Samstagsuniversität der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät

Die Boddengewässer der deutschen Ostseeküste sind hoch dynamische Lebensräume, die durch starke jahreszeitliche Schwankungen der Umweltbedingungen gekennzeichnet sind. Das Vorkommen und die Ausdehnung von untergetauchter Vegetation, z.B. Algen, Armleuchteralgen und Seegräsern, ist abhängig von den vorherrschenden Umweltbedingungen. In den West-Rügenschen Bodden sind durch den regen Wasseraustausch und eine geringe Nährstoffbelastung eine intakte untergetauchte Vegetation erhalten geblieben. Während die Nahrungsbeziehungen am Anfang (Phytoplankton und Zooplankton) wie auch am Ende der Nahrungskette (Vögel und Fische) in den Boddengewässern detailliert beschrieben sind, ist wenig über die Verbindungsglieder dazwischen bekannt.

Ein Ziel des BACOSA II Projektes zur Analyse und Status Evaluierung der deutschen Ostseeküste soll es sein, die Lücken in unserem Verständnis des Nahrungsnetzes der Boddengewässer zu schließen. Ein tieferes Verständnis des Nahrungsnetzes im West-Rügenschen Bodden spielt eine entscheidende Rolle im Erhalt und Schutz der untergetauchten Vegetation und ihrer Rolle im Ökosystem. Dazu wurden die wichtigsten Produzenten und Konsumenten im Vitter Bodden vor Hiddensee beprobt und ihre stabile Isotopensignatur zur Charakterisierung des Nahrungsnetzes analysiert.

In dem Vortrag werden erste Ergebnisse aus der aktuellen Forschung vorgestellt und die Rolle von untergetauchter Vegetation im Nahrungsnetz diskutiert. Das Boddennahrungsnetz soll mit anderen Habitaten der Ostsee verglichen werden.

Dr. Martin Paar

Institut für Biowissenschaften

Universität Rostock

Albert-Einstein-Str. 3

Tel.: 0381 498 6086

E-Mail: martin.paar(at)uni-rostock(dot)de

Organisator

  • Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

Veranstaltungsort

  • Hörsaal 1 der Physik, (Albert-Einstein-Straße 24)

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