MARE BALTICUM WINTER SCHOOL: Sicherheit


Datum: 12.-14.11.2019

Zeit: 9:00 Uhr

Referent: Dr. Daniel Pauling

Teilnehmerzahl: 12 - 15

Ort: Seminarraum 113, Albert-Einstein-Str. 21

Sprache: Deutsch

Zielgruppe: Doktoranden und Postdocs aller Fakultäten mit Interesse an interdisziplinärer Projektplanung und Sicherheit als Forschungsgegenstand

Teilnahmegebühr: kostenlos

Themenfelder:

  • Sicherheit: Interdisziplinärer Austausch über Zugänge und Umgang mit dem Thema
  • Wie konzipiere und entwickle ich Ideen für Forschungsprojekte?
  • Wie und wo beantrage ich Fördergelder?
  • Interdisziplinäre Kollaboration

Programmüberblick:

12.11.2019: Projektpartner finden und Projektideen entwickeln

09:00 - 09:30: Eröffnung und Begrüßung

09:45 - 12:00: Gemeinsamer Workshop

13:00 - 16:30: Arbeit in Interessengruppen

16:30 - 17:00: Präsentationen der Projektideen

13.11.2019: Fördermittel, kollaborative Projektkonzeption und -antragstellung

09:00 - 12:00: Der Förderdschungel

13:00 - 17:00: Vom Förderdschungel zum erfolgreichen Projektantrag

19:00 - 20:30: Öffentlicher Abendvortrag: "Wie Werte sich wandeln: (Un)Sicherheit in der griechischen Antike"

14.11.2019: Präsentation von Projektideen und Reflektion interdisziplinärer Kooperationen

09:00 - 10:00: Präsentationsvorbereitung in den Interessengruppen

10:15 - 12:00: Sitzung der Gutachterkommission

13:00 - 14:30: Gemeinsamer Workshop

14:45 - 15:30: Abschluss

 

 

Workshopbeschreibung: 

Sicherheit ist ein bewegendes Element in allen Bereichen des alltäglichen Lebens, wie auch des akademischen Alltags und der Forschung. In den Sozialwissenschaften spricht man von einem seit der Mitte des vergangenen Jahrhunderts anhaltenden Prozess der “Securitisation”, d.h. der “Versicherheitlichung” immer weiterer Felder des menschlichen Lebens und Zusammenlebens. In den historischen Fächern steht der Umgang mit Sicherheit in anderen Kulturkreisen im Zentrum des Interesses. Auch in den Ingenieurswissenschaften und den theoretischen Naturwissenschaften hat das Thema selbstverständlich alltägliche Relevanz, sei es bei der Abschätzung von Berechnungen und deren Präzision, der nachhaltigen Sicherheit von Daten oder der technischen Sicherheit von entwickelten Produkten. Dazu kommen unzählige übertragene Bedeutungen des Themas – da kann man ganz sicher sein.

Dieses breite Feld von Verwendungsformen und Bedeutungen der Sicherheit will die Winter School zum Ausgangspunkt nehmen. Die Teilnehmenden werden sich über ihren je fachspezifischen Umgang mit dem Thema austauschen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede ihrer methodischen Reflexion von Sicherheit erkennen. Auf den methodischen und durch Fachinteressen bedingten Schnittpunkten werden sie aufbauen und gemeinsam interdisziplinäre Konzepte für Forschungsprojekte zum Thema Sicherheit entwickeln, die idealerweise zu einer tatsächlichen Umsetzung führen.

Der thematische Zugang ist jedoch nur der Ausgangspunkt der Winter School, die gemeinsame Basis der Teilnehmenden und des leitenden Fellows. Im Rahmen der Nachwuchsförderung stehen grundlegendere Fähigkeiten im Zentrum: Die Winter School wird eine Weiterbildung in der Entwicklung und Beantragung interdisziplinärer Forschungsvorhaben bieten. Die Teilnehmenden sollen für ihre eigenständige akademische Karriere in der PhD- und PostDoc-Phase gestärkt werden. Sie erhalten die Möglichkeit, sich über Disziplinengrenzen hinweg auszutauschen, wie es von Geldgebern wie DFG und ERC erwartet wird. Die Teilnehmenden sammeln dabei Erfahrungen in der Vermittlung fachinterner Besonderheiten sowie in der Suche nach interdisziplinären Schnittmengen und wechselseitigen Ergänzungsmöglichkeiten der verschiedenen Disziplinen. Vor allem sollen sie sich darin üben, schnell und effektiv Forschungsvorhaben zu entwerfen, zu pitchen, Fördermittel auszuwählen, Antragstexte zu verfassen und diese zu präsentieren. Um diese Ziele zu erfüllen, werden mehrere, aufeinander aufbauende Module zur Antragsplanung, zur schriftlichen und rhetorischen Präsentation und zum diskursiven Austausch über Fördererfahrungen einbezogen.

Die Teilnehmenden werden interdisziplinär und international erfahrener aus der Winter School gehen und können sich in der Drittmittelförderlandschaft orientieren und behaupten.

 

Informationen zum Referenten

Daniel Pauling earned a doctorate with a thesis on “Asphaleia: The Evolution and Discourse of Notions of Security in Archaic and Classical Greece“ (http://dx.doi.org/10.25368/2018.2) at Dresden Technical University were he studied Computer Sciences, Philosophy, and Classics. Since 2009 he has worked in several interdisciplinary research projects in the wider field of Classics, drafted research proposals for these and several others, and acquired professional competence in project development and maintenance, mediation and moderation. At the University of Rostock he was employed at the chair for New Testament Studies to support Prof. Al-Suadi in drafting research proposals.