Promotionsstipendien-programm

Promotionsstipendien-programm

"Unsere besten Master in Rostock"

Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses schreibt die Universität Rostock ein eigenes Promotionsstipendienprogramm aus. Ziel des Programms ist es, Masterabsolventinnen und Masterabsolventen mit herausragenden Studien- und Prüfungsleistungen den direkten Einstieg in eine wissenschaftliche Karriere am Standort Rostock zu ermöglichen und sie während der Qualifizierungsphase optimal zu unterstützen.

Verteilungsschlüssel zur Ausschreibung 2018

Einrichtung Anzahl
Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät 1
Fakultät für Informatik und Elektrotechnik 1
Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik 1
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät 3
Philosophische Fakultät 1
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät/Juristische Fakultät 1
Universitätsmedizin 1

Was wird gefördert?

Finanziert werden Promotionen an der Universität Rostock, die von einem Mitglied der Universität Rostock betreut werden. Vorbehaltlich der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel werden pro Jahr insgesamt bis zu neun Promotionsstipendien vergeben. Es besteht kein Anspruch auf Förderung.

Wer wird gefördert?

Gefördert werden ausschließlich Absolventinnen und Absolventen, die als Jahrgangsbeste oder Jahrgangsbester ein Masterstudium an der Universität Rostock abgeschlossen haben (beste Abschlussnote) und die Umsetzung eines Promotionsvorhabens anstreben. Das Promotionsthema ist frei wählbar. Unter den zur Förderung Berechtigten werden neun verfügbaren Stipendien nach Maßgabe eines durch das Rektorat zu beschließenden Verteilungsschlüssels, mit dem die Stipendien auf die Fakultäten verteilt werden, und aufgrund einer Vergabeempfehlung der jeweils betroffenen Fakultät vergeben.

Dauer und Umfang der Förderung:

  • Regelförderdauer: 42 Monate (nach erfolgreicher Zwischenevaluation)
  • Stipendienhöhe: 1.500 € (ohne Sachkostenzuschuss)
  • Eine Unterbrechung durch Elternschaft oder Pflege von Familienangehörigen ist möglich – bei entsprechenden Voraussetzungen wird ein Familienzuschlag in Höhe von 150,- € für jedes erste Kind und 100,- € für jedes weitere Kind im Monat gezahlt.
  • Stipendiatinnen und Stipendiaten des Programms „Unsere besten Master in Rostock“ sind automatisch Mitglieder der Graduiertenakademie und profitieren von den Förder- und Vernetzungsangeboten der Akademie.
  • Wenn für die Durchführung des Promotionsvorhabens ein längerer Auslandsaufenthalt notwendig ist, kann das Stipendium zu diesem Zweck mit einem Aufstockungsstipendium des DAAD ergänzt werden. Das Aufstockungsstipendium ist gesondert zu beantragen.
  • Die Gewährung eines Stipendiums steht unter Vorbehalt und ist abhängig von der Verfügbarkeit der zugesagten Fördermittel der Universität Rostock. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ein rechtlicher Anspruch auf Gewährung einer Förderung besteht nicht.

Verfahren und Förderkriterien

Die Ausschreibung der Promotionsstipendien erfolgt einmal jährlich jeweils zum Ende des Sommersemesters.

Das Rektorat beschließt jährlich im Vorfeld der Ausschreibung, in welcher Höhe Mittel für das Promotionsstipendienprogramm der Universität Rostock zur Verfügung gestellt werden und wie sich die Gesamtzahl der Stipendien auf die einzelnen Fakultäten der Universität Rostock verteilt.

Bis zum 15.10. eines jeden Jahres melden die Fakultäten die Jahrgangsbesten der einzelnen Masterstudiengänge (beste Abschlussnote) an die Hochschulleitung. Für den Fall, dass die beste Abschlussnote mehrfach vergeben wurde, sollen die Fakultäten in eigener Verantwortung Hilfskriterien zur Bestimmung der/des besten Absolventin bzw. Absolventen bestimmen und anwenden.

Die Jahrgangsbesten erhalten daraufhin ein Anschreiben von der Rektorin/vom Rektor mit der Bitte um Rückmeldung bis zum 31.10.2018. Die Rückmeldungen der Absolventinnen und Absolventen werden an die Fakultäten weitergeben.

Die Fakultäten wählen entsprechend der Zahl der ihnen zugewiesenen Stipendien aus den Interessentinnen und Interessenten die Person(en) für eine Promotion aus, die ein Promotionsstipendium erhalten soll(en). Die Entscheidungen der Fakultäten werden an die Hochschulleitung mit der Bitte um Zustimmung weitergeleitet. Die von den Fakultäten benannten Interessentinnen und Interessenten erhalten ein Angebot für ein Promotionsstipendium. Alle anderen erhalten gleichzeitig eine Absage, welche grundsätzlich nicht begründet wird. Ein Nachrücken im Falle der Ablehnung durch die/den ausgewählten Interessentinnen oder Interessenten ist nicht vorgesehen.

Zeitschiene

bis zum 15.10. p. a.: Meldung der Jahrgangsbesten mit Abschlussnote an die Hochschulleitung
bis zum 20.10. p. a.: Anschreiben des Rektors an die Absolventin/den Absolventen
bis zum 05.11. p. a.: Rückmeldung der Absolventinnen und Absolventen an die Hochschulleitung
bis zum 20.11. p. a.: Auswahl der Fakultäten
bis zum 05.12. p. a.: Angebot der Hochschulleitung an die ausgewählten Interessentinnen und Inetressenten
bis zum 31.12. p. a.: Vorbereitung des Promotionsvorhabens (Zulassung, Betreuungsnachweis, Betreuungsvereinbarung)
ab 01.01. p. a.: Förderbeginn

Einzureichende Unterlagen

Ausgefüllte und unterschriebene Interessensbekundung der Absolventinnen und Absolventen.
Für die Interessensbekundung ist das Formblatt zu verwenden und mit den dort geforderten Unterlagen (tabellarischer Lebenslauf; Hochschulabschlusszeugnis, ggf. weitere Nachweise von Studien-, Prüfungs- und/oder anderen wissenschaftlichen Leistungen) zu ergänzen. 

Die Unterlagen sind in elektronischer Form (möglichst im pdf-Format) per E-Mail an promotionsstipendien(at)uni-rostock(dot)de zu senden.

Voraussetzungen zur Vergabe der Stipendien

Weitergabe der Antragsunterlagen/Veröffentlichung der Förderung

Die von den Absolventinnen und Absolventen eingereichten Unterlagen werden innerhalb der beteiligten Entscheidungsgremien weitergegeben. Die Geförderten erklären sich ausdrücklich mit einer Nennung ihres Namens und ihres Forschungsthemas im Rahmen der Berichterstattung über das Promotionsstipendienprogramm einverstanden. Dazu zählt bspw. die Erwähnung auf der Homepage der Hochschule und in sonstigen Presseartikeln.

Mit der Einreichung eines Antrags erklären sich die Absolventinnen und Absolventen verbindlich mit den genannten Förderkriterien einverstanden. Es steht ihnen jederzeit frei, ihren Antrag zurückzuziehen bzw. eine Förderung abzubrechen oder zurückzugeben. Ein solcher Rücktritt muss schriftlich gegenüber der Hochschulleitung erfolgen.

Die Absolventinnen und Absolventen schließen einen Stipendienvertrag auf Grundlage der Satzung der Universität Rostock für die Vergabe von Graduiertenstipendien und Forschungsstipendien vom 16. Juni 2017 mit der Universität Rostock ab. Erst die beiderseitige Unterzeichnung der Stipendienvereinbarung stellt eine Zusage zum Erhalt der Förderung dar. Damit ist der Abschluss einer Stipendienvereinbarung zwischen der Antragstellerin/dem Antragsteller und der Universität Rostock verbindliche Voraussetzung zum Erhalt eines Stipendiums/einer Förderung.

Im Rahmen der Stipendienvereinbarung ist zu berücksichtigen

Zahlungszeitraum

Das Stipendium wird zum 01. des jeweiligen Monats auf das im Förderfall anzugebende Konto überwiesen. Um das Promotionsstipendium antreten zu können, müssen die ausgewählten Absolventinnen und Absolventen:

  • zur Promotion an der Universität Rostock zugelassen sein
  • durch eine Professoin/ einen Professor oder Hochschuldozentin/ Hochschuldozenten der Universität Rostock wissenschaftlich betreut werden und mit der Betreuerin/dem Betreuer eine Betreuungsvereinbarung nach den Empfehlungen der DFG abschließen (siehe Muster der Graduiertenakademie)

Wird auf der Grundlage fälschlich gemachter Angaben eine Förderzusage erwirkt, kann der Stipendienvertrag unverzüglich seitens der Universität Rostock gekündigt werden. Die bis dahin gezahlten Beträge sind innerhalb von drei Monaten vollständig zurück zu zahlen. Auch grob fahrlässiges Verhalten, das den Abschluss des Qualifizierungsvorhabens gefährdet, führt zum vorzeitigen Abbruch der Förderung.

Die abzuschließende Stipendienvereinbarung umfasst auch die Verpflichtung der Geförderten zur Teilnahme an der Evaluation des Programms sowie zur Berichterstattung.

a) Zwischenevaluation:

Die Zwischenevaluation zur Verlängerung des Stipendiums erfolgt im Fördermonat 23 (8 Wochen vor Ablauf der Förderung) unter Abgabe eines Arbeitsberichtes, aus dem sich der sachliche und zeitliche Verlauf der bisherigen Arbeit und ein Arbeits- und Zeitplan für die Lösung noch offener Probleme ergeben. Die Betreuerin / der Betreuer des Vorhabens gibt zum Arbeitsbericht eine schriftliche Stellungnahme ab, in der die bisher erbrachte Leistung bewertet und die Durchführbarkeit innerhalb der Regelförderdauer (42 Monate) eingeschätzt wird.

Vorgaben Arbeitsbericht:

  • Umfang ca. 5-10 Seiten
  • Der Bericht soll selbsterklärend sein
  • Gliederung:
  1. Einführung in das Thema/ Zielstellung des Vorhabens (maximal 1 Seite)
  2. Darstellung der bisherigen Ergebnisse in Gegenüberstellung zur Planung/der Konzeption im ursprünglichen Antrag
  3. Begründung/ Diskussion der Abweichungen zum ursprünglichen Plan
  4. Zeit- und Arbeitsplan als Balkenplan (ursprünglicher Arbeitsplan sowie Veränderungen)
  5. Veröffentlichungen

Nach einer erfolgreichen Zwischenevaluation wird das Stipendium für weitere 18 Monate gewährt. Die Feststellung, ob die Qualifikation der Promovendin/ des Promovenden und die Förderungswürdigkeit ihres/ seines Vorhabens vorliegen, trifft die Hochschulleitung mit Unterstützung der Vergabekommission zur Landesgraduiertenförderung unter Mitwirkung der zuständigen Fakultäten.

b) Berichts- und Auskunftspflichten nach dem Auslaufen der Förderung:

Nach Beendigung der Förderung hat die Stipendiatin / der Stipendiat der Hochschulleitung spätestens einen Monat nach Auslaufen der Förderung eine schriftliche Bestätigung des Fachbereichs darüber vorzulegen, dass sie oder er die wissenschaftliche eingereicht hat.

Kann die Stipendiatin/ der Stipendiat die Arbeit nicht einreichen, so hat sie/ er die Gründe hierfür darzulegen und sich zum beabsichtigten Fortgang der Arbeit zu äußern. In diesem Fall hat die Stipendiatin/ der Stipendiat bis zur Einreichung der Arbeit, höchstens aber bis zum Ablauf von drei Jahren nach Abschluss der Förderung, jährlich der Hochschulleitung zu einem von ihr festgesetzten Termin schriftlich über den Stand der Arbeit zu berichten. Die Betreuerin/ der Betreuerin des wissenschaftlichen Vorhabens nehmen zu den Berichten jeweils Stellung.

Kommt die Stipendiatin / der Stipendiat ihrer / seiner Berichtspflicht nicht nach, kann die Hochschulleitung das Stipendium ganz oder teilweise zurückfordern.

Kontakt

Corina Reinheckel

Referentin des Prorektors für Forschung und Wissenstransfer
Leiterin der Graduiertenakademie

Universitätsplatz 1
18055 Rostock
Tel: +49 381 498-1022


N.N.

Referat Forschung und Wissenstransfer