommunikation Bayreuth und der Sommeruniversität Bayreuth. Für ein Praktikum am Goethe Institut und der Recherche zu ihrer Magisterarbeit hat sie zwei Auslandssemester in Togo, Westafrika, absolviert. 

Lukas Brück

Lukas Brück

Lukas Brück (MA, Universitäten von Amsterdam, Barcelona, Malta und Oslo) erforscht die Integration von Flüchtlingen in Deutschland und in Entwicklungsländern. Derzeit ist er als Berater für die Abteilung Education, Skills and Employment (ESE) bei der GFA Consulting Group GmbH in Hamburg tätig, zuvor arbeitete er unter anderem für die Robert-Bosch-Stiftung in Stuttgart. Im Jahr 2015 war er International Visiting Scholar an der George Washington University und davor als gewählter Stadtrat in Süddeutschland tätig, wo er eine ehrenamtlich geführte Sprachvorbereitungsschule für Flüchtlinge initiierte.

Abedallah Abuhawa

Abedallah Abuhawa

Abedallah Abuhawa absolvierte das Studium der Rechtswissenschaft in Damaskus. Momentan studiert er Soziale Arbeit im vierten Semester an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg. Dort koordiniert er die studentische Initiative "Bunte Hände", welcher mittlerweile mehr als 70 geflüchteten, internationalen und deutschen Studierenden angehören.

Organisator*innen

Die Universität Rostock, vertreten durch das Rostock International House, organisiert die zweitägige Konferenz. Sie steht unter der Schirmherrschaft  des Rektors und der Prorektorin für Internationales, Gleichstellung und Vielfaltsmanagement der Universität Rostock.
 

Wissenschaftliche Leitung der Konferenz

Prof. Dr. Jörn Dosch
Prof. Dr. Wolfgang Muno
 

Organisationsteam

Michael Paulus
Dr. Uta Buttkewitz
Abdelrahman Fatoum
Eva Nahrstedt
Christin Zimmer
Karolin Hansen
 

Kontakt

Abdelrahman Fatoum, M.Sc.
Flüchtlingsangelegenheiten, Veranstaltungen und Sonderprojekte

E-Mail: abdelrahman.fatoum(at)uni-rostock.de
Tel.: +49 (0) 381 498 1702

Dr. Uta Buttkewitz
Koordinatorin Willkommenskultur

E-Mail: uta.buttkewitz(at)uni-rostock.de
Tel.: +49 (0) 381 498 1212