Universität Rostockhttps://www.uni-rostock.de/RSS Feed der Universität RostockdeCopyright Universität RostockMon, 25 Mar 2019 18:14:10 +0100Mon, 25 Mar 2019 18:14:10 +0100TYPO3 EXT:newsnews-44269Mon, 25 Mar 2019 17:31:20 +0100Mittwoch, 27. März 2019, ab 8 Uhr – Teile der Universität zeitweise geschlossen – Bombenfund in der Rostocker Innenstadthttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/mittwoch-27-maerz-2019-ab-8-uhr-teile-der-universitaet-zeitweise-geschlossen-bombenfund-in-der/Im Innenstadtbereich ist eine Bombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden wurden. Die Entschärfung findet am 27. März 2019, ab 8 Uhr statt. Hierfür ist der Innenstadtbereich zu evakuieren. In dieser Zeit ist die Universität im Innenstadtbereich geschlossen.

Die Evakuierung betrifft das Gebiet mit den Grenzen Straße Am Vögenteich, Am Kanonsberg, Warnowufer/ Am Strande, die östliche Stadtmauer bis zum Mühlendamm und südlich die Goethestraße, Herweghstraße und Schwaaner Landstraße/Blücherstraße bis zum Puschkinplatz. (Quelle: https://rathaus.rostock.de/de/rathaus/aktuelles_medien/bombenfund_evakuierung_der_innenstadt_am_mittwoch_27_maerz_2019_ab_8_uhr/271219)

Die Beschäftigten der Universität, deren Arbeitsstätte im gesperrten Bereich liegt, werden für die Zeit der Sperrung unter Fortzahlung der Bezüge freigestellt. Für die Studierenden der Universität finden in dieser Zeit im betreffenden Innenstadtbereich keine Veranstaltungen statt.

Alle Universitätsangehörigen werden gebeten, die Pressemitteilungen zu verfolgen und sich nach der Entsperrung des Bereiches an ihre Arbeitsstätte zu begeben bzw. an den Lehrveranstaltungen teilzunehmen. Aktuelle Informationen der Hanse- und Universitätsstadt

Kontakt:
Universität Rostock
Rektor
Tel.: +49 381 498-1000
rektoruni-rostockde

]]>
PressemeldungenStartseite
news-44253Mon, 25 Mar 2019 13:00:00 +0100Einstimmig gewählt: Rostocker Professor ist neuer Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Universitätsprofessorinnen und -professoren für Chemie https://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/einstimmig-gewaehlt-rostocker-professor-ist-neuer-vorsitzender-der-arbeitsgemeinschaft-deutscher-uni/Professor Ralf Ludwig von der Universität Rostock wurde auf der diesjährigen Chemiedozententagung (CDT) in Koblenz einstimmig von Fachkollegen aus ganz Deutschland zum neuen Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Universitätsprofessorinnen und -professoren für Chemie (ADUC) gewählt. Er tritt die Nachfolge von Professorin Carola Rück-Braun von der TU Berlin an, die das Gremium zwei Jahre leitete. Die ADUC fördert Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Chemie und besonders den wissenschaftlichen Nachwuchs. Zu den Aufgaben und Aktivitäten der ADUC gehören Stellungnahmen zur Entwicklung der Chemie in Forschung und Lehre an Hochschulen, die Planung und Ausrichtung der Chemiedozententagung, die Vergabe des ADUC-Preises sowie die Abstimmung von Studiengängen mit der Konferenz der Fachbereiche Chemie.

Zwei Aufgaben habe er sich für die neue Funktion gestellt, sagt Ralf Ludwig, der an der RWTH Aachen promoviert wurde, als Postdoc in den USA war, sich an der Uni Dortmund habilitierte und seit 2004 an der Universität Rostock am Lehrstuhl für Physikalische und Theoretische Chemie sehr erfolgreich mit internationaler Anerkennung forscht. Sein Spezialgebiet sind die ungewöhnlichen Eigenschaften von Wasser und Ionischen Flüssigkeiten sowie das Verständnis katalytischer Prozesse. 

Er wolle zum einen die Entwicklung eines Forschungs-Daten-Managements für die Chemie unterstützen. Damit schlägt der 58-jährige Chemiker zwei Fliegen mit einer Klappe. Erst kürzlich wurde er von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in ein Experten-Gremium gewählt, das den Aufbau einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) gestalten und begleiten soll. Eine bessere Auffindbarkeit, Zugänglichkeit und Nachnutzbarkeit von Daten sollen das wissenschaftliche Arbeiten und Erkenntnisprozesse weiter vorantreiben. „Der uneingeschränkte Zugang zu Forschungsdaten ist wichtig für eine erfolgreiche Karriere der Nachwuchswissenschaftler“, erläutert Ludwig. 

Die Arbeit mit dem wissenschaftlichen Nachwuchs liegt Ludwig besonders am Herzen. Die ADUC fördert beispielsweise Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Chemie sowie die Bildung eines geeigneten wissenschaftlichen Nachwuchses. Hier sieht Professor Ludwig seine zweite Aufgabe als Vorsitzender der ADUC. „Ich möchte mich in dem Gremium ganz besonders um die Habilitanden in der Chemie kümmern, damit sie an den Universitäten eine faire Chance für die wissenschaftliche Karriere erhalten“.

Text: Wolfgang Thiel

Gesellschaft Deutscher Chemiker
Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 27 Fachgruppen und vergibt zahlreiche Preise für besondere Leistungen in der chemischen Forschung. Von der traditionsreichen, bei der GDCh angesiedelten Arbeitsgemeinschaft Deutscher Universitätsprofessoren und -professorinnen für Chemie (ADUC) werden jährlich bis zu drei Nachwuchsgruppenleiter/innen (Habilitanden/innen, Stipendiaten/innen oder Juniorprofessoren/innen) für die Etablierung eines eigenständigen Forschungsgebietes ausgezeichnet.

Kontakt:
Professor Ralf Ludwig
Universität Rostock
Institut für Chemie
Tel.: +49 381 498-6517
Web: www.ludwig.chemie.uni-rostock.de

]]>
PressemeldungenStartseite
news-44171Fri, 22 Mar 2019 14:31:12 +0100Mehr als eine „Ausstellung“ – das „Experiment Zukunft“ startet https://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/mehr-als-eine-ausstellung-das-experiment-zukunft-startet-44171/Das „Experiment Zukunft“ gilt als eines der ambitioniertesten Projekte zum 600. Jubiläum der Universität Rostock. Mit 18 Kunstprojekten, einem AStA-Zukunftscampus sowie einem umfangreichen Workshop-, Performance- und Diskursprogramm ist „Experiment Zukunft“ die erste große Art & Science-Ausstellung in Norddeutschland. Die Schau wird am Sonnabend, dem 23. März 2019, um 18:00 Uhr im Beisein von Mecklenburg-Vorpommerns Finanzminister Mathias Brodkorb eröffnet und läuft bis zum 5. Mai. „Experiment Zukunft“ bringt Künstler, Wissenschaftler, Studierende sowie Bürger zusammen, um gemeinsam in wahrscheinliche, mögliche und fiktionale Zukünfte zu blicken.„Wir freuen uns, dass unser erstes großes Projekt zum Universitätsjubiläum nach langer und intensiver Vorbereitungszeit startet und sind sehr gespannt auf die Reaktionen“, sagte Universitätsrektor Professor Wolfgang Schareck. „In der Ausstellung werden die Besucherinnen und Besucher ermuntert, sich kontrovers und interaktiv mit den elementaren Zukunftsfragen unserer Zeit auseinanderzusetzen. Wer sich darauf einlässt, kann spannende Diskussionen erleben und viel Neues erfahren. Der Kuratorin Dr. Susanne Jaschko ist in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle eine bislang einzigartige Verknüpfung von Wissenschaft, Kunst und Zukunftsräumen gelungen, die die Zuschauer herausfordern und hoffentlich auch begeistern wird“, so der Rektor.

Die Zukunft als Experiment?
Kochen wir zuhause demnächst mit solarem Wasserstoff? Stichwort Genetic Engineering – werden wir künftig Daten nicht digital, sondern im Erbgut von Organismen speichern? Wie wäre es, wenn wir in Zukunft neue Freunde und Partner nur über ihren Körperduft und gemeinsame Duftpräferenzen fänden? Welche Sinnesorgane könnten Meerestiere entwickeln, um den Klimawandel und die Meeresverschmutzung zu überleben? Werden wir in ferner Zukunft von einer künstlichen Intelligenz regiert? Dies sind nur einige der Fragen, die die ausgestellten Projekte aufwerfen und damit ethische und gesellschaftliche Normen sowie ökologische Modelle auf den Prüfstand stellen.
„Wir assoziieren mit dem Wort Experiment einen offenen Ausgang – etwas nur bedingt in seinem Resultat Bestimmbares, vielleicht auch etwas Spannendes, neugierig Machendes. Doch wollen wir tatsächlich, dass die Zukunft ein Experiment ist?“, fragt die Kuratorin Dr. Susanne Jaschko, eine international erfahrene Expertin für zeitgenössische Kunst, digitale Kultur und Art & Science.

„Die Ausstellung richtet diese Frage an seine Besucher in der Form von künstlerischen Projekten, die mithilfe von wissenschaftlichen Methoden, in Referenz zu wissenschaftlicher Erkenntnis oder in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern entstanden sind oder während der Ausstellung weitergeführt werden. So unterschiedlich beide Disziplinen Kunst und Wissenschaft auf den ersten Blick sind, so vereint sie das Experimentieren, Beobachten und Erkunden sowie ein originäres Interesse an einer Auseinandersetzung mit der Welt im Großen und im Kleinen“, so Jaschko.

In diesem Sinne ist „Experiment Zukunft“ mehr als nur eine Ausstellung. Das ambitionierte Projekt lädt alle ein, gemeinsam zu denken, zu reden, zu riechen, zu fühlen, zu hören, zu experimentieren und zu gestalten. Jedes der 18 Wissenschaftskunstprojekte eröffnet einen Ein- und Ausblick in ein eigenes Universum, das unsere Zukunft entscheidend beeinflusst. Besucher können in interdisziplinären Workshops Zukunftstechniken wie Digitales Calligraffiti oder die Heimanalyse von Mikroplastik in Lebensmitteln erlernen. Im Rahmen des Diskursprogramms können Bürger an Themenabenden wie „Die Zukunft des Alterns“, „Energien für die Zukunft“ oder „Hybride Zukunft – Hybrider Mensch“ Forscher der Universität Rostock und Künstler nach ihren Untersuchungen, Prognosen und Vorstellungen von der Zukunft befragen und mit ihnen diskutieren. Im Ganzen kann so ein vielschichtiges, erweitertes und komplexes Bild von dem, was wir wissen und dem, was sein könnte, entstehen.

Wie werden wir in Zukunft studieren?  

Im AStA-Zukunftscampus haben sich zudem Studierende mit der Fragestellung auseinandergesetzt, wie junge Menschen in 50 oder 100 Jahren studieren werden. Dafür hat der wissenschaftliche Nachwuchs mit drei Schiffscontainern an das „Experiment Zukunft“ angedockt.
„Mehr als 13.000 junge Frauen und Männer studieren und leben in Rostock. Sie sind identitätsstiftend für eine weltoffene, tolerante und spannende Stadt. Da geht es auch um die Frage, wie können wir unsere Stadt als Studienort noch attraktiver und fit für die Herausforderungen der Zukunft machen“, betonte Kunsthallenleiter Jörg-Uwe Neumann, der das Projekt gemeinsam mit dem AStA initiiert hat.   

Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) als Vertretung der Studierendenschaft hat Vorstellungen und auch explizite Fragestellungen entwickelt, wie das studentische Leben in einigen Jahrzehnten in Rostock aussehen könnte und zum Mitmachen aufgerufen. „Wir wollen in mehreren Gedankenspielen einer ungefähren Vision, vielleicht Utopie, auf den Grund gehen“, so die beiden AStA-Projektleiter Johanna Treppmann und David Willer. „Was passiert, wenn die Mietpreise immer weiter ansteigen? Wie kann das Wohnheim der Zukunft aussehen? Wie wird sich die Uni verändern? Werden Räume in der Lehre bald überflüssig, weil per Videokonferenz und Lehre-on-Demand studiert wird? Und was passiert außerhalb der Hörsäle? Was isst der Studierende der Zukunft in der Mensa oder Molekularküche? Wie könnte das städtische Kulturangebot aussehen, das sich Studierende für die Zukunft wünschen?“ Studierende haben in kreativen Einsendungen die Uni, den Campus und die Mensa neu gedacht und entworfen. Diese Überlegungen sollen bis zum 27. April im Containeranbau vor der Kunsthalle präsentiert und diskutiert werden. Unterstützt wird der AStA-Zukunftscampus von der Landeskampagne „Studieren mit Meerwert“ und vom Jubiläumsbüro der Hanse- und Universitätsstadt Rostock.

„Experiment Zukunft“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Universität Rostock mit der Hanse- und Universitätsstadt Rostock und der Kunsthalle Rostock im Rahmen des Doppeljubiläums. Im vergangenen Jahr hat Rostock das 800. Stadtjubiläum gefeiert. In diesen Jubiläumsreigen fügt sich auch die Kunsthalle ein, die vor 50 Jahren eröffnet worden ist. Die Ausstellung läuft bis zum 5. Mai. Auf der Internetseite experimentzukunft.de wird ausführlich über die Ausstellung, die einzelnen Projekte, Veranstaltungen und Workshops informiert.

www.experimentzukunft.de

Kontakt:
Kuratorin Experiment Zukunft
Dr. Susanne Jaschko
Tel.: +49 1577 190 24 90
sjsujaschkode
www.sujaschko.de

Kunsthalle Rostock
Leiter: Dr. Jörg-Uwe Neumann
Tel.: +49 381 381 70 00
kunsthallerostockde
www.kunsthallerostock.de
www.facebook.com/kunsthallerostock

Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA)
Stellvertretende Vorsitzende: Johanna Treppmann
Kulturreferent: David Willer
Tel.: 0176-24 11 47 28
kulturasta-rostockde
www.asta-rostock.de
www.facebook.com/astaunirostock

Universität Rostock
Projekt „Universitätsjubiläum“: Dr. Kristin Nölting
Tel.: +49 381 498-10 27/-10 30
jubilaeum2019uni-rostockde
  

 

]]>
PressemeldungenStartseite
news-44145Thu, 21 Mar 2019 17:14:54 +0100Die Fortbewegung der Wirbeltiere - Zoo und Universität haben die erste gemeinsame Ausstellung im Jubiläumsjahr eröffnethttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/die-fortbewegung-der-wirbeltiere-zoo-und-universitaet-haben-die-erste-gemeinsame-ausstellung-im-jub/Zoodirektor Udo Nagel und der Kustos der Zoologischen Sammlung, PD Dr. Andreas Bick, haben heute gemeinsam mit den Studierenden des Masterstudiengangs „Integrative Zoologie“ an der Universität Rostock die Ausstellung „Durchschaut – Die Fortbewegung der Wirbeltiere“ im Darwineum eröffnet. Verschiedene Tierskelette aus dem Anatomischen und dem Zoologischen Institut sowie weitere Exponate sollen Antworten auf die Fragen geben, warum bestimmte Tiere so schnell laufen, so gut klettern oder so weit springen können. „Die Ausstellung ist eine echte Bereicherung für unser Darwineum“, lobte Zoodirektor Udo Nagel die Arbeit der Studierenden. „Das Gute dabei ist, von dem Geschenk der Uni zu unserem 120. Geburtstag haben alle Besucher etwas, da sie in der Ausstellung viele interessante Details zur Fortbewegung der Tiere erfahren.“
„Wer in den Zoo geht, möchte die Tiere in ihrem Umfeld beobachten“, sagte Kustos PD Dr. Andreas Bick. „Aber wie ist die Anatomie der Tiere? Welcher Skelettaufbau ermöglicht die hohen Geschwindigkeiten, die unglaubliche Sprungkraft oder herausragenden Klettereigenschaften? Das war der Ansatz der Ausstellung, dem unsere Studierenden in enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern aus dem Zoo nachgegangen sind.“

Zu bewundern sind unter anderem Skelette von unterschiedlichen Wirbeltieren, wie die von Flusspferd, Nashorn, Schweinswal, Schneeleopard, Faultier und Rhesusaffe. Auch das Deutsche Meeresmuseum Stralsund und das Institut für Spezielle Zoologie und Evolutionsbiologie der Universität Jena haben Exponate für die Ausstellung im Darwineum beigesteuert, so beispielsweise Röntgenbilder und Videos von Tieren in Bewegung.

Die Ausstellung ist für ein Jahr im Spiegelsaal des Darwineums zu sehen. Im kommenden Jahr werden die aus dem Anatomischen Institut stammenden Ausstellungsstücke aufgrund von Platzmangel nicht mehr dorthin zurückkehren, sondern in der Zoologischen Sammlung der Universität Rostock dauerhaft zu sehen sein.

Die Exposition ist Teil der gemeinsamen Aktivitäten im Doppeljubiläum 2018/19 der Stadt Rostock und der Universität mit dem Zoo. Während Rostock im vergangenen Jahr auf eine 800 Jahre alte Stadtgeschichte zurückblicken konnte, begeht die Rostocker Universität in diesem Jahr ihr 600. Jubiläum und der Rostocker Zoo feiert seinen 120. Geburtstag.

Kontakt:
Universität Rostock
Institut für Biowissenschaften
Allgemeine und Spezielle Zoologie
Kustos der Zoologischen Sammlung: PD Dr. Andreas Bick
Tel.: +49 381 498-6267
andreas.bickuni-rostockde

Zoologischer Garten Rostock gGmbH
Rennbahnallee 21 | D-18059 Rostock
Zoodirektor: Udo Nagel
www.zoo-rostock.de
www.facebook.com/zoorostock

]]>
PressemeldungenStartseite
news-44029Wed, 20 Mar 2019 11:08:25 +0100Verlorene Filme aus der Wendezeit erstmals in Rostock zu sehen: Studierende der Universität präsentieren Forschungsergebnisse in Filmreihe https://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/verlorene-filme-aus-der-wendezeit-erstmals-in-rostock-zu-sehen-studierende-der-universitaet-praesenti/Anlässlich des bevorstehenden 30. Jahrestages der Friedlichen Revolution in der DDR fand im Wintersemester 2018/19 im Studiengang Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Philosophischen Fakultät der Universität Rostock das Seminar „Nach der Wende: Die verlorenen Filme der DDR (1989-1992)“ statt. Vom 2. April bis zum 14. Mai 2019 präsentieren die Studierenden ihre Seminarergebnisse und kommen mit Zeitzeugen ins Gespräch. Kurz vor dem Fall der Berliner Mauer im Jahre 1989 bahnte sich im einzigen Spielfilmstudio der DDR in Potsdam-Babelsberg eine kleine Revolution an. DEFA-Studioleitung wie auch SED-Kulturpolitikerinnen und -politiker stimmten der Gründung der künstlerischen Produktionsgruppe „DaDaeR“ zu, in der sich die jüngste Regiegeneration versammelte. In ihren Arbeiten wollten sie inhaltlich und ästhetisch neue Wege gehen. Doch bevor die ersten Filme den Weg auf die ostdeutschen Leinwände der DDR fanden, war das Land, von dem diese kritischen und formal gewagten Filme handelten, schon wieder Geschichte. Weil sich zwischen Herbst 1989 und Sommer 1990 die Ereignisse in der DDR überstürzten, büßten die Geschichten der jungen Filmemacherinnen und -macher innerhalb von Wochen ihre Aktualität ein. Das Publikum war (noch) nicht bereit, in den Spiegel zu sehen und so fanden die Vorführungen der letzten DEFA-Filme nahezu ohne Zuschauer statt. Die Filme, nun Relikte vergangener Zeiten, verschwanden so schnell wie sie gekommen waren.

In der Filmreihe „Die verlorenen Filme der DDR (1989-1992)“, die aus dem Seminar im vergangenen Semester entstanden ist, zeigen Studierende acht dieser nahezu unbekannten Filme aus der Wendezeit. Sie präsentieren ihre Forschungsergebnisse in kurzen Einführungen und diskutieren mit den anwesenden Regisseuren.

Als Gäste haben sich angekündigt: die Regisseure Andreas Voigt („Leipzig im Herbst, „Letztes Jahr Titanic“), Peter Kahane („Die Architekten“), Jörg Foth („Letztes aus der DaDaeR“) und Herwig Kipping („Das Land hinter dem Regenbogen“).

Filmreihe „Die verlorenen Filme der DDR (1989-1992)“
Ort: Lichtspieltheater Wundervoll (li.wu.), Spielstätten Metropol, Barnstorfer Weg 4 und Frieda23, Friedrichstraße 23

Termine:

  • 2. April 2019, 19 Uhr, Leipzig im Herbst (1989) & Letztes Jahr Titanic (1991, beide Filme, Regie: Andreas Voigt)
    Gast: Andreas Voigt (Regisseur)
  • 9. April 2019, 19 Uhr, Die Architekten (1990, Regie: Peter Kahane)
    Gast: Peter Kahane (Regisseur) – Achtung: Vorführung in der Frieda23
  • 16. April 2019, 19 Uhr, Letztes aus der DaDaeR (1990, Regie: Jörg Foth)
    Gast: Jörg Foth (Regisseur)
  • 23. April 2019, 19 Uhr, Banale Tage (1990, Regie: Peter Welz)
  • 30. April 2019, 19 Uhr, Herzsprung (1992, Regie: Helke Misselwitz)
  • 7. Mai 2019, 19 Uhr, Das Land hinter dem Regenbogen (1991, Regie: Herwig Kipping)
    Gast: Herwig Kipping (Regisseur)
  • 14. Mai 2019, 19 Uhr, Stilles Land (1992; Regie: Andreas Dresen)

Kontakt:
Universität Rostock
Institut für Medienforschung an der Philosophischen Fakultät
Lehrstuhl für Kommunikations- und Medienwissenschaft
Dr. Andy Räder
Tel.: +49 381 498-2730
andy.raederuni-rostockde

]]>
PressemeldungenStartseite
news-43865Mon, 18 Mar 2019 10:43:58 +0100Medikamenten-Rückstände im Meer – Rostocker Forscher untersuchen Muschelnhttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/medikamenten-rueckstaende-im-meer-rostocker-forscher-untersuchen-muscheln-43865/Über Kläranlagen gelangen Medikamenten-Rückstände in Flüsse und Meere. Weithin unbekannt sind bislang die Auswirkungen von Arzneimittel-Rückständen auf Meeresorganismen. Meeresbiologin Inna Sokolova von der Universität Rostock untersucht in interdisziplinärer Zusammenarbeit die Auswirkungen auf Ostsee-Muscheln. Sie gelten als Gradmesser für den Zustand des Ökosystems Meer.Medikamenten-Rückstände im Meer: „Das Problem ist unsichtbar, aber sehr dringend“, sagt die international renommierte Professorin Inna Sokolova, die seit Juli 2016 an der Universität Rostock als Meeresbiologin forscht und jetzt insbesondere die Ostsee unter die Lupe nimmt. „Die Probleme, die die großen Weltmeere haben, sind in etwa alle ähnlich“, hat die Wissenschaftlerin herausgefunden. Reste von Medikamenten, wie beispielsweise Statine, würden unter anderem über Kläranlagen im Meer verteilt. Sie würden sich im Gewebe der Meerestiere anreichern. „Über die Wirkung wissen wir noch wenig. Nur, dass es passiert“, sagt Professorin Sokolova. Das Forschungsgebiet ist neu.

Am Beispiel der Muscheln untersuchen die Rostocker Biologen und Chemiker jetzt Tür an Tür, wie sich Restmedikamente, insbesondere am Beispiel von Statinen, Cholesterinspiegelsenker, die zu den meist verkauften Medikamenten gehören, auswirken. Ein kompliziertes Verfahren.

„Diese Tiere sind im Ökosystem die Ingenieure“, betont Inna Sokolova. Die Wissenschaftlerin ist gebürtige Westukrainerin, studierte in St. Petersburg, promovierte an der Russischen Akademie der Wissenschaften, habilitierte sich in den USA und wirkte auch bereits an einer Universität in Kanada. Für sie ist an der Alma Mater in Rostock sehr interessant, wie hier aktuelle Forschung in Kooperation zwischen verschiedenen Gebieten fächerübergreifend angegangen wird.

Gemeinsam mit der Chemikerin Dr. Christina Oppermann, die an der Universität Rostock studierte und promovierte, hat Professorin Sokolova Muscheln im Labor untersucht, die im mit Statinen versetzten Wasser lebten. „Wir wissen, dass die Tiere das Medikament schnell aufnehmen und in zwei chemische Formen umwandeln“, sagt Christina Oppermann. In der Muschel ließen sich aber keine ursprünglichen Statine mehr nachweisen. „Wir konnten aber zeigen, dass schon niedrige Konzentrationen Wirkung auf die Muscheln haben“. Die werden durch Statine in ihrem Energiestoffwechsel beeinflusst. „Das Gewebe ist dadurch weniger fett-und kohlehydrathaltig, und die Muscheln brauchen mehr Energie fürs Überleben.“ Es sei für die Meeres-Tiere nicht gut, wenn energiereiche Stoffe weniger würden. Die Forscher aus Rostock vermuten, dass es so auch weniger Energie für die Fortpflanzung gibt und deshalb weniger Nachwuchs bei den Muscheln, aber wieviel konkret, „das wissen wir noch nicht“, sagt Dr. Oppermann.

Diese Art der angewandten Umweltforschung trifft genau das Interesse der Chemikerin und Mutter eines sechsjährigen Sohnes. „Fälle bearbeiten, nach Geheimnissen suchen, das ist spannend“, ist Christina Oppermann sich einig mit Professorin Sokolova. Ob die von Muscheln produzierten statineähnlichen chemische Formen beispielsweise weiterhin biologisch aktiv sind, sie Auswirkungen auf andere Tiere oder gar Menschen haben, „das wissen wir ebenfalls noch nicht“, betont Professorin Sokolova. „Unser Pilot-Projekt wird Grundlage für weitere Forschungen sein.“ Die internationale Fachwelt horcht bereits auf. Eine erste Veröffentlichung haben beide gemeinsam mit den beteiligten Wissenschaftlern publiziert.

An der Universität Rostock haben die ersten drei Studenten ihre Masterarbeiten zum Thema Statine und ihre Auswirkungen auf Muscheln erfolgreich verteidigt. Die Biologen und Chemiker pflegen in der gemeinsamen Forschung eine rege Kommunikation miteinander. Bestimmte Fachbegriffe haben in den Fächern allerdings nicht die gleiche Bedeutung. „Jedes Fachgebiet hat eine eigene Sprache, weil die Wissenschaft hoch spezialisiert ist“, unterstreicht Professorin Sokolova. Das müsse man beim wissenschaftlichen Austausch beachten.

In ihrer aktuellen Forschungsarbeit geht die Wissenschaftlerin auch der Frage nach, wie mehrere Stressfaktoren, beispielsweise CO2, Temperaturschwankungen, Versauerung, Sauerstoffmangel und Wasserverschmutzung sich gegenseitig beeinflussen und welche Auswirkungen das für die Meerestiere hat. Wie diese Stressfaktoren miteinander interagieren, darüber gibt es noch keine umfangreicheren Forschungen.

Bisher ist das Ausmaß der Schäden für die Weltmeere insgesamt noch nicht hinreichend untersucht. „Das Verständnis der Wissenschaftler über die vom Menschen verursachten Belastungen der Ozeane und deren Folgen für Meeresorganismen ist allerdings deutlich gewachsen, die Gefahr ist erkannt“, sagt Inna Sokolova. Die Politik sei sensibilisiert und bestrebt, die ökologische Verwundbarkeit zu verringern. Text: Wolfgang Thiel

Originalpublikation unter: https://doi.org/10.1016/j.aquatox.2018.12.022

Kontakt:
Prof. Inna Sokolova
Universität Rostock
Institut für Biologie
Tel.: +49 381 498-6050
Tel.: +49 381 498-6051 (Sekretariat)
E-Mail: inna.sokolovauni-rostockde
http://www.meeresbiologie.uni-rostock.de/

Dr. Christina Oppermann
Universität Rostock
Institut für Chemie
Tel.: +49 381 498-6456
E-Mail: christina.oppermannuni-rostockde
http://www.kragl.chemie.uni-rostock.de/

]]>
PressemeldungenStartseite
news-43819Fri, 15 Mar 2019 13:28:27 +010050. Lebertransplantation erfolgreich von Professor Dr. med. Tsui Tung Yu an der Universitätsmedizin Rostock durchgeführthttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/50-lebertransplantation-erfolgreich-von-professor-dr-med-tsui-tung-yu-an-der-universitaetsmedizin/Seit dem Dienstantritt von Professor Tsui Tung Yu an der Universitätsmedizin Rostock vor vier Jahren hat der Chirurg bereits 50 Lebertransplantationen durchgeführt. Er setzt damit eine Tradition fort, die in Rostock 1996 mit dem Lebertransplantationsprogramm der Transplantationschirurgen Professor Ulrich Hopt und Professor Wolfgang Schareck erfolgreich begründet worden ist und durch Professor Ernst Klar fortgesetzt wurde. „Die von Herrn Tsui durchgeführten Transplantationen“, so hebt sein Vorgänger Professor Klar hervor, „haben eine Überlebensrate von 90 Prozent.“ Insbesondere hat der technisch ausgezeichnete Chirurg „die Lebendlebertransplantationen ohne das Erfordernis von Fremdbluttransfusionen durchgeführt“, wie Professor Schareck bewundernd hervorhebt.

Für Professor Klar ist die Lebertransplantation die Königsdisziplin in der hepatobiliären Chirurgie, mit der alle Therapieoptionen für Patienten mit Lebertumoren im Rostocker Zentrum durchgeführt werden können. Ein Schlüssel zum Erfolg ist dabei die harmonische Zusammenarbeit im Team des Transplantationsbüros der Chirurgischen Klinik. So assistiert Oberarzt Michael Gock vielen Transplantationen und Ramona Heiden betreut bereits seit 23 Jahren die transplantierten Patientinnen und Patienten engagiert und kompetent weiter.

Kontakt:
Professor Wolfgang Schareck
Rektor
Universität Rostock
Tel: +49 381 498-1000
rektoruni-rostockde

 

]]>
PressemeldungenStartseite
news-43669Wed, 13 Mar 2019 10:28:11 +0100Big Data – Wissenschaftler der Uni Rostock gewinnt aus wenigen Daten wertvolle Informationenhttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/big-data-wissenschaftler-der-uni-rostock-gewinnt-aus-wenigen-daten-wertvolle-informationen-43669/In der Medizin werden vielfältige und große Datenmengen generiert. Dennoch mangelt es oft genug an relevanten Daten. Ein Mathematiker der Universität Rostock aus dem Team um Professor Olaf Wolkenhauer vermehrt zielgerichtet Daten, um die Erfolgsaussichten bei der personalisierten Therapie von Krankheiten zu erhöhen. Künstliche Intelligenz bedeutet in diesem Fall mit mathematischem Ideenreichtum auch mit wenigen Daten auszukommen.Für die Diagnose, Prognose oder therapeutische Entscheidungen vergleicht ein Arzt die Werte eines Patienten mit den Werten einer „Gruppe“. Bei einer gewöhnlichen Blutprobe wird dem Arzt angezeigt, wenn ein Wert von der Norm abweicht. Den Normwert gewinnt man aus einer  sehr großen Anzahl von Patientendaten. Professor Olaf Wolkenhauer vom Lehrstuhl für Systembiologie und Bioinformatik der Universität Rostock betont die Bedeutung der Digitalisierung für die Medizin: „Mit modernen molekularbiologischen Technologien und bildgebenden Verfahren kann man heute eine Vielzahl mehr an Daten generieren und mit der Digitalisierung eröffnet sich die Chance, aus diesen Daten zu lernen.“ Die Methoden der künstlichen Intelligenz (KI) böten deshalb hervorragende Möglichkeiten, dem Arzt die Erfahrung vieler Patienten und vieler Kollegen an die Hand zu geben. Doch der Versuch, auf einen konkreten Patienten genau zugeschnittene Entscheidungen zu treffen, stelle die KI vor eine große Herausforderung, so der Rostocker Bioinformatiker.

Professor Ria Baumgrass vom Deutschen Rheumaforschungs-Zentrum (DRFZ) in Berlin ist genau mit diesem Problem konfrontiert: „Selbst bei einer so häufigen Diagnose wie Krebs, ist die Situation eines jeden Patienten sehr individuell. So gibt es zum Beispiel die besonders aggressive Form des schwarzen Hauptkrebses (malignes melanom), die unbehandelt innerhalb weniger Monate zum Tod führt. Die vielversprechenden neuartigen Immuntherapien bieten nun erstmals die Hoffnung auf Heilung. Es ist dabei aber besonders wichtig, schnell Voraussagen zu treffen, ob der konkrete Patient auf die jeweilige Therapie anspricht.“ Für den Einsatz modernster Technologien in der Diagnose und der Therapiekontrolle sind jedoch selten so große Datenmengen verfügbar, dass man mit Hilfe von Algorithmen lernen könnte, daraus sichere Voraussagen zu treffen.

Gemeinsam mit ihrer Mitarbeiterin Yen Hoang stellte die Berliner Wissenschaftlerin ihren innovativen Ansatz der Datenaufbereitung und ihre Fragestellung dem Rostocker Lehrstuhl für Bioinformatik und Systembiologie vor. Mit von der Partie war Saptarshi Bej, der nach seinem Master in Kalkutta (Indien) gerade seine Doktorarbeit in Wolkenhauers Arbeitsgruppe aufgenommen hatte. Der junge indische Mathematiker schlug vor, die aufbereiteten Daten algorithmisch zu vermehren, um so mit den etablierten Methoden des maschinellen Lernens bessere Vorhersagen zu ermöglichen.

Schon während seiner Ausbildung war er mit interdisziplinären Fragestellungen konfrontiert. Er belegte zu Beginn seines Studiums neben Mathematik auch Kurse in Biologie, Chemie, Physik und Geowissenschaften. Schnell überträgt er Modelle aus der Mustererkennung und der Bildverarbeitung auf den biomedizinischen Sachverhalt. „Bekannt ist die Vermehrung von Daten für das maschinelle Lernen bei der Mustererkennung in Bildern“, erklärt der Mathematiker Bej seinen Forschungsansatz. „Für sie ist es unerheblich, wo das Muster auftaucht, ob es gedreht ist oder auf dem Kopf steht, ob es ausgefranst ist oder farbig. Solche Abweichung erzeugen jeweils neue Daten und lassen die Geometrie des Musters doch unverändert.“ Die Herausforderung, der sich Saptarshi Bej gegenüber sieht, besteht nun darin, die Messwerte aus einer Blutprobe eines Patienten so zu variieren, als gehörten die neuen, erfundenen Daten zu einem weiteren Patienten mit der gleichen Erkrankung (und einem ähnlichen Immunsystem), – und zwar ohne zu wissen, welche Messwerte die Erkrankung tatsächlich charakterisieren. Der von der anwendungsnahen Forschung faszinierte junge Wissenschaftler versucht mit mathematischen Methoden in bis zu 40-dimensionalen Räumen herauszufinden, welches Datenmuster eine erfolgreiche Immuntherapie verspreche und welches nicht.

Mit der Digitalisierung medizinischer Informationen, da sind sich alle beteiligten Wissenschaftler einig, werden nicht nur vielfältige Fortschritte in der Diagnose möglich, erwartet wird auch die Einführung intelligenter Entscheidungssysteme zur Unterstützung des behandelnden Arztes. Der internationale Wettlauf zur Entwicklung solcher Systeme sei bereits in vollem Gange und die Rostocker Bioinformatik mit dabei.

Medienkontakt (EN):
Saptarshi Bej
Lehrstuhl für Systembiologie und Bioinformatik
Institut für Informatik
Fakultät für Informatik und Elektrotechnik
Universität Rostock
Tel.: +49 381 498-7575
saptarshi.bejuni-rostockde 

Medienkontakt (DE):
Professor Olaf Wolkenhauer
Lehrstuhl für Systembiologie und Bioinformatik
Fakultät für Informatik und Elektrotechnik
Universität Rostock
olaf.wolkenhaueruni-rostockde
https://www.sbi.uni-rostock.de/datascience (Deutschsprachige Übersicht)
https://www.sbi.uni-rostock.de (Englisch)

]]>
PressemeldungenStartseite
news-43667Wed, 13 Mar 2019 10:25:31 +0100Mit Sanddorn gegen seltene Erbkrankheitenhttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/mit-sanddorn-gegen-seltene-erbkrankheiten-43667/Wissenschaftler der Universitäten Rostock und Greifswald sowie des Leibniz-Instituts für Katalyseforschung (LIKAT) suchen interdisziplinär nach Wirkstoffen, die sich erfolgreich gegen erbliche Leber- und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen einsetzen lassen. Das Projekt „PePPP“ steht für „Proteinfehlfaltung, ER-Stress und Proteindegradation“ und wird im Rahmen der Exzellenzinitiative des Landes Mecklenburg-Vorpommern von der Europäischen Union gefördert.Der Wunsch Chemie zu studieren hat Manuel Gronbach aus Schleswig-Holstein nach Rostock geführt. Dem Rostocker Chemiestudium seien gute Noten attestiert worden, begründet der heutige Doktorand am Lehrstuhl für Technische Chemie von Professor Udo Kragl die Wahl seines Studienortes. Schon während des Studiums hat der Nachwuchswissenschaftler bei seiner Masterarbeit mit Medizinern kooperiert. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist eine Rostocker Spezialität. Dazu ist vor über zehn Jahren die Interdisziplinäre Fakultät gegründet worden.

Seine Doktorarbeit verfasst Gronbach auf dem Gebiet der Wirkstoffanalyse zur Bekämpfung seltener Erbkrankheiten der Leber und der Bauspeicheldrüse. Die Zusammenarbeit mit der Medizin schätzt er besonders: „Am Anfang war es gar nicht einfach, miteinander ins Gespräch zu kommen. Da gab es auch Missverständnisse, aber jetzt läuft es richtig gut. Wir kommunizieren viel miteinander.“ Besonders freut ihn dabei, gemeinsam „an einer sinnvollen Fragestellung“ zu arbeiten, eben „Menschen mit seltenen, aber schweren Krankheiten zu helfen“.

Dazu analysiert der junge Wissenschaftler Stoffe aus Sanddornbeeren. Dem Sanddorn werden bekanntlich heilende Kräfte nachgesagt, dennoch sei nicht klar gewesen, dass die Beeren des Strauches die Forscher auf die richtige Fährte lenken würden. Aus der bisherigen Forschung wusste man, dass sogenannte Flavonoide, zu denen viele Blütenfarbstoffe gehören, dabei helfen, den ER-Stress zu reduzieren. „Der ER-Stress entsteht durch gehäufte Fehlfaltungen von Proteinen im endoplasmatischen Retikulum – das ist nahe dem Zellkern“, erklärt Manuel Gronbach. Nun käme es darauf an, aus der Reihe von flavonoidhaltigen Pflanzen diejenigen zu finden, auf die die erkrankten Zellen ansprechen. „Mit dem Sanddorn ist uns ein Volltreffer gelungen“, sagt der Nachwuchs-Chemiker Gronbach nicht ohne Stolz.

Damit begann aber erst die Fleißarbeit. Es galt Auszüge mit verschiedenen Lösungsmitteln aus dem Sanddorn herzustellen, um schließlich den entscheidenden Wirkstoff oder die Wirkstoffkombination zu finden. Man sei auf einer ganz heißen Spur. Die von Manuel Gronbach gewonnenen Extrakte des Sanddorns werden in der Universitätsmedizin Greifswald und Rostock in Zellversuchen erprobt. Jedes Mal, wenn ein Anruf von seinen Kolleginnen Jana Marielle Modenbach aus der Unimedizin Greifswald oder Christina Hund vom Albrecht-Kossel-Institut der Unimedizin Rostock komme, erwartet er die Ergebnisse der Zellexperimente mit Spannung.

Bis zu einer möglichen Therapie mit den gefundenen Sanddorn-Wirkstoffen ist es allerdings noch ein gutes Stück Arbeit. Gronbach jedenfalls ist fasziniert von den Möglichkeiten der modernen analytischen Chemie. Er kann sich vorstellen, der Forschung in diesem Feld treu zu bleiben.


Kontakt:
Manuel Gronbach
Universität Rostock
Lehrstuhl für Technische Chemie
Tel.: +49 381 498-6451
manuel.gronbachuni-rostockde

]]>
PressemeldungenStartseite
news-43623Tue, 12 Mar 2019 09:57:26 +0100Spieler der Rostock Griffins studieren an der Universität Rostockhttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/spieler-der-rostock-griffins-studieren-an-der-universitaet-rostock-43623/An der Universität Rostock herrschen beste Bedingungen, um Studium und Sport zu verbinden. Ein Kooperationsvertrag zwischen Universität Rostock und Rostock Griffins trägt erste Früchte. Die Universität Rostock ist Partnerhochschule des Spitzensports. Durch eine erst im Januar 2019 geschlossene Kooperationsvereinbarung zwischen der Universität Rostock und den Rostock Griffins sollen Spieler und Studenten nach Rostock gelockt oder ihnen die Vereinbarkeit von Studium und Sport ermöglicht werden. Wer also in Rostock studiert und erfolgreich deutschlandweit American Football in der 2. Bundesliga GFL spielen möchte, trifft in Rostock auf gute Rahmenbedingungen für das zeitintensive Training.

Ein Angebot, dass der Dresdner Dennis Wuchrer, der zwei Jahre Kapitän in der Dresdner U 19 war, zu schätzen weiß. Er studiert seit Oktober letzten Jahres Lehramt für Mathematik und Sport an der Universität Rostock. „Football ist für mich mehr als ein Hobby“, sagt der 19-Jährige. „Das ist Ansporn zu Höchstleistungen auch in der Gruppe, in der man so etwas wie familiären Zusammenhalt spürt“, betont der Athlet.

Dass er den Weg nach Rostock zur hiesigen Universität gefunden hat, freut besonders Jens Putzier, Vorstand der Rostock Griffins. Dennis komme aus dem starken Jugendprogramm der Bundesligareserve der Dresden Monarchs und sei dort mehrfach für seine Leistungen ausgezeichnet worden. Im letzten Jahr erhielt Dennis Wuchrer den „Offense MVP“, eine Auszeichnung für den wertvollsten Offensivspieler in Dresden.  „Ein starker Typ, den wir in Rostock sehr gut gebrauchen können“, betont Jens Putzier.

Dennis fühlt sich bei den Rostock Griffins längst heimisch. Sein jetziger Trainer mit Dresdner Vergangenheit, Dr. Christopher Kuhfeldt, habe ihm die Hansestadt empfohlen. An deren Universität und im Rostocker Team ist er mit offenen Armen empfangen worden. Dass die Universität Rostock eine Kooperationsvereinbarung mit den Griffins geschlossen hat, „das ist für unseren Sport ein gutes Signal “, meint der erfolgreiche Athlet. „Sport und Studium zu verbinden, das ist sehr wichtig“.

Das sieht auch sein Team-Kollege Erik Weilandt so. Der gebürtige Rostocker studiert im dritten Semester Physik. Ein anspruchsvolles Studium. „Im Sport gibt es keine Entschuldigung für schlechte Form“, weiß der 22-Jährige. Das gelte auch fürs Studium. „Es ist immer ein Eins gegen Eins, dem man nicht entweichen kann“. Erik treibt seit Kindesbeinen an Sport. Er hat beim FC Hansa bis zur A-Jugend trainiert und dann die Herausforderung beim American Football gesucht und gefunden.

Durch die Kooperationsvereinbarung habe aus seiner Sicht sowohl der Verein Rostock Griffins als auch die Universität eine großartige Bühne. Vorteile beim Studium wolle er daraus allerdings nicht ziehen. „Ich mache den Sport nicht, um es im Studium leichter zu haben“, unterstreicht der Rostocker. Doch Jens Putzier ist froh, dass für Studenten durch die Kooperationsvereinbarung Prüfungstermine und Zeitmanagement im Studium  besser miteinander in Einklang gebracht werden können. Er sei sicher, dass das Angebot weitere Studenten an die Universität Rostock und damit zu den Griffins ziehen werde.

Text: Wolfgang Thiel

Kontakt:
Dr. Michael Vogt
Pressesprecher
Leiter Presse- und Kommunikationsstelle
Universität Rostock
Presse- und Kommunikationsstelle
Tel.: +49 381 498-1013 | Fax: +49 381 498-1032
E-Mail: michael.vogtuni-rostockde
Web: https://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/presse-u-kommunikationsstelle/

]]>
PressemeldungenStartseite
news-43607Mon, 11 Mar 2019 17:18:38 +0100Kooperation der Universität Rostock mit kubanischen Universitäten soll verstärkt werdenhttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/kooperation-der-universitaet-rostock-mit-kubanischen-universitaeten-soll-verstaerkt-werden-43607/Vom 28. Februar bis zum 7. März 2019 war eine sechsköpfige Delegation mit dem Rektor der Universität Rostock, Professor Wolfgang Schareck, der Agrarökologin Professorin Bettina Eichler-Löbermann, dem Wasserwirtschaftler Professor Jens Tränckner, dem Abfallwirtschaftler Professor Gert Morscheck, der Molekularbiologin Professorin Silke Ruppel vom Leibniz-Institut IGZ in Großbeeren sowie Sonia Cortes-Sack vom Rostock International House in Kuba. Den Auftakt der Delegiationsreise bildete ein vom DAAD organisierter Marktplatz deutscher Hochschulen anlässlich der Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag von Alexander von Humboldt, dem „zweiten Entdecker Kubas“. Auf dieser Veranstaltung präsentierten Professor Schareck und Professorin Eichler-Löbermann die Kooperationsbeziehungen der Universität Rostock mit den Universitäten in Kuba und Latein-Amerika. Nach dem Besichtigung einer Finca, die nach den Kriterien einer ökologischen und nachhaltigen Wirtschaftsweise Kräuter und Gemüse anbaut, besuchte die Delegation die Universität Pinar del Rio. Das Treffen diente der Verstetigung bestehender Kooperationen und zur Aufnahme neuer Kooperationen in den Agrarwissenschaften insbesondere auf dem Gebiet der Agrobiodiversität.

Unter Leitung von Professorin Eichler-Löbermann fand ein zweitägiger Workshop im Rahmen eines BMBF-geförderten Projektes zum Nährstoffrecycling in der Landwirtschaft statt, an dem sich fünf kubanische Universitäten und das Julius Kühn Institut aus Braunschweig beteiligten. Rektor Schareck traf sich mit den Hochschulleitungen der Universitäten von Havanna, Santa Clara und der Technischen Universität in Havanna (CUJAE). Dabei wurden Einladungen zum 600. Universitätsjubiläum der Universität Rostock ausgesprochen und eine Universitätspartnerschaft mit der Universität von Havanna unterzeichnet. Den Abschluss der Delegationsreise bildete eine Einladung des deutschen Botschafter Thomas Neisinger mit Vertretern der Max Planck Gesellschaft in seiner Residenz.

Kontakt:
Professor Wolfgang Schareck
Rektor
Universität Rostock
Tel: +49 381 498-1000
E-Mail: rektoruni-rostockde
www.uni-rostock.de

]]>
PressemeldungenStartseite
news-43377Fri, 08 Mar 2019 11:00:24 +0100Molekularer Schalter von Wissenschaftlern der Universität Rostock entdeckthttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/molekularer-schalter-von-wissenschaftlern-der-universitaet-rostock-entdeckt-43377/Chemiker und Physiker der Universität Rostock konnten jüngst einen molekularen Schalter auf Phosphorbasis charakterisieren, wie er bislang noch nicht beobachtet worden ist. Damit leisten die Wissenschaftler einen Beitrag zur Grundlagenforschung an der Universität Rostock, die vom renommierten Fachblatt „Chemical Science“ mit einer Veröffentlichung gewürdigt worden ist.Entdeckungen in der Naturwissenschaft sind selten und in den meisten Fällen zufällig. So auch die Entdeckung, die jüngst Chemikern der Universität Rostock geglückt ist.

„Die Entdeckung des Schaltverhaltens war rein zufällig,“ bemerkt Professor Axel Schulz, Inhaber des Lehrstuhls für Anorganische und Elementorganische Chemie an der Universität Rostock, auf die Frage, wie es zu der Entdeckung gekommen sei. Er erläutert: „Die Verbindung bildet dunkelblaue Kristalle, die sich unter Einwirkung von Licht entfärben.“ Bereits schwaches Licht reiche aus, um die Struktur der Verbindung zu verändern, weshalb sich die Aufklärung der Molekülstruktur als schwierig erwiesen habe. Alle Arbeiten zur Bestimmung der Molekülstruktur mussten in völliger Dunkelheit erfolgen.

Der entdeckte molekulare Schalter steuere den Ablauf einer chemischen Reaktion, die durch Bestrahlung mit Licht in zwei verschiedene Richtungen gelenkt werden könne. „Das kann man sich vorstellen wie eine Ampel, die Autos in verschiedene Richtungen fahren lässt, nur dass sich das Ganze auf der molekularen Ebene abspielt“, sagt Dr. Jonas Bresien, Habilitand am Lehrstuhl. „Unseres Wissens ist ein solches Verhalten zuvor nicht beobachtet worden.“

So konnte die chemische Verbindung mithilfe der magnetischen Kernresonanz-Spektroskopie untersucht werden. „Mit dieser Methode kann man sozusagen in das Innere von Molekülen schauen, ähnlich wie ein MRT (Magnetische Resonanz Tomografie) in das Innere von Lebewesen schauen kann,“ erklärt Dr. Bresien. „Durch Bestrahlen der Probe innerhalb des Spektrometers konnten die strukturellen Veränderungen beim Schalten direkt beobachtet werden,“ erläutert Professor Schulz.

Um das Schaltverhalten genauer zu verstehen, haben sich die Chemiker Unterstützung bei den Physikern geholt. In Zusammenarbeit mit Professor Stefan Lochbrunner vom Institut für Physik der Universität Rostock wurde bestimmt, wie viele Lichtteilchen, sogenannte Photonen, benötigt werden, um einen Schaltvorgang in einem einzelnen Molekül auszulösen. Wie sich herausstellte, ist das System vergleichsweise effizient. Etwa jedes vierte Photon führt zu einem erfolgreichen Schaltvorgang.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Chemikern und Physikern, durchgeführt  im Rahmen eines Projektes am Department „Leben, Licht und Materie“, war äußerst erfolgreich, zumal alle experimentellen Arbeiten auf dem Südstadtcampus der Universität Rostock zügig durchgeführt werden konnten.

„Mithilfe der gewonnenen Erkenntnisse konnten wir uns eine Reaktion überlegen, in der wir das Schaltverhalten ausnutzen, um eben diese chemische Reaktion zu manipulieren. Dies funktioniert sogar umkehrbar, sodass die verschiedenen Reaktionsprodukte immer wieder ineinander umgewandelt werden können,“ so Axel Schulz. Im Moment sei das reine Grundlagenforschung, könne aber in Zukunft für die Steuerung von katalytischen Prozessen, etwa bei der großtechnischen Herstellung von Kunststoffen oder Medikamenten, von Bedeutung sein.

Hintergrund

Molekulare Schalter
Molekulare Schalter sind Moleküle, die ihre Struktur zum Beispiel durch Einstrahlen von Licht verändern können. Sie können im Bereich der Miniaturisierung von Elektronik Anwendung finden, beispielsweise als Datenspeicher auf molekularer Ebene oder auch als sogenannte Molekulare Maschinen, wie zum Beispiel winzige Motoren, die nicht größer als ein Molekül sind. Bekannt sind molekulare Schalter auch in Organismen. Beispielsweise verwendet die Natur molekulare Schalter im Auge. Sie erzeugen den Sehreiz und sind damit für unser Sehvermögen unabdingbar.

Phosphorus mirabilis feiert seinen 350. Geburtstag
Wie viele Alchemisten seiner Zeit war der Hamburger Apotheker und Alchemist Henning Brand 1669 auf der Suche nach dem „Stein der Weisen“ – einer Substanz, die unedle Metalle wie z.B. Eisen in Gold umzuwandeln vermag. Brand wollte diesen „Stein des Weisen“ aus Urin gewinnen, indem er ihn erhitzte, wobei er eine weiße, wachsartige Substanz isolierte, die mit einem grellem weißen Licht verbrennt und im Dunkeln leuchtet. Deshalb nannte man diese chemische Lichtquelle „phosphorus mirabilis“ (griech. „wundersamer Lichtträger“).

Originalveröffentlichung: https://pubs.rsc.org/en/content/articlelanding/2019/sc/c8sc04893b#!divAbstract

Kontakt:
Prof. Dr. Axel Schulz
Universität Rostock
Institut für Chemie
Tel.: +49 381 498-6400
E-Mail: axel.schulz@uni-rostock.de

 

 

]]>
PressemeldungenStartseite
news-43363Thu, 07 Mar 2019 21:11:31 +0100DPG-Jahrestagung in Rostockhttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/dpg-jahrestagung-in-rostock-43363/Zum 600. Bestehen der Universität Rostock treffen sich die weltweit besten Quantenjongleure in der Stadt / 100 Jahre Ehrendoktorwürde für Albert Einstein / Festakt mit Turbulenzen Rostock/Bad Honnef, 21. Februar 2019 – Rund 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden zwischen dem 11. - 15. März 2019 zur diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) an der Universität Rostock erwartet. Das Treffen – das auch zwei Nobelpreisträger zu seinen Gästen zählt – ist zugleich die Tagung der Sektion Atome, Moleküle, Quantenoptik und Plasmen (SAMOP) und wichtiges Forum zur Diskussion aktueller physikalischer Themen etwa aus den Bereichen Quantentechnologien, Präzisionsmetrologie und Röntgenlaser. Darüber hinaus treffen sich hier die Arbeitskreise Energie, Industrie und Wirtschaft und die Arbeitsgruppen Information sowie Physik und Abrüstung.

Rostock ist als Tagungsort für die DPG-Jahrestagung sehr bewusst gewählt: Zum einen feiert die Universität in diesem Jahr ihr 600-jähriges Bestehen. Zum anderen erhielt Albert Einstein vor genau 100 Jahren von der Universität die einzige Ehrendoktorwürde von einer deutschen Hochschule – interessanterweise in Medizin!

Einladung zum Pressegespräch

Montag, 11. März 2019, 10:30 Uhr
Ulmencampus der Universität Rostock
Haus 1, SR018
Ulmenstraße 69
18057 Rostock

u.a. mit:

Prof. Dr.Dieter Meschede, Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft
Prof. Dr.Stefan Lochbrunner undProf. Dr. Dieter Bauer, Tagungsleiter, Universität Rostock
Prof. Dr.Andreas Buchleitner, Sprecher der Sektion Atome, Moleküle, Quantenoptik und Plasmen (SAMOP)

Schwerpunkte des Pressegesprächs werden neben den Inhalten der Tagung beispielsweise auch aktuelle Bestrebungen unterschiedlicher Forschungsförderorganisationen sein, künftig nur noch über Open Access publizieren zu lassen.

Anschließend lädt die DPG zu einem kleinen Imbiss ein.

Festakt
(presseöffentlich)
Dienstag, 12. März 2019, 14:00 - 16:00 Uhr
Audimax der Universität Rostock
Ulmenstr. 69

Auf einem Festakt, an dem auch die Bildungsministerin von Mecklenburg-Vorpommern, Frau Birgit Hesse, und der Rektor der Universität Rostock, Prof. Dr. med. Wolfgang Schareck teilnehmen werden, verleiht die DPG zahlreiche Preise, darunter ihre beiden höchsten Auszeichnungen:

Die Stern-Gerlach-Medaille für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der experimentellen Physik erhalten Prof. Dr. Johanna Stachel vom Physikalischen Institut der Universität Heidelberg und Prof. Dr. Peter Braun-Munzinger von der Gesellschaft für Schwerionenforschung in Würdigung ihrer herausragenden Beiträge zur Interpretation von Schwerionenkollisionen und zum Verständnis der Phasenstruktur von Materie unter extremen Bedingungen. Frau Stachel ist übrigens die erste Frau, die diesen Preis erhält. Von 2012 bis 2014 war sie zudem die erste Präsidentin der Deutschen Physikalischen Gesellschaft.

Turbulent geht es bei der Verleihung der Max-Planck-Medaille an Prof. Dr. Detlef Lohse vom Department of Physics der Universität Twente und seinem Vortag "Ultimate Rayleigh-Bénard and Taylor-Couette turbulence" zu. Er erhält die höchste Auszeichnung der DPG für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der theoretischen Physik in Würdigung seiner bedeutenden Beiträge zum Verständnis der Physik turbulenter Strömungen sowie zur Einzelblasen-Sonolumineszenz.

Anschließend hält Prof. Dr. Matthias Weidemüller von der Heidelberger Forschungsgruppe Quantendynamik den Festvortrag mit dem Titel „Taming Atomic Giants – How Rydberg atoms became veritable quantum simulators“.

Weitere Highlights

Die Physik-Nobelpreisträger Klaus von Klitzing und William Daniel Phillips geben Einblicke in die Neudefinition des SI-Einheitensystems.

William Daniel Phillips berichtet am Mittwoch, den 13. März 2019 um 8:15 Uhr über den aktuellen Status bei der Zeiteinheit Sekunde, die nach der Neudefinition der SI-Einheiten nun ebenfalls auf eine neue Basis gestellt werden muss.

Klaus von Klitzing zeigt um 11:00 Uhr im gleichen Hörsaal, wie stark der Einfluss von elektrischen Quantenstandards auf die Neudefinition ist, bei der die Elementarladung e und die Planck-Konstante h als Naturkonstanten nun feste Werte annehmen.

Dazwischen spricht um 9:00 Uhr Ferdi Schüth vom Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, Mülheim an der Ruhr, ebenfalls im Audimax über chemische Energiespeicher unterschiedlicher Zeit- und Größenordnungen sowie über deren Integration in das Energiesystem.

Für den Terminkalender

Öffentliche Abendveranstaltungen (Eintritt frei)

  • Von essbaren Quanten und massiven Materiewellen
    Mittwoch, 13. März 2019, 18:30 - 19:30 Uhr
    Audimax der Universität Rostock
    Ulmenstraße 69
    Prof. Dr. Markus Arndt, Universität Wien
    Träger des Robert-Wichard-Pohl-Preis 2019 der DPG
  • Schauvorlesung der Rostocker Physikfachschaft:
    Spaß mit anschaulichen Physik-Experimenten
    Dienstag, 12. März 2019, 19 Uhr
    Audimax der Universität Rostock
    Ulmenstraße 69
  • EinsteinSlam – Physik in (jeweils) 10 Minuten
    Dienstag, 12. März 2019, 20 Uhr
    Audimax der Universität Rostock
    Ulmenstraße 69
  • 2100: A Climate Space Odyssee
    Donnerstag, 14. März 2018, 18:30 - 19:30 Uhr
    Audimax der Universität Rostock
    Ulmenstraße 69
    Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber,
    Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)
    Max-von-Laue-Vortrag

Die Frühjahrstagungen der DPG

Die Frühjahrstagungen sind ein zentraler Bestandteil der Aktivitäten der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG). Sie sind wichtige Plattformen für junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, auf denen sie ihre Forschungsarbeiten oft zum ersten Mal einem größeren Fachpublikum vorstellen. Darüber hinaus hat der Nachwuchs dort die Möglichkeit, mit erfahrenen Physikerinnen und Physikern aus Wissenschaft oder Industrie ins Gespräch zu kommen, Kontakte zu knüpfen und sich Anregungen für die Berufs- und Karriereplanung einzuholen.

Kostenfreie Teilnahme für Lehrkräfte

Auch in diesem Jahr lädt die DPG wieder Lehrerinnen oder Lehrer ein, kostenfrei an der Tagung teilzunehmen. Dazu reicht die Vorlage einer Bestätigung der Schule.

Weitere DPG-Frühjahrstagungen

Rostock ist nicht der einzige Tagungsort für die DPG-Frühjahrstagungen. In München treffen sich eine Woche später über 1.200 Physikerinnen und Physiker der Sektion Materie und Kosmos (SMuK). Dort diskutieren sie über aktuelle Fragen der extraterrestrischen Physik, der Gravitations- und Relativitätstheorie sowie über die Physik der Hadronen und Kerne.

In der Woche vom 25. bis 29. März findet in Aachen dann eine Tagung statt, auf der Teilchenphysiker auf KI-Experten treffen.

Den Abschluss bildet die Frühjahrstagung der Sektion Kondensierte Materie (SKM) in Regensburg vom 31. März bis 5. April. Mit fast 6.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wird das der größte Physikkongress Europas sein.

Hinweise für die Redaktionen:

Nach vorheriger Akkreditierung unter pressedpg-physikde sind Journalistinnen und Journalisten zu allen Veranstaltungen herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist dann kostenfrei.

  1. Für freie Journalistinnen oder Journalisten, die an der Tagung teilnehmen wollen, um darüber zu berichten, stellt die DPG ein begrenztes Kontingent an Reisestipendien zur Verfügung. Interessenten melden sich bitte per E-Mail an: pressedpg-physikde

Pressetipps:
https://www.dpg-physik.de/presse/presseinformationen/presseinformationen-zu-den-dpg-tagungen-2019/pressetipps_rostock_2019.pdf  (PDF; 400 kB)

Ansprechpartner für die Presse:

Gerhard Samulat

Tel.: 02224 / 9232-33, E-Mail: pressedpg-physikde
Mobil: 01577/4035823 (während der Tagung)

Tagungsleitung:

Prof. Dr. Stefan Lochbrunner:
Tel.: 0381-498-6960, E-Mail: stefan.lochbrunneruni-rostockde

Prof. Dr. Dieter Bauer:
Tel.: 0381-498-6940, E-Mail: dieter.baueruni-rostockde

Institut für Physik, Universität Rostock

Weitere Informationen zur Tagung:
rostock19.dpg-tagungen.de

Weitere Informationen zu allen Frühjahrstagungen der DPG unter:
https://www.dpg-physik.de/aktivitaeten-und-programme/tagungen/fruehjahrstagungen/dpg-fruehjahrstagungen-2019

Die Deutsche Physikalische Gesellschaft e. V. (DPG), deren Tradition bis in das Jahr 1845 zurückreicht, ist die älteste nationale und mit mehr als 60.000 Mitgliedern auch größte physikalische Fachgesellschaft der Welt. Als gemeinnütziger Verein verfolgt sie keine wirtschaftlichen Interessen. Die DPG fördert mit Tagungen, Veranstaltungen und Publikationen den Wissenstransfer innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft und möchte allen Neugierigen ein Fenster zur Physik öffnen. Besondere Schwerpunkte sind die Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses und der Chancengleichheit. Sitz der DPG ist Bad Honnef am Rhein. Hauptstadtrepräsentanz ist das Magnus-Haus Berlin. Website: www.dpg-physik.de

]]>
PressemeldungenStartseite
news-43301Wed, 06 Mar 2019 11:34:38 +0100Warnemünder Forscher testen Herzklappen auf modernstem Prüfstandhttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/warnemuender-forscher-testen-herzklappen-auf-modernstem-pruefstand-43301/Medizinprodukte müssen strengste Auflagen erfüllen, bevor sie im menschlichen Körper zum Einsatz kommen. Mit dem neuen Herzklappenprüfstand des Institutes für ImplantatTechnologie und Biomaterialien (IIB e.V.) werden Herzklappen unter realitätsnahen Bedingungen zuverlässiger geprüft als bisher. Zudem ermöglicht dies die schnellere Entwicklung nächster Implatatgenerationen und deren klinische Erprobung.Technik hilft heilen. Doch bevor ein Implantat in einen menschlichen Körper eingesetzt werden kann, muss es eingehend getestet werden, sonst ist das Risiko für die Patienten einfach zu groß. Am Institut für ImplantatTechnologie und Biomaterialien (IIB e.V.) in Rostock-Warnemünde werden solche Tests entwickelt. Auf den Prüfstand kommen zum Beispiel künstliche Herzklappen und Gefäßimplantate, sogenannte Stents, aus aller Welt, aber auch von der anderen Straßenseite vom Medizinprodukte-Hersteller BIOTRONIK/CORTRONIK. Getestet werden diese Implantate nach neuesten und anspruchsvollen Standards und Normen. Medizinprodukte von internationalen Firmen, darunter aus dem asiatischen und amerikanischen Raum, werden am IIB scharf unter die Lupe genommen und beurteilt.

Im hochmodernen Labor des An-Instituts der Universität Rostock steht seit kurzem ein Herzklappenprüfstand. Der kommt aus den USA. „Das ist das Neueste, was es derzeit auf der Welt zum Prüfen von Herzklappen gibt“, sagt Institutsdirektor Professor Klaus-Peter Schmitz nicht ohne Stolz. „Der Messwert ist uns heilig für die Sicherheit der Patienten“. So werde die Qualität des Blutstroms durch die Klappe gemessen und bewertet, um die Bildung von gefährlichen Blutgerinnseln zu verhindern. Mit dieser neuen Technik kann die Funktion des Herzens unter Laborbedingungen nachempfunden werden. So können neue Herzklappenprothesen, die in Warnemünde im Labor alle Prüfungen bestanden haben, zeitnah in der Klinik zum Wohl der Patienten eingesetzt werden.

Das Schweriner Wirtschaftsministerium hat diese nicht alltägliche Investition des als Kompetenzzentrum für Medizintechnik agierenden Instituts möglich gemacht. Damit verfügt es über eine weltweit konkurrenzfähige Geräte-Ausstattung, die insbesondere der regionalen Wirtschaft zugutekommt. Das ist ein Anliegen, das Verwaltungsdirektorin Andrea Bock stets im Blick hat. „Unsere Forschungsergebnisse fließen unmittelbar in die regionale Wirtschaft ein“, betont Andrea Bock.

Doch in den Warnemünder Laboren wird nicht nur geprüft. „Wir erarbeiten gemeinsam mit Kardiologen der Universitätsmedizin Rostock um Professor Hüseyin Ince und Dr. Alper Öner neue Qualitäts-Kriterien und Prüfmethoden für Herzklappen und entwickeln zudem neue Designs beziehungsweise Klappenformen“, erläutert Professor Schmitz. Die neue Generation von künstlichen Herzklappen lässt sich wie ein Regenschirm zusammenfalten und minimalinvasiv über einen Katheter an die Stelle der defekten Klappe im Patienten platzieren. Dort wird die neue Herzklappe entfaltet und nimmt sofort ihren Dienst auf. Der Brustkorb des Patienten muss dazu nicht mehr geöffnet werden.

Die hochspezialisierten Ingenieure im Team von Professor Schmitz haben sich nun das Ziel gesetzt, die Bildung von Wirbeln beim Durchströmen des Implantates durch entsprechende Designs zu vermeiden. Damit würde die Gefahr der Bildung  von Blutgerinnseln verringert. Sein 25-köpfiges Team erschließt sich gemeinsam mit den Mitarbeitern des Instituts für Biomedizinische Technik der Universitätsmedizin Rostock, unter der Leitung von Professor Niels Grabow, neue Forschungsgebiete, wie beispielsweise Implantate zur Therapie des Vorhofflimmerns.

Eine Aufgabe, die viel Ingenieurskunst verlangt. Dr. Michael Stiehm beherrscht sie und ist mit Begeisterung für diese Aufgabe am Werk. „Man muss sich mit der Physiologie des Menschen auskennen“, sagt der 34-Jährige, der an der Universität Rostock Maschinenbau studierte und promovierte und dessen Spezialgebiet die Strömungslehre ist. Es gehe um das Einstellen der richtigen Drücke und Flüsse sowie eine hochgenaue Analyse der Messdaten von Herzklappen. Diese Forschung, die auch in die Entwicklung neuer Therapie- und Diagnostikplattformen mündet, macht die Entwicklung neuer Implantate möglich. Durch bilaterale Forschungsverträge des Instituts mit international agierenden Unternehmen und Forschungseinrichtungen haben die Warnemünder Wissenschaftler den Blick weit über den eigenen Tellerrand hinaus gerichtet.

Dieses medizintechnische Spezialgebiet begeistert auch den Master-Studenten der Biomedizintechnik, Jan Oldenburg. Für eine hohe Implantat-Sicherheit all sein Wissen in die Waagschale zu werfen, das sei sein ethischer Anspruch, beschreibt der Student seine Motivation für sein Engagement in der Forschung. Denn, wer etwas entwickle, der müsse in der Regel auch testen, ob es funktioniert. „Bei Implantaten, die einem Menschen eingesetzt werden, ist das eine anspruchsvolle Aufgabe“, weiß Jan Oldenburg.

Text: Wolfgang Thiel

Kontakt:
Prof. Dr.-Ing. habil. Klaus-Peter Schmitz
Tel.:  +49 381 54345-600
E-Mail: schmitz@iib-ev.de
http://www.iib-ev.de

 

 

]]>
PressemeldungenStartseite
news-43285Wed, 06 Mar 2019 08:03:40 +0100Universität Rostock leitet Projekt zur Stärkung von Bürgerbeteiligung im Ostsee-Raum https://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/universitaet-rostock-leitet-projekt-zur-staerkung-von-buergerbeteiligung-im-ostsee-raum-43285/Die geringe Bevölkerungsdichte im baltischen Raum erschwert es den Kommunen, ihre Bürger in kommunale Projekte und die Diskussion über relevante Themen einzubeziehen. Es werden Instrumente benötigt, mit denen sich Menschen an Entscheidungen ihrer Gemeinde beteiligen können. Ein neues internationales Projekt unter der Leitung der Universität Rostock widmet sich diesem Thema. Das Vorhaben wird im Rahmen des EU-Programms Interreg Baltic Sea Region über drei Jahre mit 1,5 Mio Euro gefördert. Das Projekt „Empowering Participatory Budgeting in the Baltic Sea Region“ (EmPaci) hat die Förderung von Bürgerhaushalten im baltischen Raum zum Gegenstand. Bei Bürgerhaushalten werden in einem Prozess der demokratischen Entscheidungsfindung Bürger an der Vorbereitung und Verabschiedung eines kommunalen Haushalts beteiligt. Bislang sind Bürgerhaushalte im baltischen Raum jedoch nur wenig verbreitet.

Das Projekt zur Förderung von Bürgerhaushalten wurde von Professor Peter C. Lorson und Dr. Ellen Haustein (beide Universität Rostock, Lehrstuhl für ABWL: Unternehmensrechnung und Controlling) im Rahmen des EU-Programms Interreg Baltic Sea Region eingeworben. 306.000 Euro der Fördersumme erhält die Universität Rostock. Aktuell sind Partner aus fünf Ostseeanrainerstaaten (Deutschland, Finnland, Lettland, Litauen und Polen) beteiligt. Die Möglichkeiten einer Ausweitung auf Russland (St. Petersburg) werden derzeit geprüft. Die Länderkonsortien bestehen jeweils aus einem kommunalen Partner und einer Nichtregierungsorganisation sowie einer wissenschaftlichen Einrichtung. Das deutsche Konsortium bilden die Stadt Bützow, der dort ansässige gemeinnützige Bürgerverein Pferdemarktquartier Kultur und Region e.V. und die Lehrstühle von Professor Lorson (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät) und Junior-Professor Michael Fellmann (Fakultät für Informatik und Elektrotechnik) der Universität Rostock.

Ziel von „EmPaci“ ist es, in baltischen Kommunen die Idee des Bürgerhaushaltes und die bewährten Praktiken innerhalb des Ostseeraums zu verbreiten sowie Kommunen und möglichst viele Bürgergruppen zur Mitwirkung zu motivieren. Dies soll durch Best Practice-Beispiele, den Aufbau von Kapazitäten in den Kommunen, transnationale Cluster und Formen der organisierten Zusammenarbeit zwischen Kommunen (Verwaltung und Politik) und ihren Bürgern erreicht werden.

Im Einzelnen werden zunächst die Wünsche der Bürger durch eine Umfrage in den Partnerkommunen erhoben, um relevante Themen für die Aufstellung eines ersten Bürgerhaushalts zu identifizieren. Hieran schließen sich die Einbeziehung dieser Themen in den noch zu konzipierenden partizipativen Prozess und die Aufstellung des ersten Bürgerhaushalts an. Im Nachgang Hierzu erfolgt eine kritische Würdigung dieses Pilot-Prozesses. Dabei gilt es, Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen und die Fähigkeiten der Gemeinden zur Aufstellung des partizipativen Budgets als Teil des gesamten Kommunalhaushaltes zu fördern. Das Projekt endet mit der Aufstellung eines optimierten „zweiten“ Bürgerhaushaltes. Zur Verstetigung und Verbreitung des Bürgerhaushaltskonzepts erfolgt auch der Aufbau von "Orgware" sowie die Ausbildung von Fachleuten in den Kommunen, die für die Idee des Bürgerhaushaltes in anderen Ostseeanrainerstaaten werben sollen.  
 

Kontakt:
Prof. Dr. Peter C. Lorson (Projektleiter) / Dr. Ellen Haustein (Projektkoordinatorin)
Universität Rostock
Lehrstuhl für ABWL: Unternehmensrechnung und Controlling
empaciuni-rostockde
www.empaci.uni-rostock.de

]]>
PressemeldungenStartseite
news-43009Wed, 27 Feb 2019 08:13:49 +0100Erstmals: Universität Rostock vergibt Promotionsstipendien an die besten Master-Absolventenhttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/erstmals-universitaet-rostock-vergibt-promotionsstipendien-an-die-besten-master-absolventen-43009/Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses hat die Universität Rostock ein eigenes Promotionsstipendienprogramm ausgeschrieben, das sich an die besten Masterabsolventen richtet. Die ersten Stipendien sind nun vergeben worden.Der Rostocker Hans Herrmann war nach seinem Masterabschluss an der Universität Rostock bereits in Bewerbungsgesprächen mit Unternehmen. Doch dann kam ein verlockendes Angebot vom Rektor Professor Wolfgang Schareck. Mit der Übernahme seiner dritten Amtszeit hatte er es sich zum Ziel gesetzt, die besten Absolventen für eine Promotion an der Universität Rostock zu gewinnen. Die ersten Doktoranden des Promotionsstipendienprogramms der Universität Rostock wurden nun auf einer feierlichen Veranstaltung im Konzilzimmer der Alma Mater an der Universität Rostock begrüßt. Sie sind durchweg in ihrem jeweiligen Master-Studiengang der Beste gewesen und können sich nun, zunächst für zwei Jahre, aber mit der Option auf Verlängerung um weitere 18 Monate, über monatlich 1.500 Euro freuen. Dieses Promotionsprogramm soll künftig jährlich aufgelegt werden und neun Absolventen zu Gute kommen.

„Die Förderung und Begleitung unseres Nachwuchses in Forschung, Lehre und Transfer ist eine vornehmliche Aufgabe unserer Universität“, betont der Rektor. Was liege näher, „auch zur Steigerung unserer Attraktivität, als unsere Möglichkeiten auszuschöpfen, den besten Mastern den Weg zur weiteren wissenschaftlichen Qualifizierung zu erleichtern“. So würden die Besten vielleicht im Lande gehalten. „Wir geben ihnen die Freiräume, das Potenzial vor Ort bestmöglich zu nutzen und motivieren zu besonderen Leistungen“, unterstreicht der Rektor.

Hans Herrmann hat an der hiesigen Universität Elektrotechnik studiert. „Diese Chance mit dem neu aufgelegten Promotionsstipendienprogramm ist für mich ein überraschendes Glück“, räumt er ein. Besonders dem Dekan der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik, Professor Mathias Nowottnick, ist er für die Unterstützung bei der Entscheidungsfindung dankbar. „Es geht mir nicht nur um den Doktor-Titel, sondern auch darum, dass ich an der Uni etwas leisten kann, worauf ich später stolz bin“, sagt der junge Mann. Sein Forschungs-Thema möchte er in der Medizintechnik angesiedelt wissen. „Ich finde diesen Bereich spannend, weil er Zukunft hat und später gute Berufsaussichten bietet“. Zudem sei das Forschungsfeld an der Universität Rostock fächerübergreifend ausgerichtet. Sein Doktorvater Professor Hartmut Ewald habe ihn sehr bei der Findung eines interessanten Themas unterstützt. „Er wird mich über die kommenden Jahre bei meinem Promotionsvorhaben begleiten“, freut sich der junge Mann auf die Forschungsaufgabe.

Nach dem Abitur hat Hans Herrmann zunächst ein halbes Jahr in einem Londoner Hotel gearbeitet, ein weiteres halbes Jahr im spanischen Malaga eine Sprachschule besucht. „Das ist heute ein Aufhänger für jedes Gespräch, wenn es um meine Vergangenheit geht“, schmunzelt der Absolvent. In dieser Zeit habe er aber auch über seine Zukunft nachgedacht und sich sehr bewusst für das Studium der Elektrotechnik an der Uni Rostock entschieden.  Und es nie bereut.  „Aufgrund seiner guten Erfahrungen mit dem Studium an der Universität Rostock und der schönen Stadt Rostock würde er die Entscheidung heute nicht anders treffen“, sagt er.

Neben den ersten Stipendiaten dieses neuen Programms erhielten gleichzeitig weitere neun Absolventen mit überdurchschnittlichen Studienergebnissen über die Landesgraduiertenförderung ein Stipendium für die Zeit ihrer Promotion an der Universität Rostock.    
Text: Wolfgang Thiel

Kontakt:
Corina Reinheckel
Referentin des Prorektors für Forschung und Wissenstransfer
Universität Rostock
Tel.: +49 381 498-1022
corina.reinheckeluni-rostockde

]]>
PressemeldungenStartseite
news-42931Tue, 26 Feb 2019 08:06:10 +0100Rostocker Forschungsvorhaben zum Missbrauch an der Odenwaldschule vorgestellt https://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/rostocker-forschungsvorhaben-zum-missbrauch-an-der-odenwaldschule-vorgestellt-42931/Auf Einladung des Hessischen Ministers für Soziales und Integration wurde am 22. Februar 2019 im Wiesbadener Landtag die Rostocker Studie: „Tatort Odenwaldschule – Das Tätersystem und die diskursive Praxis der Aufarbeitung von Vorkommnissen sexualisierter Gewalt“ vorgestellt.Das am Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik und Historische Wissenschaftsforschung der Universität Rostock unter Leitung von Professor Jens Brachmann angesiedelte Forschungsvorhaben untersuchte seit 2014 die für das einstige reformpädagogische Internat belegten Vorkommnisse sexueller Ausbeutung Schutzbefohlener und die Gründe für das Scheitern der Aufarbeitung der bereits seit den 1990er-Jahren bekannten Missbrauchsfälle.

Sowohl über Quellenstudien im Archiv der inzwischen geschlossenen einstigen Vorzeigeschule im südhessischen Ober-Hambach als auch durch kulturhistorische Analysen kann in der Studie belegt werden, wie das „Tätersystem“ Odenwaldschule entstand und wie dieses nach und nach alle Hierarchieebenen der Einrichtung durchdrang. Recherchiert wurde auch, wer die Täter waren, wer diese deckte und wie die Aufklärung und juristische Sanktionierung der Verdachtsfälle bereits seit den späten 1960er-Jahren verhindert wurde.

Im Fazit kommen die Verfasser der vorgelegten Studie zu dem Ergebnis, dass das Ausmaß der Verbrechen weit größer ist, als bisher angenommen: Neben den bereits bekannten fünf Haupttätern, lassen die analysierten Aktenmaterialien Rückschlüsse auf mehr als zwei Dutzend weitere pädagogische und technische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Schule zu, bei denen die Grenzen zwischen Komplizenschaft, passiver Unterstützung, aktivem Täterschutz und eigener aktiver Tatbeteiligung häufig fließend waren. Ausgehend von diesem Befund muss auch die Zahl der Betroffenen korrigiert werden. Deren Anzahl dürfte sich nach der nun vorliegenden wissenschaftlichen Untersuchung sehr wahrscheinlich im mittleren – wenn nicht sogar im höheren – dreistelligen Bereich bewegen.

Die vorgelegte Studie erscheint im April 2019 als Buch. Ein Vorabdruck mit den zusammenfassenden Ergebnissen ist bereits abrufbar.

Die Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration im Wortlaut

Kontakt:
Prof. Dr. Jens Brachmann
Universität Rostock
Philosophische Fakultät
Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik und Historische Wissenschaftsforschung
Tel.: +49 381 498-2657 (Durchwahl Sekretariat)
jens.brachmannuni-rostockde

]]>
PressemeldungenStartseite
news-42905Mon, 25 Feb 2019 09:37:25 +0100Pilotstudie: Fledermäuse in Deutschland fressen auch Fischehttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/pilotstudie-fledermaeuse-in-deutschland-fressen-auch-fische-42905/Über Gewässern jagende Fledermäuse in Deutschland fressen sehr wahrscheinlich auch Fische. Zu dieser Erkenntnis kommt eine wissenschaftliche Pilot-Studie des Instituts für Biowissenschaften der Universität Rostock. Etwa 25 Arten von Fledermäusen sind in Deutschland beheimatet, unterstreicht Biologe Dr. Robert Sommer. Der Forscher beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit dieser zunehmend populären Tiergruppe, denn sie gilt als sensibler Bioindikator für die Qualität von Lebensräumen. „Bislang dachte man, dass die Beute der Fledermäuse in Deutschland ausschließlich aus Insekten und Spinnen besteht“, sagt Robert Sommer. Er beobachtete von 2008 bis 2014 an Gewässern jagende Fledermäuse, um ihnen auf die Schliche zu kommen. Er erforschte ihre Nahrungsbiologie, das Jagdverhalten und die Konkurrenz zwischen den einzelnen Arten. Im Fokus standen dabei die Teich-und Wasserfledermaus. Robert Sommer „erwischte“ sie nun dabei, dass in ihrer Ernährung offensichtlich auch Fisch eine Rolle spielt. „Die beiden Arten fangen einen Teil ihrer Beute mit einer hochspezialisierten Jagdtechnik direkt auf der Wasseroberfläche“, sagt Sommer. Sein 2012 verstorbener Kollege Dr. Björn Siemers (damals Max-Planck-Institut für Ornithologie, Seewiesen) hatte allerdings bereits 2001 in seinem Labor Wasserfledermäuse dabei beobachtet, wie sie Fische auf der Wasseroberfläche im Flug ergreifen und fressen. 

„Erstaunlicherweise zeigte sich bei diesen Experimenten, dass die kleinen Fische von den Fledermäusen so gut verdaut werden können, dass in ihren Exkrementen kaum Knochenreste oder Schuppen der gefressenen Fische zu finden waren“, blickt Robert Sommer zurück. Dieses Phänomen ließ ihm keine Ruhe. Seine Arbeitsgruppe untersuchte unter anderem Hunderte Kotproben von Wasser-und Teichfledermäusen. „Wir fanden zwar unzählige Beutebruchstücke von Insekten oder Spinnen, aber ohne einen Hinweis auf Fisch in der Nahrung“, konstatiert der Wissenschaftler.

Deshalb fuhr er 2011 zu seinem Kollegen Professor Michael Hofreiter (heute Universität Potsdam) an die Universität York in England, um mit Hilfe der Molekularbiologie eine Antwort zu bekommen. Die Idee: Wenn Schuppen- oder Knochenreste der Fische in den Kotproben der Fledermäuse nicht mehr nachweisbar sind, könnten dort möglicherweise aber noch winzige Schnipsel des Erbmaterials (DNA) der Fische nachweisbar sein – eine komplizierte Forschung, um DNA der Mitochondrien, also den Kraftwerken der Zellen der Fische, nachzuweisen. „Das ist vergleichbar mit der Spurenanalytik der Kriminalpolizei“, verweist Robert Sommer auf notwendige und aufwendige Labor-Untersuchungen. Der Biologe nahm gleichzeitig Exkremente der eng mit der Wasser- und Teichfledermaus verwandten Langfußfledermaus aus Bulgarien ins Visier. Von der sei schon seit längerer Zeit bekannt, dass sie mit ihren relativ großen Füßen Fische auf der Wasseroberfläche ergreift und frisst.

Das Labor-Ergebnis lieferte nun erste Hinweise für die Annahme, dass Fisch auch eine Rolle in der Nahrung der Teich- und Wasserfledermäuse spielt. Sowohl bei Teichfledermäusen aus Norddeutschland und bei Langfußfledermäusen und einer Wasserfledermaus aus Bulgarien wurde mit ein und derselben molekularbiologischen Methode Fisch-DNA im Kot der Tiere gefunden.

Wenn die DNA-Sequenzen der Fische aus dem Kot der Fledermäuse in Deutschland mit bekannten genetischen Mustern von Fischarten aus Nordeuropa übereinstimmen und die Fisch-DNA aus dem Kot der fischfressenden Fledermäuse aus Bulgarien mit Populationen südosteuropäischer Fischarten aus dieser Region deckungsgleich sind, wäre das ein Hinweis dafür, dass die Fledermäuse die Fische tatsächlich an den Orten aufgenommen haben, wo sie den Forschern ins Netz gingen. „Auch das konnte durch unseren Co-Autor Matthias Geiger aus Bonn gezeigt werden“, sagt Robert Sommer. Daneben stimmten z. B. die DNA der im Kot der Teichfledermaus in Deutschland gefundenen Fischarten wie Elritze oder Bachschmerle auch mit dem Jagdgebiet der Teichfledermäuse grundsätzlich überein, die häufig an schnellfließenden Abschnitten größerer Flüsse mit steinigem Untergrund und erhöhtem Sauerstoffgehalt gefangen wird.

Für den Biologen Robert Sommer bleiben aber noch viele grundlegende Fragen zu diesem Thema offen. Er hofft, andere Forscher dazu zu bewegen, mit einer technisch verbesserten Methodik an diesem Thema weiterzuarbeiten. Denn, wenn Fledermäuse in Nordeuropa auch Fische fressen, hat das weitreichende Konsequenzen für die Nahrungsbeziehungen in halbaquatischen Ökosystemen. Text: Wolfgang Thiel

Originalpublikation: Sommer, R. S., Hofreiter, M., Krüger, F., Siemers, B. M., Paijmans, J. L. A., Li, C. & Geiger, M. F. (2019): Preliminary results on the molecular study of fish-eating by ‘trawling Myotis’ bat species in Europe. Vertebrate Zoology 69: 83-92.

 

Kontakt:
PD Dr. Robert Sommer
Universität Rostock
Institut für Biowissenschaften
Allgemeine & Spezielle Zoologie
https://www.zoologie.uni-rostock.de/team/mitarbeitende/pd-dr-robert-s-sommer/
robert.sommeruni-rostockde
https://www.zoologie.uni-rostock.de

]]>
PressemeldungenStartseite
news-42899Mon, 25 Feb 2019 08:41:02 +0100Rektor der Universität Rostock nahm am „Baltic Sea Science Day“ des Ostseerates teilhttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/rektor-der-universitaet-rostock-nahm-am-baltic-sea-science-day-des-ostseerates-teil-42899/Am 22. und 23. Februar 2019 nahm Professor Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock, am „Baltic Sea Science Day“ des Ostseerates (Council of Baltic Sea States) teil, der anlässlich des 100. Geburtstages der Universität Lettlands in Riga stattfand. Aktuelle Untersuchungsergebnisse zur Verbesserung der Mobilität, der Identifikation von Exzellenzbereichen und einer erweiterten Partizipation bildeten die Grundlage der in Riga geführten Gespräche. Professor Wolfgang Schareck wurde zum Thema „Smart Specialisation Strategy“ (Strategie zu intelligenter Spezialisierung) in ein Panel der Rektoren eingeladen. Er unterstrich die Bedeutung des Fachkräftemangels, der Lehrerbildung, der Digitalisierung, maritimer Technologien und der Medizintechnik in Mecklenburg-Vorpommern und diskutierte über die Intensivierung in der Unterstützung von Ausgründungen. Es wird angestrebt, insbesondere mit Turku, Riga, Tallin, Vilnius und St. Petersburg Möglichkeiten einer besseren Mobilität zu finden.

Kontakt:
Universität Rostock
Presse- und Kommunikationsstelle
Tel: +49 381 498-1013
pressestelleuni-rostockde

]]>
PressemeldungenStartseite
news-21039Wed, 22 Nov 2017 14:43:00 +0100Veranstaltungsreihe „Wie werde ich Lehrer*in in M-V?“ erfolgreich gestartethttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/veranstaltungsreihe-wie-werde-ich-lehrerin-in-m-v-erfolgreich-gestartet-21039/Erstsemester erleben den Studieneinstieg häufig als holprig und schwer. Die Rund-um-Einzel-Betreuung in der Schule wird abgelöst von hohen Anforderungen an Selbstdisziplin und –organisation, fachliche Anforderungen kommen in ganz neuen Formen daher. Für Lehramtsstudierende lässt sich aufgrund der langjährigen Schulerfahrungen die scheinbare Klarheit über das Berufsbild und die daraus ableitbaren Studienanforderungen als weitere anfängliche Irritation hinzufügen. Oft werden auf dieser Ebene die mitgebrachten Erwartungen zunächst enttäuscht.

Der – dringend zu erlernende – Umgang mit den neuen Herausforderungen im Studium firmiert unter dem Begriff „Studierfähigkeit“ und treibt mit Blick auf Wechsel- und Abbrecherquoten bundesweit die Hochschulen und Universitäten um.

Mit der neuen Veranstaltungsreihe „Wie werde ich Lehrer*in in M-V?“ startete das Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung an der Universität Rostock im Oktober 2017 ein Modellprojekt, das die Lehramtsstudierenden in den ersten Semestern an der Universität unterstützen und sie auf ihrem Professionalisierungsweg begleiten soll.
Die Reihe bietet verschiedene Themen und Veranstaltungsformen: zentrale Veranstaltungen u.a. zu den Anforderungen an zukünftige Lehrer/innen im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern, fachspezifische Veranstaltungen zum inhaltlichen Zusammenhang zwischen Studieninhalten und späterem Berufsalltag als auch Beratungsangebote zu Stolpersteinen und Hürden im Studienverlauf.
Die Lehrerbildner/innen der Universität Rostock gestalten dieses Projekt über alle angebotenen Lehramtsfächer und -studiengänge hinweg mit und laden alle Lehramtsstudierenden der ersten Semester aber auch alle Interessierten herzlich zur Teilnahme ein.

Weitere Informationen finden Sie auf der ZLB-Homepage.

Kontakt:
Universität Rostock
Katrin Bartel (Geschäftsführerin)
Torben B. Wolff (student. Mitarbeiter)
ZLB
Geschäftsstelle Rostock
Tel: 0381 – 498 2901 (Sekretariat)
Fax: 0381 – 498 2902
katrin.barteluni-rostockde
torben.wolff2uni-rostockde

http://www.zlb.uni-rostock.de

]]>
Pressemeldungen