Holocaust und Kunst – gemeinsames Nachdenken über Wege künstlerischen Umgangs mit der Schoah

Pressemeldungen
Teilnehmende des „Youth Forums“ beim Besuch der Mahn-und Gedenkstätte KZ-Außenlager Barth im Gespräch mit Helga Radau vom Förderverein 'Dokumentations- und Begegnungsstätte Barth'. (Foto: Klaidas Mačernis).

Außergewöhnlich war das Format eines internationalen „Youth Forum“, das fortgeschrittene Studierende und junge Berufstätige aus den Bereichen Gedenkstätte, Museum, Kunst und Design drei Tage lang in der Ostseestadt versammelte. Kernpunkt war der Austausch der Teilnehmenden aus Lettland, Litauen, Polen, Ungarn und Deutschland über landestypische Herangehensweisen, aber auch über Eigenarten und Konfliktlinien der Gedenkkultur. Im Vordergrund stand dabei, Diskussionen in Gang zu setzen und unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen. Zentrale Bestandteile bildeten dementsprechend kommunikative Arbeitsformen wie ein Szenarioworkshop zur Entwicklung länderübergreifender Denkmalideen oder gemeinsame Erkundungen der Memorialkultur im öffentlichen Raum in Rostock und der Region.

Das „Youth Forum“ ist Teil des Vierländer-Projekts „Art and the Holocaust: Reflections for the Common Future“, in dem sich das Museum „Juden in Lettland“ in Riga, das Jüdische Historische Institut in Warschau und das Internationale Zentrum für litauische Photographie in Kaunas mit dem Historischen Institut der Universität Rostock zusammengeschlossen haben. „Ohne die langjährigen engen Beziehungen zu Riga und unsere Partnerschaft mit Lettlands Universität wäre dieser Kontakt nie zustande gekommen“, unterstreicht Professor Oliver Plessow, Inhaber der Professur für Geschichtsdidaktik an der Universität Rostock und Verantwortlicher vor Ort. Gewinnbringend für alle sei, dass die Universität nicht nur auf die Gesellschaft einwirken könne, sondern auch Impulse aus dieser bekomme, und das auch noch in einem solch transnationalen Rahmen.

Das Bildungsprojekt wird im Rahmen des Programms „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ von der Europäischen Union gefördert. Ein Anschlussforum im litauischen Kaunas wird der Gruppe noch in diesem Jahr Gelegenheit zu einer Weiterführung des Austauschs und der Gespräche geben.

Kontakt:
Prof. Dr. Oliver Plessow
Universität Rostock
Historisches Institut
Didaktik der Geschichte
Tel.: +49 381 498-2716
oliver.plessowuni-rostockde


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