Universität Rostock https://www.uni-rostock.de/ RSS Feed der Universität Rostock de Copyright Universität Rostock Fri, 18 Jan 2019 22:01:41 +0100 Fri, 18 Jan 2019 22:01:41 +0100 TYPO3 EXT:news news-41385 Fri, 18 Jan 2019 14:05:00 +0100 Eine Bühne für Rostock zum 600. Universitätsjubiläum https://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/eine-buehne-fuer-rostock-zum-600-universitaetsjubilaeum-41385/ Am 22. und 23. Juni 2019 wird anlässlich des 600. Universitätsjubiläums auf dem Universitätsplatz ein großes Sommerfest gefeiert. Für das Tagesprogramm am Sonnabend, dem 22. Juni, können Rostocker Kunst- und Kulturschaffende sich ab sofort für einen Auftritt auf der „Bühne für Rostock“ bewerben. Ob Musik, Tanz, Artistik, Poesie, Theater oder anderes – alle, die sich berufen fühlen, Menschen zu unterhalten, sind auf der „Bühne für Rostock“ willkommen und herzlich eingeladen, sich an der Gestaltung des Programms zu beteiligen.

Bewerbungen sind bis zum 31. März 2019 per E-Mail mit dem Betreff „Eine Bühne für Rostock“ an jubilaeum2019uni-rostockde möglich. Weitere Informationen zu den Bewerbungsmodalitäten und den Rahmenbedingungen sind hier zu finden. 


Kontakt:
Dr. Kristin Nölting
Projektkoordinatorin „Universitätsjubiläum 2019“
Presse- und Kommunikationsstelle
Universität Rostock
Tel. Projektbüro: +49 381 498-1027/1030
jubilaeum2019uni-rostockde

https://www.uni-rostock.de/universitaet/uni-gestern-und-heute/jubilaeum-2019
https://www.facebook.com/600JahreUniRostock

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news-41431 Fri, 18 Jan 2019 13:59:25 +0100 Mentoring-Programm für Doktorandinnen https://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/mentoring-programm-fuer-doktorandinnen-41431/ Die Universität Rostock und die Universitätsmedizin Rostock vergeben bis zu 15 Plätze im Mentoring-Programm für Doktorandinnen für den Zeitraum von März 2019 bis Juni 2020. Das Mentoring-Programm richtet sich an hochqualifizierte Frauen in der mittleren oder fortgeschrittenen Phase ihrer Promotion, die eine verantwortungsvolle Leitungsposition in der Wissenschaft, Wirtschaft oder Gesellschaft anstreben. Während des Programmlaufzeit erhalten die Teilnehmerinnen die Gelegenheit, karrierefördernde Kontakte zu Mentorinnen und Mentoren aufzubauen, an einem hochwertigen Seminarprogramm (5 Seminare) teilzunehmen sowie karriererelevante Netzwerke zu nutzen. Zudem gibt es die Möglichkeit von Einzel-Coachings.

Die Ausschreibung finden Sie hier.

Kontakt: 
Universität Rostock
Ivette Döring 
Tel.: +49 381 498-5747
ivette.doeringuni-rostockde

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news-41315 Thu, 17 Jan 2019 08:02:12 +0100 Neue Weiterbildungskurse für Berufstätige an der Universität Rostock https://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/neue-weiterbildungskurse-fuer-berufstaetige-an-der-universitaet-rostock-41315/ Mit neuen Weiterbildungskursen, die für die Zielgruppe der Berufstätigen konzipiert sind, startet die Wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Rostock in das neue Jahr. Durch das Angebot der berufsbegleitenden Studienform können die Kurse auch von Interessierten besucht werden, die nicht regional vor Ort sind. Im Mittelpunkt der Wissenschaftlichen Weiterbildung stehen zukünftig insbesondere kurzfristige Weiterbildungsangebote zu aktuellen und nachgefragten Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Medien und Bildung sowie gute Lehre, die bei einer Weiterqualifizierung sowohl im beruflichen Umfeld als auch bei einer ehrenamtlichen Tätigkeit nützlich sein können.

Eine besonders hohe Nachfrage gibt es beispielsweise zu den Themen „Didaktisches Design“ im Kontext der Medienbildung, zu Rechtsfragen im Umweltschutz sowie zu einer gelingenden Bildung für nachhaltige Entwicklung. Die Kurse zur „Praxis guter Lehre und Hochschuldidaktik“ sind auch für Interessierte anderer Hochschulen und externer Bildungseinrichtungen geöffnet. Die Universität Rostock reagiert auf die Nachfragen und bietet passgenaue Zertifikatskurse an. Nähere Informationen finden Sie auf der Homepage: www.uni-rostock.de/weiterbildung


Kontakt:
Dr. Kerstin Kosche
Universität Rostock
Wissenschaftliche Weiterbildung
Tel.: +49 381 498-1260
weiterbildunguni-rostockde
Internet: www.uni-rostock.de/weiterbildung
Facebook: www.facebook.de/wissenschaftliche.weiterbildung

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news-41155 Wed, 16 Jan 2019 10:49:00 +0100 Heisenberg-Professur an der Universität Rostock https://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/heisenberg-professur-an-der-universitaet-rostock-41155/ Professor Thomas Fennel hat den Ruf auf eine Heisenberg-Professur „Starkfeld-Nanophysik“ angenommen. Er forscht am Institut für Physik der Universität Rostock auf dem Gebiet der ultraschnellen Licht-Materie-Wechselwirkungen. Im Rahmen der von der Deutschen-Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Professur beschäftigt sich sein Team insbesondere mit der Aufklärung und theoretischen Beschreibung der Wirkung extrem kurzer Laserblitze auf Nanostrukturen. Mögliche Anwendungsmöglichkeiten reichen von extrem schneller lichtbasierter Elektronik bis zur Abbildung und gezielten Veränderung von Materie mit intensiver Laserstrahlung. Die Heisenberg-Professur der DFG hat das Ziel, herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu fördern und ihnen eine Perspektive auf eine unbefristete Professur an einer deutschen Hochschule zu ermöglichen. Dazu wird die Professur bis zu fünf Jahre von der DFG gefördert. Im Anschluss daran erfolgt die Finanzierung durch die jeweilige Universität. Eine Heisenberg-Professur ermöglicht den Hochschulen eine wissenschaftliche Profilbildung, indem ein neues Forschungsgebiet dauerhaft etabliert werden kann. Mit seiner Forschung zur Theorie ultraschneller lichtgetriebener Dynamik möchte Professor Thomas Fennel, der vorher bereits Heisenberg-Stipendiat der DFG war, neue Konzepte zur hochpräzisen Kontrolle und zeitaufgelösten Charakterisierung ultraschneller elektronischer Vorgänge erkunden.

Der Rektor der Universität Rostock, Professor Wolfgang Schareck, gratulierte Thomas Fennel zur Annahme des Rufes auf die für die Universität Rostock bewilligte Heisenberg-Professur. „Die Einwerbung der Heisenberg-Professur an der thematischen Schnittstelle von Laser- und Nanophysik zeigt, dass die Universität Rostock ein ideales Umfeld Forschung zum Thema Laser bietet.“

Zu den wissenschaftlichen Stationen von Professor Fennel gehören neben der Universität Rostock, an der er studiert und promoviert hat, die University of Washington (Seattle, USA), die University of Ottawa (Kanada) sowie das Max-Born Institut für Nichtlineare Optik und Kurzzeitdynamik in Berlin, mit dem Fennel auch weiter in intensivem wissenschaftlichen Austausch stehen wird. „Die Heisenberg-Professur gibt mir und meinen Mitarbeitern die Möglichkeit, gemeinsam mit dem exzellenten Kollegium am Institut für Physik bislang ungeklärten Fragen zur Wechselwirkung von Licht und Materie auf die Spur zu kommen“, erklärt Fennel.


Kontakt:
Prof. Dr. Thomas Fennel
Universität Rostock
Institut für Physik
Tel.: +49 381 498-6815
E-Mail: thomas.fenneluni-rostockde
www.physik.uni-rostock.de/clustertheorie/

Auskünfte zu verfahrensrechtlichen Fragen zum Heisenberg-Programm der DFG erteilt Herr Paul Heuermann (DFG Geschäftsstelle, Tel.: 0228 885 2398).

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news-41183 Wed, 16 Jan 2019 10:42:58 +0100 Sternsinger bringen gute Wünsche und Segen für das neue Jahr https://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/sternsinger-bringen-gute-wuensche-und-segen-fuer-das-neue-jahr-41183/ Am 16. Januar 2019 hat Rektor Professor Wolfgang Schareck zusammen mit Universitätsmitarbeitenden Sternsinger der Don-Bosco-Schule Rostock im Universitätshauptgebäude empfangen. Die Kinder brachten mit dem Zeichen „C+M+B“ den Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“.

Die Aktion steht in diesem Jahr unter dem Motto „Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit“.

Kontakt:
Presse- und Kommunikationsstelle
Universität Rostock

Tel:  +49 381 498-1012
Fax: +49 381 498-1032
pressestelleuni-rostockde
https://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/presse-u-kommunikationsstelle/

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news-41007 Fri, 11 Jan 2019 15:45:12 +0100 Mit Rostocker Kunstaugen-Sammlung zum Doktortitel https://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/mit-rostocker-kunstaugen-sammlung-zum-doktortitel-41007/ Die Universität Rostock verleiht in jedem Semester nach Abschluss der Promotion oder Habilitation auf einer Festveranstaltung die erfolgreich erlangten akademischen Grade. Am Freitag, den 11. Januar 2019, sind 217 neuen Doktoren und acht Wissenschaftlern, die ihre Habilitation erfolgreich abgeschlossen haben, die weißen Mappen mit den Urkunden feierlich überreicht worden. Den Festvortrag hielt Professor Bernhard Hardtung von der Juristischen Fakultät zum Thema: Empörung und Empathie: Wie klären wir Konflikte? Der Täter, das Opfer und die anderen“. In diesem Jahr hat die Universität Rostock ein Programm unter dem Motto aufgelegt: „Die besten Master promovieren in Rostock“. Die Akteure bekommen über einen Zeitraum von dreieinhalb Jahren ein Stipendium von 1.500 Euro pro Monat, zuzüglich Kinderzulage.

„Die Anzahl der Promotionen ist an der Universität in den letzten fünf Jahren stabil“, unterstreicht Rektor Professor Wolfgang Schareck. 283 junge Wissenschaftler erreichten im vergangenen Jahr den akademischen Grad. „Es sollten diejenigen promovieren, die sich für ein Thema so begeistern und darin vertiefen, dass sie dadurch eine hohe Kompetenz entwickeln“, unterstreicht der Rektor. Sein Rat: „All jene, die keine wissenschaftliche Karriere anstreben, sollten sich eine Promotion ersparen“.

Eine wissenschaftliche Karriere strebt Daniel Schubert an. Der 32-jährige studierte in Rostock und Göttingen Medizin und wurde an der Universitätsmedizin Rostock promoviert.

Für seine Doktorarbeit hat sich der junge Mediziner die Kunstaugensammlung der Universität Rostock, im Rahmen der von Professor Hans-Uwe Lammel 2011 initiierten medizinischen Sammlungsforschung, wissenschaftlich unter die Lupe genommen. Die Sammlung ist eine medizinhistorische Rarität und besonderer Hingucker im wahrsten Sinne des Wortes. Daniel Schubert erklärt: „Bei Kunstaugen handelt es sich um Prothesen aus Glas, die Menschen bei Verlust des Auges eingesetzt werden.“ Die Technik zur Herstellung von Kunstaugen für Statuen geht bis in die Antike zurück. Kunstaugen als Prothesen wurden bereits ab dem 16. Jahrhundert eingesetzt. „Bei der Rostocker Sammlung zeigte sich, dass die Glasaugen aus verschiedenen Gründen als Modelle zur Dokumentation und Visualisierung von pathologischen Befunden genutzt wurden“, resümiert Schubert.

Die Sammlung selbst geht auf den Augenarzt Karl Wilhelm von Zehender (1819-1916) zurück, der 1866 die erste ophthalmologische (augenheilkundliche) Abteilung der Universitätsklinik in Rostock aufbaute, sowie auf seinen italienischen Kollegen Arnaldo Angelucci (1854-1933), der von 1878-1880 als Assistent bei ihm arbeitete. Hergestellt wurden die Glasaugen von einer Glasbläserfamilie aus der Stadt Lauscha, die im 19. Jahrhundert ein Zentrum der europäischen Glasbläserei war.

Für der künftigen Neurologen Schubert zeigten sich bei der Bearbeitung des medizinhistorischen und ophthalmologischen Themas „interessante, gewisse fachliche Überschneidungspunkte“ zu seinem eigenen Fach der Neurologie. Seine Erkenntnisse aus der Doktorarbeit, die mit „summa cum laude“ (mit Auszeichnung) bewertet wurde, will er in seine praktische Tätigkeit in der Neurologie mit einfließen lassen.

Co-Betreuer und Seniorprofessor Rudolf Guthoff ist des Lobes voll über diese Doktorarbeit. „Sie stellt die Geschichte der Rostocker Kunstaugensammlung durch fotografisch dokumentierte Objekte professionell in einen großen Zusammenhang“. Professor Guthoff ist überzeugt, dass auch überregional daraus Nutzen gezogen werden könne. Die in der Sammlung verwendeten Diagnosen können an den heute üblichen Diagnosen gespiegelt werden. Daraus lassen sich äußerst interessante Betrachtungen ableiten, die die Änderungen des Behandlungsspektrums über mehr als 150 Jahre dokumentieren. Text: Wolfgang Thiel

Kontakt:
Gundula Rogge
Universität Rostock
Zentrale Universitätsverwaltung
Tel.: +49 381 498-1206
gundula.roggeuni-rostockde
https://www.uni-rostock.de/einrichtungen/verwaltung/dezernat-akademische-angelegenheiten-d1/referat-akademische-selbstverwaltung-d12/

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news-40975 Fri, 11 Jan 2019 08:57:33 +0100 Gehen mit der Energiewende bald die Lichter aus? https://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/gehen-mit-der-energiewende-bald-die-lichter-aus-40975/ Netzstabilität wird heute noch im Wesentlichen von den konventionellen Kraftwerken gewährleistet. In Zukunft werden intelligent gesteuerte erneuerbare Energien zusammen mit geeigneten Speicheranlagen diese Aufgabe übernehmen müssen. Im Verbundprojekt Netz-Stabil der Hochschulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern werden dazu aktuell die erforderlichen Grundlagen erforscht. Mit der Energiewende wurde das Ende der fossil-nuklearen Stromerzeugung eingeläutet. Im Fokus steht dabei die Dekarbonisierung der Energieversorgung, mit der durch die Verminderung der CO2-Treibhausgasemmissionen die – maßgeblich vom Menschen verursachte – globale Erwärmung begrenzt werden soll. Die konventionellen großen Kraftwerke erzeugen aber nicht nur den von den Verbrauchern benötigten Strom, sie sind auch für die Netzstabilität verantwortlich. Damit erfüllen sie eine wichtige Funktion im Energienetz.
Genau hier setzt der Forschungsverbund Netz-Stabil mit seiner Forschung an. Ein Team aus 18 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Rostock, der Hochschule Stralsund und der Universität Greifswald arbeitet vier Jahre bis März 2021 gemeinsam im Forschungsprojekt, welches im Rahmen des Exzellenzforschungsprogramms des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit ca. 5 Mio. Euro aus dem Europäischen Sozialfonds gefördert wird.

Projektkoordinator Professor Hans-Günter Eckel vom Lehrstuhl für Leistungselektronik und Elektrische Antriebe an der Universität Rostock formuliert die Aufgabenstellung: „Netzstabilität bedeutet für den Verbraucher vor allem Versorgungssicherheit. Verschiedene Disziplinen müssen eng zusammenarbeiten, um mit erneuerbaren Energien die gleiche Zuverlässigkeit der elektrischen Energieversorgung zu gewährleisten, wie wir sie von konventionellen Kraftwerken gewohnt sind.“
„Elektrische Energie lasse sich nicht als Vorrat aufbewahren wie Wasser in einem Speicher“, stellt Magdalena Gierschner, Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Professor Eckel, fest. „Die große Schwierigkeit in der Energieversorgung besteht darin, dass elektrische Energie immer genau dann erzeugt werden muss, wenn der Verbraucher sie benötigt. Denn das Energienetz selbst kann keine elektrische Energie speichern, sondern nur transportieren.“

Am Institut arbeitet auch Paul Gerdun. Er führt aus, wie es den großen konventionellen Kraftwerken gelingt, dem Spiel wechselnder Energienachfrage zu begegnen: „ Konventionelle Kraftwerke besitzen gleich drei Formen von Speichern mit denen sie Lastschwankungen im Netz ausgleichen. Der erste wird als Momentanreserve bezeichnet und ist die rotierende Masse der ans Netz angeschlossenen Synchrongeneratoren sowie die der mit ihnen verbundenen Turbinen. Bei einer Lasterhöhung geben sie sofort Energie an das Netz ab und verlieren im Gegenzug mechanische Rotationsenergie, sie werden abgebremst. Bei einer Lastverringerung verhält es sich genau umgekehrt. Dies ist ein natürliches Verhalten der Generatoren und bedarf keiner Beeinflussung von außen. Da deren Drehzahl allerdings in einem engen Bereich gehalten werden muss, wird diese stetige Drehzahländerung nur kurzzeitig zugelassen. Sobald es eine Drehzahländerung  gibt, wird der Dampfzustrom über ein Regelventil so angepasst, dass die Drehzahl wieder konstant gehalten wird. Denn erhitzter Wasserdampf treibt mit hohem Druck die Turbinen der Generatoren an. Der zweite Speicher, der Wasserdampfkessel, liefert hierfür den nötigen Dampf. Zum Schluss bleibt noch die Kohlehalde als Speicher, über  deren Kohle-Zufuhr die Erzeugung des Wasserdampfes so angepasst werden kann, dass die Drehzahl wieder ihren Sollwert erreicht. Dies ist dann der dritte Energiespeicher im System.“ Diese Steuerung sei nur langfristig möglich, wenn vorher bekannt ist, wann mehr oder weniger Elektroenergie benötigt werde.
„Um die Klimaschutzziele zu erreichen sind erneuerbare Energien beispielsweise aus Wind- und Solarkraft unabdingbar“, weiß Magdalene Gierschner. „Allerdings“, so die Diplom-Ingenieurin weiter, „gefährden diese die Stabilität des Netzes, wenn man sie weiterhin, wie in den vergangenen Jahren üblich, so anschließt, dass sie blind Energie „ernten“ und jegliche Laständerungen von den Speichern der wenigen verbleibenden großen Kraftwerke ausgeglichen werden müssen.“

Erneuerbare Energien werden meistens über Umrichter an das Netz angeschlossen. Die typische Umrichterregelung passt die Frequenz und Phase des erzeugten Stroms an die Netzspannung an. „Dank des Umrichters haben wir jedoch viel mehr Freiheitsgrade. Wenn man möchte, dass erneuerbare Energien ein ähnliches netzdienliches Verhalten wie die Schwungmassen der konventionellen Kraftwerke zeigen, dann ist dies nur über eine clevere Regelung möglich“, ist sie sich  sicher.
Dr. Sidney Gierschner, ein weiterer Mitarbeiter im Team von Professor Eckel ergänzt: „Auch Windenergieanlagen besitzen rotierende Massen, nämlich den Generator und die Flügel. Es ist möglich, diese kurzfristig zu beschleunigen oder abzubremsen. Dadurch entstehen aber Rückwirkungen auf die ganze Anlage.“ Ob diese langfristig zu Beschädigungen führen, wird aktuell am Lehrstuhl für Windenergietechnik der Uni Rostock von Stefan Ganzel untersucht.

Ein weiteres großes Problem besteht darin, dass die Einspeisung von Solar- und Windenergie wetterbedingt stark schwankt. Mit ihrem fortschreitenden Ausbau werde der Bedarf an längerfristigen Ausgleichsmöglichkeiten zwischen Angebot und Nachfrage weiter steigen. Eine Schlüsselrolle wird dabei die Sektorenkopplung spielen. Unter dem Begriff Sektorkopplung wird die Vernetzung aller energiebereitstellenden Sektoren mit allen energieverbrauchenden Sektoren beschrieben. Dies schließt nicht nur die elektrische Energie ein, sondern auch die Nutzung, Speicherung und Umwandlung von Wärme und chemisch gebundener Energie.
Im Projekt Netzstabil werden dazu verschiedene Ansätze untersucht. Beispielsweise wird erforscht, wie Biomasseanlagen die Schwankungen im regenerativ erzeugten Strom ausgleichen können. Das ist zum Beispiel dann relevant, wenn kein Wind oder Sonne zur Verfügung stehen. Wenn beispielsweise weniger regenerativer Strom bereit steht, als benötigt wird, kann über eine mögliche Sektorenkopplung der Bedarf kompensiert werden. Wie das mit dem vorhandenen und künftigen Anlagenbestand im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern zu optimieren ist, wird im Projektteam unter anderem von Dr. Andrea Schüch und Jan Sprafke untersucht. Beide arbeiten an der Professur Abfall- und Stoffstromwirtschaft der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät an der Universität Rostock.

Die Forschungsergebnisse des Verbundprojektes Netz-Stabil liefern einen wichtigen Beitrag um auch künftig unter den Bedingungen wachsender regenerativer Energieerzeugung, eine stabile Versorgung zu gewährleisten.

Kontakt:
Magdalena Gierschner
Institut für Elektrische Energietechnik
Universität Rostock
Tel.: +49 381 498-7134
magdalena.gierschneruni-rostockde
https://www.netz-stabil.uni-rostock.de

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news-40839 Wed, 09 Jan 2019 08:49:46 +0100 Universität Rostock unterzeichnet Vertrag mit dem Tashkent Pediatric Medical Institute https://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/universitaet-rostock-unterzeichnet-vertrag-mit-dem-tashkent-pediatric-medical-institute-40839/ Am 8. Januar 2019 empfing der Rektor der Universität Rostock Professor Wolfgang Schareck den Rektor des Tashkent Pediatic Medical Institute (TPMI) aus Usbekistan, Professor Botir T. Daminov, sowie den Leiter des dortigen E-Health Departments Dr. Igor Vikhrov an der Universität Rostock. Gemeinsam unterzeichneten sie einen Vertrag über die zukünftige wissenschaftliche Zusammenarbeit. Bereits am 18. Dezember 2018 hatten Vertreter des Andijan State Medical Institute (ASMI) aus Usbekistan, der Universitätsmedizin Rostock und der Universität Rostock ein Abkommen zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit unterschrieben. Das Interesse des TPMI liegt wie beim ASMI in der Nutzung der Expertise der Rostocker Universitätsmedizin, insbesondere in den Bereichen der Kardiologie und Radiologie. Die usbekischen Mediziner möchten daher Rostocker Professorinnen und Professoren sowie Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler für Gastaufenthalte in Usbekistan oder E-Lectures gewinnen. Interessiert zeigten sich die Gäste zudem an der Entwicklung von Curricula und Joint Degree Programmen.  

Im Anschluss an die Vertragsunterzeichnung besuchten die Gäste das Unternehmen CENTOGENE, um Möglichkeiten einer zukünftigen Zusammenarbeit zu ermitteln.

Kontakt:
Michael Paulus
Rostock International House (RIH)
Universität Rostock
Tel.: +49 381 498-1213
michael.paulusuni-rostockde
https://www.uni-rostock.de/internationales/hauptseite-internationales

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news-40837 Wed, 09 Jan 2019 08:42:03 +0100 Universitätsbibliothek Rostock erwirbt wertvolle hebräische Drucke der Londoner Valmadonna-Sammlung https://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/universitaetsbibliothek-rostock-erwirbt-wertvolle-hebraeische-drucke-der-londoner-valmadonna-sammlung/ Der Universitätsbibliothek Rostock sind auf einer Auktion in New York mehrere außergewöhnliche Neuerwerbungen für die Sondersammlungen gelungen. Es handelt sich um eine hebräische Grammatik des Immanuel ben Jekutiel aus Benevent mit dem Titel Livyat ḥen (Anmut), gedruckt 1557 in Mantua auf blauem Papier. Auch eine weitere wertvolle Neuerwerbung, das sefardische Gebetbuch Orden de las Oraciones Cotidianas in hebräischer und spanischer Sprache aus dem Jahr 1772, ist auf blauem Papier gedruckt. In Italien wurde es im 16. Jahrhundert zunehmend üblich, besonders kostbare Exemplare einer Auflage auf blauem Papier – carta azzurra – anzufertigen. Die Bücher stammen aus der Londoner Valmadonna Trust Library, die der passionierte Sammler Jack Valmadonna Lunzer (1924 – 2016) kenntnisreich zusammentrug und deren größter Teil heute zum Bestand der National Library of Israel gehört. Lunzer war einer der größten jüdischen Bibliophilen des 20. Jahrhunderts. Seine Sammlung war international bekannt für kostbare Handschriften und zahlreiche besonders seltene hebräische Drucke, darunter eine bemerkenswerte Sammlung von De-luxe-Exemplaren auf farbigem Papier, auf Pergament oder Seide. Zudem bewahren die erworbenen Bücher die Erinnerung an Jack Lunzer und seine beiden Besuche in Rostock in den 1990er Jahren.

Die hebräische Grammatik und das sefardische Gebetbuch stellen eine wertvolle Ergänzung des bedeutenden historischen Bestandes an Judaica und Hebraica dar. Die in den Sondersammlungen der Universitätsbibliothek aufbewahrte Hebraica-Sammlung umfasst ca. 3.500 Titel. Sie geht wesentlich auf den Rostocker Bibliothekar und Orientalisten Oluf Gerhard Tychsen (1734 – 1815) zurück, dessen handschriftlicher Nachlass zurzeit durch die Universitätsbibliothek mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Kalliope, dem nationalen Verbundkatalog für Nachlässe und Autographen, erschlossen und digitalisiert wird.

Kontakt:
Sylvia Sobiech
Universität Rostock
Universitätsbibliothek Rostock
Leiterin Sondersammlungen
Tel.: +49 381 498-8700
sylvia.sobiechuni-rostockde

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news-40819 Tue, 08 Jan 2019 13:52:33 +0100 Uni Rostock durch praxisnahe Lehre ganz vorn https://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/uni-rostock-durch-praxisnahe-lehre-ganz-vorn-40819/ Im aktuellen Agrarhochschulranking 2018, das in der renommierten Landwirtschaftszeitung „Top Agrar“ veröffentlicht wurde, hat die Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät der Universität Rostock überdurchschnittlich gut abgeschnitten. In einem aktuellen Ranking haben 5325 junge Leute aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in elf Kategorien bewertet, wie gut sie sich an den Hochschulen auf  die Arbeitswelt vorbereitet fühlen.An der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät (AUF) der Universität Rostock haben sich 140 Studenten an der Befragung beteiligt. Sieger ist die Universität Rostock in der Kategorie „Beste Lehre im Bereich Landtechnik“. Ebenfalls bei der Bewertung „Beste Fachschaft“ gehört die Alma Mater, die in diesem Jahr ihr 600-jähriges Jubiläum feiert, zur Spitze. Die Rostocker Studenten haben  den Lehrbereich Tier-und Pflanzenproduktion  mit 1,4 bewertet. Damit gewinnt die Universität Rostock in dieser Disziplin. Professorin Petra Wolf, Studiendekanin an der Fakultät, hat für die Lehre in der Tierernährung den Outdoor-Hörsaal eingeführt und ist Professor Patrick Käding, Prorektor für Studium, Lehre und Evaluation dafür dankbar, dass er sich beständig um Verbesserungen in der Lehre bemüht und derartige Forschungsprojekte tatkräftig unterstützt. 

Lehre direkt im landwirtschaftlichen Betrieb, Gespräche mit dessen Tierarzt und dem Futtermittelberater, das komme bei den Studierenden an, konstatiert Professorin Wolf. Der Wissenschaftlerin und Studiendekanin geht es darum, die Lehre so praxisnah wie möglich zu gestalten. So würden die Studierenden  Lösungen für viele Probleme hautnah kennen lernen. Wohl auch deshalb liegt Rostock bei den Studienbedingungen an Universitäten in der Gesamtwertung  auf Platz 1.  Diesen Platz erreicht sie auch als  Gesamtsieger unter den Universitäten.

„Wir haben unseren Schwerpunkt auch auf Praxisnähe gelegt und Module überarbeitet“, konstatiert Professorin Wolf. Der Leitgedanke war dabei, die Zusammenarbeit zwischen Dozenten, Landwirten und Beratern aufzubauen und zu stärken. So nimmt es nicht Wunder, dass die Universität Rostock in allen Bereichen im Vergleich zum letzten Hochschulranking um eine halbe Note zugelegt hat.

Das ist auch ganz zur Freude des Rektors der Universität Rostock, Professor Wolfgang Schareck. „Die Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät der Universität Rostock bearbeitet ein sehr breites Themenspektrum“, unterstreicht der Rektor.  Deswegen sei es notwendig gewesen,  in den Stärken und der interdisziplinären Vernetzung Möglichkeiten und Schwerpunkte festzulegen und strategisch auszurichten. Dass die hohe Motivation, die umsichtige Führung in der Fakultät und der gute kollegiale Umgang nun so erfolgreich Früchte tragen,  freue  den Rektor besonders.  „Gerade im Jubiläumsjahr der Universität ist dies eine sehr gute  Botschaft, die uns den begonnenen Weg weiter gehen  lassen wird“, blickt  Professor Schareck voraus.

„Der Bauernverband gratuliert der Universität Rostock ganz herzlich zu dieser Auszeichnung“, sagt Präsident Detlef Kurrek.  Er selbst habe in Rostock studiert und noch heute die besten Erinnerungen an die Studienzeit.  „Sie  hat mich für das ganze Leben geprägt“, sagt der Bauernpräsident. „Umso mehr freut es mich, dass das Niveau in den Jahren, die inzwischen vergangen sind, nicht nachgelassen hat und Mecklenburg-Vorpommern zu den Top-Ausbildungsorten für landwirtschaftliche Lehre in Deutschland gehört“. Er hoffe sehr, dass junge Menschen sich für ein Studium bei uns im Land entscheiden.  „Die Uni Rostock hat jetzt einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass junge Menschen sich noch öfter für Mecklenburg-Vorpommern entscheiden werden – da bin ich mir sicher!", so Kurrek.

Kontakt:
Prof. Dr. Petra Wolf
Ernährungsphysiologie und Tierernährung
Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät
Universität Rostock
Tel.: +49 381 498-3320
E-Mail: petra.wolf@uni-rostock.de
https://www.auf.uni-rostock.de/professuren/a-g/ernaehrungsphysiologie-und-tierernaehrung/

 

 

 

 

 

 

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news-40803 Tue, 08 Jan 2019 10:54:17 +0100 Universität Rostock forscht an der Lebensdauervorhersage für Windenergieanlagen https://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/universitaet-rostock-forscht-an-der-lebensdauervorhersage-fuer-windenergieanlagen-40803/ Am 1. Januar 2019 startete das neue Forschungsvorhaben DynAWind² zwischen der Universität Rostock und W2E Wind to Energy zur genaueren Lebensdauervorhersage von Windenergieanlagen. Das Vorhaben wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bis Ende 2021 mit knapp 1,9 Millionen Euro gefördert. Davon erhält die Universität Rostock mit mehr als einer Million Euro den größten Anteil. Gegenwärtig werden Windenergieanlagen auf eine bestimmte Lebensdauer hin ausgelegt und genehmigt. Viele Anlagen werden am Ende der genehmigten Betriebsdauer zurückgebaut, obwohl sie im Allgemeinen noch große strukturelle Reserven für einen sicheren und wirtschaftlichen Weiterbetrieb besitzen. Im Rahmen des Vorhabens soll ein Verfahren entwickelt werden, das es ermöglicht, diese strukturellen Reserven auszunutzen. Die Universität Rostock besitzt mit seinen Lehrstühlen für Strukturmechanik und Technische Mechanik/Dynamik umfangreiche Kompetenzen auf den Gebieten der Ermüdungsfestigkeit und der dynamischen Analyse großer, hoch belasteter Strukturen. W2E bringt in das Projekt seine umfassenden Erfahrungen im Entwurf innovativer Windenergieanlagen ein und stellt die Prototypanlage für die geplanten experimentellen Untersuchungen zur Verfügung, Das Langzeitverhalten der aus Verbundwerkstoffen gefertigten Rotorblätter untersucht der Berliner Blattentwickler WINDnovation. „Für uns als Blattentwickler ist die Kenntnis der tatsächlich auftretenden Beanspruchungen der Rotorblätter von sehr hohem Nutzen für die Verbesserung unserer Auslegungsmethoden“, so Dr. Roland Stoer, der Geschäftsführer von WINDnovation, „deshalb waren wir sofort Feuer und Flamme für dieses Vorhaben.“ Dr. Torsten Schütt, Geschäftsführer von W2E, schließt sich an: „Die kontinuierliche Zusammenarbeit mit der Universität Rostock ist ein großer Gewinn für die Entwicklung hochmoderner Technologien, aber auch für unser Unternehmen als Ganzes. Wir waren in den vergangenen zwei Jahren der erste Windenergieanlagenentwickler, der Inertialmesstechnik auf seinen Anlagen eingesetzt hat.“ Mit dieser Messtechnik ist es möglich, translatorische und rotatorische Schwingungen der Windenergieanlage um alle drei Raumachsen mit nur einem Sensor zu erfassen.Auch Professor Christoph Woernle vom Lehrstuhl für Technische Mechanik/Dynamik an der Universität Rostock betont den Vorteil der Zusammenarbeit: „Die langjährige erfolgreiche Kooperation zwischen W2E und der Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik ist ein Eckpfeiler der Windenergieforschung an der Universität Rostock mit entscheidenden Impulsen für die wissenschaftliche Weiterqualifikation unserer Doktoranden und die praxisorientierte Ausbildung unserer Studierenden in den Ingenieurwissenschaften“.

Seit 2011 kooperiert die Universität Rostock mit dem Rostocker Windenergieanlagen-Entwickler W2E im Bereich der dynamischen Analyse von Windenergieanlagen sowie in der Entwicklung neuartiger Konzepte für elektrische Umrichter. Die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit nicht nur in der Forschung, sondern auch in der Lehre, wurde 2016 durch einen Kooperationsvertrag im Beisein des damaligen Bildungsministers Mathias Brodkorb und des Energieministers Christian Pegel des Landes Mecklenburg-Vorpommern verstetigt. In der bisherigen Zusammenarbeit konnten im Rahmen des Energieforschungsprogramms der Bundesregierung mehr als 3,7 Millionen Euro Drittmittel eingeworben werden, wovon die Universität Rostock mehr als 1,1 Millonen Euro erhielt.

Kontakt:

PD Dr.-Ing. habil. János Zierath
Lehrstuhl für Technische Mechanik/Dynamik
Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik
Universität Rostock
Tel.: +49 381 453 786-08
E-Mail: janos.zierathuni-rostockde
https://www.ltmd.uni-rostock.de/

 

 

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news-40427 Thu, 20 Dec 2018 11:12:42 +0100 Rostocker Startup überzeugt Investoren https://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/rostocker-startup-ueberzeugt-investoren-40427/ Wissenschaftler der Universität Rostock gründen Unternehmen AIM3D und überzeugen mit neuartigem Konzept für den 3D-Druck. Die Computerdrucker von heute arbeiten schon lange nicht mehr nur zweidimensional. 3D-Drucker sind eine aktuelle Entwicklung, die es ermöglichen, ganze Bauteile wie aus dem Nichts zu zaubern. Was die Popularität allerdings noch einschränkt, ist die Tatsache, dass 3D-Druck sehr teuer ist. Das Problem der Kosten hat sich das Startup Unternehmen AIM3D, eine Ausgründung aus der Universität Rostock, vorgenommen und gelöst.

„Wir haben einen 3D-Drucker entwickelt, der erstmalig nahezu alle Keramik-, Metall- und Kunststoffmaterialien in ein und demselben 3D-Drucker verarbeiten kann“, sagt Clemens Lieberwirth, einer der Gründer und Prokurist im Unternehmen, nicht ohne Stolz. Dafür haben die Gründer einen Druckkopf entwickelt und gebaut, der Standard-Spritzgussmaterial verarbeitet. Dabei handelt es sich nach Angaben des 28-Jährigen um eine Entwicklung, die derzeit zur Weltspitze gehört. Mit dem neuen Fertigungsverfahren können die Kosten so weit gesenkt werden, dass sogar die Serienfertigung bestimmter Komponenten wirtschaftlich wird. Lieberwirth hat wie sein Gründer-Kollege und Geschäftsführer Dr. Vincent Morrison an der Universität Rostock studiert. Bereits während des Studiums haben sie zwei Prototypen aufgebaut und so die Verarbeitung der Materialien untersucht.

Die Rostocker haben inzwischen Investoren von ihrem Konzept überzeugt. Zusammen mit dem halbstaatlichen High-Tech-Gründerfonds (HTGF) ist Brose, weltweit der viertgrößte Automobilzulieferer in Familienbesitz, bei dem im Februar 2017 gegründeten Unternehmen AIM3D mit 1,4 Millionen Euro eingestiegen. Denn vor allem in der Luft-und Raumfahrt, der Medizintechnik und der Automobilbranche wird ein starkes Wachstum im 3D-Druck erwartet.

Clemens Lieberwirth und Vincent Morrison haben bereits während ihrer Arbeit am Lehrstuhl für Mikrofluidik, der vielfältige Forschung auf dem Gebiet des 3D-Drucks betreibt, intensiven Kontakt zur Industrie gehabt. „Dadurch fühlten wir uns herausgefordert, Verfahren zu entwickeln, um die hohen Fertigungskosten beim 3D-Druck zu reduzieren.“

Lehrstuhlinhaber Professor Hermann Seitz legt in der Grundlagenforschung großen Wert auf Entwicklungen, die in konkrete Produkte münden und in der Industrie Anwendung finden. So hat er auch die Idee für die Ausgründung gefördert und gehört dem Startup AIM3D mit an. „Für uns als Hochschule hat die Forschung oberste Priorität“, sagt der Wissenschaftler. Dass er gemeinsam mit seinen ehemaligen Studenten renommierte Investoren mit der Idee eines neuen Verfahrens im 3D-Druck begeistern konnte, freut nicht nur ihn. „Durch die enge Zusammenarbeit mit der Industrie ergeben sich für die Universität neue interessante Forschungsthemen“.

Für Clemens Lieberwirth war es, wie er sagt, wichtig, nach dem Studium in der Heimat zu bleiben. „Entweder finde ich hier einen Job oder ich muss Jobs schaffen“, sagt der junge Mann und weiß, dass sein Kollege Vincent Morrison ähnlich denkt: „Wir brauchen die Küste und die Familie in der Nähe.“

Das Startup will Kunden ein Werkzeug zur Verfügung stellen, damit sie ihre Ideen in Produkte umsetzen können. „Wir sind Maschinenbauer, also keine 3D-Druck-Dienstleister“, unterstreicht Clemens Lieberwirth. Das kreative Rostocker Team, das aus Absolventen der Universität hervorgegangen ist, beschäftigt inzwischen zehn Leute.

Das Ziel für 2019 ist der Verkaufsstart der Serienanlage ExAM 255. Das ist ein 3D-Drucker zur Verarbeitung von Spritzgussgranulat. Die Nachfrage aus der Industrie ist sehr groß. „Deshalb wollen wir uns personell erweitern“, kündigt Clemens Lieberwirth an. Mit dem ersten großen Wurf im 3D-Druck soll nicht Schluss sein. „Wir wollen weitere Maschinen entwickeln.“

In der Rostocker Industriestraße hat das Startup inzwischen eine große Produktionshalle mit Bürofläche bezogen. Die Universität Rostock und die Wirtschaftsförderer von Rostock Business geben Hilfestellung, wann immer sie gebraucht wird.

„Wir begleiten als Wirtschaftsfördergesellschaft das Unternehmen vom ersten Moment an“, sagt Geschäftsführer Christian Weiß. „Dabei verstehen wir uns als strukturgebenden und kompetenten Dienstleister für das Marketing des Wirtschaftsstandortes Rostock.“ Der erste Kontakt zu dem Rostocker Startup AIM3D GmbH entstand während des Luft- und Raumfahrtkongresses in Rostock. „Wir konnten dem jungen Unternehmen erfolgreich als Berater bei der Suche des idealen Standortes und Türöffner bei Behörden und Banken zur Seite stehen“, betont Christian Weiß. Text: Wolfgang Thiel

Kontakt:
Prof. Dr.-Ing Hermann Seitz
Lehrstuhl für Mikrofluidik
Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik (MSF)
Universität Rostock
Tel.: +49 381 498-9090
hermann.seitzuni-rostockde
https://www.lfm.uni-rostock.de/lehrstuhl/

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news-40421 Thu, 20 Dec 2018 10:22:49 +0100 Forscher legen Studie zum Wohlbefinden der Menschen in der Weihnachtszeit und danach vor https://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/forscher-legen-studie-zum-wohlbefinden-der-menschen-in-der-weihnachtszeit-und-danach-vor-40421/ Die gute Nachricht kurz vor Weihnachten kommt in diesem Jahr aus der Erholungsforschung. Allem Stress zum Trotz steigt die positive Stimmung derjenigen, die sich auf Weihnachten freuen, schon in der Adventszeit kontinuierlich an. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Tagebuch-Studie, die über einen Zeitraum von vier Monaten lief und jetzt in der international renommierten Fachzeitschrift „Work & Stress“ veröffentlicht wurde. Diese Tagebuch-Studie ist ein Gemeinschaftswerk von Dr. Oliver Weigelt (Universität Rostock), Christine Syrek (Hochschule Bonn-Rhein-Sieg), Jana Kühnel (Universität Ulm) und Jessica de Bloom (Universität Tampere, Finnland). 145 Berufstätige wurden jeweils freitags und montags befragt. Zusätzlich zu Erholung und Wohlbefinden beantworteten sie Fragen zu unerledigten Aufgaben am Ende der Arbeitswoche und unerledigten Aufgaben aus dem Privatleben, zum Beispiel im Zusammenhang mit Weihnachten. Die Befragten gaben ebenfalls wöchentlich an, inwieweit sie an arbeitsfreien Tagen von der Arbeit abschalten und in ihrer Freizeit entspannen konnten. In der Vorweihnachtszeit wurde außerdem die Vorfreude auf Weihnachten erfasst.

Die Studie zeigt, dass das Wohlbefinden bereits mehrere Wochen vor Heiligabend ansteigt, nach Weihnachten wieder absinkt und in der zweiten Winterhälfte wieder zunimmt. Weihnachten als Erholungsmöglichkeit wirft offenbar seine Schatten voraus und klingt bis zu mehreren Wochen nach.

Die Studie sei im September geplant worden. „Just zu dem Zeitpunkt, als in den Supermärkten die ersten Weihnachtsmänner in die Regale gestellt wurden“, blickt Oliver Weigelt zurück. Der 38-jährige Forscher verweist auf vorliegende Studien, die zeigen würden, dass das Wohlbefinden der Menschen im Urlaub steige. „Kehren sie in den Arbeitsprozess zurück, sind Berufstätige aber bereits nach wenigen Tagen wieder genauso urlaubsreif, wie vor der freien Zeit.“ Das Stimmungshoch ist schnell wieder weg.

Bislang gab es vor allem Studien zum Wohlbefinden im Urlaub und in den ersten Arbeitstagen nach der freien Zeit. Jetzt interessierte die Forscher zum einen, ob und wie man auch längerfristig vom Erholungs-Effekt profitieren kann. Zum anderen untersuchten die Psychologen, inwieweit das Wohlbefinden bereits vor den eigentlichen freien Tagen steigt. Für die meisten Menschen sei Weihnachten frei, dennoch löse es aber auch ambivalente Gefühle aus, so Dr. Weigelt.

So habe die Weihnachtszeit für viele Menschen zwei Gesichter. Auf der einen Seite stehen schöne Dinge wie gesellige Weihnachtsmarktbesuche, Weihnachtsfeiern und besinnliches Beisammensein. Auf der anderen kann die Zeit vor Weihnachten mit privaten Verpflichtungen aber auch besonders stressig sein. „Es entstehen zusätzliche berufliche und private Stressfaktoren“, betont der Rostocker Psychologe. „Diesen Aspekt haben wir uns genauer angesehen, konkret anhand unerledigter Aufgaben.“ Das Wissenschaftler-Team zeigt, dass das Wohlbefinden für die meisten Menschen bereits in der Adventszeit stetig ansteigt, dass aber Personen, die sich auch kurz vor Weihnachten noch immer mit einem Berg unerledigter Dinge herumschlagen, von diesem Vorweihnachtseffekt nicht profitieren. Weigelt hält fest: „Wer alles frühzeitig abschließen kann, geht insgesamt auch besser gestimmt durch die Adventszeit“. Oliver Weigelt, Vater einer kleinen Tochter, freut sich erstmals auf das Weihnachten zu Dritt. „Allerdings beschäftigen mich etliche Aufgaben, die noch zu erledigen sind“, sagt Weigelt und liegt damit im Trend. Er weiß aus der Studie, dass einigen vor den Pflichten graut, die noch anstünden. Laut Weigelt komme die Arbeitsverdichtung vor, aber auch nach Weihnachten möglicherweise besonders zum Tragen, weil alle zur gleichen Zeit im Urlaub sind. „Arbeitgeber und deren Führungskräfte täten gut daran, Aufgaben längerfristig zu planen, damit sie ohne großen Druck im Voraus abgeschlossen werden könnten“, rät Oliver Weigelt.

Weiterhin spiele die Vorfreude eine wichtige Rolle. Bei Befragten, die sich mehr als andere auf Weihnachten freuten, stieg die positive Stimmung in der Vorweihnachtszeit tendenziell schneller an.

Seinen Höhepunkt erreicht das Wohlbefinden an Weihnachten selbst. Nach dem Jahreswechsel zeige die Stimmungskurve bei den meisten Menschen wieder nach unten. Wer sich allerdings über Weihnachten gut erhole, der könne länger von dem Polster des Wohlbefindens zehren. Die Autoren raten im Ergebnis dazu, in den Weihnachtsferien bewusst von der Arbeit abzuschalten und auch die Ruhepausen im neuen Jahr zu nutzen. Wer sich gut erhole und es dann auch noch schaffe, die Entspannung in die Wochenenden des neuen Jahres zu übertragen, profitiere auch länger von der Erholung. Text: Wolfgang Thiel

Den Link zur Originalstudie finden Sie unter https://doi.org/10.1080/02678373.2018.1427816

Kontakt:
Dr. Oliver Weigelt
Lehrstuhl für ABWL: Organisations- und Personalpsychologie
Institut für Betriebswirtschaftslehre
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät (WSF)
Universität Rostock
Tel.: +49 381 498-4085
oliver.weigeltuni-rostockde
https://www.bwl.uni-rostock.de/institut/lehrstuehle/abwl-organisations-und-personalpsychologie-prof-dr-bernd-marcus/

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news-21039 Wed, 22 Nov 2017 14:43:00 +0100 Veranstaltungsreihe „Wie werde ich Lehrer*in in M-V?“ erfolgreich gestartet https://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/pressemeldungen/detailansicht/n/veranstaltungsreihe-wie-werde-ich-lehrerin-in-m-v-erfolgreich-gestartet-21039/ Erstsemester erleben den Studieneinstieg häufig als holprig und schwer. Die Rund-um-Einzel-Betreuung in der Schule wird abgelöst von hohen Anforderungen an Selbstdisziplin und –organisation, fachliche Anforderungen kommen in ganz neuen Formen daher. Für Lehramtsstudierende lässt sich aufgrund der langjährigen Schulerfahrungen die scheinbare Klarheit über das Berufsbild und die daraus ableitbaren Studienanforderungen als weitere anfängliche Irritation hinzufügen. Oft werden auf dieser Ebene die mitgebrachten Erwartungen zunächst enttäuscht.

Der – dringend zu erlernende – Umgang mit den neuen Herausforderungen im Studium firmiert unter dem Begriff „Studierfähigkeit“ und treibt mit Blick auf Wechsel- und Abbrecherquoten bundesweit die Hochschulen und Universitäten um.

Mit der neuen Veranstaltungsreihe „Wie werde ich Lehrer*in in M-V?“ startete das Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung an der Universität Rostock im Oktober 2017 ein Modellprojekt, das die Lehramtsstudierenden in den ersten Semestern an der Universität unterstützen und sie auf ihrem Professionalisierungsweg begleiten soll.
Die Reihe bietet verschiedene Themen und Veranstaltungsformen: zentrale Veranstaltungen u.a. zu den Anforderungen an zukünftige Lehrer/innen im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern, fachspezifische Veranstaltungen zum inhaltlichen Zusammenhang zwischen Studieninhalten und späterem Berufsalltag als auch Beratungsangebote zu Stolpersteinen und Hürden im Studienverlauf.
Die Lehrerbildner/innen der Universität Rostock gestalten dieses Projekt über alle angebotenen Lehramtsfächer und -studiengänge hinweg mit und laden alle Lehramtsstudierenden der ersten Semester aber auch alle Interessierten herzlich zur Teilnahme ein.

Weitere Informationen finden Sie auf der ZLB-Homepage.

Kontakt:
Universität Rostock
Katrin Bartel (Geschäftsführerin)
Torben B. Wolff (student. Mitarbeiter)
ZLB
Geschäftsstelle Rostock
Tel: 0381 – 498 2901 (Sekretariat)
Fax: 0381 – 498 2902
katrin.barteluni-rostockde
torben.wolff2uni-rostockde

http://www.zlb.uni-rostock.de

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