FAQs

Abschlussgrad

Abschlussgrad

Was muss bei der Vergabe des Diploms statt eines Masterabschlusses beachtet werden?
Die Vergabe des Diploms statt des Masterabschlusses ist zwar im Landeshochschulgesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern vorgesehen, widerspricht aber den Ländergemeinsamen Strukturvorgaben und den Vorgaben des Akkreditierungsrates. Aus diesem Grund sind Studiengänge, die eine Option auf die Diplomvergabe vorsehen, bisher nicht akkreditierungsfähig. Dazu ist aktuell ein Gerichtsverfahren anhängig, bis zu dessen richterlichen Klärung die Universität Rostock keine Option auf die Diplomvergabe mehr in ihre Studiengänge aufnimmt.

Änderung der Ordnung (Fristen und Übergangsbestimmungen)

Änderung der Ordnung (Fristen und Übergangsbestimmungen)

Wie ist der Standard bei Übergangsbestimmungen?
Es gibt im wesentlichen drei Möglichkeiten, aus denen das Fach wählen kann:
(a) Alle Studierenden des Studiengangs (auch die schon immatrikulierten) werden in die neue Ordnung überschrieben. Die Studierenden, die schon immatrikuliert waren, können widersprechen und bleiben dann in der alten Ordnung.
(b) Nur die ab einem bestimmten Zeitpunkt neu immatrikulierten Studierenden werden in die neue Ordnung übernommen. Wobei die immatrikulierten Studierenden auf Antrag auch in die neue Ordnung wechseln können.
(c) Nur die ab einem bestimmten Zeitpunkt neu immatrikulierten Studierenden werden in die neue Ordnung übernommen und es besteht keine Möglichkeit des Wechsels in die neue Ordnung für die schon immatrikulierten Studierenden.

Wie lange muss die alte Ordnung noch vorgehalten werden?
Ausgehend von der letzten Einschreibung in die alte Ordnung muss diese dann noch eine Regelstudienzeit plus zwei Semester vorgehalten werden. Handelt es sich um eine Neufassung des Studiengangs, die keinen Wechsel ermöglicht, sollte eine längere Übergangszeit gewählt werden.

Ab wann und wie lange gilt die Widerspruchsfrist?
Die Widerspruchsfrist beginnt am Tag der Veröffentlichung der neuen Ordnung und läuft mindestens zwei Wochen. Die genaue Frist wird in der SPSO durch das Fach festgelegt. Es sollte auf eine enge Abstimmung mit dem Prüfungsamt/Studienbüro geachtet werden, da diese die Studierenden informieren.

Anwesenheitspflicht

Anwesenheitspflicht

Was ist bei einer Regelung zur Anwesenheitspflicht zu beachten?
In der jeweiligen SPSO kann eine Anwesenheitspflicht für bestimmte Lehrveranstaltungsarten vorgesehen werden. Hierzu ist eine entsprechende Begründung für die Notwendigkeit zu geben. Die Anwesenheitspflicht wird jeweils in der Modulbeschreibung unter dem Punkt "(Prüfungs-)Vorleistung" verankert. In Vorlesungen ist eine Anwesenheitspflicht nicht möglich.  

Ist die Regelung der Anwesenheitspflicht in Modulen notwendig?
Grundsätzlich ist die Regelung nicht notwendig. Wenn doch, dann ist eine Begründung erforderlich, warum das Kompetenzziel nur durch kontinuierliche Anwesenheit erreicht werden kann. Wenn Studierende öfter als zulässig fehlen, muss der Lehrende prüfen, ob alternative Prüfungs(vor-)Leistungen erbracht werden können.

Wann ist der Paragraph über die Anwesenheitspflicht in die SPSO einzufügen?
Wenn ein Modul im Pflicht- oder Wahlpflichtbereich zu studieren ist, welches die Anwesenheitspflicht vorsieht (zum Beispiel Module des Sprachenzentrums).  

Was passiert, wenn unterschiedliche Regelungen über die Anwesenheitspflicht innerhalb eines Moduls oder eines Studiengangs erfolgen?
Bei unterschiedlichen Regelungen zur Anwesenheitspflicht (innerhalb) von Modulen, müssen die einzelnen Module beziehungsweise Lehrveranstaltungen entsprechend ausgewiesen werden.  

Wie ist mit Modulwiederholungen und Äquivalenzleistungen umzugehen?
Es liegt im Ermessen der/des Lehrenden, ob eine Äquivalenzleistung erbracht werden kann, um das Modulziel zu erreichen, oder ob das Modul zu wiederholen ist.

Auslandsaufenthalt

Auslandsaufenthalt

Was muss bei einem Studienaufenthalt im Ausland beachtet werden?
Die Fakultät muss die Beratung der Studierenden, die Studienzeiten im Ausland verbringen wollen, sicherstellen. In der Ordnung müssen Ansprechpartner angegeben sein. Es wird sowohl den Studierenden als auch den Fächern dringend empfohlen Lehr- und Lernvereinbarungen (LLV) abzuschließen. Die Studierenden sind nicht verpflichtet eine LLV abzuschließen. Studierenden, die eine LLV mit dem Fach abschließen möchten, kann dies NICHT verwehrt werden. In der LLV sind im Ausland zu erwerbende Kompetenzen festzuhalten, die keinen wesentlichen Unterschied zu den im Prüfungs- und Studienplan festgelegten Kompetenzen aufweisen. Auf dieser Grundlage erfolgt die Anerkennung der Studienleistungen. Bestehen zu den im Ausland erworbenen Kompetenzen keine wesentlichen Unterschiede, so MÜSSEN sie anerkannt werden. Dies gilt unabhängig davon, ob die/der Studierende eine LLV abgeschlossen hat oder nicht. Lehnt das Fach die Anerkennung einer Leistung ab, so ist der wesentliche Unterschied durch das Fach nachzuweisen.  

Wie wird mit der Anerkennung von im Ausland erworbenen Studienleistungen verfahren?
Das Fach ist zur Anerkennung verpflichtet, solange keine wesentlichen Unterschiede der im Ausland erbrachten Leistungen bestehen. Der Nachweis, dass wesentliche Unterschiede bestehen, muss durch das Fach erbracht werden.

Diploma Supplements

Diploma Supplements

Wie wird die ECTS-Note vergeben?
ECTS-Noten können für Abschlussnoten (zusätzlich zur regulären Note) aber auch für Modulnoten gegeben werden. Die ECTS-Note soll in Ergänzung zur regulären Note die Einordnung der regulären Note innerhalb der Notenverteilung deutlich machen. Dadurch soll sichtbar gemacht werden, ob ein Absolvent mit der Note „2,0“ eher zu den besten Absolventen seines Jahrgangs oder eher zu den schlechteren gehört. Für die ECTS-Note gibt es verschiedene Berechnungsarten, die in erster Linie davon abhängen, welche Leistungen zum einen vergleichbar sind und zum anderen, wann die Anzahl vorhandener Noten groß genug ist, um eine statistische Verteilung zu ermitteln. Da es in der Vergangenheit große Schwierigkeiten und Unterschiede in der Berechnung der ECTS-Note gegeben hat, empfiehlt die HRK, jetzt anstelle der ECTS-Note eine Darstellung der Notenverteilung anzufügen, so dass ebenfalls eine Einordnung möglich ist. (Allerdings setzt auch das aus Datenschutzgründen eine ausreichend große Anzahl voraus.)

Genehmigungsverfahren

Genehmigungsverfahren

Wann prüft das Justitiariat?
In der Regel prüft das Justitiariat vor der Einreichung zur zweiten Lesung in der Senatskommission Studium, Lehre und Evaluation. Sollte es danach noch Änderungen geben, werden diese dem Justitiariat nochmals angezeigt.  

Welche Einreichfristen müssen vor den jeweiligen Gremienterminen beachtet werden?
Vor den beiden Lesungen in der Senatskommission Studium, Lehre und Evaluation beträgt die Frist zur Einreichung eine Woche, bei Sitzungen des Akademischen Senats zwei Wochen.  

Wann müssen die Fakultätsratsbeschlüsse vorliegen?
Die Fakultätsratsbeschlüsse sollten bis zur zweiten Lesung in der Senatskommission Studium, Lehre und Evaluation vorliegen, spätestens aber bis zur Sitzung des Akademischen Senates.  

Wer übersetzt deutsche Modulbezeichnungen und Formulierungen aus dem Diploma Supplement ins Englische?
Die Übersetzungen der Dokumente werden vom Fach eigenverantwortlich vorgenommen. Gegebenenfalls kann das Sprachenzentrum auf Nachfrage Muttersprachler zur Unterstützung vermitteln.

Immatrikulation

Immatrikulation

Können Masterstudiengänge auch nur zum Sommersemester angeboten werden?
Die Universität Rostock ist daran interessiert, Masterstudiengänge sowohl zum Winter- als auch zum Sommersemester anzubieten. Erfolgt der Studienbeginn nur zum Winter- oder nur zum Sommersemester, ist dies zu begründen.  

Können Bachelorstudiengänge auch zum Sommersemester beginnen?
Die Möglichkeit besteht. Die Immatrikulationsordnung der Universität Rostock vom 15. September 2004 sagt dazu folgendes: "§1 (8) Die Immatrikulation der Studienanfängerinnen und Studienanfänger erfolgt in der Regel für das Wintersemester, Abweichungen bedürfen der Genehmigung des Rektors und sind durch ortsüblichen Aushang und Veröffentlichung auf der Homepage der Universität Rostock bekannt zu machen." Aus verwaltungstechnischen Gründen wird ein solcher Fall aber die Ausnahme bleiben.

Leistungspunkte und Workload

Leistungspunkte und Workload


Wie viele Arbeitsstunden entsprechen einem Leistungspunkt?

An der Universität Rostock werden für jeweils 30 Stunden Workload ein Leistungspunkt vergeben.

Kann der Workload im Prüfungs- und Studienplan auch erst mit dem Erwerb der Leistungspunkte, das heißt nach Abschluss der Modulprüfung, angerechnet werden?
Nein, der Workload ist immer entsprechend der tatsächlichen Verteilung der Arbeitsbelastung anzugeben. Das heißt bei Modulen, die über zwei Semester gehen und in beiden Semestern Veranstaltungen vorsehen, ist der Arbeitsaufwand für die Studierenden dementsprechend zu verteilen.

Moduldatenbank

Moduldatenbank

In der Moduldatenbank der Universität Rostock können Sie alle angebotenen Module mit ihren spezifischen Merkmalen einsehen. Die Moduldatenbank erreichen Sie unter diesem Link.

Module

Module

Was ist bei der Umbenennung von Modulen zu beachten?
In der Regel bedarf es dafür eine Änderungssatzung. Dies ist allerdings auch vom Umfang der Änderung abhängig. Wenn das Modul auch in anderen Studiengängen verwendet wird, müssen die betreffenden Fakultäten benachrichtigt werden und gegebenenfalls auch eine Änderungssatzung anstreben. Änderungen sind in jedem Fall der HQE anzuzeigen.  

Dürfen Modulnamen nummeriert sein?
Grundsätzlich ja, sofern eine direkte Konsekutivität zwischen einzelnen Modulen besteht, die ansonsten für die Studierenden nur schwer ersichtlich ist. Zudem besteht das Gebot des inhaltlichen Titels weiter. Ein zulässiges Beispiel wäre "Soziologie I - Einführung in die Grundbegriffe der Soziologie".  

Wie wird zwischen Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlmodulen unterschieden?
Pflichtmodule sind von allen in den jeweiligen Studiengang eingeschriebenen Studierenden zu absolvieren.
Wahlpflichtmodule eröffnen den Studierenden die Möglichkeit, durch die Auswahl von einer bestimmten Anzahl an Modulen aus einem breiteren Angebot/festgeschriebenen Katalog ihr Studium in den gesetzten Grenzen nach eigenen Fähigkeiten, Interessen und gewünschten beruflichen Einsatzgebieten selbst zu gestalten.
Wahlmodule können von den Studierenden aus dem gesamten Modulkatalog der Universität Rostock ausgewählt werden.  

Welche Regelungen gelten, wenn ein im Wahlpflicht- oder Wahlbereich gewähltes Modul nicht Teil der eigenen Studienordnung ist?
Für Module aus anderen Studiengängen gelten immer die Regelungen des Studiengangs, aus dem dieses Modul kommt.  

Ab wann müssen Wahlpflicht- oder Wahlmodule, die bisher nicht Teil des Studiengangs sind, in das Curriculum integriert werden?
Hier sollte das Wahlverhalten der Studierenden beobachtet werden. Prominente Module sollten dann bei der nächsten Gelegenheit in das Curriculum integriert werden.  

In wie weit muss ein Fachbezug zwischen Wahlpflichtmodulen und dem Fachgebiet des Studiengangs bestehen?
Ein direkter Fachbezug muss nicht grundsätzlich bestehen. Anhaltspunkte für den Import fachfremder Inhalte liefern beispielsweise die Empfehlungen der Fakultätentage. In der Lehrerbildung sind allerdings alle vergebenen Leistungspunkte mit einem eindeutigen Fachbezug zu versehen.  

Müssen zwangsläufig auch Wahlmodule im Curriculum enthalten sein?
Nein, es sollten aber ausreichend Wahlmöglichkeiten bestehen, egal ob dies nur durch einen Wahlpflichtbereich oder auch einen Wahlbereich erreicht wird.  

Gibt es eine allgemeine Mindestteilnehmerzahl für Module?
Nein, die Fakultäten entscheiden dies selbstständig.

Prüfungen, Prüfungsvorleistungen und -zeiträume

Prüfungen, Prüfungsvorleistungen und -zeiträume

Müssen im Fall von Komplexprüfungen (zwei Module schließen mit einer gemeinsamen Modulprüfung ab) auch Einzelprüfungen angeboten werden?
Um die Mobilität der Studierenden nicht zu behindern und eine Anerkennung von Leistungen und die Verwendung dieser Module in anderen Studiengängen zu erleichtern, sollte eine Möglichkeit für die Studierenden vorgesehen werden Einzelprüfungen abzulegen.  

Wann ist ein Kolloquium bei der Abschlussarbeit vorzusehen und was ist zu beachten?
Ein Kolloquium ist bei Bachelorprüfungen vorzusehen, wenn im Studiengang nicht mindestens zwei mündliche Prüfungen vorgesehen waren. In Masterstudiengängen ist immer ein Kolloquium vorzusehen.
Die Abschlussnote setzt sich immer aus der 2-fach gewichteten Note der schriftlichen Abschlussarbeit und der 1-fach gewichteten Note des Kolloquiums zusammen. Es ist zu beachten, dass es sich bei einem Kolloquium nicht um ein Rigorosum handelt. Das Kolloquium dient nur der Präsentation der Abschlussarbeit. In einem modularisierten System dürfen Kompetenzen, die schon einmal in einer Modulprüfung abgeprüft wurden, prinzipiell nicht noch einmal geprüft werden.  

Gehen die Noten der Prüfungsvorleistung in die Prüfungsnote ein?
Nein. Prüfungsvorleistungen sind per Definition Leistungen, die zu erbringen sind, um eine Zulassung zur Prüfung zu erhalten. Damit ist das Bestehen der Prüfungsvorleistung eine Vorbedingung der Modulprüfung und kann kein Teil dieser sein.  

Wann sind Prüfungsvorleistungen zu absolvieren?
Prüfungsvorleistungen sollen grundsätzlich vor der Anmeldung zur Modulprüfung abgeschlossen sein, spätestens allerdings zum Zeitpunkt der Prüfung.  

Wann sind die Prüfungszeiträume und Prüfungsphasen festzulegen?
Es gibt keine Vorgabe an der Universität Rostock, wann Prüfungszeiträume/-phasen zu beginnen und zu enden haben. Dies wird von jeder Fakultät eigenständig festgelegt, wobei in Studiengängen, die Module anderer Fakultäten nutzen, eine enge Abstimmung der Fakultäten erforderlich ist.  

Können Wiederholungsprüfungen auch im gleichen Semester abgelegt werden?
Grundsätzlich ja, wenn zwei Prüfungszeiträume definiert werden. Eine genaue Regelung ist im Vorfeld mit dem Justitiariat zu klären.

Regelprüfungstermine

Regelprüfungstermine

Was ist bei Regelprüfungsterminen zu beachten?
In den Wahlpflicht- und Wahlbereichen empfiehlt es sich den spätmöglichsten Termin als Regelprüfungstermin zu setzen, um die Studierbarkeit sicherzustellen und den Studierenden die Möglichkeit zu geben, die Reihenfolge und Kombination der Module selbst zu bestimmen.

Veranstaltungen, Lehr- und Lernformen

Veranstaltungen, Lehr- und Lernformen

Wie sind die Lehr- und Lernformen definiert?
In der Lehrerbildung sind die Lehr- und Lernformen verbindlich in der Rahmenprüfungsordnung (RPO-LA) geregelt. Im Bachelor- und Masterbereich sind entsprechende Definitionen im Muster der Studiengangsspezifischen Prüfungs- und Studienordnung (SPSO) zu finden.  

Wie verfahren die einzelnen Fächer in Bezug auf die Definitionen der Lehr- und Lernformen?
Grundsätzlich sind die Definitionen aus dem Muster der Studiengangsspezifischen Prüfungs- und Studienordnung (SPSO) bzw. der Rahmenprüfungsordnung (RPO-LA) zu übernehmen. Es ist jedoch möglich weitere Definitionen für Veranstaltungsformen zu entwerfen, die nicht in der SPSO vorhanden sind.Vor allem wenn ein Studiengang Module aus anderen Studiengängen mitnutzt, ist auf eine einheitliche Definition zu achten.  

Wie wird mit Unterkategorien von Lehr- und Lernformen wie Proseminar oder Hauptseminar verfahren und wo sind diese in den Modulbeschreibungen unterzubringen?
Grundsätzlich ist der Oberbegriff in der Studiengangsspezifischen Prüfungs- und Studienordnung (SPSO) zu verwenden und auch in der Modulbeschreibung bei der Angabe der SWS pro Veranstaltungsart. In der Kategorie "Lehrveranstaltung" ist eine genaue Benennung der Unterkategorie möglich.

Zulassungsvoraussetzungen

Zulassungsvoraussetzungen

Was muss bei den Zulassungsvoraussetzungen für die Bachelorstudiengänge beachtet werden?
In den Zugangsvoraussetzungen für einen Bachelorstudiengang dürfen vor dem Hintergrund des offenen Zugangs neben der Hochschulzugangsberechtigung keine weiteren Zugangsvoraussetzungen festgelegt werden. Ausnahmen sind mit einem besonderen Profil des Studiengangs zu begründen bzw. liegen in künstlerischen und sportlichen Bereichen, in denen Eignungsprüfungen vorgesehen sind. In den Ingenieurwissenschaften darf zusätzlich ein Praktikum gefordert werden, das aber in der Regel – zumindest zum Teil – auch studienbegleitend nachgeholt werden kann. Da keine weiteren Zugangsvoraussetzungen – wie z. B. Englischkenntnisse auf einem bestimmten Niveau – gefordert werden dürfen, muss der Studiengang in deutscher Sprache studierbar sein. Das bedeutet englischsprachige Module können dann nur im Wahlpflichtbereich angeboten werden, sofern ein alternatives Angebot deutschsprachiger Module vorhanden ist. Eine entsprechende Formulierung findet sich in der Muster-SPSO. Eine Ausnahme bilden spezielle englischsprachige Studiengänge. Hier gilt entsprechend umgekehrt, dass Module in deutscher Sprache nur im Wahlpflichtbereich angeboten werden können, sofern keine Deutschkenntnisse gefordert werden.  

Was muss bei den Zulassungsvoraussetzungen für die Masterstudiengänge beachtet werden?
In den Masterstudiengängen hingegen werden neben einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss weitere Zugangsvoraussetzungen definiert. Dahingehend ist zu prüfen, dass nicht einige Gruppen von Studierenden (z. B. aus anderen Universitäten/Fachhochschulen) durch zu enge Forderungen ausgeschlossen werden. Sofern eine Ausnahmeregelung (Absatz 2 des § X Zugangsvoraussetzungen der Muster -SPSO) definiert ist, können unter bestimmten Bedingungen auch Studierende zugelassen werden, die einzelne Zulassungsvoraussetzungen nicht erfüllen. In Absatz 2 des § X Zugangsvoraussetzungen der Muster-SPSO gibt es darüber hinaus die Möglichkeit, eine Note für den Zugang zu verankern. Diese ist jedoch nicht rechtlich bindend, so dass sie empfehlenden Charakter hat.Geforderte Sprachkenntnisse werden mit den Niveaustufen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) angegeben.  

Muss die Anzahl der im ersten berufsqualifizierenden Abschluss zu erbringenden Leistungspunkte als Zulassungsvoraussetzung angegeben werden?
Nein, in der SPSO muss keine erforderliche Gesamtmindestpunktzahl angegeben werden. Die Nennung einer bloßen Mindestpunktzahl würde dem § 38 Absatz 10 LHG M-V widersprechen. Es ist vielmehr eine fachlich-inhaltliche Entscheidung für jeden einzelnen Masterstudiengang zu treffen, welche konkreten Zugangsvoraussetzungen definiert werden und wie diese nachzuweisen sind. Dabei ist dann die Frage zu stellen, ob ein bestimmter Umfang an Leistungspunkten erforderlich ist, damit ein erfolgreicher Abschluss des Masterstudiums erwartet werden kann. Zu beachten ist jedoch, dass die KMK-Strukturvorgaben als Planungsvorgabe für konsekutive Masterstudiengänge den Gesamtumfang von 300 LP vorsehen, das heißt ein Bachelorstudiengang und der entsprechende konsekutive Masterstudiengang umfassen zusammen genau zehn Semester.   

Können in Masterstudiengängen Noten oder ECTS-Grades als Zulassungsvoraussetzung definiert werden?
Unter Berücksichtigung von § 38 Absatz 10 Landeshochschulgesetzes können Bewerberinnen und Bewerber nicht mehr allein deshalb abgewiesen werden, weil sie eine bestimmte Note nicht nachweisen können. Daher kann eine Note bzw. ein ECTS-Grade nur als Vermutungsregelung herangezogen und nicht als Zugangsvoraussetzung definiert werden. Wird die festgelegte Note nicht nachgewiesen, ist in jedem Einzelfall eine Erfolgsprognose unter Würdigung des Gesamtbildes vorzunehmen (siehe Formulierung in der Muster-SPSO). Daher sollte grundsätzlich auf die Nennung von Noten bzw. ECTS-Grades verzichtet werden.