Feierliche Übergabe der Promotions- und Habilitationsurkunden in der Rostocker Universitätskirche

Professor Klaus-Peter Schmitz informiert Dr. Sebastian Kaule während des weltgrößten Kardiologie-Kongresses in San Francisco, dass er ausgewählt wurde, die Festansprache bei der Übergabe der Promotions- und Habilitationsurkunden in der Universitätskirche am 10. Januar 2020 halten zu dürfen.
Professor Klaus-Peter Schmitz (v.l.) informiert Dr. Sebastian Kaule (v.r.) während des weltgrößten Kardiologie-Kongresses in San Francisco, dass er ausgewählt wurde, die Festansprache bei der Übergabe der Promotions- und Habilitationsurkunden in der Universitätskirche am 10. Januar 2020 halten zu dürfen. (Foto: privat).

Dem gebürtigen Crivitzer Sebastian Kaule wird diese Ehre zuteil. Er wird über die Zusammenarbeit der verschiedenen Teilbereiche der Medizintechnik sprechen. In seiner Doktorarbeit hat sich Sebastian Kaule, ein ehemaliger Leistungssportler im Segeln, der sich auch hier an die Spitze gearbeitet hat, mit Prüfmethoden für Herzklappenprothesen auseinandergesetzt und neue Methoden erforscht. Der rasanten Entwicklung neuer Implantgenerationen konnten die Prüfmethoden nicht folgen. Kaule hat deshalb gemeinsam mit der Rostocker Kardiologie und Anatomie Modelle entwickelt, um die Prüfmethoden anhand der Anatomie von Patienten zeitgemäß weiterzuentwickeln.

„Diese Interdisziplinarität und enge Zusammenarbeit ist ganz besonders spürbar bei der Bearbeitung so hochspannender Themen wie Stents für die Herzkranzgefäße oder Herzklappenprothesen“, wird der 32-Jährige am Freitag sagen. „Nur in enger Zusammenarbeit von Technik-, Natur- und Medizinwissenschaften können wir diese Implantate verbessern und den Patienten helfen“. Vor diesem Hintergrund hat sich in Rostock ein Medizintechnik-Cluster gebildet, der sich aus dem Institut für ImplantatTechnologie und Biomaterialien e.V. als An-Institut der Universität unter der Leitung von Professor Klaus-Peter Schmitz, dem Institut für Biomedizinische Technik unter der Leitung von Professor Niels Grabow und der international leistungsstarken Abteilung für Kardiologie der Universitätsmedizin Rostock unter der Leitung von Professor Hüseyin Ince und Priv. Doz. Dr. Alper Öner zusammensetzt.

„Auf einer Dienstreise zur weltgrößten Kardiologietagung in San Francisco erfuhr ich, dass ich den Festvortrag halten darf“, sagt der 32-Jährige, der an der Universität Rostock Biomedizinische Technik studierte, für die Masterarbeit Praxisluft bei Biotronik in Berlin schnupperte und am Institut für ImplantatTechnologie und Biomaterialien seine Doktorarbeit mit Summa cum laude, also Auszeichnung, abschloss.

Dass er promoviert habe, habe er vor allem seinem Doktor-Vater, Professor Klaus-Peter Schmitz zu verdanken. Der habe ihn motiviert, zu forschen. Und Sebastian Kaule, fügt an: „Unsere Universität kann stolz darauf sein, dass sie sowohl eine altehrwürdige Medizinische Fakultät, als auch eine ingenieurwissenschaftliche Fakultät unter sich vereint. Dadurch hat sie, nicht nur aus der Sicht der Biomedizinischen Technik, eine besonders wertvolle Gesamtstruktur geschaffen“.

Rektor Wolfgang Schareck dankt allen Promovenden sowie allen Habilitanden für ihren wissenschaftlichen Ehrgeiz, ihr Engagement und ihre Ausdauer. Er sagt: „Promotionen und Habilitationen sind sowohl für unsere Studenten als auch Absolventen quasi eine Adelung großartiger Erfolge“. Der Rektor weiter: „Für die Universität ist die Promotion, der Beginn einer wissenschaftlichen Laufbahn, die wir schon für den eigenen Nachwuchs fördern möchten.“ Daher hat die Universität Rostock ein eigenes Promotionsstipendienprogramm ausgeschrieben. Die Regelförderdauer des Programms „Unsere Besten promovieren in Rostock“ beträgt 42 Monate. Monatlich erhalten die Stipendiaten 1.500 Euro. Im letzten Jahr wurden sechs Promovierende gefördert, in diesem Jahr sind es neun.

Eine wichtige Struktur für die wissenschaftliche Qualifikation sei die Graduiertenakademie, hebt der Rektor hervor. Sie vertritt die Interessen der Nachwuchsforschenden in den Gremien, fördert inter- und transdisziplinäre Dialoge und vermittelt weitere Qualifikationen (soft skills) für die Karriere. „Mir ist wichtig, dass im Sinne der Gleichstellung die Unterstützung für Promovendinnen mit der Dissertation nicht endet, sondern fortgesetzt wird in Richtung Habilitation oder Juniorprofessur“, sagt Professor Schareck. Hier ist die Universität im Rahmen des Professorinnenprogramms bereits seit 2009 erfolgreich.

 

Kontakt:
Dr.-Ing. Sebastian Kaule
Universität Rostock
Institut für ImplantatTechnologie und Biomaterialien e.V.
Kompetenzzentrum für Medizintechnik Mecklenburg-Vorpommern
Tel.: +49-(0)381-54345-604
Fax: +49-(0)381-54345-502
sebastian.kaule@uni-rostock.de
http://www.iib-ev.de
http://www.response.uni-rostock.de

 


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