MINT[UR] - Mentoring für Frauen in der Studienausgangsphase.

Was ist MINT[UR]-Mentoring?

Im MINT-Bereich sind Frauen heute immer noch unterrepräsentiert. An der Universität Rostock zeigt sich dies besonders in den Fächern der Fakultäten für Elektrotechnik & Informatik sowie Maschinenbau & Schiffstechnik und der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät. 

Im Rahmen des Mentoring-Programms wird die Vernetzung von Frauen unterschiedlicher Qualifizierungsstufen der Studienausgangsphase ermöglicht. Während der Treffen steht die Auseinandersetzung mit verschiedenen Zukunftsperspektiven sowie geschlechterbedingten Barrieren und Problemen im Mittelpunkt. Darüber hinaus ist das Kennenlernen von Role Models und eine Weiterentwicklung der "Soft Skills" der Teilnehmerinnen Ziel von MINT[UR]-Mentoring.

Was beinhaltet Mentoring?

Mentoring ist ein vielschichtiger, wechselseitiger Prozess, in dem eine erfahrene Person ihr Wissen und ihre Erfahrungen an eine weniger erfahrene Person weitergibt. Dies dient der beidseitigen Weiterentwicklung professioneller, sozialer und persönlicher Kompetenzen und unterstützt somit die Persönlichkeitsentwicklung und Selbstreflexion der Teilnehmenden. Das macht Mentoring-Programme zu einem gezielten Instrument der Nachwuchsförderung.

Hauptziel von Mentoring ist jedoch die persönliche und professionelle Weiterentwicklung der Mentee. Das Mentorat soll sie in ihrer persönlichen und karrierebezogenen Entwicklung unterstützen, indem die Mentorin ihr informelles Wissen, Erfahrungen sowie Tipps weitergibt und sie sowohl bei der Laufbahnplanung als auch anhand von persönlichem Feedback berät. Im Gegenzug basieren die Tandem-Treffen zum großen Teil auf dem Engagement der Mentees.

Merkmale von Mentoring

1. Mentoring findet außerhalb abhängiger Beziehungen statt.

2. Die Dauer einer Mentoring-Beziehung ist zeitlich begrenzt. Währenddessen findet ein regelmäßiger Kontakt statt.

3. Mentoring ist altersunabhängig, auch wenn die Mentorinnen in der Regel älter sind als die Mentees.

4. Mentoring ist ein wechselseitiger Prozess, in dem beide Seiten persönlich und beruflich profitieren können.

5. Die Programmstruktur und das Bestehen von Förderbeziehungen im Mentoring sind sichtbar und transparent.

6. Die Voraussetzungen für Mentoring sind Freiwilligkeit, gegenseitiges Wohlwollen, Respekt und Vertrauen.

7. Mentoring ist keine professionelle Beratung und kann diese auch nicht ersetzen.

Warum speziell für Frauen?

Bei diesem fächerübergreifenden Mentoring-Programm für Frauen in der Studienausgangsphase an der Universität Rostock handelt es sich um eine geschlechtergerechte Nachwuchsförderung im Kontext der männlich-dominierten Fächer des MINT-Bereiches. Es richtet sich daher speziell an Studentinnen, um ihnen einen Raum zu geben, sich gegenseitig auszutauschen, (geschlechtsbezogene) Probleme im Studium in einem sensiblen Rahmen zu besprechen, gemeinsam zu lernen und zu experimentieren, um neue Fähigkeiten und Kompetenzen zu entwickeln sowie weibliche Role Models aus dem MINT-Bereich sichtbar zu machen. Geschlecht als Diversity-Dimension ist eine wichtige Ordnungskategorie, die unser Leben strukturiert. Vor diesem Hintergrund will das Mentoring-Programm auch versuchen, die Teilnehmerinnen diesbezüglich zu sensibilisieren.

Bei Fragen kannst du dich jederzeit an die Projektkoordination wenden!

Karolin Hansen
Universitätsplatz 1  I  UG 013  I  18055 Rostock
E-Mail:minturuni-rostockde   l  Tel.: +49 381 / 498-13 13