Universität Rostockhttps://www.uni-rostock.de/RSS Feed der Universität RostockdeCopyright Universität RostockMon, 23 Sep 2019 20:53:03 +0200Mon, 23 Sep 2019 20:53:03 +0200TYPO3 EXT:newsnews-52177Fri, 20 Sep 2019 14:18:28 +0200300 Forscher aus aller Welt diskutieren Lichteffektehttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/300-forscher-aus-aller-welt-diskutieren-lichteffekte-52177/Erneut geben sich 300 Wissenschaftler aus aller Welt in Rostock die Ehre. Sie beraten vom 22. bis 26. September 2019 auf einem Symposium an der Universität der Hansestadt über die neuesten Entwicklungen in der theoretischen Chemie. Gastgeber sind Professor Oliver Kühn und Dr. Sergey Bokarev aus der Physik sowie Professor Ralf Ludwig aus der Chemie der Universität Rostock. Die Spitzenforscher und Nachwuchswissenschaftler werden in über 50 Vorträgen und 200 Postern ihr Können unter Beweis stellen. Thema des Symposiums sind die „Spektroskopie und lichtinduzierte Dynamik“. Was so wissenschaftlich klingt, spielt in Natur und Technik eine wichtige Rolle. Lichtinduzierte Prozesse und Reaktionen sind in den Materialwissenschaften, der Medizin, der Biologie oder der Biochemie von großem Interesse. Sie entscheiden beispielsweise darüber, ob Sonnenenergie effizient genutzt werden kann. Was noch alles möglich ist, auch darüber wollen die Spitzen-Forscher sich austauschen.

Dabei ist für Professor Kühn klar: „Die theoretischen Chemiker und Physiker kommen nicht nur wegen des 600. Geburtstages zu unserer Alma Mater“. Die Forscher der Universität Rostock haben viel zu bieten. So spielt beispielsweise die Untersuchung von lichtinduzierten Prozessen in der Rostocker Forschung eine wichtige Rolle. Die photokatalytische Wasserspaltung unter Erzeugung von Wasserstoff sowie die Speicherung des Wasserstoffs in kleinen Molekülen sind wichtige Forschungsthemen in der Chemie und Physik der Universität Rostock und dem Leibniz-Institut für Katalyse. „Für eine optimale „Energiekonversion“, also die Umwandlung der Sonnenenergie in speicherbare und nutzbare Formen, „müssen die ablaufenden Prozesse genauestens verstanden werden“, betont Ralf Ludwig. Dabei spiele die theoretische Chemie eine zentrale Rolle.  

In diesem Prozess ist die Qualifizierung und Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein wichtiges Anliegen der Arbeitsgemeinschaft Theoretische Chemie (AGTC). Deshalb wird auf zwei Postersitzungen viel Platz für die Vorstellung und Diskussion neuer Erkenntnisse der Nachwuchswissenschaftler eingeräumt. Dazu gehört auch ein Poster-Slam: In nur einer Minute machen dabei junge Wissenschaftler und Forscher auf ihre Arbeiten aufmerksam. „Auf die Gewinner warten attraktive Posterpreise“, sagt Sergey Bokarev. Zudem vergibt die AGTC zu Ehren des Pioniers der Quantenchemie, Hans G. A. Hellmann, den Hellmann-Preis an ambitionierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Veranstaltung findet vier Tage lang im Audimax auf dem Ulmencampus statt. Den Auftakt bildet eine „Welcome Reception“ im Rostocker Rathaus.

Die Tagung bietet auch für die interessierte Öffentlichkeit Spannendes. Am Montag, 23. September, um 16:50 Uhr findet im Audimax auf dem Ulmen-Campus ein allgemeinverständlicher Vortrag über Seehunde statt. Professorin Frederike Hanke vom Institut für Biowissenschaften und dem „Marine Science Center“ wird darüber berichten, wie die Sinne der Meeressäuger zur Orientierung, Navigation und Nahrungssuche beitragen. Spielt doch die Untersuchung von chemischen Sensoren als Grundlage der Sinnesorgane in der theoretischen Chemie auch eine große Rolle.
Text: Wolfgang Thiel

Das Programm der STC 2019 findet Sie hier.

Hintergrund:
Die Arbeitsgemeinschaft Theoretische Chemie (AGTC) fördert die Zusammenarbeit der auf dem Gebiet der Theoretischen Chemie tätigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Sie vertritt ihre Interessen gegenüber anderen Fächern und deren Verbänden. Als Arbeitsgemeinschaft wird sie von drei wissenschaftlichen Gesellschaften getragen, der Deutsche Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie (DBG), der Deutschen Physikalische Gesellschaft (DPG) sowie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh).

Kontakt:
Prof. Dr. Ralf Ludwig
Universität Rostock
Institut für Chemie
Tel.: +49 381 498-6517
ralf.ludwiguni-rostockde
www.ludwig.chemie.uni-rostock.de

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news-52123Fri, 20 Sep 2019 09:22:40 +0200Universität Rostock plant „Arno-Esch-Zentrum“ zur Erforschung der Stasi-Aktenhttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/universitaet-rostock-plant-arno-esch-zentrum-zur-erforschung-der-stasi-akten-52123/Der Rektor der Universität Rostock, Professor Wolfgang Schareck, und der Lehrstuhlinhaber für Zeitgeschichte am Historischen Institut der Universität Rostock, Professor Stefan Creuzberger, sprechen sich für die Zusammenführung der Stasi-Akten der früheren drei Nordbezirke der DDR unter dem Dach des geplanten ‚Arno-Esch-Zentrums‘ in Rostock aus.Nach Plänen des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU), Roland Jahn, sollen die Stasi-Akten der früheren drei Nordbezirke der DDR nach Auflösung der Behörde zentral in das Bundesarchiv überführt werden. Von den derzeit noch zwölf existierenden Außenstellen der Behörde soll es künftig nur noch fünf Archiv-Standorte geben, einer pro Ost-Bundesland.

Für den Rektor der Universität Rostock Professor Wolfgang Schareck und den Historiker Professor Stefan Creuzberger sind dafür im geplanten „Arno-Esch-Zentrum“ am Hochschulstandort Rostock die denkbar besten Voraussetzungen gegeben. Das Forschungszentrum soll die Teilbereiche „Wissenschaft“, „Stasi-Archiv“ sowie „Bildungs- und Gedenkstätte“ vereinigen, „um das Erbe der Staatssicherheit für die Forschung sowie die akademische Lehre und Lehrerausbildung zu nutzen“, so Professor Creuzberger, der zurzeit die „Forschung- und Dokumentationsstelle des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Geschichte der Diktaturen in Deutschland“ leitet.

„Mit der Gründung des ‚Arno-Esch-Zentrums‘ schafft die Universität nicht nur einen öffentlich wirksamen Ort der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Diktaturen in Deutschland, sie setzt damit auch eine Forderung der Koalitionspartner der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns um“, betont Rektor Schareck.

Professor Schareck und Professor Creuzberger wünschen sich eine baldige Umsetzung: „2020 ist das 30. Jahr der deutschen Einheit und das 30. Jahr der Gründung des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Einen symbolträchtigeren Zeitpunkt dürfte es kaum geben, um an der Universität Rostock mit dem ‚Arno-Esch-Zentrum‘ eine einzigartige Forschungs- und Lehrstätte für vergleichende Kommunismus- und Diktaturgeschichte zu schaffen“, ist sich Professor Creuzberger sicher.

Kontakt:
Prof. Dr. Wolfgang Schareck
Universität Rostock
Rektor
Tel.: +49 381 498-1000
rektoruni-rostockde

Prof. Dr. Stefan Creuzberger
Universität Rostock
Historisches Institut
stefan.creuzbergeruni-rostockde

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news-52061Thu, 19 Sep 2019 07:10:47 +0200Mittelhäufige Pflanzenarten sind am stärksten zurückgegangenhttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/mittelhaeufige-pflanzenarten-sind-am-staerksten-zurueckgegangen-52061/Arten, die früher häufig waren, zeigen die höchsten Verluste und sind durchschnittlich auf die Hälfte ihrer früheren Verbreitung zurückgegangen. Das haben Forscher der Universität Rostock und des Integrativen Biodiversität Forschungszentrums (iDiv) anhand von Daten aus Mecklenburg-Vorpommern gezeigt. Das Team um Professor Florian Jansen hat seine Ergebnisse im Fachjournal “Conservation Letters” veröffentlicht.Zwei Drittel der untersuchten 355 Pflanzenarten sind heute weniger weit verbreitet als früher. „Am stärksten zurückgegangen sind nicht die gefährdeten und vom Aussterben bedrohten Arten, sondern diejenigen, die früher in 25–50 % aller 5 km mal 5 km großen Rasterzellen vorkamen“, so Professor Florian Jansen von der Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät der Universität Rostock. Das Forscherteam um Professor Jansen nutzte die systematische Erfassung aller Gefäßpflanzen, die zwischen 1977 und 1988 von ehrenamtlichen Botanikern durchgeführt wurde und verglich sie mit den Beobachtungen aus der Erfassung gefährdeter Biotope, die vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V 20 Jahre später zwischen 1996 und 2006 beauftragt worden waren.

Entgegen der Erwartung konnte kein Zusammenhang zwischen der Gefährdung der Arten und ihrem Häufigkeitsrückgang festgestellt werden. Das könne darauf hindeuten, dass die getroffenen Schutzmaß­nahmen für diese Arten zumindest einen gewissen Erfolg hatten, so Jansen. „Die Häufigkeit der früheren “Allerweltsarten” ist in vielen Fällen aber auf weniger als die Hälfte zurückgegangen“, so der Rostocker Biologe. Ursächlich verantwortlich machen die Forscher dafür die Veränderung der Standorte durch die veränderte Landnutzung. Arten, die nur in wenigen Biotoptypen vorkommen, seien stärker zurückgegangen, als solche mit weniger spezifischen Standortansprüchen. Für den Rückgang der Biodiversität machen die Wissenschaftler unter anderem die seit den 1980er Jahren massenhaft eingesetzte künstliche Düngung in der Landwirtschaft verantwortlich.

Dem Forscher-Team zufolge müsse die bisher gängige Naturschutzpraxis, nur die seltenen Pflanzenarten zu schützen, in Frage gestellt werden. „Für die Nahrungskette, vor allem für Insekten, die die Pflanzen direkt als Nahrung, Rückzug oder Nest benötigen, bedeutet der Verlust der mittelhäufigen Arten einen vermutlich noch wesentlich größeren Einschnitt, als es der Verlust seltener Arten darstellt“, resümiert Jansen.

Im Rahmen des Forschungsprojektes „sMon“ sollen weitere Datensätze analysiert werden, um Aussagen zur Entwicklung der Biodiversität in ganz Deutschland ableiten zu können.

 

Originalpublikation:
Jansen, F.
, Bonn, A., Bowler, D.E., Bruelheide, H., Eichenberg, D. (2019): Moderately common plants show highest relative losses. Conservation Letters. DOI: 10.1111/conl.12674
ISI Journal Citation Reports © Ranking: 2018: 2/58 (Biodiversity Conservation)

Link zum Forschungsprojekt: https://www.idiv.de/de/sdiv/arbeitsgruppen/wg_pool/smon.html

Bildunterschriften: Die Wiesen-Glockenblume (Campanula patula), ist eine der stark zurückgegangenen Arten in Mecklenburg-Vorpommern. Früher in zwei Dritteln aller Messtischblattquadranten vorkommend ist sie heute nur noch sehr selten zu finden, wenn auch noch nicht direkt vom Aussterben bedroht (Copyright: Universität Rostock / Florian Jansen).

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Florian Jansen
Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät
Universität Rostock
Tel: +49 381 498-3220
Mobil: +49 176 34853793
florian.jansenuni-rostockde
Web: https://www.auf.uni-rostock.de/professuren/h-w/landschaftsoekologie-und-standortkunde/

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news-51889Mon, 16 Sep 2019 17:06:18 +0200Rostocker Forschern gelingt Durchbruch in der Quantenphysikhttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/rostocker-forschern-gelingt-durchbruch-in-der-quantenphysik-51889/Quantenphysik ist die umfassende, seit über einhundert Jahren erfolgreiche Theorie der mikrophysikalischen Wirklichkeit. Eine bisher für rein theoretisch gehaltene mathematische Neuformulierung ist nun von zwei Nachwuchswissenschaftlern der Universität Rostock experimentell nachgewiesen worden, wie Nature Photonics jüngst berichtet. Zwei physikalische Theorien erklären seit einhundert Jahren die fundamentalen Zusammenhänge unserer Welt. Die Relativitätstheorie befasst sich mit allem, was durch Gravitation beeinflusst wird und in der vierdimensionalen Raum-Zeit so schnell wie Licht ist. Die Quantenphysik ist die umfassende Theorie der mikroskopischen Materie und ihrer Wechselwirkungen, z.B. mit Licht. Nur sie kann erklären, wie beispielsweise Kreide an der Tafel hält, warum Fenster durchsichtig sind, wie Laserlicht möglich ist und wie Halbleiterchips funktionieren. Ohne Quantenphysik wäre alle Elektronik, vom Fernseher bis zum Hochleistungscomputer, undenkbar. Es gäbe keine Augenlaser-Therapie und keine Lichtleittechnik für unsere Kommunikationsnetze. Quantenphysik ist Grundlagenforschung mit immenser wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Bedeutung.

Zwei jungen Wissenschaftlern der Universität Rostock ist es nun gelungen, experimentell zu belegen, dass eine bisher als exotisch bekannte mathematische Formulierung der Quantenphysik zu neuen experimentellen Ergebnissen führt. „Was das für künftige Entwicklungen auf dem Gebiet der Kommunikationstechnik, Materialtechnik oder Computertechnik bedeutet, ist überhaupt noch nicht absehbar“, sagt der Leiter der Arbeitsgruppe „Experimentelle Festkörperoptik“ an der Universität Rostock Professor Alexander Szameit. Sein Kollege von der theoretischen Physik, Institutsleiter Professor Stefan Scheel, ergänzt: „Die bisher bekannte Quantenphysik operiert auf der Grundlage einer mathematischen Theorie, die starke Voraussetzungen macht, damit es überhaupt zu realen Messwerten kommt, die für unsere Wirklichkeit eine Bedeutung haben.“ Diese theoretischen Grenzen seien damit überschritten worden. Nun könne auch gemessen und vor allem erklärt werden, was vorher rätselhaft war, ja was es in gewissem Sinne gar nicht geben könne, so Scheel.

Beide Physiker hatten 2018 auf einer Konferenz in der Ukraine begonnen, über die rätselhafte, 1998 veröffentliche exotische Quantenmathematik von Bender und Boettcher zu diskutieren. Worüber sich beide freuen ist, dass es nun jungen Nachwuchsphysikern aus ihren Forschungsgruppen gelungen ist, diesen Durchbruch zu erzielen, der jüngst mit einer Veröffentlichung in der renommierten Fachzeitschrift Nature Photonics belohnt wurde. 

Die 25-jährige Friederike Klauck kam 2012 aus Magdeburg und der 27-jährige Lucas Teuber 2011 aus Bokel (Niedersachsen) nach Rostock. Beide hat der exzellente Ruf der Rostocker Physik in den Nordosten gezogen. Mittlerweile sind beide Doktoranden in den Arbeitsgruppen von Szameit und Scheel.

Friederike Klauck begann bereits in ihrer Masterarbeit in der Arbeitsgruppe von Szameit mit der Untersuchung dieses exotischen Systems, die Umsetzung des Experiments hielt einige Herausforderungen bereit. Mikroskopische Schaltkreise für Licht mussten in einem Glaschip über viele Zentimeter mit höchster Präzision erzeugt werden. Zusätzlich arbeiteten die Rostocker Physiker mit Paaren verschränkter Photonen – diese Lichtteilchen sind auf komplexe Weise miteinander verbunden, was Albert Einstein als „spukhafte Fernwirkung“ bezeichnet hatte. „Normalerweise will man, dass so viele Photonen wie möglich die Detektoren erreichen. Damit die neuartige Quantenphysik ihre Effekte zeigt, mussten wir jedoch dafür sorgen, dass unterwegs einige der Teilchen auf bestimmte Art verloren gehen.“ Für eine bessere mathematische Beschreibung holte sie sich Unterstützung von ihrem Kollegen Lucas Teuber: „Unsere Theorie beschreibt den Einfluss der präzise gesteuerten Verluste auf die verschränkten Photonen. Das Ergebnis ist selbst für jemanden, der mit der Quantenphysik vertraut ist, äußert überraschend und lässt sich nur im Rahmen der neuartigen mathematischen Beschreibung verstehen.“

Mit den neuen Experimenten von Klauck und Teuber zeigt sich die Quantenphysik noch verrückter als bisher. Man darf gespannt sein, was die Rostocker Physiker als nächstes erforschen. Verraten wollen sie das noch nicht. Den weltweiten Vorsprung möchten sie nicht verlieren.

Link zum Original-Paper

Kontakt:
Prof. Dr. Alexander Szameit
Institut für Physik
Universität Rostock
Tel.: +49 381 498-6790
alexander.szameituni-rostockde

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news-51777Mon, 16 Sep 2019 10:17:52 +0200Klimawandel fordert Rostocker Forscher für Meerestechnikhttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/klimawandel-fordert-rostocker-forscher-fuer-meerestechnik-51777/Schiffbau und Meerestechnik haben Tradition in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. Die Universität Rostock widmet diesem Schwerpunkt eine ganze Reihe von Fachgebieten innerhalb ihrer Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik. Nur sehr wenige andere Lehrinstitute in Deutschland bieten eine solche Spezialisierung in ähnlichem Umfang. Noch dazu habe die Meerestechnik an der Universität Rostock eine einzigartige Ausrichtung, findet der neue Leiter des Lehrstuhls, Sascha Kosleck (43). Einen Lehrstuhl speziell für den Bereich der Meerestechnik zur übernehmen, der zudem durch den bisherigen Lehrstuhlinhaber Professor Mathias Paschen bereits hervorragend aufgestellt und etabliert sei und auch einen guten Ruf in Industrie und Wissenschaft genieße, sei eine einmalige Gelegenheit für den zweifachen Familienvater, wie er selbst sagt. Nachdem Professor Kosleck in den vergangenen sechs Jahren den Lehrstuhl für Schiffbau und Meerestechnik an einer Universität in Auckland, Neuseeland leitete, freut er sich nun, seine Arbeit in Rostock fortzusetzen und den Ruf der Universität und des Fachgebiets weiter voranzubringen. Hier möchte der Vater zweier Töchter die wissenschaftlichen Herausforderungen der Meerestechnik im Sinne seines Vorgängers weiter bedienen und vor allen Dingen die interdisziplinäre Zusammenarbeit ausbauen. Wie seinem Vorgänger Professor Paschen sei auch ihm der Kontakt zur Wirtschaft wichtig. Nur durch eine gute Zusammenarbeit mit allen Partnern lassen sich integriert Techniken entwickeln, bei denen die nachhaltige Nutzung und der Schutz der Meere im Vordergrund stehen.

Mathias Paschen, der den Lehrstuhl für Meerestechnik an der Universität Rostock bis zu seiner Pension in diesem Jahr über die vergangenen 27 Jahre leitete, hat unter anderem über die Gesellschaft für Maritime Technik den Lehrstuhl erfolgreich in der Industrie etabliert. Nachdem der 66-jährige Forscher den Staffelstab an Sascha Kosleck übergeben hat, will er die langjährige, erfolgreiche Mitarbeit in fachübergreifenden Verbänden fortführen.

Die Aufgabengebiete der Wissenschaftler des Lehrstuhls für Meerestechnik der Universität Rostock sind vielfältig. Unter anderem beschäftigen sich die Forscher mit Bewegungsvorhersagen für Munitionsaltlasten, die sich auf dem Meeresboden der Nord- und Ostsee befinden. Besonders nach schweren Unwettern mit Stürmen und Regen kann ein solcher Fall eintreten. Die Herausforderung für die Rostocker Forscher ist es, herauszufinden unter welchen konkreten Bedingungen sich Altmunition am Meeresboden zu bewegen beginnt. Die oberste Motivation sei es, meerestechnische Anlagen und Menschenleben in Nord- und Ostsee zu schützen, sagt Kosleck. Erste vielversprechende Rechenmodelle, die darüber Auskunft geben, haben die Rostocker Forscher bereits entwickelt. Dafür hat der Lehrstuhl erfolgreiche Versuchsreihen durchgeführt. Diese Forschungsrichtung ist einer der Schwerpunkte, die Sascha Kosleck künftig weiter vorantreiben wird.

Auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachrichtungen, beispielsweise Biologen, Chemikern oder Ozeanographen, ist dem neuen Lehrstuhlinhaber sehr wichtig. Weiteren Forschungsbedarf sieht er vor allem bei ferngesteuerten und autonomen Unterwasserfahrzeugen sowie Sensorik für große Wassertiefen, in der Menschen ohne die Hilfe von Maschinen nicht arbeiten können. „Der Druck in z.B. 6.000 Metern Wassertiefe ist ungefähr so hoch, als wenn sich ein Elefantenbulle auf den kleinen Zeh eines Menschen stellt“, vergleicht Mathias Paschen. Mit der Passion, die von Forschern der Generation seines Vorgängers auf ihn übergegangen ist, möchte Sascha Kosleck nun gerne Forschung und Lehre im Bereich Meerestechnik fortführen. „Es geht darum, junge Ingenieurinnen und Ingenieure für das Meer und die enormen Herausforderungen, die es an uns stellt, zu begeistern. Den Ozean – besonders in Zeiten des Klimawandels – nachhaltig zu nutzen und dabei gleichzeitig den Lebensraum Meer zu wahren ist eine Passion, die ich gern an nachfolgende Generationen weitergeben möchte.“ Text: Wolfgang Thiel

Foto: Professor Sascha Kosleck (l.) hat den Lehrstuhl für Professor Mathias Paschen übernommen. (Foto: Universität Rostock/Thomas Rahr).

Kontakt:
Prof. Dr.-Ing. Sascha Kosleck
Universität Rostock
Leiter des Lehrstuhls für Meerestechnik
Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik
Tel.: +49 381 498-9231                           
Mobil: +49 162 3742480
sascha.kosleckuni-rostockde

 

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news-51639Thu, 12 Sep 2019 14:16:25 +0200Partnership-Projekt der Universität Rostock bringt die Welt ins Wohnzimmerhttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/partnership-projekt-der-universitaet-rostock-bringt-die-welt-ins-wohnzimmer-51639/Seit 2013 ist bei der Rostocker Seniorenakademie der Universität Rostock das Patenschaftsprojekt „Partnership“ angesiedelt, in dem Seniorinnen und Senioren mit internationalen Studierenden zusammengebracht werden. Die Senioren begleiten die Studierenden vom Beginn bis zum Ende ihres Studiums, stehen ihnen bei der Bewältigung des Alltags zu Seite und bringen ihnen die deutsche Sprache und Kultur näher. Margit und Winfried Sommer betreuen seit 2015 Studierende unterschiedlicher Nationalitäten während ihres Aufenthaltes an der Universität Rostock. „Wir holen die Welt in unser Wohnzimmer“, erzählen sie. Sie lernten bereits Studierende aus Russland, China, Taiwan, Polen, Tschechien, Slowenien, Mongolei, Brasilien, Indien und Japan kennen.

Das Ehepaar kocht, feiert und spielt zusammen mit den Studierenden, stellt ihnen die eigene Familie vor, zeigt den Großstädtern, wie man beispielsweise Kartoffeln pflanzt und erntet und erfährt natürlich ebenfalls viel über die unterschiedlichen Länder und Kulturen. „Auch unsere eigene Speisekarte hat sich seither durch die „interkulturelle Ernährungsberatung“ zum Positiven verändert: die Fleischlastigkeit wich einem weitaus höheren Gemüseanteil“, berichten beide. Margit und Winfried Sommer bezeichnen sich selbst auch als „deutsche Großeltern“ für die internationalen Studierenden – vor allem, wenn das Heimweh plagt. Hin und wieder helfen sie auch bei Hausarbeiten oder Bewerbungsschreiben. Der Abschied nach der gemeinsamen Zeit in Rostock fällt meist sehr schwer, aber der Kontakt bleibt bestehen und oft gibt es ein Wiedersehen. Das Projekt lebt vom eigenen Engagement, verpflichtet wird hier niemand. Das Ehepaar Sommer ist sich einig: „Für uns ist dieses Projekt wie ein Jungbrunnen, der altersbedingte Probleme in den Hintergrund treten lässt.“

Interessenten, die wie Margit und Winfried Sommer das Projekt „Partnership“ unterstützen wollen, können sich gern an die Rostock Seniorenakademie wenden. Voraussetzung ist eine vorherige Teilnahme an einer interkulturellen Schulung, die über die Seniorenakademie angeboten wird.

Weitere Informationen

Kontakt:
Michaela Wolf
Universität Rostock
Rostocker Seniorenakademie
Tel.: +49 381 498-5663
partnershipuni-rostockde

 

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news-51635Thu, 12 Sep 2019 13:54:14 +0200Neue Tenure-Track-Professuren für die Universität Rostockhttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/neue-tenure-track-professuren-fuer-die-universitaet-rostock-51635/Im Bund-Länder-Programm zur Förderung der Wissenschaften konnte sich die Universität Rostock erfolgreich vier neue Professuren einwerben. Die gemeinsame Wissenschaftskonferenz hat die Verteilung der 532 Professuren an 57 Universitäten heute bekanntgegeben. Nach der Bewilligung von vier zusätzlichen Tenure-Track-Professuren im Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses beginnt die Förderphase am 1. Dezember 2019. An der Universität Rostock sind neue Professuren in den Bereichen Zellbiologie mariner Organismen, Data Science, pflanzliche Stoffwechselphysiologie sowie empirische Bildungsforschung und Schulpädagogik geplant. Jede Professur wird mit rund 118.000 Euro jährlich für bis zu zehn Jahre gefördert.

Eine Tenure-Track-Professur sieht nach erfolgreicher Bewährungsphase den unmittelbaren Übergang in eine Lebenszeitprofessur vor. Nachwuchswissenschaftlerinnen und ‑wissenschaftlern wird somit früher als bisher eine Entscheidung über den dauerhaften Verbleib im Wissenschaftssystem ermöglicht. Der Bund stellt dafür von 2017 bis 2032 im Bund-Länder-Programm eine Milliarde Euro für insgesamt 1.000 Stellen bereit.

Kontakt:
Christin Klinger
Referatsleiterin strategische Personalentwicklung
Universität Rostock
Dezernat Personal und Personalentwicklung
Tel. +49 381 498-1337
christin.klingeruni-rostockde

 

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news-51481Wed, 11 Sep 2019 10:03:20 +0200Klimawandel: Botaniker aus aller Welt diskutieren in Rostock Strategien für die Pflanzenhttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/klimawandel-botaniker-aus-aller-welt-diskutieren-in-rostock-strategien-fuer-die-pflanzen-51481/Unter dem Motto ‚Pflanzenwissenschaften für unsere Zukunft‘ (Plant Science for our Future) treffen sich vom 15. bis zum 19. September 2019 über 400 Botaniker aus 27 Ländern an der Universität Rostock zur Botaniker-Tagung. „Es ist die größte und bekannteste Konferenz auf dem Gebiet der Pflanzenwissenschaften im deutschsprachigen Raum“, unterstreicht Professorin Birgit Piechulla. Die international bekannte Bio-Chemikerin hat die Veranstaltung im Jahr des 600. Geburtstages der Universität Rostock maßgeblich in die Hanse- und Universitätsstadt geholt. Die Tagung ist fester Bestandteil in den Pflanzenwissenschaften und wird alle zwei Jahre durch die 137 Jahre alte Deutsche Gesellschaft für Botanik (DBG) ausgerichtet.„Trockenheit (abiotischer Stress) ist ein Thema, das die meisten Teilnehmer von den acht Plenar- und 21 Symposiums-Sitzungen diskutieren wollen“, sagt Professorin Piechulla. „Dürre und Wassermangel werden in Anbetracht des absehbaren Klimawandels in Zukunft besonders für die Landwirtschaft weltweit zum Problem. Die Erträge könnten in absehbarer Zeit sinken“, blickt Birgit Piechulla voraus und mahnt: „Man muss sich vor Augen halten, dass die gesamte Tierwelt von Pflanzen abhängig ist. Nicht der Mensch ist das wichtigste Lebewesen auf der Erde. Ohne Pflanzen könnten wir nicht existieren. Derzeit stehen wir vor nie da gewesenen Herausforderungen, und wir müssen unsere Lebensweise grundlegend verändern, sollten durch Investitionen in Forschung und innovative, ressourcenschonende Technologien unsere Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion nachhaltiger und umweltverträglicher machen“. Deswegen sind die angewandten Forschungsthemen Pflanzenresistenzen, Pflanzenkrankheiten und Unkrautbekämpfung, die an der Universität Rostock durch Professorin Christine Struck und Professorin Bärbel Gerowitt vertreten sind, aus der pflanzenwissenschaftlichen Forschung nicht wegzudenken. 

Die Universität Rostock als Gastgeberin hat zur Trockenstress-Forschung viel zu bieten. Im Botanischen Garten mit seinen spezifisch ausgestatteten Gewächshäusern wird an sogenannten „Wiederauferstehungspflanzen“, die an extreme Trockenheit besonders gut angepasst sind, geforscht. Professor Stefan Porembski, Direktor der Rostocker Einrichtung und international bekannter Botaniker betont: „Nicht jeder Pflanze kann Trockenstress etwas anhaben. Es geht um solche Pflanzen, die an lange Dürreperioden angepasst sind, sie können über 90 Prozent ihres Wassers verlieren, ohne dabei Schaden zu nehmen. Wir wollen herausfinden, wie die Mechanismen zur Wasser-Eliminierung und -wiederaufnahme bei diesen Pflanzen funktionieren. Wenn wir das verstanden haben, gibt es eine Zukunftsvision, wie sich diese Trockenresistenz weltweit für die Landwirtschaft nutzen lässt“.

Wie und unter welchen Bedingungen Pflanzen gut wachsen, wie sie mit Stress-Situationen zurechtkommen und wie ihre Erträge umweltfreundlich erhöht werden können sind einige weitere wichtige Themen, die in mehreren Symposien dargelegt werden. In der Rostocker Pflanzenphysiologie wird dazu unter Leitung von Professor Martin Hagemann die Umwandlung von CO2 in Zucker durch die Photosynthese der Pflanzen detailliert untersucht. Das Ziel dieser Forschungen besteht darin, die Effizienz der CO2-Nutzung durch eine verbesserte Regulation des pflanzlichen Stoffwechsels bis hin zur Etablierung sogenannter synthetischer CO2-Einbauwege zu optimieren. 

Professorin Christine Raines aus Großbritannien wird in ihrem Plenarvortrag die bereits erzielten Erfolge auf diesem Gebiet vorstellen. Professorin Renate Horn von der Universität Rostock forscht beispielsweise an Sonnenblumen und Pfirsichbäumen. Dabei interessiert sich die Wissenschaftlerin für die Wuchsform, also die Pflanzen-Architektur. Die Rostocker Pflanzengenetiker wollen erreichen, dass Nutzpflanzen eine schlanke Form bekommen und mehr Erträge erzielen. Im Pflanzenreich spielt der Duft einer Blüte als Lockmittel für Insekten eine wichtige Rolle. Bienen beispielsweise, aber auch viele andere Insekten reagieren auf Blütendüfte und finden so den Nektar in der Blüte. Nebenbei werden diese bestäubt und damit die Frucht- und Saatbildung gesichert. Das ist das Spezial-Thema von Tagungs-Präsidentin Professorin Birgit Piechulla. „Mit verschiedenen Duftmustern können die Pflanzen mit anderen Organismen, aber auch mit Pflanzen kommunizieren“, sagt die Forscherin.  Somit seien Pflanzen keinesfalls still und stumm, „sondern das Gegenteil ist der Fall. Sie sind kommunikativ und schreien sogar um Hilfe“. Die Rostocker Wissenschaftler haben Tabakpflanzen untersucht, die in Südamerika, Australien und Afrika beheimatet sind und diese These belegt.

Ein großes Thema auf der Botaniker-Tagung ist zudem die pflanzliche Biodiversität, also die Artenvielfalt. Warum sterben einige Pflanzen aus? Liegt es am Menschen? Oder ist es der Klimawandel? Wie die Pflanzenwelt sich verändert, das werden die Botaniker erörtern. „Ausbreitung und Artenvielfalt von Pflanzen ist nicht begrenzt auf den Landbereich, sondern ist ebenso relevant für im Meer lebende Pflanzen“ bestätigen die Ökologen der Universität Rostock, Professor Hendrik Schubert und Professor Ulf Karsten. Wie die Pflanzen ehemals den Weg aus dem Meer an Land gefunden haben und welchen Beitrag die aus Algen und Mikroorganismen zusammengesetzten Bodenkrusten auf das Klima auf der Erde haben, wird in speziellen Symposien angesprochen. In einem Workshop wird diskutiert, welche Auswirkungen das sogenannte Nagoya-Protokoll (Abkommen über weltweiten Austausch von Lebewesen) für die Pflanzenforschung hat.

Während der Botaniker-Tagung in Rostock erhalten auch vier junge Forscher aus Deutschland die diesjährigen Wissenschaftspreise der Deutschen Botanischen Gesellschaft und des Springer-Verlages. Sie haben sich mit zukunftsweisenden Fragen beschäftigt, beispielsweise wie sich der Klimawandel auf den Blattaustrieb von Gehölzen auswirkt, wie ein spezielles Eiweiß die Entwicklung von Chloroplasten beeinflusst, welche Blumenpopulationen besser an den Klimawandel angepasst sind, und welche Faktoren die Entwicklung von zuckerleitenden Geweben regulieren. Text: Wolfgang Thiel

Kontakt:
Prof. Dr. Birgit Piechulla
Universität Rostock
Institut für Biowissenschaften
birgit.piechullauni-rostockde
Tel: +49 381 498-6130

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news-51473Wed, 11 Sep 2019 08:18:02 +0200Viel mehr als nur ein Jahr – Professur für Landschaftsökologie und Standortkunde bietet Freiwilligen Raum zur Mitarbeithttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/viel-mehr-als-nur-ein-jahr-professur-fuer-landschaftsoekologie-und-standortkunde-bietet-freiwilligen/Seit mehreren Jahren ist die Professur Landschaftsökologie und Standortkunde der Universität Rostock Einsatzstelle für Freiwillige. Im Rahmen eines Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) oder eines Freiwilligen Sozialen Jahres in Wissenschaft, Technik und Nachhaltigkeit (FJN) haben Jugendliche die Möglichkeit in den Projekten der Professur mitzuarbeiten. Für beide Seiten ist das ein großer Gewinn. In der Mehrzahl der Projekte der Professur unter der Leitung von Professor Florian Jansen geht es um die begleitende Klimaforschung in Vorhaben zur Wiedervernässung von Mooren oder im Rahmen von Paludikultur, d.h. nasser Moorbewirtschaftung.

Für die Arbeitsgruppe ist vor allem die kontinuierliche Beteiligung an den laufenden Forschungsvorhaben, die eine intensive Einarbeitung ermöglicht und benötigt, von großem Wert. Die Freiwilligen können hingegen viele Erfahrungen sammeln, die für sie bei ihrer Suche nach einem zukünftigen Studienfach oder einem Arbeitsumfeld bedeutsam sind. Heiner Meißner, der im August 2019 sein FÖJ abgeschlossen hat, bestätigt das: „Mein Plan für die Zukunft sieht jetzt etwas konkreter aus. Ich möchte gerne in Greifswald eine WG gründen und an der dortigen Universität „Landschaftsökologie und Naturschutz“ studieren.“ Finja Albrecht, die ein FJN absolvierte, fügt hinzu: „Aber nicht nur für die Studienwahl hat mit das Freiwillige Jahr viel gebracht. Sondern auch die Erfahrung, das erste Mal von zu Hause auszuziehen und das Kennenlernen so vieler neuer Leute in der Einsatzstelle selber, aber auch in den Seminaren, hat mir sehr gefallen. Letztendlich ist es die Summe aus neuen Einblicken, Eindrücke und Erfahrungen, die das freiwillige Jahr so wertvoll machen.“

Die Projektarbeit im Team von Professor Jansen ist abwechslungsreich und umfasst Freilandeinsätze, Laborarbeit, Reparaturarbeiten und Basteleien oder Unterstützung bei Dateneingabe und -auswertung. Geboten werden Einblicke in die aktuelle Forschung, wissenschaftliche Arbeitsfelder und die an der Fakultät vertretenen Studienfächer. Auch die Entwicklung und Umsetzung passender eigener Projektideen fördern die Mitglieder der Arbeitsgruppe.

Kontakt:
Birgit Schröder
Universität Rostock
Agrar-und Umweltwissenschaftliche Fakultät
Landschaftsökologie und Standortkunde
Tel.: +49 381 498-3223
birgit.schroederuni-rostockde

 

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news-51471Wed, 11 Sep 2019 07:22:15 +0200WIRO spendet Rundbank für den Botanischen Gartenhttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/wiro-spendet-rundbank-fuer-den-botanischen-garten-51471/Mit Unterstützung von Spenden konnten im Botanischen Garten der Universität Rostock einige Sitzgelegenheiten zum Verweilen und Ausruhen neu aufgestellt werden. Unter dem Motto „Banknot“ können Rostockerinnen und Rostocker die Aktion weiterhin unterstützenDer Botanische Garten der Universität Rostock mit dem Freigelände in der Hamburger Straße gilt bei vielen Rostockerinnen und Rostockern als grüne Oase der Stille und Ort des Verweilens. Anlässlich des 80. Jahrestages der Eröffnung des Gartengeländes in der Hamburger Straße rief der Freundeskreis Botanischer Garten Rostock unter dem Motto: „Nehmen Sie Platz auf Ihrer Bank!“ zu Spenden für die Aufstellung von Bänken im Freigelände auf.

Eine erste Spende der WIRO GmbH ermöglichte nun die Aufstellung einer Baumbank im Botanischen Garten. Sie bietet eine Rundumsicht auf die Flora in mehreren Gartenlandschaften und regt Besucherinnen und Besucher zum Gespräch an. Die Spende der WIRO ist die mit Abstand namhafteste von einigen größeren Einzelspenden Rostocker Firmen und Privatpersonen sowie vielen ungenannten Kleinspendern, mit deren Hilfe der Freundeskreis Bänke erworben hat.

Zur Präsentation einer Rundbank im Freigelände des Botanischen Garten trafen sich heute der Vorsitzende der Geschäftsführung der WIRO, Ralf Zimlich, der Rektor der Universität Rostock, Professor Wolfgang Schareck, der Direktor des Botanischen Gartens, Professor Stefan Porembski, mit dem Freundeskreis des Botanischen Gartens Rostock.

Der Rektor der Universität Rostock freut sich über das Engagement der WIRO. „Vor dem Hintergrund, dass die Bänke im Botanischen Garten Kultur, Natur und Menschen miteinander verbinden, bedanke ich mich bei der WIRO und bei allen anderen Spenderinnen und Spendern sowie Rostocker Firmen, die auf diese Weise ihre Verbundenheit mit dem Botanischen Garten und der Universität Rostock demonstrieren.“

„Der Botanische Garten“, so Ralf Zimlich, Vorsitzender und Sprecher der WIRO-Geschäftsführung, „ist eine grüne Oase mitten in der Stadt. Zu jeder Jahreszeit ist ein Besuch ein Erlebnis für die Sinne, dass niemand verpassen sollte. Wir laden alle Rostocker und Gäste herzlich ein, auf unserer Bank Platz zu nehmen und die wunderschöne Natur von hier aus zu genießen.“

Elf neue Bänke sind bereits aufgestellt und vier weitere werden gerade gekauft, aber für mindestens sechs besteht noch Bedarf. Die Aktion soll deshalb noch bis in das nächste Jahr hinein fortgeführt werden.

Foto: (v.l.) Dr. Dethardt Götze, Anne Wollert, Dr. Michael Vogt, Professor Stefan Porembski, Rektor Professor Wolfgang Schareck, WIRO-Maskottchen Bodo Bär, WIRO-Vorstand Ralf Zimlich sowie Werner Brinckmann und Petra Kubasch vom Freundeskreis des Botanischen Gartens (Copyright: WIRO / Sascha Schwarzer).

 

Kontakt:
Botanischer Garten
Universität Rostock
Anne Wollert
Tel.: +49 381 498-6251
E-Mail: anne.wollert@uni-rostock.de
https://www.garten.uni-rostock.de

 

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news-51413Mon, 09 Sep 2019 15:58:04 +0200Holocaust und Kunst – gemeinsames Nachdenken über Wege künstlerischen Umgangs mit der Schoahhttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/holocaust-und-kunst-gemeinsames-nachdenken-ueber-wege-kuenstlerischen-umgangs-mit-der-schoah-51413/Welche Rolle kann Kunst bei dem Versuch spielen, die mahnende Erinnerung an Massenverbrechen für zukünftige Generationen in Worte, Bilder oder Töne zu fassen? Welche Herausforderungen stellen sich, wenn dabei besonders das Schicksal der jüdischen Bevölkerung und anderer verfolgter Gruppen während der Zeit des Nationalsozialismus im Gedächtnis bewahrt werden soll? Einen Rahmen, diesen Fragen über Ländergrenzen hinweg nachzugehen, bot das Forum „Commemorative Art in Central and East Central Europe: Public and Personal Approaches“, das vom 6. bis zum 8. September 2019 am Historischen Institut der Universität Rostock stattfand.Außergewöhnlich war das Format eines internationalen „Youth Forum“, das fortgeschrittene Studierende und junge Berufstätige aus den Bereichen Gedenkstätte, Museum, Kunst und Design drei Tage lang in der Ostseestadt versammelte. Kernpunkt war der Austausch der Teilnehmenden aus Lettland, Litauen, Polen, Ungarn und Deutschland über landestypische Herangehensweisen, aber auch über Eigenarten und Konfliktlinien der Gedenkkultur. Im Vordergrund stand dabei, Diskussionen in Gang zu setzen und unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen. Zentrale Bestandteile bildeten dementsprechend kommunikative Arbeitsformen wie ein Szenarioworkshop zur Entwicklung länderübergreifender Denkmalideen oder gemeinsame Erkundungen der Memorialkultur im öffentlichen Raum in Rostock und der Region.

Das „Youth Forum“ ist Teil des Vierländer-Projekts „Art and the Holocaust: Reflections for the Common Future“, in dem sich das Museum „Juden in Lettland“ in Riga, das Jüdische Historische Institut in Warschau und das Internationale Zentrum für litauische Photographie in Kaunas mit dem Historischen Institut der Universität Rostock zusammengeschlossen haben. „Ohne die langjährigen engen Beziehungen zu Riga und unsere Partnerschaft mit Lettlands Universität wäre dieser Kontakt nie zustande gekommen“, unterstreicht Professor Oliver Plessow, Inhaber der Professur für Geschichtsdidaktik an der Universität Rostock und Verantwortlicher vor Ort. Gewinnbringend für alle sei, dass die Universität nicht nur auf die Gesellschaft einwirken könne, sondern auch Impulse aus dieser bekomme, und das auch noch in einem solch transnationalen Rahmen.

Das Bildungsprojekt wird im Rahmen des Programms „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ von der Europäischen Union gefördert. Ein Anschlussforum im litauischen Kaunas wird der Gruppe noch in diesem Jahr Gelegenheit zu einer Weiterführung des Austauschs und der Gespräche geben.

Kontakt:
Prof. Dr. Oliver Plessow
Universität Rostock
Historisches Institut
Didaktik der Geschichte
Tel.: +49 381 498-2716
oliver.plessowuni-rostockde

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news-51377Mon, 09 Sep 2019 09:55:50 +0200Kooperationsabkommen zwischen der University of Malaya und der Universität Rostock unterzeichnethttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/kooperationsabkommen-zwischen-der-university-of-malaya-und-der-universitaet-rostock-unterzeichnet-513/Bereits seit 2013 unterhält das Institut für Politik- und Veraltungswissenschaften der Universität Rostock enge Beziehungen mit dem Asia Europe Institut (AEI) an der University of Malaya (UM) in Kuala Lumpur, die jüngst auch auf eine Zusammenarbeit zwischen den jeweiligen Fakultäten ausgeweitet und jetzt formalisiert wurde. Am 6. September 2019 tauschten Professor Jörn Dosch, Prodekan der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät, und Professorin Sarinah Low Wah Yun, Vize-Direktorin des AEI, die Kooperationsurkunden aus. Die Rektoren der beiden Universitäten, Professor Wolfgang Schareck und Datuk Ir. Dr. Abdul Rahim Hashim, hatten bereits zuvor das „Memorandum of Understanding“ unterzeichnet. An dem Festakt und der anschließenden Gastvorlesung von Professor Dosch zu den europäisch-asiatischen Beziehungen nahmen etwa 80 Mitarbeitende, Studierende und Gäste teil, darunter mehrere Botschafter der EU-Mitgliedsstaaten in Kuala Lumpur.

Als älteste Universität Malaysias, die in ihrer jetzigen Form 1962 gegründet wurde, hat sich die UM als führende Hochschule des Landes etabliert. Vor einigen Jahren schaffte sie den Sprung in die Top 100 der besten Universitäten der Welt und nimmt im aktuellen QS World University Rankings 2020 Platz 70 ein. Die University of Malaya verfügt über 12 Fakultäten und wird von 27.000 Studierenden besucht. Das Kooperationsabkommen wird zunächst dem Austausch von Studierenden und Lehrenden der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultäten der beiden Universitäten und der gemeinsamen Umsetzung von Forschungsprojekten dienen, steht aber auch anderen Fakultäten offen. Dem nationalen malaysischen Nachrichtensender Astro Awani war das Kooperationsabkommen eine dreißigminütige Sondersendung zur Rolle der EU in Südostasien wert, bei der Professor Dosch Rede und Antwort stand.

Kontakt:
Prof. Dr. Jörn Dosch
Universität Rostock
Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften
Tel.: +49 381 498-4355 (Sekretariat: +49 381 498-4356)
joern.doschuni-rostockde 

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news-51379Mon, 09 Sep 2019 09:53:04 +0200180 Experten diskutieren Abwasser-Problemehttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/180-experten-diskutieren-abwasser-probleme-51379/Abwasser wird vielfältig belastet durch Umweltgifte, dazu gehören Biozide aus Fassadenfarben und Arzneimitteln sowie Mikroplastik. Auf der 12. Abwassertagung am 10. September beraten Experten an der Universität Rostock über Strategien zur Reduzierung der Schadstoffbelastung.Durch umfassende Maßnahmen, insbesondere im Bereich der Abwasserreinigung in und um Rostock hat sich die Qualität der Oberflächengewässer deutlich verbessert. Eine weitere Belastungsreduzierung ist aber notwendig, um den angestrebten guten ökologischen Zustand in allen Gewässern zu erreichen. Wie das gelingen kann ist, darüber beraten am 10. September in der Hansestadt etwa 180 Experten aus Wissenschaft, Behörden, Verbänden, Ingenieur- und Planungsbüros sowie Anlagenhersteller auf der 12. Rostocker Abwassertagung.

Die Veranstaltung unter Leitung von Professor Jens Tränckner wird von der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät (AUF) der Universität Rostock organisiert. Einen zentralen Ansatzpunkt zur Verbesserung der Gewässerqualität sehen die vortragenden Wissenschaftler in den zahlreichen kleinen Eintragspfaden. Neben Emissionen aus kommunalen Kläranlagen müssten insbesondere Niederschlagswasser aus Siedlungsgebieten und Verkehrsflächen aber auch von landwirtschaftlichen Betriebsflächen verstärkt in den Blick genommen werden. Gleichzeitig rückten weitere neue Parameter der Verschmutzung und bisher nur unzureichend bewertbare Risikostoffe in den Fokus. Dies betrifft beispielsweise Biozide aus Fassadenfarben, Arzneimittel und Mikroplastik. Dazu werden auf der Tagung aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt und sinnvolle Konzepte für eine gewässerbezogene Risikobewertung diskutiert.

Am Folgetag der Konferenz organisieren die Professur Wasserwirtschaft und die Nordwasser GmbH gemeinsam einen Workshop für Behörden, Planer und Abwasserverbände zum Thema „Niederschlagsmanagement in der Praxis". „Mit der Universität Rostock, insbesondere dem Lehrstuhl für Wasserwirtschaft, verbindet uns eine lange Tradition der Zusammenarbeit“, unterstreicht Ulf Altmann, technischer Geschäftsführer von Nordwasser. „Dabei geht es um aktuelle Zukunftsthemen der Branche, wie beispielsweise das Niederschlags-Management. Aber auch spezielle Fragestellungen, die uns beispielsweise als Betriebsführer der größten Kläranlage Mecklenburg-Vorpommerns bewegen“. Die Rostocker Kläranlage ist nicht nur wegen ihrer Größe ein beliebtes Studienobjekt, sondern auch wegen der besonderen Technologie und der lokalen Gegebenheiten. Für Ulf Altmann steht fest: „Forschung und Praxis sind unzertrennlich und können gemeinsam viel bewegen.“

„Es ist die intelligente Verknüpfung vieler Maßnahmen an unterschiedlichen Eintragspfaden, um eine spürbare Reduzierung der Gewässerbelastung zu erzielen“, ist Tränckner überzeugt. Dafür streben er und sein Team unkomplizierte praxisorientierte Lösungen an. Die Rostocker Forscher stellen Fallbeispiele von der Konzeption über die technischen Werkzeuge bis zur Koordination auf kommunaler Ebene vor. Für einen nachhaltigen Erfolg seien gutes Systemverständnis, schlaues Engineering, effektive Verwaltung sowie eine ehrliche Erfolgskontrolle das Gebot der Stunde, unterstreicht Professor Tränckner.

Im 600. Jubiläumsjahr der Universität ist diese Tagung gleichzeitig Anlass für die Würdigung von fast 60 Jahren Umweltingenieurausbildung in Rostock. Drei Generationen von Hochschullehrern im Alter von heute 91, 71 und 51 Jahren werden einen Rückblick auf das Rostocker Meliorationswesen und die Zeiten von Landeskultur und Umweltschutz sowie einen Einblick in die heutige Ausbildung von Umweltingenieuren geben. Text: Wolfgang Thiel

Kontakt:
Professor Jens Tränckner
Universität Rostock
Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät
Tel.: +49 381 498-3640
E-Mail: jens.traenckneruni-rostockde
https://www.auf.uni-rostock.de/ww

 

 

 

 

 

 

 

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news-51373Mon, 09 Sep 2019 09:17:51 +0200Lichtenberg-Professur für Biologin der Universität Rostockhttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/lichtenberg-professur-fuer-biologin-der-universitaet-rostock-51373/Am 1. September 2019 hat Frau Professor Frederike Hanke ihre Arbeit am Marine Science Center der Universität Rostock aufgenommen. Für ihre Forschungen zum visuellen System bei Robben ist sie mit einer Lichtenberg-Professur der Volkswagen Stiftung ausgezeichnet worden. Bis zur Evaluation sind es fünf Jahre, danach entscheidet sich, ob die Förderung fortgesetzt wird.Im Rahmen der umfangreichen Förderung der Professur liegt der Forschungsschwerpunkt auf dem sogenannten ‚Optischen Fluss‘. Bereits im Jahr 2014 konnte hierzu die Erkenntnis gewonnen werden, dass Seehunde in der Lage sind, Bewegungsmuster, die bei Bewegung durch ihre Umgebung entstehen, zu interpretieren. „Das Forschungsvorhaben der Lichtenberg-Professur basiert auf den Erkenntnissen von 2014. An diese Arbeit möchte ich jetzt anknüpfen“, sagt Professorin Hanke. Auch über die Weiterführung ihrer Arbeit mit Kraken im gleichen Forschungskontext würde sie sich freuen. Professorin Hanke absolvierte bereits ihre Habilitation an der Universität Rostock und ist nach einem Forschungsaufenthalt in Schweden nun wieder zurück in der Hanse- und Universitätsstadt.

Die Lichtenberg-Professur ist ein Förderprogramm der Volkswagen Stiftung mit dem Ziel innovative und interdisziplinäre Forschungsschwerpunkte von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen an deutschen Universitäten zu fördern. Eingerichtet wurde sie im Jahr 2002, seit dem Sommer 2017 wird die Förderung unter dem Namen der ‚Lichtenberg-Stiftungsprofessuren‘ weitergeführt. Damit wird sowohl den Universitäten, als auch den Inhabern und Inhaberinnen der Professur eine gesteigerte Planungssicherheit ermöglicht.

Kontakt:
Prof. Dr. Frederike Hanke
Universität Rostock
Institut für Biowissenschaften
Marine Science Center
Tel.: +49 381 666 97 19 14
frederike.hankeuni-rostockde

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news-51343Fri, 06 Sep 2019 12:30:46 +0200Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät präsentiert sich beim „Campus Wissenschaft“ auf der MeLa 2019 https://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/agrar-und-umweltwissenschaftliche-fakultaet-praesentiert-sich-beim-campus-wissenschaft-auf-der-mela/Gemeinsam mit der Landesforschungsanstalt, den Leibniz-Instituten für Nutztierbiologie bzw. für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung sowie der Hochschule Neubrandenburg lädt die Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät vom 12. bis zum 15. September 2019 auf den „Campus Wissenschaft“ der MeLa 2019 ein. Der „Campus Wissenschaft“ steht in 2019 ganz im Zeichen des Wissens. Wissen ist der Schlüssel zur Landwirtschaft mit Zukunft. Die fünf Wissenschaftsinstitutionen, die auf diesem Campus die Agrar- und Ernährungswissenschaften des Landes Mecklenburg-Vorpommern vertreten, zeigen die Bedeutung des Wissens rund um die ökonomisch, ökologisch sowie sozial nachhaltige Landwirtschaft und stellen die Vielfalt der grünen Wissenschaften in Mecklenburg-Vorpommern dar.

Ziel des Wirkens dieser Institutionen in Forschung, Aus- und Weiterbildung sowie in der Beratung ist es, eine ressourcenschonende, nachhaltige Landbewirtschaftung in Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus zu fördern.

Die Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät der Universität Rostock präsentiert eine bundesweit einzigartige Kombination von Agrar- und Umweltwissenschaften in Forschung und Lehre. Besucherinnen und Besucher können sich ein Bild von den verschiedenen Studienmöglichkeiten machen.

Kontakt:
Universität Rostock
Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät
Carola Möller
Tel.: +49 381 498-3263
carola.moelleruni-rostockde

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news-51107Fri, 30 Aug 2019 10:37:04 +0200200 Forscher aus aller Welt kommen nach Rostock: Dynamics Days Europe 2019https://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/200-forscher-aus-aller-welt-kommen-nach-rostock-dynamics-days-europe-2019-51107/Rund 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 30 Ländern, zum Beispiel aus Neuseeland, den USA und Japan, kommen vom 2. bis zum 6. September 2019 nach Rostock, um an der Universität ihre Forschungsergebnisse zur mathematischen und physikalischen Beschreibung verschiedenster komplexer Vorgänge auszutauschen und zu diskutieren. „Die Konferenzreihe 'Dynamics Days Europe' hat ihren Ursprung in den 80er Jahren und ist international sehr renommiert“, erläutern Professor Jens Starke und Professor Michael Dreher vom Institut für Mathematik, die zusammen mit ihren Kollegen Professor Oliver Kühn und Professor Thomas Fennel vom Institut für Physik der Universität Rostock die diesjährige Konferenz organisieren. Dabei sind die Rostocker Forscher stolz darauf, „dass es uns gelungen ist, die „Dynamics Days“ im 600. Jubiläumsjahr unserer Alma Mater nach Rostock zu holen“, betont Professor Fennel. Ab kommendem Montag diskutieren die Wissenschaftler auf dem Ulmencampus interdisziplinär über komplexe Systeme und deren zeitabhängiges Verhalten. Fachlich stehen neben Themen aus den Grundlagenwissenschaften und der Entwicklung moderner mathematischer Analysemethoden insbesondere auch die Anwendungen mathematischer Modelle und Simulationsverfahren für komplexe Systeme im Zentrum, um – zum Beispiel – hochaktuelle Fragen aus der Klimaforschung, zur Beschreibung von Gehirnaktivitäten, zur Anwendung von Laserlichtquellen der neuesten Generation, bis hin zur Entstehung von Tönen in Musikinstrumenten zu beantworten.

„Internationale Konferenzen wie die „Dynamics Days“ tragen verschiedene Sichtweisen und neueste Erkenntnisse der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen, um diese mit anderen Experten kritisch zu diskutieren und damit die Forschungsgebiete voranzubringen“, so Professor Starke. Er fügt hinzu: „Es geht auch darum, das Wissen, das sich heute in Spezialgebieten weit auseinanderentwickelt hat, wieder zusammenzuführen und dafür über Fächergrenzen hinaus eine gemeinsame Sprache zu finden“. Kurz gesagt, um eine Wiederbelebung der Ursprungsidee der Wissenschaften: die Phänomene der Welt gleichzeitig mit den Begriffen und Methoden der Mathematik, der Naturwissenschaften und technischen Wissenschaften zu beschreiben, zu untersuchen und zur Anwendung zu bringen.

Dabei haben die Gastgeber aus Rostock so einiges zu bieten. Der Physiker Professor Fennel und seine Arbeitsgruppe forschen beispielsweise erfolgreich an der Aufklärung und theoretischen Beschreibung der Wirkung extrem kurzer Laserblitze auf Nanostrukturen. Mögliche Anwendungen reichen von extrem schneller lichtbasierter Elektronik bis zur Abbildung und gezielten Veränderung von Materie mit intensiver Laserstrahlung. In einem aktuellen Projekt beschäftigen sich Professor Starke und sein Team mit neuen mathematischen Methoden, um Fußgängerströme besser verstehen und vorausschauend beschreiben zu können. Dazu wird es auf der Konferenz ein mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführtes Fußgänger-Experiment geben, um neuartige Analysemethoden validieren zu können. Langfristig sollen diese Methoden helfen, die Sicherheit bei Großveranstaltungen zu verbessern und Evakuierungsstrategien von Gebäuden zu optimieren.

Mehrere Vorträge in der kommenden Woche erörtern hochaktuelle Themen zur Energiewende und zur Stabilität der Stromnetze. „Mathematik ist Schlüsseltechnologie für viele angewandte Bereiche, zum Beispiel auch der Energieforschung“, unterstreicht Professor Starke. Er empfiehlt gerade jungen Menschen, in Rostock Mathematik oder Physik zu studieren. Die hiesige Universität biete beste Bedingungen. Und: „Diese Fächer werden überall gebraucht und bieten sichere Jobs“.  Text: Wolfgang Thiel

Weitere Informationen zur Tagung

Kontakt:
Professor Jens Starke
Universität Rostock
Institut für Mathematik
Tel.: +49 381 498-6641
jens.starkeuni-rostockde

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news-51067Thu, 29 Aug 2019 15:10:01 +0200Rostocker Forscher definieren Gesundheit und Altern neuhttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/rostocker-forscher-definieren-gesundheit-und-altern-neu-51067/Kann die moderne Wissenschaft von Philosophie profitieren? „Auf jeden Fall“, unterstreicht Privatdozent Dr. Ludger Jansen vom Institut für Philosophie der Universität Rostock. Denn das Nachdenken über die Grundlagen der Wissenschaft gehört seit jeher zur Aufgabe der Philosophen.

In einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierten Projekt greift die Arbeitsgruppe von Dr. Jansen auf alte Ideen zurück: „Vor über 2400 Jahren hat der Philosoph Aristoteles Grundbegriffe für die Beschreibung der Welt entwickelt, die uns heute noch helfen, die moderne Wissenschaft und ihre Theorien besser zu verstehen“, erläutert Jansen. Ihm geht es dabei um die Frage, wie der Verweis auf etwas Abstraktes wie den Menschen im Allgemeinen zur Erklärung von konkreten Einzeldingen, wie der Gesundheit des Einzelnen, beitragen kann. In regelmäßigen interdisziplinären Fachgesprächen diskutiert die Arbeitsgruppe von Dr. Jansen in Rostock unter anderem mit dem Bioinformatiker Professor Georg Fuellen über die Übertragbarkeit der antiken Erkenntnisse auf die heutige Wissenschaft. Denn im Austausch mit anderen Fächern, so die Überzeugung der beteiligten Wissenschaftler, können philosophische Analysen zur Lösung aktueller naturwissenschaftlicher Probleme beitragen.

Gemeinsam mit Georg Fuellen, der das Institut für Biostatistik und Informatik in Medizin und Alternsforschung der Unimedizin Rostock leitet, hat Dr. Jansen einen Rahmen für eine vereinheitlichte Definition von Gesundheit und Altern entwickelt, der auch die experimentelle Messung dieser biologischen Phänomene berücksichtigt. Ein klarer Fall, in dem die Philosophie der Biowissenschaft helfen kann. Denn trotz zunehmender Forschungsanstrengungen bestehe noch kein Konsens über die Definition von Altern oder Gesundheit. Um die zugrundeliegenden Prozesse zu verstehen und die Entwicklung gezielter Maßnahmen zur Steigerung der Gesundheit zu fördern, müsse aber dringend eine allgemein akzeptable und wissenschaftlich brauchbare Definition von Gesundheit und Altern gefunden werden. Dann könnten Gesundheitsmerkmale fundierter gemessen werden, so dass sich daraus, so die Hoffnung, gezieltere Vorschläge für Ernährung und Bewegung ableiten lassen.

In dem Rostocker Forschungs-Projekt geht es um die grundsätzliche Frage: Was ist Altern? Altersforscher reden gern davon, dass sie den Menschen eine lange „Gesundheits-Spanne“ verschaffen wollen. „Aber wie kann man das definieren?“, fragt Dr. Jansen. „Wir haben versucht, die Begriffe Gesundheit, Biologisches Alter und Biomarker der Alterung zu klären.“ Dabei gab es etliche Herausforderungen zu meistern. Vieles verändert sich im Körper graduell – aber ab wann gilt ein solcher Messwert als ungesund? „Wir müssen eine Grenze ziehen“, sagt Dr. Jansen, „aber wie vermeidet man, dass diese willkürlich ist?“ Die Rostocker Forscher plädieren dafür, sich dabei an Durchschnittswerten zu orientieren. „Auch wenn die Ermittlung und Interpretation dieser Werte keine leichte Aufgabe ist, werden so willkürliche Grenzen vermieden“, betonen Jansen und Fuellen unisono.

Zudem gebe es im menschlichen Körper sehr viele Facetten, die zum Gesundsein beitragen und durch Altern beeinträchtigt werden können. Deshalb definieren Jansen und Fuellen Altern als Aggregat aller Prozesse in einem Individuum, die sein Wohlbefinden verringern. Die Arbeit der Rostocker Forscher soll es erlauben, verschiedene Messverfahren für Gesundheit und die daraus gewonnenen Daten zusammenzubringen. „Im Bereich der Gesundheits- und Alternsforschung fehlt ein Instrument zur Datenintegration, etwa durch die Nutzung ontologisch unterstützter Wissensrepräsentation“, unterstreicht Professor Fuellen. Und er bestätigt: „Philosophen können beim klaren Denken und beim exakten Benennen von Phänomenen und Zusammenhängen sehr hilfreich sein.“

Eine zweite Herausforderung ist, dass die vielen Facetten der Gesundheit nicht für alle Betroffenen gleich wichtig sind. Ludger Jansen illustriert dies an Beispielen aus dem Leben. „Man kann sich vorstellen, dass für einen Pianisten andere Dinge wichtig sind als für einen Tischler“, sagt Jansen. Auch für diese subjektiven Wertunterschiede soll der vereinheitlichte Blick auf das Altern offen sein, um häufige Begriffsverwirrungen aufzulösen. Denn dann könnte man berücksichtigen, welche Vorstellungen von einem guten Alter die Menschen denn haben, deren Leben verbessert werden soll.

Eine dritte Herausforderung ist, dass die biomedizinische Forschung nicht nur an Menschen stattfindet, sondern auch an diversen Modellorganismen, beispielsweise an Mäusen oder Fadenwürmern. Die Definitionen von Gesundheit und Altern sollten daher auch auf unterschiedliche biologische Arten anwendbar sein. Erst dann könne die ganze Fülle der experimentellen Daten zusammengeführt und Merkmale des Gesundheitszustandes optimal verknüpft werden, um das künftige Wohlbefinden besser vorherzusagen, als man es aufgrund des chronologischen Alters könnte.

Kontakt:
PD Dr. Ludger Jansen
Institut für Philosophie
Universität Rostock
Tel.: +49 381 498-2818 (Sekretariat)
E-Mail: ludger.jansenuni-rostockde

 

 

 

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