Sonderanträge/Zweitstudium

Studienbewerber können unter den unten genannten Bedingungen ggf. Sonderanträge stellen. Wenn Sie beabsichtigen, ein Zweitstudium aufzunehmen oder einen Sonderantrag zu stellen, müssen Sie dies zunächst bei der Online-Bewerbung angeben, dann das entsprechende Formular des Sonderantrages ausfüllen und mit den geforderten Unterlagen und Nachweisen bis zum 15. Juli des Jahres postalisch an die nebenstehende Adresse schicken. 

Einzureichende Unterlagen senden Sie bitte an:

Universität Rostock
Dezernat Akademische Angelegenheiten
Studierendensekretariat
18051 Rostock

studierendensekretariatuni-rostockde

Sonderantrag Zweitstudium

Wer bereits ein Studium an einer anerkannten Hochschule im Bundesgebiet abgeschlossen hat und nun einen weiteren grundständigen Studiengang aufnehmen möchte, gilt als Bewerber für ein Zweitstudium. In örtlich zulassungsbeschränkten Studiengängen stehen jeweils 3% der Studienplätze für Zweitstudienbewerber zur Verfügung. Dabei ist folgendes zu beachten:

  • Die Aufnahme eines Zweitstudiums muss besonders begründet werden (berufliche Gründe, wissenschaftliche Gründe, sonstige Gründe). Die Begründung ist mit den Bewerbungsunterlagen einzureichen.
  • Die Auswahl erfolgt nach dem Ergebnis der Abschlussprüfung des Erststudiums und nach den für die Bewerbung für ein Zweitstudium maßgeblichen Gründen.
  • Befindet man sich im Bewerbungszeitraum in der Abschlussphase seines Erststudiums, handelt es sich bei dem angestrebten zweiten Studium zu diesem Zeitpunkt nicht um ein Zweitstudium. Es ist ein regulärer Antrag für ein Erststudium zu stellen.
  • Zweitstudienbewerber müssen den Antrag und die zugehörigen Unterlagen bereits parallel zur Online-Bewerbung bis 15. Juli des Jahres einreichen.
  • Wer sich für ein Zweitstudium bewirbt, darf keinen Hilfsantrag stellen.

Antrag auf Zweitstudium (PDF, 110 kb)

Sonderantrag Härtefall

In örtlich zulassungsbeschränkten Studiengängen stehen jeweils 2% der Studienplätze für Fälle außergewöhnlicher Härte zur Verfügung. Ein Härtefallantrag kann grundsätzlich nur für den Hauptantrag gestellt werden. Ein Härtefallantrag kann dann gestellt werden, wenn eine Nichtzulassung für die Bewerberin oder den Bewerber eine außergewöhnliche Härte bedeuten würde. Eine außergewöhnliche Härte liegt vor, wenn in der eigenen Person liegende besondere soziale, familiäre oder gesundheitliche Gründe eine sofortige Studienaufnahme zwingend erfordern. 

Beispiele für anerkannte Gründe:

  • Die Bewerberin bzw. der Bewerber leidet an einer Krankheit mit der Tendenz zur Verschlimmerung d. h., künftig wird sie oder er nicht mehr in der Lage sein, den Belastungen eines Studiums gewachsen zu sein.
  • Die Bewerberin bzw. der Bewerber ist aus gesundheitlichen Gründen nur für bestimmte Studiengänge geeignet.  

Bitte unbedingt beachten, dass Bewerberinen bzw. Bewerber über einen Härtefallantrag unabhängig von den allgemein gültigen Auswahlkriterien im Auswahlverfahren (z. B. Zulassungsnote und Wartezeit) zugelassen werden können. Dies macht eine besonders kritische Prüfung der vorgetragenen Begründung und der vorgelegten Nachweise notwendig.

Der Härtefallantrag muss mit den geforderten Unterlagen und Nachweisen bis zum 15. Juli des Jahres an das Studierendensekretariat der Universität Rostock (siehe oben) gesendet werden.

Sonderantrag Verbesserung der Wartezeit

Die Wartezeit wird nach der Zahl der Halbjahre (Semester) berechnet, die seit dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung (Abitur) verstrichen sind, abzüglich der Semester, die Sie an einer deutschen Hochschule eingeschrieben waren.
Wer also meint, während der Wartezeit auf sein eigentlich gewünschtes Studienfach bereits ein anderes, möglicherweise verwandtes Fach studieren zu können, verhält sich - bewerbungstaktisch gesehen - unklug, weil er in diesen Semestern keine Wartezeit ansammelt.
Die Wartezeit wird zu jedem Semester neu berechnet, zu dem Sie sich bewerben. Auch wer sich zwischenzeitlich einmal nicht beworben hat, erhält dafür seine Wartezeit.
Wer beispielsweise nach dem Abitur zuerst eine Berufsausbildung absolviert und sich am Ende der Ausbildung zum ersten Mal um einen Studienplatz bewirbt, bekommt die entsprechende Anzahl von Semestern als Wartezeit angerechnet. Das gleiche gilt für Auslandsaufenthalte oder einen "Dienst" (Wehrdienst, Zivildienst, freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr). Wer ausreichend lange gewartet hat, kommt auch in den NC-Fächern mit Sicherheit zum Studienplatz.

Ein Antrag auf Verbesserung der Wartezeit kann gestellt werden, wenn die Bewerberin oder der Bewerber nachweisen kann, dass er aus gesundheitlichen, sozialen o. ä. Gründen daran gehindert war, seine Hochschulzugangsberechtigung zu einem früheren Zeitpunkt zu erlangen.

Beispiel für anerkannte Gründe:

Es kam aus gesundheitlichen Gründen zu einem verspäteten Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung; z. B. konnte aufgrund eines Unfalls und des damit verbundenen längeren krankheitsbedingten Ausfalls die Hochschulzugangsberechtigung erst ein Jahr später als geplant abgeschlossen werden.

Entsprechende Nachweise und Belege sind beizufügen.  

Sonderantrag Verbesserung der Durchschnittsnote

Ein Antrag auf Verbesserung der Durchschnittsnote kann gestellt werden, sofern unverschuldet Leistungsbeeinträchtigungen vorlagen, die die Bewerberin/den Bewerber daran gehindert haben, eine bessere Durchschnittsnote im Abitur zu erzielen.

Zum Nachweis des Leistungsverlaufs müssen amtlich beglaubigte Kopien der Schulzeugnisse beifügt werden aus denen erkennbar ist, dass sich die schulischen Leistungen verschlechtert haben und dies Auswirkungen auf die erreichte Durchschnittsnote hatte.

Zusätzlich muss als weiterer Nachweis ein Gutachten der Schule (nicht einzelner Lehrerinnen oder Lehrer) beigebracht werden. Denn nur die Schule kann beurteilen, ob und in welchem Umfang sich die belastenden Umstände auf die schulischen Leistungen ausgewirkt haben. Bitte das Gutachten so frühzeitig wie möglich anfordern, damit die Schule es noch vor Bewerbungsschluss erstellen kann. Dem Antrag müssen zusätzlich alle Unterlagen beigefügt werden, auf die sich das Schulgutachten stützt, z. B. fachärztliche Gutachten.

Der Antrag auf Verbesserung der Durchschnittsnote muss mit den geforderten Unterlagen und Nachweisen bis zum 15. Juli des Jahres an das Studierendensekretariat der Universität Rostock (siehe oben) gesendet werden.

Sonderantrag Bevorzugte Zulassung

Ein Antrag auf bevorzugte Zulassung kann gestellt werden, wenn eine bereits ausgesprochene Zulassung im gewählten Studiengang aufgrund der Ableistung eines Dienstes nicht in Anspruch genommen werden konnte.

Als Dienst gilt u. a.:

  • Wehr- oder Bundesfreiwilligendienst  
  • ein freiwilliges soziales Jahr, ein freiwilliges ökologisches Jahr 
  • die Betreuung oder Pflege eines leiblichen/adoptierten Kindes unter 18 Jahren oder eines pflegebedürftigen sonstigen Angehörigen bis zur Dauer von drei Jahren.

Einzureichen sind in jedem Fall der Zulassungsbescheid (diesen also unbedingt aufbewahren!) und die Bestätigung für den geleisteten Dienst. Zu bedenken ist weiterhin, dass eine bevorzugte Auswahl spätestens zum zweiten Vergabeverfahren nach Beendigung des Dienstes beantragt werden muss.

Der Antrag auf Bevorzugte Auswahl muss mit den geforderten Unterlagen und Nachweisen bis zum 15. Juli des Jahres an das Studierendensekretariat der Universität Rostock (siehe oben) gesendet werden.