Universität Rostockhttps://www.uni-rostock.de/RSS Feed der Universität RostockdeCopyright Universität RostockSat, 20 Jul 2019 10:25:44 +0200Sat, 20 Jul 2019 10:25:44 +0200TYPO3 EXT:newsnews-50009Thu, 18 Jul 2019 12:29:26 +0200Universität Rostock ist Gründungsmitglied der Deutschen Allianz Meeresforschunghttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/universitaet-rostock-ist-gruendungsmitglied-der-deutschen-allianz-meeresforschung-50009/Am 18. Juli unterzeichneten Bund und norddeutsche Länder eine Vereinbarung zum Aufbau des Verbunds deutscher Meeresforschungseinrichtungen. Die Universität Rostock ist Gründungsmitglied bei der Deutschen Allianz Meeresforschung.Mit der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM) wird eine der weltweit größten marinen Forschungsallianzen ins Leben gerufen, die sich zum Ziel gesetzt hat, lösungsorientiertes Handlungswissen für den nachhaltigen Umgang mit den Meeren und Ozeanen zu erarbeiten. Der Bund und die fünf norddeutschen Länder Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein stellen dafür gemeinsam bis zum Jahr 2022 insgesamt 56,25 Millionen Euro bereit. Der Bund beteiligt sich zu 80 Prozent an der Finanzierung, die Länder tragen gemeinsam 20 Prozent bei.

Die fünf norddeutschen Länder sind ein wesentlicher Standort der deutschen Meeresforschung, die ein breites Spektrum verschiedener Fachdisziplinen der Küsten-, Meeres-, Klima- und Polarforschung abdeckt. Mit ihren Forschungsschiffen und -stationen, Flugzeugen, Observatorien und Unterwasserfahrzeugen verfügt sie über einzigartige Forschungsinfrastrukturen. Die Deutsche Allianz Meeresforschung bringt Universitäten sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen wie Helmholtz-Zentren, Leibniz- und Max-Planck-Institute nun zusammen und ermöglicht gemeinsame Spitzenforschung auf international höchstem Niveau. Die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V. unterstützt und fördert die DAM und ihre Geschäftsstelle wesentlich durch den Aufbau von vernetzten Dateninfrastrukturen, um neue Erkenntnisse aus erhobenen Forschungsdaten zu ermöglichen.

Die DAM entwickelt in gemeinsamen Forschungsmissionen Handlungsoptionen für den nachhaltigen Umgang mit dem Meer. Die ersten zwei Themen für die Pilotphase umfassen einerseits Optionen für Schutz und Nutzung mariner Räume zum Erhalt der Biodiversität und Ökosystemfunktionen und andererseits Analysen zur Zukunft mariner Kohlenstoffspeicher als Handlungswissen für die Klimapolitik. Außerdem unterstützt die DAM das Datenmanagement und die Digitalisierung in den Meereswissenschaften und soll langfristig die Nutzung der großen marinen Infrastrukturen koordinieren und optimieren.

Das Department Maritime System der Interdisziplinären Fakultät der Universität Rostock bringt sich mit seiner langjährigen Forschungsexpertise im Bereich der Küstenforschung, von biogeochemischen Abläufen bis hin zu Leitlinien zu Schutz und Nutzung, ein. „Als erste Universität Deutschland mit einer ingenieurswissenschaftlichen Fakultät hat die Universität Rostock seit 1951 einen Schwerpunkt im Bereich der maritimen Forschung und daher folgerichtig 2007 mit dem Department Maritime Systeme im Rahmen der Interdisziplinären Fakultät die Akteure und Aktivitäten zusammengeführt. Zusammen mit den ausseruniversitären Einrichtungen in der Regiopolregion Rostock können wir hier einen wirksamen Beitrag zu den drängenden Fragestellungen der Küstenforschung leisten", so der Prorektor für Forschung und Wissenstransfer der Universität Rostock, Professor Udo Kragl. Mit der Bündelung der Kompetenzen in der Meeresforschung unter einem Dach wird die Deutsche Allianz Meeresforschung einen wichtigen Beitrag dazu leisten, bereits vereinzelt bestehende Kooperationen zu verstetigen und erfolgreicher bei der Bearbeitung drängender meeresökologischer und klimatischer Fragen zusammenzuarbeiten.

 

Deutsche Allianz Meeresforschung

Die Deutsche Allianz Meeresforschung wurde am 4. Juli in Berlin bereits in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins von den folgenden Einrichtungen gegründet: das Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg mit ihrem Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM), die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) mit Kiel Marine Science (KMS), GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, Helmholtz-Zentrum Geesthacht - Zentrum für Material- und Küstenforschung (HZG), das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW), das Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT), MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften an der Universität Bremen, die Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.(MPG) mit dem Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie (MPI-MM) und dem Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M), die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung mit Senckenberg am Meer, die Universität Hamburg mit ihrem Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN), und die Universität Rostock mit ihrem Department Maritime Systeme (MTS). Hauptamtlicher Vorstandsvorsitzender der DAM ist Michael Bruno Klein, der seit über 20 Jahren im Wissenschaftsmanagement tätig ist, u.a. als Generalsekretär der Leibniz-Gemeinschaft und als Generalsekretär von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften. Stellvertretender Vorsitzender ist Michael Schulz, Direktor des MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften an der Universität Bremen. Karin Lochte, ehemalige Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), und Peter Herzig, Direktor des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, sind weitere Mitglieder des Vorstands, der für eine Amtszeit von vier Jahren gewählt ist.

Weitere Informationen unter www.allianz-meeresforschung.de.

 

Pressekontakt Universität Rostock:
Prof. Dr. Udo Kragl
Prorektor für Forschung und Wissenstransfer Universität Rostock
Universität Rostock
Tel. +49 (0)381-498-1002
Email: pftuni-rostockde
www.inf.uni-rostock.de/mts

 

Pressekontakt Deutsche Allianz Meeresforschung (DAM):
Eva Söderman, Koordinatorin / Ute Wilhelmsen, Referentin für Kommunikation und Transfer
Deutsche Allianz Meeresforschung
Wissenschaftsforum
Tel.: +49 30 804 945 66
Mobil: +49 176 470 417 82 / +49 (0)170 780 7422
E-Mail: soederman@deutsche-meeresforschung.de / wilhelmsendeutsche-meeresforschungde
www.allianz-meeresforschung.de

]]>
PressemeldungenStartseite
news-50007Thu, 18 Jul 2019 12:24:44 +0200Rostocker Studenten gründen Startup zur Proteinproduktion – dem Klima zu Liebehttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/rostocker-studenten-gruenden-startup-zur-proteinproduktion-dem-klima-zu-liebe-50007/Ein Startup der Universität Rostock entwickelt eine Alternative zur klimaschädlichen Fleischproduktion, die einen nachhaltigen Beitrag zur Deckung des Proteinbedarfes zur Ernährung auf der Basis von Mehlwürmern verspricht. Gefördert wird das junge Startup-Unternehmen mit einen EXIST-Gründerstipendium und begleitet vom Lehrstuhl für Ernährungsphysiologie und Tierernährung der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock.„INOVA Protein“ heißt die Geschäftsidee von drei Master-Studenten aus unterschiedlichen Fachrichtungen der Universität Rostock. Ziel des Startups ist es, Insektenmehl aus selbst gezüchteten Insekten (Mehlwürmer) zu produzieren und in die Ernährung von Mensch und Tier zu integrieren. „Der ökologischen Umwelt zu Liebe wird es ein Wegbereiter sein, die Agrarwirtschaft von Morgen in Deutschland einzuleiten“, sagt Biologie-Studentin Raijana Schiemann. Diese Idee wurde bereits mit mehreren Preisen bedacht.

Die Welt hat ein Ernährungs-Problem. Über kurz oder lang müssen sich Menschen nachhaltige Lösungen ausdenken, wie die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung gelöst werden kann. Ein Hauptaugenmerk legen Forscher auf Insekten. Sie liefern günstig und in ausreichender Menge Proteine. Allerdings ist diese Idee im Bewusstsein gerade der westlich orientierten Menschen noch nicht wirklich angekommen.

Die junge Rostocker Firma hat es sich mit ihrem Startup „INOVA Protein“ nun zur Aufgabe gemacht, Möglichkeiten der Ernährung durch Insekten zu entwickeln. Dafür haben sich die drei Rostocker Master-Studenten aus ganz verschiedenen Fachrichtungen zusammengetan. Die Idee entstand im Freundeskreis, reifte an der Universität Rostock und wird im Team zur Wirklichkeit. Christian Baudisch studiert Wirtschaftspädagogik, Raijana Schiemann Biologie und Ahmed Hussein Maschinenbau. Die Biologin erläutert die Gründungs-Idee: „Wir wollen ressourcenschonend Mehlwürmer mit einem hohen Grad an Automatisierung produzieren und sie in die Ernährung von Tier und Mensch integrieren.“ Insekten werden als Geheimtipp gehandelt, wenn es darum geht, den Fleischhunger der Welt zu stillen. Gibt es also bald Mehlwürmer statt Steak? Raijana Schiemann bricht eine Lanze für diese Art der Ernährung. „Der Mehlwurm ist unglaublich proteinreich, hat viele Omega 3-Fettsäuren und Mineralstoffe. Es sei eine sehr gute Ernährungsquelle, insbesondere für Sport-und fitnessbegeisterte Menschen, aber auch für solche, die gesund abnehmen wollen. In Ländern wie Thailand, China oder Afrika ist diese Art der Ernährung bereits Alltag.“

Auch Christian Baudisch sieht viel Potenzial, um von einem normalen Fleischverzehr auf Mehlwürmer umzusteigen. „Aus dem Mehl lassen sich Back- und Teigwaren, wie beispielsweise Nudeln, Brot, Kekse, Riegel und gesunde Snacks herstellen“. Besonders wichtig finden die Studenten, dass bei dieser Ernährungskette die Emissionen „enormer Mengen an Treibhausgasen, die bei moderner Massentierhaltung von Vieh entstehen, verringert werden.“

Doch, was die drei jungen Rostocker Studenten so begeistert, dürfte vielen Menschen auf den Magen schlagen: Mehlwürmer als alternative Proteinquelle zu Huhn, Schwein oder Rind? Raijana Schiemann weiß, dass noch Überzeugungsarbeit gegen den Ekel-Faktor zu leisten ist. „Genauso wie Hack von der Fleischtheke, wird bei uns das verarbeitete Mehl gekauft. Es besteht beim Kauf genauso wenig eine direkte Verbindung zum Tier, wie beim Fleisch“, erklärt die Biologin.

Im Vergleich zur sonstigen Tierhaltung benötige die Kultivierung der Insekten wenig Fläche und schone das Klima, argumentiert Raijana Schiemann. Die Studenten wollen eine eigene Zuchtlinie von Mehlwürmern aufbauen und damit in etwa einem Jahr in einer turnhallengroßen Lagerhalle in oder um Rostock starten. „Aus wenigen Tierchen werden in kürzester Zeit sehr viele, denn ein Weibchen legt nach der Verpaarung bis zu 300 Eier“, sagt die Biologin. „Weil wir nachhaltig agieren wollen, verwenden wir für die Fütterung Ausschuss-Produkte wie beispielsweise altes Brot oder Gemüse“, blickt Christian Baudisch voraus. Deshalb werde eine Kooperation mit Lebensmittel-Produzenten angestrebt.

Unterstützung bekommen die drei Studenten beispielsweise von Professorin Petra Wolf. Sie leitet den Lehrstuhl „Ernährungsphysiologie und Tierernährung“ an der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock mit ausgezeichneter Reputation in diesem Fachthema. Auch sie war von der Idee sofort begeistert und übernahm die Mentorenfunktion für das EXIST-Gründerstipendium. Das Team und die Idee „INOVA Protein“ waren geboren.

„Insekten zu züchten ist nicht innovativ“, sagt Raijana Schiemann. Und ergänzt dann: „Aber die Idee, wie wir sie produzieren wollen, ist es“. Das sei zum einen das Zuchtkonzept, um vitale Bestände zu erhalten, zum anderen strebe das Team einen hohen Grad an Automatisierung an. Deshalb will es einen autonomen Zuchtroboter entwickeln und einsetzen. Das Produkt wollen die Initiatoren von „INOVA Protein“ sowohl an Lebensmittelhersteller für den menschlichen Verzehr, als auch an Biobauern, Aquakulturbetriebe und die Heimtierernährung verkaufen. „Der Hund zu Hause hat dann auch was von unserer Arbeit“, sagt Christian Baudisch. Text: Wolfgang Thiel

 

Kontakt:
Raijana Schiemann
Universität Rostock
Tel.: 0162 399 24 54
E-Mail: raijana.schiemannuni-rostockde

]]>
PressemeldungenStartseite
news-49937Tue, 16 Jul 2019 13:59:21 +0200Digitale Lehre wird mit 1,66 Millionen Euro an der Universität Rostock gefördert https://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/digitale-lehre-wird-mit-166-millionen-euro-an-der-universitaet-rostock-gefoerdert-49937/Ab Juli 2019 wird ein gemeinsames Kooperationsprojekt des landesweiten Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZLB) und der Universitätsbibliothek Rostock (UB) zur digitalen Lehre an der Universität Rostock für fünf Jahre mit einem Betrag von 1,66 Millionen Euro durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern gefördert. Ziel des Kooperationsprojektes ist die Entwicklung und die Anwendung digitaler Lehr- und Lernkonzepte mit dem Schwerpunkt Lehrerbildung. Dazu werden digitale Fachkonzepte entwickelt, die fachübergreifend in Studium und Referendariat angewendet werden sollen und schließlich auch auf Studiengänge außerhalb des Lehramtsbereichs übertragen werden können. Um das Projektziel zu erreichen, sollen Hochschullehrer weitergebildet, innovative Lernkonzepte weiterentwickelt und die digitale Lehre in der Lehrerbildung ebenso wie in den Fachwissenschaften gefördert werden.

Das Projekt wird hauptsächlich durch zwei Institutionen getragen: Das landesweite Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZLB) und die Universitätsbibliothek Rostock (UB). Neue Wege werden vor allem dadurch beschritten, dass die digitalen Medien erstmals für Lehramts-Referendarinnen und Referendare des gesamten Landes Mecklenburg-Vorpommern sowie deren Ausbildern nutzbar gemacht werden sollen. Hierfür zeichnet sich das ZLB verantwortlich. Aufgabe der Universitätsbibliothek ist es insbesondere, die digitalen Medien zu beschaffen, zur Verfügung zu stellen und den Umgang mit ihnen zu vermitteln. Eine zentrale Rolle spielen dabei Datenbanken zur Unterrichtsvorbereitung. Auch die Einrichtung von Lernlaboren zur Erprobung der digitalen Lern-Medien ist an der Universitätsbibliothek geplant.

 

Ansprechpartner:
Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZLB)
Prof. Dr. Carolin Retzlaff-Fürst
Tel.: +49 381 498-2901
E-Mail: zlbuni-rostockde

 

Universitätsbibliothek
Dr. Sebastian Schick / Lisa Krebes
Tel.: +49 381 498-8604
E-Mail: sebastian.schickuni-rostockde

]]>
PressemeldungenStartseite
news-49855Mon, 15 Jul 2019 09:01:09 +0200Rostocker Forscher entwickeln neues Medizin-Gerät https://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/rostocker-forscher-entwickeln-neues-medizin-geraet-49855/Wissenschaftler der Universität Rostock und der Firma Bluepoint medical entwickeln gemeinsam ein Magnet-Resonanz-Tomographie-taugliches mobiles Messgeräte zur Sauerstoffsättigung des Blutes von Patienten.Ein weiteres neues Medizin-Produkt für den Weltmarkt kommt vom Lehrstuhl für Technische Elektronik und Sensorik der Universität Rostock und der Selmsdorfer Firma Bluepoint medical. Beide haben gemeinsam ein MRT-taugliches Fingeroxymeter zum Messen der Sauerstoffsättigung und des Pulses von Patienten während der Untersuchung in der „Röhre“ des MRT entwickelt. „Damit wird es möglich, beim Patienten während der MRT-Untersuchung eine kontinuierliche Überwachung der Vitalfunktionen zu gewährleisten“, sagt Uni-Forschungsgruppenleiter Dr. Ulrich Timm. Die Daten werden an den Arzt per Funk auf einen Monitor übertragen. Von dieser technischen Lösung profitieren vor allem Risiko-Patienten, beispielsweise nach einem Unfall oder solche, die in Narkose ins MRT kommen.

„Es gibt zwar Geräte auf dem Markt, mit denen Patienten im MRT überwacht werden, aber die sind teuer und auch unempfindlich“, sagt Bluepoint-Chef Bernd Lindner. „Durch Austausch mit anderen Firmen aus der Medizintechnik haben wir die Idee aufgegriffen und gemeinsam ein neues Gerät mit der Universität Rostock entwickelt“.

Die Firma Bluepoint medical und die Universität Rostock machen derzeit immer wieder international von sich reden. Sie haben erst vor kurzem ein außergewöhnliches Medizinprodukt entwickelt: Ein unscheinbares, etwa 400 Gramm schweres Gerät, das kontinuierlich die Sauerstoffsättigung im Gehirn des Menschen messen kann. Wichtig ist dies für Patienten, die bei einer großen Operation an die Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden. „Dabei besteht die Gefahr, dass das Gehirn zu wenig Sauerstoff bekommt“, erklärt Bernd Lindner. Aus diesem Grund entwickelten Uni-Forscher gemeinsam mit seinem Team ein Messverfahren, mit dessen Hilfe der Sauerstoffgehalt im Gehirn kontrolliert werden kann. „Zerebrale Oxymetrie“ nennt sich diese Methode. „Auf diese Weise kann das Risiko von Hirnschäden nach Operationen mit Herz-Lungen-Maschinen signifikant vermindert werden“, so Lindner.

Professor Hartmut Ewald vom Lehrstuhl für Technische Elektronik und Sensorik der Universität Rostock und sein Forschungsgruppenleiter Dr. Ulrich Timm arbeiten bereits seit 2009 eng mit dem Selmsdorfer Unternehmen zusammen und bringen beträchtliche Erfahrungen mit. Sie haben unter anderem auch die neue Technologieplattform „SMARTsat“ entwickelt. Dabei handelt es sich um ein Verfahren zur kontinuierlichen Bestimmung der arteriellen Sauerstoffsättigung und der Hämoglobinkonzentration des menschlichen Blutes durch Lichtabsorption, also ohne eine Blutentnahme und damit nichtinvasiv. Die Bluepoint medical ist damit die einzige Firma in Europa, die gemeinsam mit der Universität Rostock solch ein Know-how entwickelt hat. „Es ist zudem weltweit das erste mobile System für die klinische Notfallversorgung“, sagt Dr. Timm nicht ohne Stolz. Die Markteinführung des neuen Geräts ist für das zweite Quartal 2020 geplant.

Die neueste Entwicklung, also das MRT-Fingeroxymeter, brauchte von der ersten Idee bis zu den Prototypen mehr als zwei Jahre. Das erläutert Lehrstuhl-Inhaber Professor Hartmut Ewald: „Es sind heute bei der Entwicklung von neuen innovativen Sensorlösungen für die medizinische Diagnostik nicht nur technische Probleme zu lösen, sondern es sind auch wichtige Fragestellungen zu beantworten, die mit der Medizingeräte-Zulassung nach den neuesten Normen und der Validierung des Verfahrens zusammenhängen und so den gesamten Entwicklungsprozess des Gerätes beeinflussen. Das normgerechte Design eines medizinischen Sensors nach dem Medizinproduktegesetz ist nicht immer Bestandteil des Ingenieursstudiums und stellt damit eine besondere Herausforderung für die jungen Wissenschaftler dar“.

Zu den technologischen Herausforderungen gehörte zum Beispiel, eine eigene Batterie zu entwickeln, die keine ferromagnetischen Eigenschaften aufweist, da sich das mit dem MRT schlecht verträgt. Die Bildgebung des MRT und die Sicherheit des Patienten dürfen jedoch in keiner Weise gefährdet werden. „Der Prototyp funktioniert ohne Störung der Bildgebung“, sagt Bernd Lindner. Die Entwicklungen haben regelmäßige Tests in einem MRT unter realen Bedingungen erfordert. Diese konnten in unmittelbarer Nähe im MRI flow lab des Lehrstuhls Strömungsmechanik der Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik der Universität Rostock durchgeführt werden. „Die unkomplizierte Verfügbarkeit der MRT-Messtechnik für nicht-klinische Anwendungen ist die Kernidee unseres Labors“, sagt Professor Sven Grundmann vom Lehrstuhl Strömungsmechanik. Mit der Markteinführung rechnet er im dritten Quartal 2020.

Bei den Neuentwicklungen bindet der Lehrstuhl gerne Studierende und junge Forscher ein. „Es war für mich interessant und lehrreich an einem Projekt mitwirken zu dürfen, dass die Gebiete der Medizintechnik und Magnet-Resonanz-Tomographie umfasst und bei dem am Ende ein einzigartiges Gerät entstand“, sagt der junge Forscher Paul Mattukat. Der 27-Jährige hat in Rostock Elektrotechnik studiert und arbeitet jetzt im Team von Professor Hartmut Ewald. Text: Wolfgang Thiel

 

Kontakt:
Dr. Ulrich Timm
Universität Rostock
Lehrstuhl für Technische Elektronik und Sensorik
Tel.: +49 381 498-7040
Mobil: +49 151 537 546 33
E-Mail: ulrich.timmuni-rostockde
http://www.iae.uni-rostock.de

 

 

 

 

]]>
PressemeldungenStartseite
news-49787Thu, 11 Jul 2019 13:41:45 +0200Verleihung der Ehrendoktorwürde für Pionier der Röntgen-Thomson-Streuunghttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/verleihung-der-ehrendoktorwuerde-fuer-pionier-der-roentgen-thomson-streuung-49787/Anlässlich des 600-jährigen Jubiläums der Universität Rostock hat die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät am 11. Juli 2019 die Ehrendoktorwürde an Siegfried H. Glenzer verliehen. Er ist Professor an der Stanford University und Direktor der High Energy Density Division am Stanford Linear Accelerator Center (SLAC) in den USA.Mit der Verleihung der Ehrendoktorwürde würdigt die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Rostock die bahnbrechenden Arbeiten von Professor Siegfried H. Glenzer auf dem Gebiet der Physik bei hohen Energiedichten und die Entwicklung neuer Methoden zur Plasmadiagnostik mit intensiven Röntgenlichtquellen. Seine Forschungsarbeiten zur Licht-Materie-Wechselwirkung stehen in der Tradition der Rostocker Physik, zu der er enge Kontakte hält und deren Entwicklung er in den letzten Jahren mitgeprägt hat. In seinem Festvortrag in der Aula der Universität Rostock hat Siegfried H. Glenzer einen Überblick über sein Forschungsfeld gegeben, das von der Plasmadiagnostik über die Fusionsforschung bis hin zu astrophysikalischen Problemen reicht und fundamentale Arbeiten der Nobelpreisträger Joseph John Thomson (1906), Max Planck (1918), Albert Einstein (1921), Arthur Holly Compton (1927) und Subrahmanyan Chandrasekhar (1983) weiterführt.

Das Studium der physikalischen Vorgänge bei hohen Energiedichten ist eng mit dem Verhalten von Materie unter extremen Bedingungen verknüpft und widmet sich unter anderem der für die Zukunft der Energieversorgung so bedeutenden Frage, wie sich die Fusionsprozesse in Sternen als dauerhafte Energiequelle auf der Erde nutzen lassen. Dazu hat Siegfried Glenzer eine geeignete Diagnostikmethode entwickelt, die sogenannte Röntgen-Thomson-Streuung, deren erfolgreiche Anwendung in Experimenten auch durch die Verfügbarkeit von intensiven Röntgenlichtquellen wie zum Beispiel Freien-Elektronen-Lasern ermöglicht wurde.

„Mit dieser Methode ist es jetzt möglich, nicht nur die Dichte und Temperatur von Materie unter extremen Bedingungen direkt zu bestimmen, sondern auch den Ionisationsgrad und die elektrische Leitfähigkeit – Größen, die bisher nur sehr schwer experimentell zugänglich waren“, sagt Professor Ronald Redmer vom Institut für Physik der Universität Rostock. „Damit lassen sich nicht nur Fusionsplasmen charakterisieren, sondern auch Vorgänge in Sternen und Planeten können damit im Labor noch besser untersucht werden, um zum Beispiel den Strahlungstransport in Roten Zwergsternen besser zu verstehen oder den Aufbau der Gasriesen Jupiter und Saturn.“ Die Forschungen von Glenzer seien auch eng mit den Aktivitäten der Forschungsgruppe „Materie unter den Bedingungen im Inneren von Planeten“ verknüpft, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft seit 2017 in Rostock, Bayreuth, Berlin und Hamburg unterstützt werden, so Redmer.

Siegfried H. Glenzer erhielt 2004 den Forschungspreis der Alexander-von-Humboldt-Stiftung und war ein Jahr an der Universität Rostock und beim DESY Hamburg tätig. Bis 2013 war er führend an der „National Ignition Campaign“ zur Trägheitsfusion in Livermore in den USA beteiligt, bei der unter anderem untersucht werden sollte, wie Strahlung in einem dichten Plasma transportiert wird.

Die enge und sehr fruchtbare Zusammenarbeit mit Rostocker Physikern hält bis heute an. So hat er in seinen Arbeitsgruppen in Livermore und seit 2013 in Stanford insgesamt sechs Postdoktoranden und Doktoranden aus Rostock aufgenommen. Aus diesen Arbeiten sind bisher etwa 40 gemeinsame Publikationen in hochrangigen Wissenschaftsjournalen wie Science, Nature und Physical Review Letters hervorgegangen. 

Mit seinen nun durch die Ehrendoktorwürde ausgezeichneten Arbeiten steht Siegfried H. Glenzer fachlich in einer Reihe mit Albert Einstein und Max Planck, die vor 100 Jahren, anlässlich des 500. Jubiläums der Universität Rostock, ebenfalls die Ehrendoktorwürde an der hiesigen Alma Mater erhalten haben.

 

Medienkontakt:
Prof. Dr. Ronald Redmer
Universität Rostock
Institut für Physik
AG Statistische Physik
Tel.: +49 381 498-6910
E-Mail: ronald.redmeruni-rostockde

 

]]>
PressemeldungenStartseite
news-49783Thu, 11 Jul 2019 13:26:32 +0200450 Jahre Speicher des Wissens – Bibliotheksfest zum Jubiläum der Universitätsbibliothek Rostockhttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/450-jahre-speicher-des-wissens-bibliotheksfest-zum-jubilaeum-der-universitaetsbibliothek-rostock-497/Mit einem großen Bibliotheksfest in der Campusbibliothek Südstadt und einem Festakt wurde heute in der Aula der Universität Rostock an die Gründung der Universitätsbibliothek Rostock vor 450 Jahren erinnert. Am 13. Juli 1569 stellte das Konzil der Universität Rostock dem 26 Jahre alten Dekan der Philosophischen Fakultät, dem Latein- und Poetikprofessor Nathan Chyträus (1543–1598), einen Raum für den Aufbau einer Bibliothek zur Verfügung. Daraus entstand die heutige Universitätsbibliothek Rostock – die älteste Hochschulbibliothek Norddeutschlands und größte Informationseinrichtung in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Festrede hielt der frühere Generaldirektor der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB), Professor Thomas Bürger. Weitere Ehrengäste sind der Direktor der Nationalbibliothek Lettlands, Dr. Andris Vilks, als Vertreter der Bibliotheken des Ostseeraums und der Oberbürgermeister der Hanse- und Universitätsstadt Rostock Roland Methling sowie zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Bibliotheken, Wissenschaft und Politik.

Fast von Anfang an war die Universitätsbibliothek eine Bibliothek für die ganze Stadt – mehr als ein Drittel der Leserinnen und Leser kommen aktuell von außerhalb der Universität. „In über vier Jahrhunderten wuchs die Bibliothek durch das Engagement von Professoren und Bibliothekaren, Fürsten und Bürgermeistern, Mäzenen und Studenten stetig – heute wird die Bibliothek so intensiv genutzt wie noch nie in ihrer Geschichte: Mehr als 25.000 angemeldete Leserinnen und Leser arbeiten regelmäßig mit den über 2,2 Millionen gedruckten Büchern und Zeitschriftenbänden und einer großen Fülle an elektronischen Ressourcen“, freut sich Robert Zepf, Direktor der Universitätsbibliothek. Längst ist die Bibliothek mehr als ein Speicher des gedruckten Wissens, wie auch Professor Thomas Bürger in seiner Festrede über „Bibliotheken als Lernräume der Zukunft“ anschaulich darlegte.

Die Zukunft der Bibliothek nahm auch der Berliner Architekt Bernd Jaeger vom Büro BHBVT in den Blick. Er stellte seinen Siegerentwurf im internationalen Architekturwettbewerb zum Neubau einer geisteswissenschaftlichen Bibliothek mit integriertem Seminarzentrum vor, der in den kommenden Jahren am Campus Ulmenstraße errichtet werden soll. Der Bibliotheksneubau wird mit der Lehrerbildungsbibliothek und den Räumen des Instituts für Qualitätsentwicklung ein zentraler Ort für die digitale Bildung in Mecklenburg-Vorpommern und ein moderner Ort des Lehrens und Lernens, des Wissensaustausches und der Kommunikation.

Der Auftrag, eine zeitgemäße Forschungsinfrastruktur für die Universität bereitzuhalten, ist geblieben: Heute stehen daher neben der Bewahrung des Kulturerbes und der Erweiterung der physischen Sammlungen vor allem die Beschaffung digitaler Ressourcen, die Unterstützung des elektronischen Publizierens und des Forschungsdatenmanagements im Fokus der Arbeit.

Anlässlich des 450. Jubiläum der Universitätsbibliothek Rostock stellte der Direktor der Universitätsbibliothek Rostock Robert Zepf eine Festschrift vor. In der Festschrift spiegelt sich die Entwicklung von Forschung und Lehre in Rostock wider. Sie bietet eine Zeitreise von historischen Kostbarkeiten bis zu digitalen Forschungsdienstleistungen.

Die Festschrift kann gegen eine Spende von 10 Euro für die Aktion Buchpatenschaften der Universitätsbibliothek an der Ausleihtheke der Campusbibliothek Südstadt und in der Abteilung Sondersammlungen im Michaeliskloster erworben werden.

 

Kontakt:
Universitätsbibliothek Rostock
Robert Zepf
Direktor
Tel.: +49 381 498-8601
E-Mail: direktion.ubuni-rostockde
 

 

 

 

 

 

 

]]>
PressemeldungenStartseite
news-49695Tue, 09 Jul 2019 09:10:42 +0200Rostocker Elektrotechniker beteiligen sich an Europäischem Forschungsprojekt Power2Powerhttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/rostocker-elektrotechniker-beteiligen-sich-an-europaeischem-forschungsprojekt-power2power-49695/Das Team von Professor Hans-Günter Eckel vom Lehrstuhl für Leistungselektronik und Elektrische Antriebe der Universität Rostock beteiligt sich am neu gestarteten Europäischen Forschungsprojekt Power2Power mit einem Gesamtvolumen von rund 74 Millionen Euro und einem Rostocker Anteil von etwa 450.000 Euro. 43 Partner aus acht Ländern forschen darin in den kommenden drei Jahren an der Entwicklung neuartige Leistungshalbleiter mit höherer Leistungsdichte und Energieeffizienz.Die Rostocker Elektrotechniker bringen ihr umfangreiches Wissen im Bereich der Leistungshalbleiter,  bei deren Regelung und beim Testen in das Projekt ein. Sie werden zusammen mit Studierenden und Doktoranden verbesserte Testmethoden für die Leistungshalbleiter entwickeln.

Der wissenschaftliche Projektleiter Dr. Jan Fuhrmann betont: „Ziel ist es, Studierende an aktuellen Fragestellungen aus der Industrie im Bereich der Leistungselektronik auszubilden und gleichzeitig ein zuverlässiges Testsystem zu entwickeln, um eine gleichbleibende und hohe Qualität der Leistungshalbleiter zu sichern, damit diese auch über einem langen Zeitraum funktionsfähig sind.“ Das dabei gewonnene Wissen kann auf vielfältige Weise in allen Bereichen der Leistungselektronik genutzt werden, so dass Studierende und Doktoranden der Universität Rostock anschließend in unterschiedlichsten Bereichen von der Automobilindustrie bis hin zur Erzeugung von erneuerbaren Energien arbeiten können.

Leistungshalbleiter werden in allen Stufen der Energieumwandlung benötigt: bei der Erzeugung, der Übertragung und der Nutzung. Sie dienen als elektronische Schalter und können Ströme und Spannungen umwandeln. Das ist beispielsweise in Umrichtern von Elektrolokomotiven, E-Autos und Windkraftanlagen erforderlich oder auch in Ladegeräten für Handys und Laptops. Dabei reicht die Leistung von wenigen Watt für das Handy bis hin zu einigen Gigawatt für Offshore-Windkraftanlagen-Anbindungen, die einige tausend Haushalte versorgen können. Effizientere Halbleiter, die weniger Schalt- und Durchlassverluste aufweisen, tragen maßgeblich dazu bei, dass mehr Energie beim Verbraucher ankommt und weniger Abwärme entsteht. Geringere Energieverluste bedeuten bei fossil erzeugter Energie auch weniger CO2-Emissionen. Eine verlängerte Lebensdauer führt außerdem zu geringeren Wartungskosten und – bezogen auf die Haltbarkeit – zu weniger CO2-Emission bei der Herstellung der Geräte und Anlagen.

Das europäische Kooperationsprojekt Power2Power wird von der Infineon Technologies Dresden GmbH & Co. KG geleitet. Die europäische Halbleiterindustrie beschäftigt mehrere hunderttausend Arbeitnehmer. Sie entfaltet darüber hinaus in den technologienahen Anwenderindustrien eine noch weitaus größere Wirkung. Insbesondere in Deutschland wird das Kooperationsprojekt Power2Power dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der Halbleiterfertigung auszubauen. Für Leistungshalbleiter gibt es hier eine besonders weitreichende Wertschöpfungskette, die auch dieses Projekt umfasst: von speziellen Silizium-Wafern, über die Leistungshalbleiterproduktion und die nachfolgende Modulfertigung bis hin zu Systemen und dem dazugehörigen Wissen.

Die Europäische Union fördert die Kooperation im Rahmen des ECSEL-Programms (Electronic Components and Systems for European Leadership). Aus Deutschland kommt finanzielle Unterstützung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie von den beiden Bundesländern Sachsen und Thüringen. Auch die anderen Partner aus weiteren sieben Ländern werden von ihren zuständigen nationalen Behörden gefördert.

Eine Übersicht aller Projektpartner bietet die Website http://www.power2power.eu

 

Kontakt:
Prof. Dr.-Ing. Hans-Günter Eckel
Universität Rostock
Lehrstuhl für Elektrische Antriebe und Leistungselektronik
Tel.: (0381) 498 7110
E-Mail: hans-guenter.eckeluni-rostockde

]]>
PressemeldungenStartseite
news-49675Mon, 08 Jul 2019 14:25:13 +0200Auszeichnungen für die besten Start-up Ideen aus der Wissenschaft https://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/auszeichnungen-fuer-die-besten-start-up-ideen-aus-der-wissenschaft-49675/Am 4. Juli 2019 wurden die originellsten Geschäftsideen und wegweisendsten Forschungsergebnisse aus den Universitäten und Hochschulen des Landes im Rahmen des Ideenwettbewerbs „Inspired“ im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald prämiert. Ziel des vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit des Landes Mecklenburg-Vorpommern geförderten Wettbewerbs „Inspired“ ist es, innovative Technologien und Ideen an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu identifizieren und nicht nur mit finanziellen Mitteln zu unterstützen, sondern auch mit wertvollen Kontakten, intensivem Coaching und wichtigen Erfahrungswerten zu begleiten. „Potenzielle Gründerinnen und Gründer sollen motiviert und frühzeitig bei ihrem Vorhaben unterstützt werden“, sagt Tino Arnhold, einer der Koordinatoren des Wettbewerbs.

Die Auswahl der landesweiten Preisträgerinnen und Preisträger 2019 erfolgte durch eine unabhängige Jury, die aus hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik bestand. In den Grußworten von Professor Johanna Eleonore Weber, Rektorin der Universität Greifswald, und Jeannette von Busse, 1. Stellvertreterin des Oberbürgermeisters der Universitäts- und Hansestadt Greifswald, wurde das große Innovationspotential an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern und dessen Bedeutung für das Land hervorgehoben. Anschließend gab Stefan Goletzke von der Duschkraft GmbH, als ehemaliger prämierter Ideenwettbewerbsteilnehmer und Start-up-Gründer, in seiner Keynote wichtige Impulse für den erfolgreichen Start eines innovativen Unternehmens. Angeregt durch die Keynote präsentierten die Finalistinnen und Finalisten des Wettbewerbs ihre Ideen in exakt 30 Sekunden und überzeugten das Publikum mit viel Kreativität und Ideenreichtum.

Die drei erstplatzierten Teams aus den Kategorien „Studierende“ und „Forschende und Absolventen“ erhielten Prämien und Sachpreise im Gesamtwert von etwa 35.000 Euro. Zudem wurde eine von allen Rektorinnen und Rektoren in M-V unterzeichnete Urkunde überreicht. Den ersten Platz in der Kategorie „Studierende“ belegten Christian Baudisch, Raijana Schiemann und Ahmed Hussein von der Universität Rostock mit Ihrer Idee „INOVA Protein“. Die Idee verfolgt eine ressourcenschonende Herstellung eines proteinhaltigen Insektenmehls, welches als Nahrungs- und/oder Futtermittel verwendet werden soll. In der Kategorie „Forschende und Absolventen“ belegten den ersten Platz Fabian Nokodian, Seyed Mohammad Taghi Zahraei Moghadam und Sam Moghadas von der Universität Rostock mit ihrer Idee „Helpchat“. Mittels einer intuitiven App, sollen die Kommunikation zwischen Patienten und dem Pflegepersonal in Krankenhäusern wesentlich verbessert und den Abläufe vereinfacht werden.

Darüber hinaus wurde als Sonderpreis vom Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern pro Wettbewerbskategorie je ein Team-Ticket für den Besuch der SLUSH in Helsinki vergeben. Die SLUSH ist das weltweit führende Start-up-Event im Tech-Bereich und findet in diesem Jahr vom 21. bis zum 22. November statt. In der Kategorie „Studierende“ ging der Sonderpreis an Yifei Jing von der Fachhochschule des Mittelstands mit ihrer Idee „Ach so“ und in der Kategorie „Forschende und Absolventen“ konnten sich Fabian Nokodian, Seyed Mohammad Taghi Zahraei Moghadam und Sam Moghadas von der Universität Rostock über einen weiteren Preis freuen.

 

Kontakt:
Universität Rostock
Zentrum für Entrepreneurship
Tino Arnhold
Tel.: +49 381 498-1235
E-Mail: tino.arnhold@uni-rostock.de
www.ideenwettbewerb-mv.de

]]>
PressemeldungenStartseite
news-49659Mon, 08 Jul 2019 11:33:51 +0200Zwei Rostocker Studentinnen zeigen Leistung bei Universiade in Neapelhttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/zwei-rostocker-studentinnen-zeigen-leistung-bei-universiade-in-neapel-49659/Sportliche Universität Rostock: Saskia Oettinghaus, die Sportwissenschaften studiert und die zukünftige Soziologie-Studentin Anna Shyrykhay nehmen noch bis zum 14. Juli als Wasserspringerinnen an der Universiade 2019 in Neapel teil. Die hat mit etwa 8.000 Teilnehmenden aus über 150 Nationen fast olympische Dimension. „Es sind die so genannten Olympischen Spiele an der Universität“, sagt die 21-jährige Saskia Oettinghaus. Die Veranstaltung habe zunehmend die Form eines internationalen Festivals nicht nur des Sports, sondern auch der Kulturen angenommen.

Doch engagierte Leistungssportler, die sich für den dualen Karriereweg beim Studium und im Sport entscheiden, stehen vor weit größeren Herausforderungen als ihre Kommilitonen, für die das Studium die Nummer Eins ist. Wie meistern Hochleistungssportler, die im internationalen Leistungsvergleich sind und bleiben wollen, diese Aufgabe? Die Alma Mater in Rostock ist deutschlandweit als „Partnerhochschule des Spitzensports“ anerkannt und wird von den Absolventen überregional weiterempfohlen.

„Den Sport und das Studium unter einen Hut zu bringen, ist oft keine leichte Aufgabe“, weiß Saskia nur zu gut. „Mein Sport-Studium ist ein angenehmer und interessanter Ausgleich zu dem täglichen Training“, urteilt die ambitionierte Wasserspringerin. Sie wolle jetzt in Neapel, genauso wie auch Anna, zeigen, woran sie in den letzten Monaten gearbeitet haben. Ihre sportliche Laufbahn wolle sie künftig noch mehr in Richtung Olympia ausrichten. Und auch das Studium habe hohe Priorität.

Anna Shyrykhay hat sich ganz bewusst entschieden, ab dem kommenden Wintersemester Soziologie an der Universität Rostock zu studieren. Ein Fach, das sie sehr interessiere. Zudem sei sie durch ihren Wassersport an Rostock gebunden.

„Die Universität Rostock kommt den Leistungssportlern im Rahmen der geltenden Regelungen soweit wie möglich entgegen“, sagt Ulrike Ladendorf, Leiterin des Studierendensekretariats. Das geschehe bei den etwa 20 Spitzen-Sportlern, die hier studieren, unter anderem durch Sonderstudienpläne und Mentoren, die in Konfliktfällen mit Dozenten einspringen.

Möglich wird das durch eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Universität Rostock, dem Studierendenwerk Rostock-Wismar, dem Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern, dem Olympiastützpunkt Mecklenburg-Vorpommern und dem Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband. „Diese Vereinbarung ist das aktuell Beste, was wir uns gemeinsam für die studierenden Leistungssportler vorstellen können“, bringt Andreas Kriehn seine Erfahrungen auf den Punkt. Als Laufbahnberater am Olympiastützpunkt (OSP M-V) koordiniert er für die Studierenden mit Kaderstatus der olympischen Spitzenfachverbände bezeihungsweise aus nichtolympischen Schwerpunktsportarten den Studienalltag an der Universität Rostock maßgeblich mit. „Wir haben eine sehr gute, unkomplizierte Zusammenarbeit mit allen neun Fakultäten“, würdigt Andreas Kriehn die kollegiale Kooperation vor Ort.

Alle sportlich interessierten, aber auch all jene, die sich für ein Studium an der Universität Rostock interessieren, können sich noch bis zum 15. Juli online über www.uni-rostock.de für die zulassungsbeschränkten Fächer bewerben. Text: Wolfgang Thiel

Kontakt:
Universität Rostock
Studierendensekretariat
Tel.: +49 381 498-1230
E-Mail: studiumuni-rostockde

 

 

 

]]>
PressemeldungenStartseite
news-49621Fri, 05 Jul 2019 17:10:54 +0200Ehrendoktorwürde für Vater der Attosekundenphysikhttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/ehrendoktorwuerde-fuer-vater-der-attosekundenphysik-49621/Anlässlich des 600-jährigen Jubiläums der Universität Rostock wurde Professor Paul B. Corkum von der University of Ottawa am 4. Juli 2019 mit der Ehrendoktorwürde der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock ausgezeichnet. Seine bahnbrechenden Arbeiten zur Licht-Materie-Wechselwirkung auf der Attosekunden-Zeitskala haben die Attosekundenphysik als neues Forschungsfeld begründet und entscheidend geprägt. In seinem Festvortrag in der Aula der Universität Rostock hat Paul B. Corkum seine faszinierende Forschung dem interessierten Publikum vorgestellt und die inhaltlichen Bezüge zu den Arbeiten von Albert Einstein und Max Planck aufgezeigt.Die Interaktion von Licht und Materie ist nicht nur Basis allen Lebens, sondern bleibt auch mehr als 100 Jahre nach der Erklärung des Photoeffektes durch Albert Einstein Gegenstand hochaktueller Forschung. Modernste Laserlichtquellen erlauben es heutzutage, unvorstellbar starke und unvorstellbar kurze Lichtblitze zu erzeugen – mit weitreichenden neuen Anwendungsmöglichkeiten in Wissenschaft und Technik. Praktische Anwendungsmöglichkeiten reichen von neuartigen Methoden zur Materialbearbeitung bis hin zu ultraschneller optischer Signalverarbeitung mit millionenfach höheren Taktraten. Professor Corkum, Pionier der Laser-Materie-Wechselwirkung auf den kürzesten Zeitskalen, hat zu dieser Entwicklung mit seinen grundlegenden Arbeiten entscheidend beigetragen und die Entwicklung der Attosekundenphysik über Jahrzehnte international geprägt. Er ist Wegbereiter für den Aufbau dieses Forschungsfelds an der Universität Rostock.

In seinem Festvortrag mit dem Titel „Extending our time horizon to attoseconds and beyond (dtsch.: Erweiterung unseres Zeithorizontes bis zu Attosekunden und darüber hinaus)“ hat Professor Corkum den entscheidenden Trick bei der Erzeugung von Lichtblitzen mit einer Dauer von wenigen Attosekunden erläutert. Eine Attosekunde, das ist der Milliardste Teil einer Milliardstel Sekunde, verhält sich zur einer Sekunde etwa so, wie eine Sekunde zum Alter des Universums. „Der entscheidende Trick, um derart kurze Lichtblitze zu erzeugen, hat interessanterweise eine enge Verbindung zu Einsteins Photoeffekt und Plancks Lichtquanten“, erläutert Corkum. Während Einstein die Freisetzung von Elektronen nach der Aufnahme von Lichtquanten, den Photonen, erklärt hat, benutzt Corkum den umgekehrten Prozess.  Er nutzt einen starken Laser, um Atomen zunächst ein Elektron zu entreißen und es anschließend kontrolliert in das Atom zurückfallen zu lassen. „Dieser 1993 von Corkum erklärte und extrem genau kontrollierte ,umgekehrte Photoeffekt‘ macht die Erzeugung kurzwelliger Lichtblitze mit Dauern im Attosekundenbereich möglich“, ergänzt Professor Thomas Fennel vom Institut für Physik der Universität Rostock. Gemeinsam mit seinem Physikerkollegen Professor Dieter Bauer hat er die Verleihung der Ehrendoktorwürde an Paul B. Corkum vorgeschlagen.

Neben diesem fachlichen Bezug hat Professor Corkum durch den Erhalt der Ehrendoktorwürde der Universität Rostock nun eine weitere Gemeinsamkeit mit den berühmten Physikern Albert Einstein und Max Planck. Auch sie haben in Rostock die Ehrendoktorwürde erhalten, und zwar vor 100 Jahren anlässlich des 500. Jubiläums der hiesigen Universität.

 

Kontakt:
Prof. Dr. Thomas Fennel
AG Theoretische Clusterphysik und Nanophotonik
Institut für Physik
Universität Rostock
Tel.: +49 381 498-6815
E-Mail: thomas.fenneluni-rostockde
http://www.physik.uni-rostock.de/clustertheorie

]]>
PressemeldungenStartseite
news-49619Fri, 05 Jul 2019 16:51:56 +0200Verleihung der Joachim-Jungius-Förderpreise und der Förderpreise für Lehre 2019https://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/verleihung-der-joachim-jungius-foerderpreise-und-der-foerderpreise-fuer-lehre-2019-49619/Im Rahmen der feierlichen Übergabe der Promotions- und Habilitationsurkunden am 5. Juli 2019 hat die Gesellschaft der Förderer der Universität Rostock e.V. (GFUR) die Förderpreise für Lehre und die Joachim-Jungius-Förderpreise für exzellente Promotionen verliehen. Bereits seit 1992 lobt die GFUR jährlich Preise für die besten Doktorarbeiten aus, die an der Universität Rostock verteidigt wurden. In diesem Jahr sind elf Dissertationen für den Preis vorgeschlagen worden. Es wurde eine Jury unter der Leitung von Professor Günther Wildenhain aus Professoren gebildet, die die eingereichten Arbeiten unbefangen beurteilten. Ihr gehörten weiter an Professor Hans-Günter Eckel, Professor Rudolf Guthoff, Professor Udo Kragl, Professor Alfred Leder, Professor Alexander Meister, Professor Wolfgang Nieke, und Professor Gerd Röpke.

Vier Arbeiten wurden in diesem Jahr mit dem jeweils mit 2.000 Euro dotierten Jungius-Preis ausgezeichnet:

  • Dr. Martin Österreich (geb. Beck), Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik |Thema der Dissertation: „Ionische Flüssigkeiten als Abschreckmedien bei der Wärmebehandlung metallischer Werkstoffe“
  • Dr. Kerstin Schümann, Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik | Thema der Dissertation: „Werkstoffgerechte Designentwicklung für biogradierbare koronare Polymerstents sowie deren strukturmechanische und experimentelle Analyse“
  • Dr. Christopher Paul Rüger, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät | Thema der Dissertation: „Development and evaluation for innovative sampling, separation and ionization techniques for ultra-high resolution mass spectrometry – Analysis of petroleum and combustion aerosol samples.“
  • Dr. Steffen Weimann, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät | Thema der Dissertation: „Complex lattice modes in waveguide networks and photonic solids”

Seit 1998 vergibt die Gesellschaft darüber hinaus jährlich einen Förderpreis für Lehre. Studierende schlagen hierfür ihre besten Dozentinnen und Dozenten vor. In diesem Jahr gingen sieben Vorschläge aus fünf Fakultäten ein.

Ausgezeichnet werden drei Lehrende, auf die der mit 3.000 Euro dotierte Preis zu gleichen Teilen aufgeteilt wird:

  • Dr. Ellen Haustein (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät)
  • apl. Professor Meike Klettke (Fakultät für Informatik und Elektrotechnik)          
  • Professor Andreas Heuer (Fakultät für Informatik und Elektrotechnik)          

 

Hintergrundinformationen zu des Ausgezeichneten:

Jungius-Preise 2019

Dr. Martin Österreich absolvierte an der Universität Rostock ein Maschinenbaustudium und wurde im Anschluss Mitarbeiter am Lehrstuhl für Werkstofftechnik an der Universität Rostock. Gegenstand seiner Dissertation ist die Wärmebehandlung metallischer Werkstoffe zur Erzielung gewisser Werkstoffanforderungen, insbesondere gewisser Härtegrade. Erstmals wurden zur Tauchabschreckung nichtverdampfende Medien benutzt, und zwar sogenannte ionische Flüssigkeiten. Das sind flüssige Salze, die auch bei Raumtemperatur flüssig bleiben. Die Untersuchungen ergaben, dass ionische Flüssigkeiten Eigenschaften eines nahezu idealen Abschreckmediums besitzen.

Dr. Kerstin Schümann studierte an der Universität Rostock Biomedizinische Technik. Ziel der interdisziplinären Arbeit war die Entwicklung neuartiger Designs resorbierbarer koronarer Polymerstents (d.h. Gefäßstützen) mit möglichst günstigen kardiologischen und biomechanischen Struktureigenschaften. Sie entwickelte in ihrer Arbeit drei verschiedene Polymerstent-Designs. Dr. Schümann lieferte einen signifikanten Beitrag für die Entwicklung bioabbaubarer Stents mit verbesserten mechanischen Eigenschaften und komplikationslosem Langzeitverhalten.

Dr. Christopher Paul Rüger verfasste eine kumulative Dissertation, in die neun eigene Publikationen einfließen, die in führenden Fachzeitschriften publiziert und bereits nach kurzer Zeit mindestens 60-mal in anderen Veröffentlichungen weltweit zitiert wurden. Zentrales Thema ist die Weiterentwicklung von Methodiken der hochauflösenden Massenspektrometrie, insbesondere die Etablierung verschiedener Ionisierungstechniken und die Verbesserung der Datenauswertung.

Dr. Steffen Weimann studierte an der FSU Jena und in Florida Physik. 2016 wechselte er an die Universität Rostock und beteiligte sich hier am Aufbau der Photonik durch die Arbeitsgruppe von Professor Alexander Szameit. Hierbei handelt es sich um neue Entwicklungen der Informationsübertragung und Informationsverarbeitung unter Vermeidung von elektronischen Schaltkreisen, wobei wesentlich die Quanteneigenschaften des Lichtes genutzt werden. Unter anderem geht es auch um die Entwicklung von neuartigen Quantencomputern, die den derzeitigen Computern weit überlegen sind.

Förderpreise für Lehre 2019

Dr. Ellen Haustein wurde von einer Studierendengruppe ihrer Fakultät für den Förderpreis für Lehre für ihre Vorlesung „Bilanzierung“ vorgeschlagen, weil sie den Lehrstoff mit großer Akribie und Freude an der Lehre vermittelt. Sie nutzt dabei alle technischen Möglichkeiten: Neben Beamer, Tafel, ausführlichen Skripten auch Stud.IP und Tweedback für den interaktiven Austausch.

Professorin Meike Klettke erhält auf Vorschlag derselben Studierendengruppe einen Förderpreis für Lehre für ihre mit großem Enthusiasmus und in hervorragender Methodik und Didaktik gelesene Vorlesung „Einführung in die Informatik“. Unter Nutzung verschiedener technischer Möglichkeiten lehrte sie sehr praxisnah und es gelang ihr, in jeder Vorlesung den Spannungsbogen über die gesamte Zeit aufrecht zu erhalten.

Professor Andreas Heuer wurde von der Fachschaft Informatik für den Förderpreis für Lehre für seine Lehrleistungen und sein Engagement für die Studierenden vorgeschlagen. In jeder Vorlesung vermittelt Professor Heuer nicht nur die theoretischen Grundlagen, sondern fördert auch einen Blick über den Tellerrand hinaus. Er bietet den Studierenden durch das gesamte Informatikstudium nachhaltige fachliche Begleitung mit engem Praxisbezug. Dabei vermittelt er in ausgezeichneter Weise Schlüsselqualifikationen und Kernkompetenzen.

Foto: v.l. Professor Wolfgang Bernard (GFUR), die vier Jungius-Preisträger 2019: Dr. Marin Österreich, Dr. Christopher Paul Rüger, Dr. Kerstin Schümann, und der Rektor der Universität Rostock, Professor Wolfgang Schareck (Copyright: Universität Rostock / ITMZ).

Foto: v.l. Professor Wolfgang Bernard (GFUR), die drei Preisträger des Förderpreises für Lehre 2019: Dr. Ellen Haustein, Professor Meike Klettke, Professor Andreas Heuer, und der Rektor der Universität Rostock, Professor Wolfgang Schareck (Copyright: Universität Rostock / ITMZ).

 

Kontakt:
Dr. Wolfgang Peters
Vorstandsmitglied der GFUR
Tel.: +49 381 44 11 05
E-Mail: wolfgang.petersuni-rostockde

]]>
PressemeldungenStartseite
news-49511Wed, 03 Jul 2019 16:22:20 +0200DFG-Tagung in Rostock geht erfolgreich zu Ende https://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/dfg-tagung-in-rostock-geht-erfolgreich-zu-ende-49511/Anlässlich des 600. Bestehens der Universität Rostock – der ältesten Uni im Ostseeraum – tagte die größte deutsche Forschungsförderorganisation, die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in Rostock.Vom 1. Juli bis 3. Juli 2019 tagte die DFG an der Universität Rostock. Auf dem Programm der Jahrestagung standen unter anderem die Wahl einer neuen Führung und die Vergabe des Communicator-Preises. Aktuell leitet der Germanistik-Professor Peter Strohschneider als Präsident die DFG. Nach zwei Amtsperioden scheidet er turnusmäßig im Januar 2020 aus.

Der Rektor der Universität Rostock, Professor Wolfgang Schareck, zeigte sich als Gastgeber der DFG-Tagung erfreut und dankbar über ihren erfolgreichen Verlauf: „Mit der DFG hatten wir die wichtigste nationale Forschungsförderorganisation zu Gast an unserer Universität, die wir mit ihrer 600-jährigen Tradition aber besonders auch mit zukunftsfähiger Ausrichtung in Lehre, Forschung und Transfer gut darstellen konnten. Umso mehr freue ich mich, dass die DFG ihre Jahrestagung in Rostock erfolgreich durchführen konnte.“

Kontakt:
Professor Wolfgang Schareck
Rektor der Universität Rostock
Tel.: +49 381 498 1000
E-Mail: rektor@uni-rostock.de

]]>
PressemeldungenStartseite
news-49347Mon, 01 Jul 2019 13:06:54 +0200Bibelkunde per App – Neues Lernangebot an der Universität Rostockhttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/bibelkunde-per-app-neues-lernangebot-an-der-universitaet-rostock-49347/„Wo steht noch: Du sollst Deinen Nächsten lieben…?“ Wer wusch seine Hände in Unschuld? Und wo findet man die Geschichte vom Turmbau zu Babel? Sich in der reichhaltigen biblischen Überlieferung auszukennen, gehört zu den Grundlagen des Theologie-Studiums. An der Theologischen Fakultät der Universität Rostock wurde nun eine App entwickelt, mit der Studierende sich per Smartphone insbesondere auf die detailreiche Bibelkunde-Prüfung vorbereiten können.Nutzer dieser – App können fast 2.000 Einzelfragen zu allen Büchern der Bibel stellen, übersichtlich nach Schwierigkeit und Thema geordnet. Die App baut auf den Lehrbüchern von Professor Martin Rösel und Dr. Klaus-Michael Bull auf, die an vielen deutschen Universitäten zur Grundlagenliteratur gehören. „Wir haben die Fragen mit vielen verschiedenen Prüfungsordnungen abgeglichen, so dass die App überall sinnvoll eingesetzt werden kann,“ so Professor Rösel. Schon vor der App hatten die beiden in Kooperation mit der Deutschen Bibelgesellschaft ein Lernprogramm auf CD entwickelt, das nun auch online zugänglich ist. So werden die alten Texte mit neuen Techniken leicht zugänglich und erlernbar.

Die App ist hier zu finden. Das Lernprogramm finden Sie unter diesem Link.

[Die Antworten auf die Eingangsfragen lauten: 3. Mose 19,18; Pilatus in Matthäus 27,24; 1. Mose 9.]

Kontakt:
Prof. Dr. Martin Rösel
Universität Rostock
Theologische Fakultät
Tel.: +49 381 498-8411
martin.roeseluni-rostockde
 

]]>
PressemeldungenStartseite
news-49325Mon, 01 Jul 2019 11:38:26 +0200Forscher feiern mit Rostockern großes Sommerfesthttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/forscher-feiern-mit-rostockern-grosses-sommerfest-49325/Die Universität Rostock feiert in diesem Jahr ein großes Jubiläum. Vor 600 Jahren wurde die Hochschule gegründet und aus einer zahlenmäßig eher kleinen Bildungsstätte wurde einer der wichtigsten Hochschulstandorte Norddeutschlands. Da verwundert es nicht, dass sich viele Einrichtungen der Universität am großen Jubiläum beteiligen. Jetzt ist die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät (MNF) an der Reihe. Zum ersten Mal lädt sie zu einem gemeinsamen Sommerfest. Und zwar nicht nur Studierende und Fachleute, sondern alle Bürger der Stadt und der Region sind willkommen. Am kommenden Freitag, 5. Juli, geht es ab 13 Uhr rund um den Campus Südstadt bis um Mitternacht hoch her. „Wir wollen Wissenschaft erlebbar machen und das Feiern dabei nicht vergessen“, sagt Professor Ralf Ludwig aus der Chemie. Ein ideenreiches und quirliges Team aus Naturwissenschaften und Mathematik hat dieses Fest zum 600-jährigen Jubiläum der Universität Rostock auf die Beine gestellt.    

„Jeder, der sich für Naturwissenschaften interessiert, ist hier richtig“, verspricht der junge Forscher Dr. Jonas Bresien. Aus jeder Fachrichtung gibt es spannende Präsentationen, die in der Physik, Chemie, Biologie und Mathematik kurzweilig erklärt werden. Den Startschuss gibt Metin Tolan. Er ist Professor für Experimentelle Physik und Prorektor an der Technischen Universität Dortmund. Seit Jahren gilt er als Deutschlands originellster Physik-Erklärer. Sein erstes Buch „Geschüttelt, nicht gerührt“ über die Physik in James-Bond-Filmen wurde zum Bestseller. „Wir freuen uns auf unseren Kollegen“, sagt Viola von Oeynhausen aus der Rostocker Physik.

Nicht weniger spannend dürfte es bei den Ausführungen von Professorin Gabriele Berg von der TU Graz zugehen. Sie spricht über Mikrobiome – verborgene Ökosysteme für unsere Gesundheit. Was es über Fake-News aus dem Gen-Labor Neues gibt, darüber weiß Professor Erhard Geißler aus Berlin-Buch zu berichten. Und dass Sekt auch naturwissenschaftlich prickelnd ist, vermittelt Dr. Gerhard Heywang von der Bayer AG.

Als kleine Theatervorführung präsentieren Studenten ab 19 Uhr eine Schauvorlesung. „Es wird stinken, leuchten und knallen“, verrät Jonas Bresien.  Ab 18:30 Uhr dominiert die Musik. Die UniverCity Big Band spielt groß auf, zuvor heizt der Gospel Chor Celebrate ein und ab 22 Uhr legen Professoren auf.

Auch an den jungen Nachwuchs wird gedacht. Zauberschule, Knobelspiele, Schminktische, Kirschkernweitspucken und weitere Attraktionen warten auf die Kleinen. Für kulinarische Genüsse ist auch gesorgt. 

„Auf dem Sommerfest zeigen wir zum ersten Mal das Kaleidoskop der Mathematik und Naturwissenschaften“, verspricht die Chemikerin Gisela Boeck. Die Festschrift der Arbeitsgruppe Geschichte der MNF zum Universitätsjubiläum kann entsprechend dem Gründungsjahr der Universität zum Beitrag von 14,19 Euro erworben werden.

Im Alltag ermöglicht die MNF den mehr als 2.000 Studierenden ein hochqualitatives Studium in den klassischen mathematisch-naturwissenschaftlichen Grundlagenfächern der Biowissenschaften, Chemie, Mathematik und Physik. Studienangebote bestehen in fünf Bachelorstudiengängen, elf Masterstudiengängen und den jeweiligen Lehramtsstudiengängen. An der MNF forschen und lehren mehr als 400 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, davon 56 Professorinnen und Professoren. Text: Wolfgang Thiel

 

Kontakt:
Prof. Dr. Ralf Ludwig
Universität Rostock
Institut für Chemie
Tel.: +49-(0)381-498-6517
E-Mail: ralf.ludwiguni-rostockde
www.ludwig.chemie.uni-rostock.de

 

 

]]>
PressemeldungenStartseite
news-49239Thu, 27 Jun 2019 14:50:17 +0200Digitalisierung für den Mittelstand – neues Forschungsprojekt gestartethttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/digitalisierung-fuer-den-mittelstand-neues-forschungsprojekt-gestartet-49239/Mit dem im Juni 2019 gestarteten Projekt „Internet der Dinge und integratives Organisationsdesign: Auswirkung auf Organisation und Mitarbeiter“ arbeiten die Universität Rostock und die TU Bergakademie Freiberg gemeinsam mit Unternehmen aus der Region Rostock an Lösungen, um das Internet der Dinge in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zum Leben zu erwecken. Das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und den Europäische Sozialfonds mit circa 1,5 Millionen Euro geförderte Vorhaben hat eine Laufzeit von drei Jahren.Ziel des Projektes ist es, bis Mai 2022 neue Konzepte und Werkzeuge der Arbeitsgestaltung und -organisation in und mit KMU der Region zu entwickeln. Dafür arbeiten die Professur für BWL der Dienstleistungen der Universität Rostock sowie die Professur für Internationales Management und Unternehmensstrategie der TU Freiberg eng mit mehreren KMU zusammen.

Anhand von Befragungen und fallspezifischen Analysen ermitteln die Projektpartner zunächst die Anforderungen an die Organisation und die Mitarbeitenden in KMU. Darauf aufbauend entwickeln die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler konkrete Aktivitäts-, Interaktions- und Informationsszenarien. In Workshops werden diese mit den beteiligten KMU auf ihre Praxistauglichkeit getestet. Ausgehend von den Erkenntnissen soll eine neuartige Unternehmenssoftware entstehen, die KMU bei der Einführung des Internets der Dinge unterstützen kann. Die Software wird bei den Umsetzungspartnern Berg GmbH & Co KG, FMZ GmbH, pironex GmbH mit der Unterstützung der Wegtam GmbH implementiert, erprobt und in die betriebliche Praxis in Deutschland überführt. Die Anwendungen sollen später auch in weiteren Branchen, wie der Logistik oder der Verpackungsindustrie, zum Einsatz kommen.

Kontakt:
Prof. Dr. Michael Leyer
Universität Rostock
Juniorprofessur für BWL der Dienstleistungen
Tel.: +49 381 498-4100
michael.leyeruni-rostockde

]]>
PressemeldungenStartseite
news-49237Thu, 27 Jun 2019 14:42:08 +0200Studie zu Frauen im deutschen Film und Fernsehen in Berlin vorgestellthttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/studie-zu-frauen-im-deutschen-film-und-fernsehen-in-berlin-vorgestellt-49237/Am 26. Juni 2019 wurde die von den Rostocker Wissenschaftlerinnen Professorin Elizabeth Prommer und Dr. Christine Linke in Berlin vorgestellt. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Frauen in Film und Fernsehen sind kein Abbild der Wirklichkeit sind. Frauen sind in Film und Fernsehen stark unterrepräsentiert, sie kommen nicht in den Rollen und in der Vielfalt vor, die sie im echten Leben einnehmen. Die Untersuchung zeigt, eine wichtige Rolle spielt, welches Geschlecht in Regie, Redaktion, Produktion und Buch überwiegt: Je mehr Frauen in diesen Funktionen die alleinige Verantwortung tragen, desto mehr Frauen sind auf dem Bildschirm zu sehen. Um die audiovisuelle Diversität zu ermitteln, wurden 2016 unter der Leitung der Autorinnen Elizabeth Prommer und Christine Linke insgesamt 3.500 Stunden Fernsehen und 800 deutsche Kinofilme ausgewertet. Es sind seit Jahren die ersten Zahlen, die das Geschlechterverhältnis in audiovisuellen Medien in Deutschland wiedergeben – und sie sind alarmierend: Neben der mangelnden Sichtbarkeit von Frauen scheinen auch die Rollenklischees – hübsche und junge Frau, starker und weiser Mann – zementiert zu sein.

Die beiden Autorinnen fragen in dem Buch auch, wie sich eine gleichberechtige Darstellung der Geschlechter auf Bildschirm und Leinwand erreichen lässt. Sie stellen fest, dass es einen Unterschied macht, wenn Frauen hinter der Kamera stehen, und plädieren für entsprechende Maßnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils in Filmförderung und Filmproduktion.

Die Studie wurde durch öffentlich-rechtliche sowie private Sender und Filmförderungen finanziell unterstützt.

Prommer, Elizabeth/Linke, Christine: Ausgeblendet: Frauen im deutschen Film und Fernsehen. Mit einem Vorwort von Maria Furtwängler. Köln 2019.

Kontakt:
Prof. Dr. Elizabeth Prommer
Lehrstuhl für Kommunikations- und Medienwissenschaft
Direktorin des Instituts für Medienforschung an der Philosophischen Fakultät
Tel.: +49 381 498-2718
Sekretariat: +49 381 498-2717
elizabeth.prommeruni-rostockde

]]>
PressemeldungenStartseite
news-49191Wed, 26 Jun 2019 16:43:19 +0200Student trifft Arbeitgeber trifft Fachkräftenachwuchshttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/student-trifft-arbeitgeber-trifft-fachkraeftenachwuchs-49191/Unter diesem Motto lud die Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät der Universität Rostock zusammen mit der LMS Agrarberatung am 25. Juni 2019 Studierende und Vertreter des Agribusiness zum 1. Agrar-Karrieretag an der Universität ein.

Die beruflichen Perspektiven für Absolventen agrar- und umweltwissenschaftlicher Studienrichtungen sind vielfältig und derzeit sehr gut. Dies liegt zum einen in der Natur der „Grünen Berufe“, zum anderen aber auch am Generationswechsel, der im Agrarbereich in vollem Gange ist und den großen Nachwuchsbedarf erklärt. Die Vielfalt der Karrieremöglichkeiten macht es für Absolventen gleichzeitig schwer, den eigenen Einstieg zu finden.

Die LMS Agrarberatung als Unternehmensberatung für Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus kennt die fachlichen, betriebswirtschaftlichen und personellen Anforderungen, die in der landwirtschaftlichen Praxis zu bewältigen sind und auch die Nachwuchssorgen vieler Betriebe. Die Lehrveranstaltungen der LMS im Auftrag der Universität an der Agrarfakultät im Bereich Unternehmensführung und Ökonomie vermitteln diese Themen sehr praxisnah. Die Idee des Agrar-Karrieretages wurde aus dem Anspruch der Praxisrelevanz der agrarwissenschaftlichen Ausbildung geboren, die im Ranking der Agrarfakultäten der letzten Jahre immer eines der ausschlaggebenden Bewertungskriterien war.

Der Agrarkarrieretag schaffte ein Podium für den ganz direkten Austausch zwischen potenziellen Arbeitgebern und zukünftigen Mitarbeitern. Ehemalige Studierende der Fakultät berichteten über ihre individuellen Karrierewege und stellten sich dabei auch persönlichen Fragen, konnten Mut machen und vielleicht sogar Bedenken der kommenden Absolventen ausräumen.

Vertreter landwirtschaftlicher Unternehmen, Einrichtungen der Agrarforschung und der Agrarverwaltung kamen ebenfalls zu Wort, um ihre speziellen Erwartungen an den Nachwuchs und die Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten in ihren Einrichtungen und Betrieben darzulegen.

Im Foyer der Fakultät, wo sich zwölf Unternehmen des Agribusiness präsentierten, wurde in angeregter und neugieriger Atmosphäre individuell erkundet, worauf es ankommt beim Berufseinstieg, was Personalleiter erwarten, was Absolventen dieser Studiengänge zu bieten haben und welche persönlichen Erwartungen auf beiden Seiten bestehen. Freie Stellen wurden unmittelbar angeboten und der eine oder andere Kontakt für eine berufliche Zukunft sicherlich angebahnt.

Der Agrar-Karrieretag soll von nun an ein regelmäßiger Höhepunkt zum Ende des Sommersemesters an der Fakultät werden. Inwieweit diese Veranstaltung zu Arbeitsverhältnissen oder Forschungskontakten führen wird, bleibt zu beobachten. Der 1. Agrar-Karrieretag berechtigt zu der Hoffnung, dass dies passieren wird.

Kontakt:
Dipl. Ing. agr. Carola Möller
Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät
Professur Agrarökonomie
Tel.: +49 381 498-3263
E-Mail: carola.moelleruni-rostockde

 

 

]]>
PressemeldungenStartseite
news-49185Wed, 26 Jun 2019 16:12:45 +0200Universität Rostock zum vierten Mal mit dem Zertifikat zum audit familiengerechte hochschule ausgezeichnethttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/universitaet-rostock-zum-vierten-mal-mit-dem-zertifikat-zum-audit-familiengerechte-hochschule-ausgeze/Die Universität Rostock ist am 26. Juni 2019 in Berlin erneut mit dem Zertifikat zum audit familiengerechte hochschule ausgezeichnet worden. Das Zertifikat nahm RD Andreas Tesche von Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey entgegen. Insgesamt wurden 325 Arbeitgeber – 171 Unternehmen, 131 Institutionen und 23 Hochschulen – ausgezeichnet.„Die Zertifikatsverleihung unterstreicht die Bedeutung der familien- und lebensphasenbewussten Gestaltung der Arbeits- und Studienbedingungen an der Universität Rostock und das zielgerichtete Engagement des Rektorates in den vergangen zehn Jahren“, hob Professorin Meike Klettke, Prorektorin für Internationales, Gleichstellung und Vielfaltsmanagement, hervor.

Voraussetzung für das drei Jahre gültige Zertifikat ist die erfolgreiche Durchführung des audit familiengerechte hochschule, das von der berufundfamilie Service GmbH angeboten wird. „Das von den Gremien und Beschäftigten der Universität aufgestellte Handlungsprogramm für die nächsten drei Jahre zur Verbesserung zur weiteren Optimierung der Familienfreundlichkeit ist anspruchsvoll und wird die familienfreundliche Universitäts- und Führungskultur weiter gestalten und beleben, insbesondere im Rahmen der nachhaltigen Implementierung des Vielfaltsmanagements“, betont RD Andreas Tesche, Themenverantwortlicher familienfreundliche Universität und Stabsstellenleiter Diversity.

Kontakt:
apl. Prof. Dr.-Ing. habil. Meike Klettke
Prorektorin für Internationales, Gleichstellung und Vielfaltsmanagement
Tel.: +49 381 498-1008
piuni-rostockde

]]>
PressemeldungenStartseite
news-49151Wed, 26 Jun 2019 08:20:48 +0200Rostocker Wissenschaftler erforschen am Bodden die Wasserqualität unserer Küstengewässer https://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/rostocker-wissenschaftler-erforschen-am-bodden-die-wasserqualitaet-unserer-kuestengewaesser-49151/Die Biologische Station Zingst der Universität Rostock untersucht seit 1977 die Wasserqualität der Darß-Zingster Boddenkette, nachdem Rostocker Biologen bereits 1969 ein auch auf Langzeituntersuchungen ausgelegtes Messprogramm zu Flora und Fauna im Bodden starteten. Die Station ist Messstation im Bund-Länder-Messprogramm und überwacht insbesondere die Nährstoffbelastungen aus der Landwirtschaft. Diese Langzeitmessungen erlauben auch aufgrund der besonderen Beschaffenheit des Boddens Rückschlüsse auf die Veränderung der Wasserqualität anderer Küstengewässer. Die lange Trockenheit und Hitze seit dem Frühjahr 2018 macht den Forschern der Biologischen Station Zingst der Universität Rostock Sorgen. „Der Bodden, in dem Salzwasser aus der Ostsee und Süßwasser aus den Flüssen wie der Recknitz, Barthe und unzähligen Bächen zu sogenanntem Brackwasser zusammenfließen, wird aufgrund der geringen Wassertiefe auch noch überdurchschnittlich erwärmt“, sagt Dr. Rhena Schumann, die Leiterin der Biologischen Station. „Im letzten Jahr haben wir erstmals im tiefen Wasser weniger als 70 Prozent Sauerstoffsättigung nachgewiesen“. Dass sei zwar noch nicht besorgniserregend, dürfe sich aber nicht weiter verschlechtern. Um die Wasserqualität des Bodden und deren Einflussfaktoren beständig zu untersuchen, hat die Wissenschaftlerin Lehre und Forschung vor Ort eng verzahnt.

Die Biologische Station Zingst, direkt am Bodden gelegen, ist seit 42 Jahren ein spezieller Mikrokosmos von Forschung und Lehre. Vorrangig wurde diese Station für die Ausbildung von Studenten erbaut – aus universitären Mitteln und mit viel Engagement der damaligen Mitglieder der Sektion Biologie. Sie verfügt heute über hoch moderne Laborgeräte, dabei ist es eng, rustikal, ja idyllisch. Man könne sich nicht aus dem Weg gehen. Das seien Bedingungen wie auf einem Schiff, besonders, wenn dort bis zu zwölf Studierende in winzigen Räumen in die sehr spezielle Forschung eingeführt werden. Es ist unglaublich anstrengend, aber immer auch produktiv und lehrreich, sagt Rhena Schumann. Sie kommt ins Schwärmen, wenn sie über ihre Arbeit und das Ökosystem Bodden spricht. „Die etwa 50 Kilometer lange Boddenkette ist ein ausgezeichneter Experimentier-Platz“. Der Bodden besteht aus vier einzelnen Becken. Es gibt hier überall das gleiche Wetter. Aber die Nährstoffeinträge sind von innen nach außen abgestuft, genau definierte Bedingungen wie in einem Experiment. „Unter den gleichen äußeren Faktoren können wir untersuchen, wie Nährstoffeinträge aus dem Hinterland die Küstengewässer beeinflussen“, erklärt die Wissenschaftlerin.

Die Biologische Station Zingst ist seit ihrer Eröffnung 1977 insbesondere mit Dauermessungen zur Gewässerüberwachung befasst. Über die Jahrzehnte wurden so in einmaliger Weise umfassende und zeitlich hoch aufgelöste Datensätze zum ökologischen Zustand der Darß-Zingster-Boddenkette erhoben, die Umweltveränderungen wie die Nährstoffzufuhr dokumentieren.

Zur Verfügung steht den drei Mitarbeitern der Station ein Forschungsschiff. So werden täglich, sieben Tage die Woche, im Winter um 8 Uhr, im Sommer um 9 Uhr, Wasserproben aus dem Zingster Strom entnommen. Zudem wird auf dem Hof der Biologischen Station Regenwasser aufgefangen und analysiert. Gemessen werden solche Parameter, wie Sauerstoffsättigung. Für die Nährstoff-Untersuchung wird ein Filtrat hergestellt. Untersucht wird auch die Biomasse des Phytoplanktons, also der kleinen Algen, die die starke Trübung des Boddenwassers verursachen. Die wird seit Mitte der 70er Jahren beklagt. So erfolgt Tag für Tag die Klassifizierung und Bewertung des Gewässers. Gemeinsam mit dem Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) werden die Proben bewertet. Durch die zuverlässige Langzeiterhebung der Daten hat es die Biologische Station geschafft, in die Europäische Entwicklung von Forschungsstrukturen aufgenommen zu werden.

Denn, wie Rhena Schumann sagt, alle „Parameter des Wassers verändern sich schnell.“ Deshalb werde täglich gemessen, um langfristig Aussagen über die Beschaffenheit der Wasserqualität treffen zu können.

„Es gibt erste Anzeichen, dass sich die Wasserqualität verbessert“, sagt Rhena Schumann. Das betreffe aber leider nicht die Trübung des Wassers. Dafür sind die Algen verantwortlich, die sich durch Nährstoffzuführung durchgesetzt haben. „Nichtdestotrotz gedeihen in dem Gewässer Fische, wie Zander, Barsche und Hechte bestens“, sagt Rhena Schumann. Zunehmend gebe es erfreulicherweise wieder Unterwasser-Vegetation wie beispielsweise Armleuchter-Algen. Das verbesserte Gülle-Management mache sich bemerkbar. „Die Phosphat-Gehalte verringerten sich deutlich“.

Die Biologische Station Zingst ist über mehrere Wege eng mit dem Leibniz-WissenschaftsCampus (LWC) Phosphorforschung Rostock verbunden. Hier werden täglich die Phosphoreinträge aus Regen und Staub gemessen und mit den Kollegen des Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) ausgewertet. Die Rostocker Außenstelle der Universität in Zingst bearbeitet unter anderem Projekte des Bundesforschungsministeriums, der Europäischen Union, der Deutsche Bundesstiftung Umwelt und des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie. Dabei geht es immer um Fragen der Ökologie und des aktuellen Zustandes der Darß-Zingster Boddenkette sowie der Küsten. Seit vielen Jahren ist Zingst auch Messstation im Bund-Länder-Messprogramm und Untersuchungsgebiet der LTER (Long Term Ecological Research), da die Universität Rostock über 50 Jahre zeitlich hoch aufgelöste Langzeitdaten zum Zustand der Boddenkette verfügt. Dokumentiert ist so beispielsweise die Gewässerverschlechterung in den 70er- und 80er-Jahren des 20. Jahrhunderts durch Nährstoffbelastungen aus der Landwirtschaft. Text: Wolfgang Thiel

Kontakt:
PD Dr. Rhena Schumann
Universität Rostock
Institut für Biowissenschaften, Angewandte Ökologie
Biologische Station Zingst
Tel. +49 38232 891026
E-Mail: rhena.schumannuni-rostockde 
www.bsz.uni-rostock.de

 

]]>
PressemeldungenStartseite
news-49149Wed, 26 Jun 2019 08:11:40 +0200Delegation der Universitätsmedizin Rostock reiste nach Andijan in Usbekistanhttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/delegation-der-universitaetsmedizin-rostock-reiste-nach-andijan-in-usbekistan-49149/Im Rahmen einer Kooperation mit dem „Andijan State Medical Institute“ (ASMI) reisten Professor Bernd J. Krause als Vize-Dekan der Universitätsmedizin Rostock und Dr. Rolf Oerter aus der Abteilung für Thoraxchirurgie als Delegation für die Universitätsmedizin Rostock in der Woche vom 20. Mai 2019 nach Andijan in Usbekistan. Im Dezember 2018 war zwischen den beiden Universitäten ein „Memorandum of Understanding“ vom Rektor der Universität Rostock Professor Wolfgang Schareck, dem Rektor des ASMI Professor Madamin Muminovich Madazimov und dem Vize-Dekan der Universitätsmedizin Rostock, Professor Bernd J. Krause in Anwesenheit des Attachés der Usbekischen Botschaft in Berlin Dr. Mavlon Mamirov unterschrieben worden, in dem die Grundzüge für eine Zusammenarbeit vereinbart wurden. Bei dem aktuellen Besuch, zu dem das ASMI beim Treffen in Dezember in Rostock eingeladen hatte, standen bilaterale Gespräche zu möglichen Kooperationsfeldern, Treffen mit der Fakultät, Begegnungen mit Studenten und Ärzten, Vorträge zu onkologischen Themen, eine gemeinsame Tumorkonferenz und eine Besichtigung der universitätsmedizinischen Klinik der ASMI im Mittelpunkt. Bei den Gesprächen im Rektorat des AMSI wurden gemeinsame Bereiche der Zusammenarbeit diskutiert:

  • Zusammenarbeit im Bildungsbereich bei der Ausbildung von Medizinstudenten und usbekischen Ärzten,
  • Gegenseitige Einladung von Medizinstudenten zu Summer Schools in der Universität Rostock und des ASMI,
  • Videokonferenzen in Form von Vorlesungen, Fort- und Weiterbildungen und Fallkonferenzen für Studenten und Ärzte,
  • Zusammenarbeit bei neuen medizinischen Technologien, so zum Beispiel der Bildgebung bei Krebspatienten.

Bei einem Treffen mit den Professoren und Klinikdirektoren im Rahmen des Fakultätsrates kam, wie während der gesamten Reise, eine große Wertschätzung sowie ein Höchstmaß an Gastfreundlichkeit zum Ausdruck. Ein Höhepunkt war eine telemedizinische Tumorkonferenz, in der Datensätze von computertomographischen Untersuchungen von zwei Patienten in Echtzeit an beiden Standorten von den jeweiligen Teams gemeinsam befundet und diskutiert wurden.

Viel Zeit war für Gespräche und einen Austausch mit Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden auch außerhalb der offiziellen Termine vorgesehen. Besonders beeindruckend war, dass sich die usbekischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in fast fehlerfreiem Deutsch in die Diskussion einbrachten. Bereits im Juni 2019 werden eine Studentin und ein Student aus dem ASMI die Rostock Summer School besuchen und als Gegeneinladung sind Studierende der Universitätsmedizin zu einer Summerschool des ASMI im Sommer 2019 eingeladen.

Besucht wurde auch das Onkologische Zentrum der Stadt Andijan, das die Bevölkerung von ca. 10 Millionen Patienten aus dem östlichen Usbekistan versorgt. Beim Besuch von Stationen – so auch der Palliativ- und der kinderonkologischen Station – wurden Patienten gemeinsam visitiert und Diagnostik und Therapien besprochen. Beeindruckt von den hohen Standards in Diagnostik und Therapie von Krebspatienten wurden weitere Entwicklungsmöglichkeiten und potentielle Felder vom Zusammenarbeiten besprochen.

Der Besuch wurde von einer entsprechenden medialen Präsenz in ganz Usbekistan begleitet. Bei einem Treffen mit dem Stellvertreter des Gesundheitsministers der Republik Usbekistan, Professor Uktam S. Ismailov, und dem Botschafter der Republik Usbekistan in Deutschland, S.E. Nabijon Kasimov, wurden die gemeinsam identifizierten Bereiche der Zusammenarbeit erörtert und der Wunsch nach einer Vertiefung der Beziehungen zum Ausdruck gebracht.

Das Treffen der Delegation der Universitätsmedizin Rostock fand unimittelbar vor der Reise des Deutschen Präsidenten Frank-Walter Steinmeier statt, der sich vom 27. Mai bis zum 29. Mai zu einem Staatsbesuch in Usbekistan aufhielt, zu dessen Vorbereitung der Rektor des AMSI nach einem gemeinsamen Abendessen am 23. Mai zur Abstimmung und Vorbereitung des Besuches des Deutschen Staatsoberhauptes in das Bildungsministerium nach Taschkent abreiste.

Abgerundet wurde der Delegationsbesuch durch eine gemeinsame Teilnahme am Freundschaftsspiel der U-18 Fußballmannschaft der Berliner Fußballclubs und der U-18 Usbekistans sowie die Besichtigung der weltberühmten Kulturgüter der Wiege von Wissenschaft und Medizin in Samarkand.

Kontakt:
Prof. Dr. med. Bernd Joachim Krause
Klinikdirektor
Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin
Universitätsmedizin Rostock
Tel.:  +49 381 494-9101
E-Mail: bernd.krausemed.uni-rostockde
http://nuklear.med.uni-rostock.de/

]]>
PressemeldungenStartseite
news-49143Tue, 25 Jun 2019 15:10:35 +0200Rostocker Chemikerin gewinnt Preis in Pekinghttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/rostocker-chemikerin-gewinnt-preis-in-peking-49143/“Das war schon ein außergewöhnliches Erlebnis”, sagt die Rostocker Physikochemikerin Viviane Overbeck. Die 27-jährige hat für ihre Forschungsarbeit im Rahmen ihrer Promotionsarbeit, die sie auf einer internationalen Konferenz in Peking vorstellte, einen Preis erhalten. “Der Fokus meiner Arbeit liegt auf dynamischen Untersuchungen von Ionen in geschmolzenen Salzen, den so genannten ionischen Flüssigkeiten”, sagt die in Celle geborene Chemikerin, die ihr Studium in der Hansestadt absolvierte. Um Informationen über die Bewegungen von Ionen zu erhalten, wendet Viviane Overbeck die Methode der frequenzabhängigen Kernspinresonanz an, die maßgeblich von ihr im Arbeitskreis mit etabliert wurde. Das Forschungsgebiet der ionischen Flüssigkeiten ist hochaktuell, da diese Flüssigkeiten durch ihre steuerbaren Eigenschaften interessante Alternativen zu herkömmlichen Lösungsmitteln für die Industrie darstellen.

Das Institut für Chemie der Universität Rostock setzt einen Schwerpunkt auf diese außergewöhnlichen Flüssigkeiten und führt damit eine lange Tradition fort, denn die erste ionische Flüssigkeit wurde von dem Rostocker Chemiedozenten Paul Walden im Jahre 1914 entdeckt, der an der Universität Rostock zwischen 1919 und 1934 lehrte. Noch heute gilt das damals entdeckte Ethylammonium Nitrat als Prototyp der ionischen Flüssigkeiten.

Im Rahmen des Forschungsgebiets der ionischen Flüssigkeiten setzen Professor Ralf Ludwig und seine Arbeitsgruppe neben der Kernspinresonanz auch weitere Methoden wie Infrarotspektroskopie und Molekulardynamische Simulation ein. “Durch das Zusammenspiel von verschiedenen experimentellen Methoden sowie theoretischen Berechungen ist es für uns möglich, die Flüssigkeiten umfassend zu beschreiben.” sagt Professor Ralf Ludwig und freut sich über die positive Resonanz aus Peking. Neben den dynamischen Eigenschaften gelang es der Arbeitsgruppe so auch Aussagen über die Struktur von ionischen Flüssigkeiten zu treffen. Weiterhin konnten sie allgemeine Gesetzmäßigkeiten für die Löslichkeit von kleinen Gasmolekülen wie Kohlendioxid, Sauerstoff, Stickstoff und Wasserstoff in diesen Flüssigkeiten herleiten.

Förderung für diese Arbeit erhält die Arbeitsgruppe von Professor Ralf Ludwig aus der Physikalischen und Theoretischen Chemie der Universität Rostock von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Bei der Reise um den halben Globus ging es um die Vertretung der Rostocker Farben, aber auch um die internationale Sichtbarkeit der Forschungsprogramme und eingesetzten Methoden zu diesem Thema. Text: Wolfgang Thiel

Kontakt:
Viviane Overbeck
Universität Rostock
Institut für Chemie
Telefon: 0381/ 498 89 80
Mail: viviane.overbeckuni-rostockde

 

 

 

 

 

]]>
PressemeldungenStartseite
news-21039Wed, 22 Nov 2017 14:43:00 +0100Veranstaltungsreihe „Wie werde ich Lehrer*in in M-V?“ erfolgreich gestartethttps://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/veranstaltungsreihe-wie-werde-ich-lehrerin-in-m-v-erfolgreich-gestartet-21039/Erstsemester erleben den Studieneinstieg häufig als holprig und schwer. Die Rund-um-Einzel-Betreuung in der Schule wird abgelöst von hohen Anforderungen an Selbstdisziplin und –organisation, fachliche Anforderungen kommen in ganz neuen Formen daher. Für Lehramtsstudierende lässt sich aufgrund der langjährigen Schulerfahrungen die scheinbare Klarheit über das Berufsbild und die daraus ableitbaren Studienanforderungen als weitere anfängliche Irritation hinzufügen. Oft werden auf dieser Ebene die mitgebrachten Erwartungen zunächst enttäuscht.

Der – dringend zu erlernende – Umgang mit den neuen Herausforderungen im Studium firmiert unter dem Begriff „Studierfähigkeit“ und treibt mit Blick auf Wechsel- und Abbrecherquoten bundesweit die Hochschulen und Universitäten um.

Mit der neuen Veranstaltungsreihe „Wie werde ich Lehrer*in in M-V?“ startete das Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung an der Universität Rostock im Oktober 2017 ein Modellprojekt, das die Lehramtsstudierenden in den ersten Semestern an der Universität unterstützen und sie auf ihrem Professionalisierungsweg begleiten soll.
Die Reihe bietet verschiedene Themen und Veranstaltungsformen: zentrale Veranstaltungen u.a. zu den Anforderungen an zukünftige Lehrer/innen im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern, fachspezifische Veranstaltungen zum inhaltlichen Zusammenhang zwischen Studieninhalten und späterem Berufsalltag als auch Beratungsangebote zu Stolpersteinen und Hürden im Studienverlauf.
Die Lehrerbildner/innen der Universität Rostock gestalten dieses Projekt über alle angebotenen Lehramtsfächer und -studiengänge hinweg mit und laden alle Lehramtsstudierenden der ersten Semester aber auch alle Interessierten herzlich zur Teilnahme ein.

Weitere Informationen finden Sie auf der ZLB-Homepage.

Kontakt:
Universität Rostock
Katrin Bartel (Geschäftsführerin)
Torben B. Wolff (student. Mitarbeiter)
ZLB
Geschäftsstelle Rostock
Tel: 0381 – 498 2901 (Sekretariat)
Fax: 0381 – 498 2902
katrin.barteluni-rostockde
torben.wolff2uni-rostockde

http://www.zlb.uni-rostock.de

]]>
Pressemeldungen