Stabsstelle Diversity

Die Stabsstelle Diversity ist strukturell im Rektorat bei der Prorektorin für Internationales, Gleichstellung und Vielfaltsmanagement, apl. Prof. Meike Klettke, angesiedelt und wird von RD Andreas Tesche geleitet. Sie unterstützt die strategische Entwicklung der Universität in den übergreifenden Handlungsfeldern Vielfaltsmanagement und Chancengerechtigkeit, Willkommenskultur, Inklusion und Barrierefreiheit, Gesundheitsmanagement, Familienfreundlichkeit sowie Gleichstellung. Zur zielgerichteten Förderung von (Nachwuchs-)Wissenschaftlerinnen ist das Projekt KarriereWegeMentoring ebefalls in der Stabsstelle angesiedelt.

Wir betrachten uns als Ideengeber für die Verbesserung der Arbeits- und Studienbedingungen an der Universität Rostock. Das Ziel der Stabsstelle besteht darin, Bereiche und Projekte auf allen Handlungsfeldern zu vernetzen und ein übergreifendes Diversity-Management für die Universität Rostock zu etablieren sowie im Rahmen des bundesdeutschen Netzwerkes UniNetzPE adäquate Personalstrategien für die Beschäftigten voranzutreiben. Die Universität Rostock ist Mitglied im „Netzwerk Bielefelder Fragebogen“ und gestaltet durch Beschäftigten- und Studierendenbefragungen gemeinsam mit allen Mitgliedergruppen die Führungs-/Arbeits- und Studienkultur der Universität.

Team Vielfalt auf den Treppen im Hauptgebäude der Universität.
v.li.: Ariane Sennewald, Paul Freitag, Birgit Kosicki, Ivette Döring, Dr. Uta Buttkewitz, Dr. Stefanie Westermark, Lucia Weiberg, Karolin Hansen, Prof. Meike Klettke, Andreas Tesche, Anja Rosin. Nicht im Bild: Annette Meier.

Sprechen Sie uns an!

Gerne unterstützen wir Sie bei der Organisation von Veranstaltungen, entwickeln Kurzworkshops orientiert an Ihren Bedürfnissen und Problemlagen oder beraten Sie zu verschiedenen Weiterbildungs- und Sensibilisierungsangeboten.

Aktuelles

Konferenz “5 Jahre - Wir schaffen das” - Geschichte, Ängste, Hoffnungen und Perspektiven der Flüchtlingsarbeit an der Universität Rostock (4.-5. Juni 2020)

„Deutschland ist ein starkes Land. Das Motiv, mit dem wir an diese Dinge herangehen, muss sein: Wir haben so vieles geschafft – wir schaffen das!“ Als Angela Merkel am 31. August 2015 in der Bundespressekonferenz diesen Satz zu Protokoll gab, konnte sie nicht ahnen, dass dies ihr umstrittenster Ausspruch werden sollte, der bis heute das Land politisch und gesellschaftlich spaltet. Galt den einen „Wir schaffen das“ als Kernmotto einer neuen deutschen Willkommenskultur, sahen ihn andere als leichtfertige Verharmlosung eines komplexen Problems und geradezu als Einladung an Tausende Syrer und Afghanen, sich auf den Weg nach Deutschland zu machen. 

1,3 Millionen Geflüchtete kamen damals im „Flüchtlingsjahr“ 2015 in die Bundesrepublik. Allein im September und Oktober, auf dem Höhepunkt der sog. „Flüchtlingskrise“, beherbergte die Hansestadt Rostock etwa 26.000 Geflüchtete. In einer beeindruckenden Demonstration zivilgesellschaftlichen Engagements setzte sich eine große Zahl Rostocker Bürgerinnen und Bürger, viele von ihnen Studierende der Universität, unermüdlich und rund um die Uhr für das Wohl der Geflüchteten in der Hansestadt ein. Seit der Schließung der Balkanroute und anderen Maßnahmen hat sich die Zahl der Geflüchteten in den vergangenen zwei Jahren massiv reduziert; Flucht und der Umgang mit Geflüchteten zählen jedoch weiterhin zu den politisch brisantesten Themen und die Debatten, die sich darum ranken, sind der Hauptgrund für das Erstarken des Rechtspopulismus. 

Rostock versucht weiterhin, positive Zeichen zu setzen und gehörte zu den ersten Städten, die sich 2018 in einer gemeinsamen Erklärung als "Sichere Häfen" zur Aufnahme von aus Seenot geretteten Geflüchteten bereit erklärten. Mittlerweile haben sich rund 60 deutsche Städte der Erklärung angeschlossen. Die Universität hat ein umfassendes Serviceangebot für studieninteressierte Geflüchtete geschaffen und viele von ihnen in diverse Studiengänge aufgenommen. Grund zur Selbstzufriedenheit sollte dies jedoch nicht sein. Ein halbes Jahrzehnt nach Merkels prägendem Slogan bedarf es einer kritischen Bilanz des bisher Erreichten, aber auch der weiterhin bestehenden Herausforderungen.

Wie ist die gegenwärtige Situation von Flucht und Migration? Kann die Integration von Geflüchteten als gelungen gelten oder sind weiterhin deutliche Defizite auszumachen? In welchem Zusammenhang stehen die Dynamiken von Rechtspopulismus, Rechtsextremismus und rechter Gewalt mit den Debatten um Flucht und Asyl? Welche Strukturen wurden in Land und Stadt sowie im Hochschulbereich in Reaktion auf die Ereignisse und Entwicklungen seit 2015 geschaffen und inwieweit bedürfen diese der Konsolidierung und des weiteren Ausbaus? 
Dies sind einige der zentralen Fragen, mit denen sich die Flüchtlingskonferenz, die vom RIH organisiert wird, am 4. und 5. Juni 2020 beschäftigen wird. In einem Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit werden sich Vorträge, Workshops und eine Podiumsdiskussion mit einer breiten Palette an praxisbezogenen Themen rund um die Arbeit mit Geflüchteten in Mecklenburg-Vorpommern und vor allem in Rostock befassen. Ein kulturelles Rahmenprogramm sowie eine Fotoausstellung werden die Diskussionen abrunden. 

Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier!

Hinweise für einen diskriminierungsarmen Sprachgebrauch an der UR
Die Frontseite des Leitfadens. Überschrift: "Hinweise für einen diskriminierungsarmen Sprachgebrauch an der Universität Rostock".
Frontseite des Leitfadens.

Die Universität Rostock begreift Vielfalt als Chance und sieht die Verwirklichung von Gleichgerechtigkeit als eine ihrer Kernaufgaben an. Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt sowie der Verankerung von Toleranz und Chancengleichheit im Leitbild der Universität, wurde die Schaffung einer chancengerechten und diversitätssensiblen Hochschulkultur als gesamtheitliche Aufgabe aller universitätsinternen Bereiche bekräftigt. Festgelegtes Ziel ist die Schaffung einer „Hochschule für alle“, frei von Diskriminierungen. Um diesem Anspruch gerecht zu werden veröffentlicht die Prorektorin für Internationales, Gleichstellung und Vielfaltsmanagement, apl. Prof. Meike Klettke, in enger Abstimmung mit der Kommission für Chancengleichheit und Vielfalt einen Leitfaden mit Hinweisen für einen diskriminierungsarmen Sprachgebrauch an der Universität Rostock. Dieser wurde im Oktober 2019 von der KCV beschlossen sowie dem Rektorat am 04. November 2019 und dem Akademischen Senat am 04. Dezember 2019 zur Kenntnis gegeben.

Die zusammengestellten Hinweise sollen den Angehörigen der Universität Rostock Unterstützung bieten, den Sprachgebrauch nach innen und außen diversitätssensibel und geschlechtergerecht zu gestalten - zum Beispiel in Dokumenten oder dem Internetauftritt, aber auch in Seminaren und Vorlesungen in Forschung und Lehre an der Universität Rostock. Den Leitfaden sowie einen zusammenfassenden Flyer finden Sie in der Diversity-Toolbox.

Workshop-Reihe: Interkulturelle Trainings

Das Sprachenzentrum bietet in Zusammenarbeit mit dem Vielfaltsmanagement und dem RIH der Universität Rostock eine Workshop-Reihe für interkulturelle Trainings an. Die Workshops richten sich an deutsche und internationale Studierende, Promovierende und wissenschaftliche Mitarbeitende. Die Trainings werden sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch angeboten. In unseren Trainings wird die Kompetenz, mit Individuen und Gruppen anderer Kulturen erfolgreich und angemessen zu interagieren, entwickelt und gefördert. Die Teilnehmenden werden für spezifische Konzepte der Wahrnehmung, des Denkens, Fühlens und Handelns von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen sensibilisiert.

8. November: "Zeit und Zeitkonzepte"
15. November: "Meet and Greet"
13. Dezember: "Raum und Körper"
15. Januar: "Kulturschock"

8. November 2019 bis 15. Januar 2020 ll jeweils 13:00 - 16:30 Uhr, Ulmencampus, Haus 1, Raum 320

Mehr Informationen finden Sie auf der Internetseite des Sprachenzentrums.

Ausstellung "Die Professorinnen der Universität Rostock"
Die Künstlerin Julia Theek, Prof. Elizabeth Prommer und apl. Prof. Meike Klettke vor der Professorinnen-Galerie.
v.l.n.r.: Julia Theek, Prof. Elizabeth Prommer, apl. Prof. Meike Klettke bei der Vernisage am 4. November 2019.

Am 4. November eröffneten die Direktorin des Instituts für Medienforschung, Prof. Dr. Elizabeth Prommer, und die Prorektorin für Internationales, Gleichstellung und Vielfaltsförderung, apl. Prof. Dr. Meike Klettke, zusammen mit der Künstlerin Julia Theek die erste Professorinnen-Galerie der Universität Rostock. 47 Professorinnen haben ihre Porträtfotografien dafür bereitgestellt.

Die Universität Rostock blickt auf eine 600jährige Geschichte zurück, die Geschichte der Frauen an der Universität Rostock begann deutlich später. Vor 110 Jahren konnte sich die erste Studentin immatrikulieren, im Jahr 1947 wurde die erste Professorin berufen. Während Frauen mittlerweile ganz selbstverständlich genauso zahlreich wie Männer studieren, ist diese Selbstverständlichkeit auf Ebene der Professor*innen bisher noch nicht erreicht. Nur jede fünfte Professur ist momentan an unserer Universität von einer Frau besetzt. Und auch in anderen Leitungspositionen zeichnet sich ein ähnliches Bild.  

Die Ausstellung  anlässlich des Jubiläums soll deshalb die an der Universität tätigen Professorinnen in den Mittelpunkt rücken, ihr Wirken noch sichtbarer machen und nicht zuletzt auch eine Vorbildwirkung für Studentinnen und Promovendinnen bewirken.  

Die Ausstellung hängt noch bis zum Frühjahr 2020 im Vorraum des Konzilszimmers im Hauptgebäude der Universität.

Veranstaltungshinweis: Vortragsreihe "Frauen in Naturwissenschaften und (Bio-)Ingenieurwissenschaften"

Mit dieser Vorlesungsreihe möchten wir Einblicke in den beruflichen Alltag von erfolgreichen Wissenschaftlerinnen liefern sowie interessante Antworten auf Fragen nach individuellen Entscheidungsprozessen für einen Lebensweg im MINT–Bereich geben. Zudem wollen wir jungen Frauen zeigen, dass auch und gerade im MINT-Bereich die Arbeit spannend, vielfältig und aufregend ist. Die Serie beginnt am 08. November 2019 und endet am 13. März 2020. Die Vorträge finden jeweils freitags um 14 Uhr statt. Komplementär werden auch Wanderausstellungen zu den jeweiligen Themenschwerpunkten gezeigt.

Die Liste der Vorträge finden Sie hier.

Änderung von Vornamen und Geschlecht in Stud.IP und ILIAS

Die Universität Rostock begreift Vielfalt als Chance und die Verwirklichung von Chancengerechtigkeit als eine ihrer Kernaufgaben. Es gilt also, die Studier- und Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass jede Person ihre Potenziale entwicklen und ihre Individualität optimal entfalten kann. Um Diskriminierungen und Zwangs-Outings entgegenzuwirken, besteht die Möglichkeit, ihren Vornamen und die Angabe zum Geschlecht gemäß ihres Ergänzungsausweises in den universitätsinternen Systemen Stud.IP und ILIAS anzeigen zu lassen.

Die Umsetzung des Datenverarbeitungsverfahrens erfolgt durch das Anlegen eines separaten Datensatzes. Dieser befindet sich in Stud.IP und wird durch die Prorektorin für Gleichstellung, Internationales und Vielfaltsmanagement gepflegt. Sofern Sie in die Datenverarbeitung einwilligen, werden Nutzungskennzeichen, Vorname und Geschlecht erhoben und in einer gesonderten, von anderen Nutzer*innen nicht einsehbaren Tabelle eingetragen. Im Bedarfsfall wenden sie sich bitte an die Prorektorin für Internationales, Gleichstellung und Vielfaltsmanagement.

Eine Änderung der E-Mail-Adresse für Stud.IP und ILIAS muss gesondert beim IT- und Medienzentrum beantragt werden.

Feedback-Bereich Inklusion

Feedback-Bereich Inklusion

Über das Kontaktformular können Anregungen, Wünsche sowie konkrete Hemmnisse gemeldet werden, um die Universität Rostock so barrierefrei wie möglich zu gestalten.

Toolbox

Toolbox

In der Diversity Toolbox werden Informationen, Methoden und praktische Hinweise für eine diversitätsbewusste Lehre und Verwaltungsvorgänge zusammengefasst.

Glossar

Glossar

Das Glossar erläutert Begrifflichkeiten rund um das Themenfeld Diversity, um eine grundlegende Idee für den universitären Kontext zu vermitteln.

Leitlinien für das Vielfaltsmanagement der Universität Rostock

Deckbltatt Leitlinien Vielfalt

Die Vielfalt unserer Studierenden, Mitarbeitenden und Fachkulturen ist essentielle Voraussetzung für innovative Forschung und Lehre. Vielfalt bereichert unseren Hochschulalltag und stellt uns vor Herausforderungen. Mit den Leitlinien für das Vielfaltsmanagement an der Universität Rostockschreiben wir unsere Grundhaltungen gegenüber den Angehörigen der Universität Rostock fest und definieren, was wir unter Vielfalt und Vielfaltsmanagement verstehen. Die Leitlinien wurden vom Rektorat, vom Akademischen Senat und von der Kommmission für Vielfalt und Chancengleichheit beschlossen.

Diversity makes you feel alive

Vielfalt an der Universität Rostock

Zum 5. Deutschen Diversity-Tag am 30. Mai hat die Koordinierungsstelle Vielfalt und Gleichstellung einen Diversity-Film gedreht.

Seit April 2009 ist die Universität Rostock eine Unterzeichnerin der Charta der Vielfalt. Die Universität Rostock schätzt die Wichtigkeit der Vielfältigkeit ihrer Hochschulmitglieder, die nicht nur unterschiedliche Lebens- und Berufserfahrungen mitbringen, sondern das Leben an der Universität mit ihrem Wissen, vielfältigen Sichtweisen, Fähigkeiten und Talenten bereichern. Die Universität Rostock ist fest überzeugt, dass die Verschiedenartigkeit ihrer Mitglieder Chancen für kreative Lösungen, innovative Ansätze und Entwicklungen eröffnet.

Kontakt

Stabstelle Diversity
Universitätsplatz 1, Raum 012 bis 015  II   Universitätsplatz 5, Raum 205 bis 207
18055 Rostock